Aubergine als Konfitüre – eine ungewöhnliche Idee? Nicht unbedingt, denn botanisch gesehen ist die Aubergine ebenso wie die Tomate oder die Paprika eine Frucht! Auberginenkonfitüre ist sogar eine Spezialität im Süden der Türkei, die ich auf meinen verschiedenen Reisen durch dieses Land entdeckt habe. Sie hat einen einzigartigen Geschmack und überrascht mit ihrer Süße.
Möchten Sie Abwechslung zu klassischen Konfitüren und eine originelle Variante für Ihr Frühstücksbrot? Hier kommt das Rezept für Auberginenkonfitüre!

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Woher stammt sie?

Die ursprünglich aus Indien stammende Aubergine gelangte über die Indienroute nach Europa und etablierte sich im gesamten Mittelmeerraum als beliebtes Gemüse.
In Antalya an der Südküste der Türkei findet man diese köstliche Konfitüre, die dort zu einer Spezialität geworden ist. Sie wird Patlıcan reçeli genannt. Auch in Aserbaidschan wird sie häufig gegessen. Zudem ist sie in der jüdischen Küche verbreitet. Sie wird entweder zum Frühstück oder als besonders sirupartiges Dessert serviert.

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Welche Auberginen eignen sich für die Konfitüre?

Traditionell wählt man für Auberginenkonfitüre sehr kleine Früchte, da die Stücke ganz bleiben. Kleine Auberginen haben eine dünnere Schale, ein milderes Fruchtfleisch und weniger Kerne. Das ist ideal für die Zubereitung unserer Konfitüre. Vor allem werden die Auberginen traditionell im Ganzen verwendet. Wenn Sie eine glattere Konfitüre bevorzugen, können Sie sie jedoch pürieren.
Mini-Auberginen wie 'Ophelia' eignen sich daher besonders gut. Auch Sorten mit länglichen Früchten wie 'Little Fingers' sind empfehlenswert. Andere Mini-Auberginen wie 'Slim Jim' passen ebenfalls. Runde Auberginen sind dagegen weniger praktisch zum Einfüllen in Gläser.

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Wann werden Auberginen geerntet?

Verwenden Sie vollreife, glatte, glänzende und sehr dunkle Früchte. Die Auberginen müssen sich fest anfühlen. Je nach Region und Sorte beginnt die Ernte zwischen Mitte und Ende Juli und dauert bis September oder Oktober. Zu diesem Zeitpunkt hat die Frucht ihre optimale Reife erreicht. Ihr dichtes Fruchtfleisch und ihr charaktervoller Geschmack eignen sich perfekt für Konfitüre.

Zutaten

  • 1 kg kleine Auberginen
  • 1 kg heller Zucker oder Rohrzucker
  • Saft einer Zitrone
  • 500 ml Wasser
  • 1 Vanilleschote

Das Rezept

  • Waschen Sie die Auberginen und entfernen Sie den grünen Stielansatz. Schälen Sie die Früchte.
  • Garen Sie die Auberginen im Dampf oder in Wasser, bis sie weich sind. Hinweis: Sie können die Auberginen am Vortag in Salzwasser einlegen und anschließend abspülen, um ihre Bitterkeit zu reduzieren.
  • Nehmen Sie die Auberginen aus dem Wasser und lassen Sie sie in einem Sieb abtropfen.
  • Kochen Sie aus dem Wasser und dem Zucker in einem Topf mit schwerem Boden einen Sirup. Sobald sich der Zucker aufgelöst hat,
  • geben Sie die Auberginen hinein und fügen Sie den Zitronensaft sowie die aufgeschnittene Vanilleschote hinzu.
  • Lassen Sie alles etwa 1 Stunde bei sehr niedriger Hitze köcheln. Wenden Sie die Auberginen dabei gelegentlich, bis sie kandiert sind.
  • Pürieren Sie alles grob, wenn Sie eine glatte Konfitüre wünschen oder sie ausschließlich zum Frühstück verwenden möchten.
  • Füllen Sie die noch heiße Konfitüre in sterilisierte Gläser. Stellen Sie die Auberginen senkrecht hinein, wenn Sie sie im Ganzen gelassen haben. Verschließen Sie die Gläser und drehen Sie sie um, bis sie vollständig abgekühlt sind.
  • Beschriften Sie die Gläser mit dem heutigen Datum.

Die Konfitüre wird wie jede andere Konfitüre aufbewahrt: an einem dunklen Ort bei Raumtemperatur oder an einem kühlen Ort, zum Beispiel in der Speisekammer, im Keller oder in einem Schrank.

Genießen Sie Ihre Konfitüre zum Frühstück oder gut gekühlt zu Quark, Vanille- oder Kardamomeis … ein wahrer Genuss!

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Meine Tipps

Varianten: Wie im Mittelmeerraum können Sie die Auberginenkonfitüre mit zahlreichen Gewürzen verfeinern. So erhält sie eine noch intensivere und originellere Note: Zimt, Nelken, Sternanis, Kardamom oder Ingwer können die Vanille ersetzen.
Viele Rezepte enthalten etwas Honig. Dadurch wird die Konfitüre noch verführerischer und süßer. Reduzieren Sie in diesem Fall die Zuckermenge entsprechend.

Wenn Sie keine ganzen Fruchtstücke mögen, können Sie die Konfitüre am Ende der Kochzeit leicht pürieren. Sie können die Auberginen auch längs in vier Stücke schneiden, verlieren dadurch jedoch etwas vom traditionellen Charakter des Rezepts.
Bereiten Sie beim ersten Versuch eine kleine Menge zu, um herauszufinden, ob Ihnen der besondere Geschmack zusagt. Für eine größere Menge erhöhen Sie die Zutatenmengen entsprechend.

Über Gemüsekonfitüren

Bei uns kennt man die Konfitüre aus grünen Tomaten bereits gut. Sie ist köstlich und ideal, um unreife Tomaten am Ende des Sommers zu verwerten. Doch neue Küchentrends greifen auch andere Gemüse auf. Dazu gehören die Kürbisgewächse, insbesondere der Kürbis, aus denen sich bei üppigen Ernten köstliche süße Konfitüren zubereiten lassen. Kürbiskonfitüre stammt ursprünglich aus Brasilien, wo sie Doce de Abóbora genannt wird. Auch in der portugiesischen Küche ist sie verbreitet. Häufig wird sie mit Orangen und Zimt kombiniert. Sie können aber auch Äpfel oder Trockenfrüchte wie Nüsse und Rosinen hinzufügen. So entsteht eine wohltuende Winterkonfitüre!

Diese ungewöhnlichen Konfitüren passen außerdem zu bestimmten Hartkäsen, zum Beispiel zu Schafskäse.