Bekannt für ihre biegsamen Zweige und herabhängenden Blätter, bieten Weiden eine unvergleichliche natürliche Schönheit. Aber wussten Sie, dass sich diese Bäume auch unglaublich einfach durch Stecklinge vermehren lassen? In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Weiden durch Stecklinge vermehren. Mit dieser Methode ziehen Sie aus einfachen abgeschnittenen Zweigen neue Bäume. Halten Sie Ihre Gartenschere bereit und entdecken Sie, wie aus einem Zweig ein prächtiger, kräftig wachsender Baum entsteht.

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Salix caprea

Die Gattung Salix: eine vielfältige Pflanzengattung

Die botanische Gattung Salix, die Weiden, gehört zur Familie der Salicaceae. Sie umfasst etwa 360 Arten, hauptsächlich Bäume und Sträucher. Weiden sind weltweit verbreitet. Die meisten Arten kommen jedoch in den gemäßigten und kalten Regionen der Nordhalbkugel vor.

Weiden wachsen meist in der Nähe von Wasser und bevorzugen feuchte Böden. Der Grund dafür ist ihr tiefreichendes und weit verzweigtes Wurzelsystem, das ständig nach Wasser sucht. Weiden sind außerdem diözisch. Das bedeutet, dass sich männliche und weibliche Blüten an getrennten Bäumen befinden. Die Blüten stehen in Kätzchen und erscheinen meist im Frühjahr.

In unseren Landschaften spielen Weiden eine wichtige Rolle in ihrem Ökosystem. Sie stabilisieren die Böden an Flüssen und Seen und beugen dadurch der Erosion vor. Außerdem bieten sie vielen Tieren Nahrung und Lebensraum. Dazu gehören Insekten, insbesondere dank ihrer frühen Blüte im Frühjahr, sowie Vögel und Säugetiere.

In unseren ländlichen Gebieten spielen Weiden eine wichtige Rolle in ihrem Ökosystem. Sie stabilisieren die Böden an Flüssen und Seen und beugen dadurch der Erosion vor. Außerdem bieten sie vielen Tieren Nahrung und Lebensraum. Dazu gehören Insekten, insbesondere dank ihrer frühen Blüte im Frühjahr, sowie Vögel und Säugetiere.

Zu unseren heimischen Weiden gehören unter anderem die Silber-Weide, die Hanf-Weide, die Sal-Weide, die Ohr-Weide, die Grau-Weide, die Bruch-Weide und weitere. In unseren Gärten finden Sie außerdem andere Arten und Sorten: zum Beispiel Trauerweide – ja, „die“, denn es gibt mehrere Arten –, die Drachenweide, die Korkenzieher-Weide, die Filzige Weide oder sogar die Harlekinweide.

Entdecken Sie alle unsere Weidensorten in unserer Online-Baumschule.

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Silber-Weide, Trauerweide, Sal-Weide und Korkenzieher-Weide

Wann lassen sich Weiden durch Stecklinge vermehren?

Die beste Zeit für die Stecklingsvermehrung von Weiden ist das Ende des Winters bis zum Beginn des Frühjahrs, also je nach Klima von Ende Februar bis April. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Baum noch in der Dormanz. Die Temperaturen beginnen jedoch bereits zu steigen, was das Wurzelwachstum fördert. Auch der Frühherbst kann geeignet sein, vor allem wenn der Winter mild ist.

Vermeiden Sie die Stecklingsvermehrung während Frostperioden oder extremer Trockenheit. Mäßige Temperaturen und feuchte Bedingungen bieten die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Stecklingsvermehrung von Weiden.

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Warten Sie bis zum Ende des Winters, bevor Sie mit der Stecklingsvermehrung beginnen

Wie lassen sich Weiden durch Stecklinge vermehren?

Direkt ins Freiland

  • Wählen Sie einen kräftigen, gesunden, etwa einjährigen Zweig, möglichst ohne Anzeichen von Krankheiten oder Schäden. Der Steckling sollte etwa 20 bis 30 cm lang sein.
  • Schneiden Sie den Zweig mit einer sauberen, scharfen Gartenschere ab. Setzen Sie direkt unterhalb eines Knotens einen sauberen, schrägen Schnitt.
  • Entfernen Sie die unteren Blätter und Knospen. Im Frühjahr oder Sommer können Sie einige Blätter an der Spitze stehen lassen.
  • Heben Sie an einem sonnigen bis halbschattigen Standort ein etwa 10 bis 15 cm tiefes Pflanzloch aus.
  • Setzen Sie den Steckling in das Pflanzloch. Achten Sie darauf, dass einige Knoten, an denen die Blätter saßen, mit Erde bedeckt sind.
  • Drücken Sie den Boden rund um den Steckling leicht an und gießen Sie gründlich, damit ein guter Kontakt zwischen Boden und Steckling entsteht und das Wurzelwachstum angeregt wird.
  • Gießen Sie regelmäßig.
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Im Topf

