Die Trauermücken treten häufig in der Blumenerde von Zimmerpflanzen auf, insbesondere bei zu viel Feuchtigkeit. Anfangs sind sie unauffällig, vermehren sich jedoch schnell, und ihre Larven schädigen die jungen Wurzeln. Mit einer Behandlung durch Nematoden werden Sie die Schädlinge auf natürliche Weise und ohne chemische Mittel los.

Warum sollten Sie Nematoden gegen Trauermücken einsetzen?

Ausgewachsene Trauermücken legen ihre Eier in feuchte, humusreiche Blumenerde. Ihre Larven ernähren sich von Wurzeln und Pflanzenresten.

Nematoden sind winzige, mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die die Larven von Trauermücken in der Blumenerde parasitieren. Sie sind für Pflanzen, Menschen und Haustiere unschädlich und werden seit Langem zur biologischen Bekämpfung eingesetzt. Sobald sie in das Substrat eingebracht werden, suchen sie aktiv nach den Larven und infizieren sie. Das Ergebnis: Die Vermehrung wird unterbrochen, sodass die ausgewachsenen Trauermücken verschwinden.

Ausgewachsene Trauermücke und Larve
Ausgewachsene Trauermücke links und Larve rechts

Wann sollten Sie die Blumenerde mit Nematoden behandeln?

Sobald Sie kleine schwarze Mücken entdecken, die an der Oberfläche des Topfes fliegen oder auf der Blumenerde laufen, ist es Zeit zu handeln. Warten Sie nicht, bis sich die Population stark vermehrt hat. Die Behandlung wirkt das ganze Jahr über im Haus, solange die Temperatur der Blumenerde über 12 °C liegt.

Achtung: Ausgewachsene Trauermücken sind nicht immer rechtzeitig zu sehen. Wenn Sämlinge vergeilen oder ihr Wachstum stagniert, kann dies ebenso wie ein ungewöhnlich langsames Wachstum auf das Vorhandensein von Larven hinweisen.

Nematoden sind winzige, mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die die Larven von Trauermücken parasitieren
Nahaufnahme von Nematoden

Wie wenden Sie Nematoden an?

1. Bestellen Sie Nematoden, die für Trauermücken geeignet sind, zum Beispiel Steinernema feltiae. Sie werden in der Regel als Pulver geliefert, das Sie mit Wasser verdünnen.

2. Gießen Sie die Blumenerde vor der Anwendung leicht an, damit sie ausreichend feucht ist. In einem feuchten Substrat können sich die Nematoden besser bewegen.

3. Verdünnen Sie die Dosis entsprechend den Angaben des Anbieters in Wasser und halten Sie die angegebenen Wassermengen ein. Das Wasser darf nicht zu kalt sein.

4. Gießen Sie Ihre Töpfe gleichmäßig mit dieser Lösung. Achten Sie besonders auf die Ränder der Gefäße.

5. Halten Sie die Blumenerde nach der Behandlung 7 bis 10 Tage lang feucht, damit die Nematoden überleben und ihre Wirkung vollständig entfalten können.

Gut zu wissen: Im Kühlschrank lassen sich Nematoden einige Wochen lang lichtgeschützt aufbewahren.

Nematoden werden in der Regel als Pulver geliefert, das mit Wasser verdünnt wird.

Was Sie nach der Anwendung von Nematoden vermeiden sollten

Verwenden Sie unmittelbar vor oder nach der Behandlung keinen Dünger und keine chemischen Mittel. Lassen Sie die Blumenerde nicht zu trocken werden: Ohne Feuchtigkeit sterben die Nematoden ab. Eine einmalige Behandlung kann ausreichen. Bei starkem Befall sollten Sie die Behandlung jedoch nach 2 bis 3 Wochen wiederholen.

Damit die Trauermücken nicht zurückkehren, lassen Sie die Oberfläche der Blumenerde zwischen den Wassergaben abtrocknen. Bedecken Sie sie außerdem mit einer Schicht Sand oder Kies.