Liebe Gartenfreunde, nach zwei Monaten im Warmen ist es bald Zeit, wieder aktiv zu werden! Bei einigen empfindlichen Gemüsearten können Sie bereits ab Ende Februar im Haus mit der Aussaat beginnen. Das spart Geld, denn die Samentüten enthalten Hunderte von Samen. Außerdem können Sie das Gemüse von der Aussaat bis zur Ernte selbst kultivieren – ein echtes Erfolgserlebnis für jeden Gärtner!
In diesem Ratgeber erfahren Sie, um welche Gemüsearten es sich handelt, wann Sie mit der Aussaat beginnen und wie Sie zu Hause erfolgreich aussäen.

Der richtige Zeitpunkt und die Gemüsearten für die Aussaat im Haus
Für empfindliche Gemüsearten folgt der Aussaatkalender einem festen Rhythmus. Traditionell beginnen Sie einige Aussaaten im Haus oder unter Schutz, wenn Ihnen ein beheiztes Gewächshaus zur Verfügung steht.
Die Aussaat im Haus gehört zu den zeitaufwendigsten Aussaaten. Sie betrifft wärmeliebende Gemüsearten aus warmen Ländern, etwa Tomate, Gurke, Aubergine, Chili und Paprika . Sie können zwischen Ende Februar und April ausgesät werden, idealerweise im März. Auch Basilikum können Sie ab März bis April aussäen. Die Melone eignet sich ebenfalls für eine Aussaat in der Küche ab März.
Achtung ! Eine wichtige Voraussetzung müssen Sie beachten: Diese Aussaaten erfordern eine nahezu lückenlose Betreuung. Sie müssen sich zwei Monate lang um die Aussaaten kümmern, bis die Keimlinge selbstständig sind und verpflanzt werden können.
Die richtige Temperatur für die Aussaat im Haus
Jede Gemüseart hat ihre ideale Temperatur! Alle genannten empfindlichen Gemüsearten benötigen eine Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C. Die Tomate kommt mit etwas weniger aus und bevorzugt 16 bis 20 °C.
Der ideale Platz für die Aussaat im Haus: Wärme und Licht!
Eine konstante Temperatur zwischen 18 und 20 °C herrscht im Winter meist in unseren Häusern und Wohnungen. Zusätzlich brauchen Sie für die Aussaat im Haus einen Platz an einem nach Süden oder Westen ausgerichteten Fenster. Die Lichtintensität ist entscheidend. Stellen Sie die Aussaaten deshalb höchstens einen Meter von der Lichtquelle entfernt auf, da die Keimlinge sonst vergeilen können. Eine große Aussaatschale können Sie problemlos auf ein Heizkörperbrett neben dem Fenster stellen.

Das benötigte Material
Die Aussaat in der Küche, im Wohnzimmer oder im Büro erfordert nur geringe Anschaffungskosten. Abgesehen vom Kauf von Saatgut können Sie auch Ihre eigene Samenernte verwenden:
Wählen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
- eine spezielle Aussaatschale. Noch besser: Verwenden Sie eine recycelte Obst- oder Gemüsekiste oder eine Schale aus einer Verpackung aus Styropor oder Kunststoff. Bohren Sie zuvor kleine Löcher in den Boden;
- oder kleine Töpfe;
- Optional: Es gibt auch beheizbare Minigewächshäuser mit Heizwiderstand. Sie sind jedoch nicht unbedingt erforderlich.
Außerdem benötigen Sie:
- Aussaaterde oder Stecklingserde beziehungsweise eine fein gesiebte eigene Mischung aus Sand und Blumenerde. Wichtig für eine erfolgreiche Keimung ist ein lockeres Substrat;
- ein Brettchen (optional);
- einen durchsichtigen Deckel (optional);
- fein zerstoßene Holzkohle (optional);
- eine Sprühflasche;
- Etiketten.
Die Technik der Aussaat im Haus
- Füllen Sie die Kiste oder die Aussaatschale mit feiner Blumenerde, die Sie mit einer kleinen Handvoll Holzkohle mischen.
- Drücken Sie das Substrat mit einem Holzbrettchen oder mit der Hand leicht an.
- Säen Sie die Samen in Reihen aus. Größere Samen können Sie in Töpfe säen. Verteilen Sie das Saatgut auf der Oberfläche der Blumenerde. Bedecken Sie die feinen Tomaten- oder Basilikumsamen kaum mit Erde. Drücken Sie sie lediglich mit dem Brettchen oder der Handfläche an.

- Besprühen Sie die Aussaat, damit das Saatgut nicht verrutscht und die Feuchtigkeit gut dosiert wird. Achten Sie auf die Umfallkrankheit, die häufig durch zu reichliches Gießen entsteht. Gesammeltes Regenwasser mit Raumtemperatur ist ideal.
- Setzen Sie den Deckel auf die Aussaatschale, falls Sie einen haben. Über die Töpfe können Sie alternativ einen Plastikbeutel stülpen. Entfernen Sie die Abdeckung, sobald die ersten Keimlinge erscheinen.
- Beschriften Sie die Gefäße mit dem Aussaatdatum und der ausgesäten Pflanze.
- Stellen Sie die Aussaatschale oder die kleinen Töpfe an ein Fenster.

- Gießen Sie leicht, aber regelmäßig, damit das Substrat niemals vollständig austrocknet.
- Nach einem Monat pikieren Sie die kräftigsten Jungpflanzen in Töpfe, jeweils eine pro Topf. Bei Tomaten setzen Sie den unteren Teil des Stängels bis zu den ersten Blättern in die Erde. So fördern Sie eine gute Bewurzelung.

- Halten Sie Ihre Aussaaten warm. Stellen Sie sie anschließend bis zum Auspflanzen in ein unbeheiztes Gewächshaus oder unter einen anderen Schutz. Gießen Sie weiterhin regelmäßig.
Gut zu wissen: Je nach Gemüseart dauert die Keimung unterschiedlich lange: Bei Auberginen dauert sie 8 Tage, bei Chili bis zu 15 Tage.
Wie geht es weiter?
In den meisten Regionen können Sie die Jungpflanzen erst im Laufe des Mai ins Gemüsebeet setzen, sobald die letzten Fröste vorüber sind. Gewöhnen Sie die Töpfe etwa eine Woche lang an das Freiland. Stellen Sie sie schrittweise vom Schatten in den Halbschatten und anschließend in die Sonne, bevor Sie sie ins Freiland pflanzen.
Mehr erfahren
Olivier erklärt Ihnen in diesem Video alle Schritte der warmen Aussaat:
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