Das Pelargonium, das oft fälschlicherweise als „Geranie“ bezeichnet wird, ist eine klassische Zierpflanze für unsere Balkonkästen. Es wird wegen seiner langen Blütezeit und seines manchmal dekorativen Laubs sehr geschätzt. Das aus dem südlichen Afrika stammende Pelargonium ist in zahlreichen Sorten erhältlich und bringt Farbe und sogar Duft auf Balkone und in Gärten.
Wenn Sie Ihre Pelargonien oder Balkon-Storchschnäbel durch Stecklingsvermehrung vermehren, profitieren Sie von mehreren Vorteilen. Sie erhalten die besonderen Eigenschaften Ihrer Lieblingssorten und können Kosten sparen. Folgen Sie unserer ausführlichen Anleitung, um die Stecklingsvermehrung von Pelargonien sicher zu beherrschen und Ihren Garten zu bereichern.

Warum Pelargonien vermehren?
Die Stecklingsvermehrung von Pelargonien bietet zahlreiche Vorteile:
- Sortenechte Vermehrung: Sie erhalten Jungpflanzen, die mit der Mutterpflanze identisch sind und die Farbe sowie die Form der Blüten bewahren.
- Verjüngung der Pflanzen: Ersetzen Sie ältere Exemplare durch kräftige Jungpflanzen.
- Teilen: Verschenken Sie Stecklinge an Ihre Angehörigen oder tauschen Sie sie mit anderen Pflanzenliebhabern.
Wenn Sie alles über die Kultur von Pelargonien erfahren möchten, lesen Sie Pelargonium und Storchschnabel: Pflanzen, kultivieren und pflegen.
Wann sollten Sie Pelargonien vermehren?
Die ideale Zeit für die Stecklingsvermehrung von Pelargonien liegt zwischen August und September. Zu dieser Zeit eignen sich halbverholzte Triebe, die weder zu jung noch zu stark verholzt sind, besonders gut für die Wurzelbildung. Stecklinge im Spätsommer zu nehmen, gibt den Jungpflanzen genügend Zeit, sich vor dem Winter zu entwickeln. Im folgenden Frühjahr sind sie dann bereit für eine üppige Blüte.
Das benötigte Material für die Vermehrung von Pelargonien
Für eine erfolgreiche Stecklingsvermehrung Ihrer Pelargonien benötigen Sie folgendes Material:
- Gartenschere oder scharfes Messer: für saubere und präzise Schnitte.
- Töpfe oder Anzuchttöpfe
- Leichtes Substrat: eine Mischung aus Blumenerde und Sand für eine gute Drainage oder eine spezielle Anzucht- und Stecklingserde.
- Wurzelaktivator (optional): zur Förderung der Wurzelbildung an den Stecklingen.
- Durchsichtiger Plastikbeutel oder Mini-Gewächshaus: für eine feuchte Atmosphäre, die die Wurzelbildung begünstigt.
- Gießkanne mit feiner Brause: für vorsichtiges Gießen, ohne die jungen Wurzeln zu stören.

Welche Methode eignet sich zur Vermehrung von Pelargonien?
Die Stecklingsvermehrung ist die am häufigsten verwendete Methode, um Pelargonien zu vermehren. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Stecklinge vorbereiten:
- Wählen Sie gesunde, nicht blühende Triebe mit einer Länge von etwa 10 bis 15 cm aus.
- Schneiden Sie direkt unterhalb eines Knotens, also der Ansatzstelle der Blätter.
- Entfernen Sie die unteren Blätter und lassen Sie nur die 2 oder 3 oberen Blätter stehen.
- Wurzelaktivator verwenden (optional):
- Tauchen Sie die Basis des Stecklings in einen Wurzelaktivator, damit sich schneller Wurzeln bilden.
- Stecklinge pflanzen:
- Pflanzen Sie die Stecklinge in ein leichtes, durchlässiges Substrat.
- Stecken Sie die Basis des Triebs 3 cm tief in das Substrat.
- Drücken Sie das Substrat rund um den Trieb leicht an, damit er guten Kontakt erhält.
- Kulturbedingungen:
- Stellen Sie die Töpfe an einen hellen Standort ohne direkte Sonne.
- Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, ohne dass es nass wird.
- Vermeiden Sie Zugluft und starke Temperaturschwankungen.

Fehler, die Sie bei der Stecklingsvermehrung von Pelargonien vermeiden sollten
- Blühende Triebe verwenden: Wählen Sie nicht blühende Triebe, damit die Pflanze ihre Kraft in die Wurzelbildung statt in die Blüte investiert.
- Ungenaue Schnitte ausführen: Verwenden Sie eine gut geschärfte und saubere Gartenschere, um direkt unterhalb eines Knotens einen sauberen Schnitt auszuführen.
- Die Schnittfläche nicht trocknen lassen: Lassen Sie die Basis des Stecklings vor dem Pflanzen einige Stunden trocknen, um Krankheiten zu vermeiden.
- Ein ungeeignetes Substrat verwenden: Entscheiden Sie sich für eine leichte, durchlässige Mischung, um Staunässe zu vermeiden.
- Zu viel gießen: Ein zu feuchtes Substrat lässt die Stecklinge faulen. Gießen Sie maßvoll.
- Die Stecklinge in die pralle Sonne stellen: Wählen Sie einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
- Die Feuchtigkeit nicht kontrollieren: Eine zu trockene oder zu feuchte Umgebung beeinträchtigt die Wurzelbildung. Regulieren Sie die Feuchtigkeit bei Bedarf.

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