Zimmerpflanzen: 8 häufige Fehler im Sommer
... um sie nicht zu stressen
Inhaltsverzeichnis
Im Sommer leiden Zimmerpflanzen bei Hitze oft mehr als sonst. Zu viel Gießen vor dem Urlaub oder Düngen schadet. Die häufigsten Fehler im Überblick!
Zu viel oder zum falschen Zeitpunkt gießen
Wie im Garten müssen Sie auch bei Zimmerpflanzen zum richtigen Zeitpunkt gießen und vor allem die Wassermenge gut dosieren. In der Mittagshitze zu gießen, ist weder drinnen noch draußen ideal. Gießen Sie am besten früh morgens oder abends und prüfen Sie stets die Feuchtigkeit des Substrats: Stecken Sie einen Finger in die Erde. Ist sie unter 3 cm Tiefe trocken, braucht die Pflanze Wasser.
Was die Häufigkeit betrifft, steigt sie bei den meisten Pflanzen im Sommer zwar an. Doch Vorsicht vor zu viel Wasser, denn dadurch können die Wurzeln faulen. Passen Sie die Wassermenge selbstverständlich an die Pflanzenart an: Tropische Pflanzen mit großen Blättern benötigen mehr Wasser, Pflanzen mit kleinen Blättern oder Sukkulenten weniger. Wenn Sie das Gießen leicht vergessen, notieren Sie am besten, wann Sie gegossen haben.
Denken Sie daran: Zu viel Wasser ist für eine Pflanze immer folgenschwerer als zu wenig.
→ Lesen Sie auch: Wie gießt man Zimmerpflanzen richtig?

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Zimmerpflanzen besprühenNach draußen in die pralle Sonne stellen
Oft wird empfohlen, Zimmerpflanzen in der warmen Jahreszeit nach draußen zu stellen, wenn dies möglich ist. Doch gut gemeint ist nicht immer gut! Sie der prallen Sonne auf einem Balkon oder einer Terrasse auszusetzen, ist für eine Zimmerpflanze, die das ganze Jahr über an eher gefiltertes oder indirektes Licht in Wohnung oder Haus gewöhnt ist, keineswegs geeignet.
Gehen Sie sehr langsam vor und stellen Sie die Pflanzen niemals an einen vollsonnigen Standort oder in die brennende Mittagssonne – auch nicht Pflanzen mit sehr hohem Lichtbedarf wie Sukkulenten.
Draußen bevorzugen Sie einen halbschattigen Standort oder stellen Sie die Töpfe hinter eine andere Pflanze, die Schatten spendet (eine größere Pflanze oder eine Kletterpflanze).
→ Alle Tipps finden Sie hier: Zimmerpflanzen im Sommer nach draußen stellen.

Auf dem Balkon ja, aber nicht in der prallen Sonne!
Zu trockene Raumluft unterschätzen
Unsere Wohnungen sind trockener als die Außenluft. Im Sommer verstärkt eine Klimaanlage das Problem: Sie trocknet die Raumluft buchstäblich aus, was keiner Zimmerpflanze guttut. Auch Hitzewellen machen die Innenluft trockener.
Prüfen Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer. Im Sommer sollte sie etwa 50–55 % betragen. Darunter ist die Luft für die meisten Zimmerpflanzen zu trocken.
Setzen Sie Ihre Pflanzen nicht zu lange der Klimaanlage aus: Stellen Sie sie mindestens 2 m von Lüftungen und direkten Luftströmen aller Art entfernt auf. Andernfalls können sie gestresst werden und austrocknen (gelbe Blätter, braune Ränder, verlangsamtes Wachstum). Stellen Sie die Töpfe auf ein mit Wasser und Blähton gefülltes Tablett, wobei das Wasser die Wurzeln nicht berühren darf. Besprühen Sie empfindliche Pflanzen mit großen, tropischen Blättern, etwa Fensterblatt oder Zimmerfarn, im Sommer häufiger und regelmäßig – besonders während Hitzewellen.
Ein weiterer Tipp: Stellen Sie die Pflanzen zusammen, um ein feuchtes Mikroklima zu schaffen – besonders bei tropischen Pflanzen.