  • Wählen und schneiden Sie den Steckling wie zuvor beschrieben.
  • Füllen Sie einen Topf mit Abzugslöchern mit einer Mischung aus Blumenerde und Sand oder Perlite, damit überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Auch eine spezielle Aussaaterde ist eine ausgezeichnete Wahl.
  • Stechen Sie mit einem Bleistift oder einem Stäbchen ein Loch in die Blumenerde. Setzen Sie den Steckling hinein, bedecken Sie einige Knoten, an denen Sie die Blätter entfernt haben, mit Erde und drücken Sie das Substrat leicht an.
  • Gießen Sie den Topf gründlich, damit ein guter Kontakt zwischen Steckling und Boden entsteht und das Wurzelwachstum angeregt wird.
  • Wenn Sie möchten, können Sie eine Plastiktüte oder eine Glasglocke über den Topf stülpen. So halten Sie die Feuchtigkeit und erzeugen einen Treibhauseffekt.
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Junge Stecklinge von Salix fargesii (©Peganum)

Im Wasser

Weiden im Wasser durch Stecklinge zu vermehren, ist durchaus möglich. Diese Methode ist einfach und wirksam. Sie kann außerdem unterhaltsam und lehrreich sein, da Sie die Entwicklung der Wurzeln direkt durch ein durchsichtiges Gefäß beobachten können. Probieren Sie es mit Ihren Kindern aus!

  • Wählen und schneiden Sie den Steckling wie zuvor beschrieben.
  • Nehmen Sie eine Vase, ein Glas oder ein anderes sauberes, durchsichtiges Gefäß. Ich persönlich verwende dafür einen großen deutschen Bierkrug mit 500 ml Fassungsvermögen.
  • Füllen Sie das Gefäß mit frischem Wasser und stellen Sie den Steckling hinein. Achten Sie darauf, mehrere Knoten, an denen Sie die Blätter entfernt haben, unterzutauchen. Der obere Teil des Stecklings muss über dem Wasser bleiben. Fixieren Sie ihn dazu mit Kraftpapier oder Aluminiumfolie. Bedecken Sie die Öffnung des Gefäßes mit dem Material und stechen Sie ein Loch hinein, durch das Sie den Steckling führen.
  • Stellen Sie das Gefäß an einen hellen Ort ohne direkte Sonne. So fördern Sie das Wachstum, ohne den Steckling auszutrocknen.
  • Wechseln Sie das Wasser, sobald es trüb wird. Sauberes Wasser fördert ein gesundes Wurzelwachstum.
  • Sobald die Wurzeln mindestens zwei bis drei Zentimeter lang sind, können Sie den Steckling einpflanzen. Das dauert meist nur einige Wochen.

Lassen sich alle Weiden leicht durch Stecklinge vermehren?

Die große Mehrheit der Weidenarten lässt sich tatsächlich sehr einfach durch Stecklinge vermehren. Einige Arten sind jedoch etwas anspruchsvoller, auch wenn die Vermehrung durchaus möglich ist. Dazu gehören insbesondere die Sal-Weide, entgegen manchen Angaben, sowie die Ohr-Weide. Sorgen Sie sich jedoch nicht: Diese beiden Arten lassen sich durch Aussaat ausgesprochen gut vermehren.

Benötigtes Material

Für die Stecklingsvermehrung im Freiland oder im Topf:

  1. Gartenschere oder Gartenschere: Zum sauberen und präzisen Schneiden des Stecklings.
  2. Topf mit Abzugslöchern (bei der Vermehrung im Topf): Für einen guten Wasserabzug und als Schutz vor Staunässe.
  3. Blumenerde und Sand oder Perlite: Zum Befüllen des Topfes, wenn Sie den Steckling im Topf bewurzeln.
  4. Stäbchen oder Bleistift: Zum Stechen eines Lochs in den Boden oder das Substrat, in das Sie den Steckling setzen.
  5. Plastiktüte oder Glasglocke (optional): Damit können Sie ein feuchtes Mikroklima schaffen.
  6. Etiketten: Wenn Sie verschiedene Sorten vermehren, helfen Ihnen Etiketten bei der Zuordnung.

Für die Stecklingsvermehrung im Wasser:

  1. Gartenschere oder Gartenschere: Zum Schneiden des Stecklings.
  2. Vase, Glas oder anderes durchsichtiges Gefäß: Damit Sie den Steckling ins Wasser stellen und das Wurzelwachstum beobachten können.
  3. Frisches Wasser: Zum Eintauchen des Stecklings.