Das biologisch abbaubare Mulchgewebe ist eine ökologische und praktische Lösung, um das Wachstum von Unkraut zu begrenzen, die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten und die Fruchtbarkeit Ihres Gartens zu verbessern. Es ist eine Alternative zu herkömmlichem organischem Mulch sowie zu synthetischem Mulchgewebe. Entdecken Sie in dieser Anleitung die Vorteile von biologisch abbaubarem Mulchgewebe und erfahren Sie, wie Sie es im Garten verlegen!

Was ist biologisch abbaubares Mulchgewebe?

Biologisch abbaubares Mulchgewebe wird aus organischen Materialien hergestellt, zum Beispiel aus Jute, Hanf, Leinen, Kokosfasern oder sogar Wolle! Im Gegensatz zu Kunststoffgewebe zersetzt es sich im Laufe der Zeit auf natürliche Weise im Boden und reichert ihn dabei mit Nährstoffen an.

Biologisch abbaubares Mulchgewebe ist in verschiedenen Formen erhältlich. Es kann als Rolle ganze Pflanzenreihen bedecken. Außerdem gibt es quadratische Scheiben oder runde Scheiben, die einzeln um eine Pflanze gelegt werden. Ein großes Quadrat eignet sich beispielsweise für ein Gemüsebeet.

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Natürliches Mulchgewebe und Mulchscheiben
Detailaufnahme eines Mulchgewebes aus Kokosfasern. Rechts einzelne Mulchscheiben.

Warum sollten Sie biologisch abbaubares Mulchgewebe verlegen?

Es ist wichtig, den Boden zu mulchen, damit er nicht unbedeckt bleibt. Ein unbedeckter Boden ist der Erosion ausgesetzt, trocknet schnell aus und verliert an Fruchtbarkeit. Mulch begrenzt das Unkrautwachstum, bewahrt die Bodenfeuchtigkeit und schützt den Boden vor Erosion. Im Vergleich zu organischem Mulch lässt sich Mulchgewebe auf größeren Flächen jedoch schneller und wirksamer verlegen.

Mulchgewebe eignet sich besonders für Neupflanzungen und weniger für bereits gut entwickelte Pflanzen. Biologisch abbaubares Mulchgewebe ist deutlich umweltfreundlicher als synthetisches Gewebe. Es ist luft- und wasserdurchlässiger, lässt Regenwasser durch und verbessert bei seiner Zersetzung die Struktur und Fruchtbarkeit des Bodens. Einige Sorten wirken zudem als gute Wärmedämmung und können dadurch die Winterhärte der Pflanzen etwas verbessern.

Das benötigte Material

Zum Verlegen von biologisch abbaubarem Mulchgewebe benötigen Sie folgende Materialien:

Biologisch abbaubares und natürliches Mulchgewebe
Mulchgewebe aus Kokosfasern

Wie gehen Sie vor?

Gehen Sie beim Verlegen Ihres biologisch abbaubaren Mulchgewebes folgendermaßen vor:

  • Bevor Sie das Gewebe verlegen, müssen Sie die Fläche vorbereiten. Entfernen Sie Unkraut und seine Wurzeln sowie größere Steine. Lockern Sie den Boden mit einem Spaten oder einer Grabegabel. Sie können außerdem Kompost einarbeiten, um den Boden anzureichern.
  • Ebnen Sie anschließend den Boden mit einer Gartenkralle und einem Rechen.
  • Rollen Sie das biologisch abbaubare Mulchgewebe auf der vorbereiteten Fläche aus. Achten Sie darauf, dass es den gesamten Bereich bedeckt und an den Rändern etwa 20–30 cm übersteht. Schneiden Sie das Gewebe bei Bedarf mit einer Gartenschere oder Schere passend zu.
  • Befestigen Sie das biologisch abbaubare Mulchgewebe mit Befestigungsklammern sicher am Boden. Setzen Sie etwa alle 30 cm eine Klammer und spannen Sie das Gewebe dabei gut.
  • Wenn Sie mehrere Bahnen Mulchgewebe verlegen, lassen Sie sie etwa 20 cm überlappen, bevor Sie sie mit Klammern befestigen.
  • Schieben Sie anschließend etwas Erde auf die Ränder des Gewebes.
  • Schneiden Sie an den vorgesehenen Pflanzstellen kreuzförmige Öffnungen in das Gewebe. Achten Sie darauf, dass die Öffnungen groß genug sind, damit die Pflanzen ungehindert wachsen können.
  • Nun müssen Sie nur noch Pflanzlöcher ausheben, die Pflanzen einsetzen und gießen.
Pflanzen in biologisch abbaubares Mulchgewebe setzen
Schneiden Sie zum Pflanzen eine kreuzförmige Öffnung in das Gewebe, klappen Sie die Ränder zurück und heben Sie ein Pflanzloch aus.