In sehr trockenen Innenräumen ist Besprühen manchmal unerlässlich.
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Zimmerpflanzen: Sommerschäden beheben?Im Sommer überdüngen
Das ist ein durchaus häufiges Problem, wenn man seine Zimmerpflanzen das ganze Jahr über sorgfältig pflegt. Viele denken zu Recht, dass der Sommer eine Phase starken Wachstums ist, und düngen daher großzügig. Auch wenn viele Pflanzen in dieser Jahreszeit von Dünger profitieren, sollte man ihn keinesfalls überdosieren und zum richtigen Zeitpunkt anwenden. Dünger auf trockener Erde … und schon ist das Malheur passiert! Mit den besten Absichten haben wir die Wurzeln verbrannt. Da die Pflanzen durch die Hitze bereits gestresst sind, sollte die Düngung unbedingt zu einem Zeitpunkt erfolgen, an dem die Pflanze keinem zusätzlichen Stress ausgesetzt ist.
Düngen Sie im Sommer daher niemals auf trockenem Substrat (das gilt zu jeder Jahreszeit) oder bei großer Hitze. Warten Sie, bis Sie die Pflanze reichlich gegossen haben, oder bis sie sich nach längerer Abwesenheit wieder etwas erholt hat.
Bei großer Hitze warten Sie das Ende der Hitzewelle ab und halbieren Sie die Dosierung. Sobald sich die Wetterbedingungen normalisieren, können Sie wieder in den gewohnten Abständen düngen.
N. B.: Diese Tipps gelten auch für die Kultur von Topfpflanzen im Freien!

Vorsicht vor Überdüngung!
Sukkulenten hinter Glas in der Sonne braten
Ihre Echte Aloe liebt die Sonne – aber keine 40 °C hinter Glas! Die Wärme direkt hinter einer Scheibe wird für Zimmerpflanzen im Sommer zur Falle. Sie können dort jämmerlich verbrennen, wenn Sie sie nicht von diesem gefährlichen Treibhauseffekt abrücken.
Schatten- und Halbschattenpflanzen sollten Sie selbstverständlich von Fenstern fernhalten (Farne, Korbmarante, Dieffenbachie, Bogenhanf, Fiederaron usw.). Doch auch andere Pflanzen, selbst wärme- und sonnenliebende Sukkulenten, dürfen hinter einer nach Süden ausgerichteten Scheibe nicht der Nachmittagshitze ausgesetzt sein: Direktes Sonnenlicht kann ihre Blätter verbrennen. Stellen Sie empfindliche Pflanzen daher 1 bis 2 m vom Fenster entfernt auf, besonders solche mit großen Blättern, und drehen Sie den Topf regelmäßig, damit sie gleichmäßig wachsen.
Beachten Sie, dass Fensterbänke im Winter, Frühjahr und Spätherbst für manche Pflanzen ideal sind, da sie dort besonders viel Licht bekommen. Zu den übrigen Jahreszeiten werden Südfenster jedoch zu Öfen – selbst für Sukkulenten, die sich stark aufheizen.

Zu kaltes Wasser verwenden
Trockenheit stresst Pflanzen: Kaltes Wasser belastet Wurzeln und hinterlässt Kalk. Leitungswasser 24 Stunden stehen lassen oder Regenwasser nutzen.
Umtopfen bei großer Hitze
Es ist wirklich keine gute Idee, eine Zimmerpflanze mitten im Sommer umzutopfen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt (etwa wegen eines Umzugs), verzichten Sie während einer Hitzewelle darauf. Die bereits gestresste Pflanze erholt sich nur schlecht.
Warten Sie bis September oder wählen Sie einen kühlen, bewölkten Tag.

Verschieben Sie das Umtopfen möglichst auf weniger heiße Tage
Staub auf Blättern ignorieren
Staub blockiert das Licht und die Photosynthese das ganze Jahr über, besonders aber im Sommer, wenn Pflanzen ihre gesamte Energie benötigen.
Das Reinigen der Blätter von Zimmerpflanzen empfiehlt sich daher besonders im Frühjahr, wenn sie aus ihrer Dormanz erwachen, sowie im Sommer (eigentlich sollte man dies ganzjährig tun, da im Winter die Lichtintensität stark abnimmt und diese lebenswichtige Photosynthese zusätzlich eingeschränkt wird).
Wischen Sie die Blätter zweimal monatlich mit einem feuchten, weichen Tuch ab. Mehr dazu erfahren Sie hier: Wie reinigt man das Laub von Zimmerpflanzen?

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