Die Zierlauch-Arten erfreuen uns im späten Frühjahr mit ihren lilafarbenen oder weißen Blütenkugeln. Häufig pflanzt man sie in Beete. In schönen Pflanzgefäßen oder Blumenkästen wirken sie jedoch ebenso dekorativ und lassen sich auf einem Balkon oder einer Terrasse aufstellen.
Sehen wir uns an, wie Sie Zierlauch fachgerecht in einen Topf pflanzen, damit Sie sich im nächsten Jahr an seiner herrlichen Blüte erfreuen können!

Warum eignen sie sich für die Pflanzung im Topf?
Zierlauch eignet sich aus mehreren Gründen hervorragend für die Kultur im Topf oder Balkonkasten :
- Die dekorative Wirkung ist garantiert: Die kugelförmigen Blüten sitzen auf geraden Stängeln und strukturieren kleine Räume optisch.
- Es handelt sich um anspruchslose Zwiebeln mit einem kompakten Wurzelsystem. Sie eignen sich ideal für mittelgroße Gefäße. Bei manchen Zierlauch-Arten reichen 20 cm Tiefe aus.
- Sie vertragen es, wenn das Gießen gelegentlich vergessen wird, und eignen sich daher bestens für sonnige Balkone.
Am besten für Pflanzgefäße eignen sich Zierlauch-Arten mit einem kleinen bis mittleren Zwiebelumfang* zwischen 4 und 12: Allium christophii, Allium x schubertii, Allium sphaerocephalon, Allium karataviense und andere.
Mein Tipp: Verzichten Sie bei kleinen und/oder schmalen Blumenkästen auf Zwiebeln mit einem Umfang von mehr als 10. Bevorzugen Sie Zwergformen oder mittelgroße Sorten, damit das Pflanzgefäß ausgewogen und praktisch bepflanzt ist.
* Der Zwiebelumfang ist stets auf den Zwiebelpackungen oder auf den entsprechenden Online-Seiten angegeben – natürlich auch bei promesse de fleurs!

Wann pflanzt man Zierlauch in Töpfe?
Pflanzen Sie ihn von September bis November. Wie bei allen sogenannten Frühlingsblühern kann die Zwiebel im Herbst vor dem Winter Wurzeln bilden. So ist sie für die Blüte bereit, die bei Zierlauch vor allem zwischen April und Juni erscheint.
Einige spät blühende Zierlauch-Arten mit sommerlicher Blüte können Sie im März pflanzen, zum Beispiel Allium millenium.
Wie pflanzt man Zierlauch in einen Topf oder Balkonkasten?
Benötigtes Material
- Töpfe oder Blumenkästen mit Abzugslöchern und einer Mindesttiefe von 20 cm
- Universelle Blumenerde oder Blumenerde für Töpfe und Blumenkästen (alternativ gute Gartenerde)
- Sand
- Kies, kleine Steine, Blähton oder Tonscherben für die Drainage
- Handschaufel (oder ein Zwiebelpflanzer für große Zwiebeln)

1 – Den Topf oder Balkonkasten vorbereiten
- Geben Sie eine 3 cm hohe Schicht aus Blähton oder Kies auf den Topfboden. So sorgen Sie für einen guten Wasserabzug.
- Füllen Sie den Topf zu zwei Dritteln mit einer Mischung aus gleichen Teilen universeller Blumenerde und Sand. Dadurch wird das Substrat lockerer. Wenn Sie keinen Sand, aber sandige Gartenerde haben, können Sie stattdessen Gartenerde für die Mischung verwenden. Ist Ihr Boden nährstoffarm und hell, mischen Sie bei der Pflanzung etwas Kompost (10 %) unter, um ihn anzureichern.
Mein Tipp: Erde aus Maulwurfshügeln eignet sich hervorragend für diese Art der Pflanzung.

2 – Die Zwiebeln pflanzen
- Kontrollieren Sie den Zustand der Zwiebeln sorgfältig. Sie müssen sich fest anfühlen und dürfen keinerlei Schimmel aufweisen.

- Pflanzen Sie die Zwiebeln in einer Tiefe, die dem Zwei- bis Dreifachen ihrer Höhe entspricht. Eine 5 cm hohe Zwiebel kommt beispielsweise 10 bis 15 cm tief in die Erde. Setzen Sie die Zwiebeln mit der Spitze nach oben. Die vorhandenen Wurzeln müssen nach unten zeigen.
- Pflanzen Sie dicht. Lassen Sie zwischen den Zwiebeln nur 4 bis 10 cm Abstand: 4 bis 5 cm bei kleinen Zwiebeln und 10 cm bei Zwiebeln mit einem Umfang von mehr als 12. So haben die Pflanzen genügend Platz für ein gutes Wachstum.

3 – Die Zwiebeln bedecken und richtig gießen
- Bedecken Sie die Zwiebeln mit der restlichen Erdmischung.
- Gießen: Normalerweise müssen Sie die Zwiebeln nach der Pflanzung nicht gießen, wenn Sie ein gut vorbereitetes Substrat verwendet haben. Je nach Region und Standort des Topfes kann dies jedoch variieren.
- Bei trockenem und warmem Wetter hilft ein leichtes Gießen nach der Pflanzung, die Wurzelbildung anzuregen.
- Bei feuchtem Wetter oder einem regnerischen Herbst müssen Sie nicht gießen. Die natürliche Feuchtigkeit reicht aus. In dieser Jahreszeit schadet überschüssiges Wasser den Zwiebeln eher als Trockenheit!
- Wenn Ihre Blumenkästen schließlich vor Regen geschützt stehen (überdachter Balkon oder geschützte Terrasse), gießen Sie ab der Pflanzung mäßig, damit sich das Substrat setzt. Beginnen Sie ab März wieder regelmäßig zu gießen, sobald die Triebe erscheinen. Lassen Sie das Substrat zwischen zwei Wassergaben gut abtrocknen. Die Zwiebeln brauchen eine relative Trockenheit, damit sie nicht faulen.
Bei der Pflanzung im Topf lohnt es sich, das Laub des Zierlauchs zu verbergen, das nicht immer besonders dekorativ ist. Umgeben Sie die Zwiebeln bei der Pflanzung mit Stauden wie Sedum spectabile, Katzenminze, Storchschnabel oder zarten Gräsern wie Stipa tenuifolia. Diese kaschieren die trockenen Blätter sehr gut.
Weitere Ideen finden Sie in unserem Beitrag Zierlauch: 9 Ideen für gelungene Kombinationen.
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