Buschbambus, Zwergbambus: Pflanzen & Pflege

Buschbambus, Zwergbambus: Pflanzen & Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 21. April 2026  durch Virginie T. 9 min.

Buschbambus kurz erklärt

  • Üppig wachsender Zwerg- bis mittelgroßer Bambus
  • Ausläuferbildend: hervorragender immergrüner, dekorativer und heller Bodendecker
  • Wird meist nicht höher als 1 m
  • Vollkommen winterhart und kräftig: Dieser Bambus gedeiht überall
  • Ideal für Kübel, Beeteinfassungen und kleine Hecken
Schwierigkeit

Wort unserer Expertin

Der Pleioblastus ist ein ausläuferbildender, immergrüner Zwerg- bis Mittelbambus mit dichtem Wuchs. Einige Sorten begeistern mit leuchtendem Laub: Pleioblastus auricomus trägt goldgrünes Laub, Pleioblastus fortunei ‘Variegatus’ ist panaschiert. Je nach Art bildet er einen wunderschönen Teppich, der in wenig betretenen Gartenbereichen sogar den Rasen ersetzen kann, oder elegante kleine Büschel. Er eignet sich ideal zur Gestaltung kleiner Gärten und für die Kultur im Kübel.

Die kleinsten Sorten (Pleioblastus pygmaeus ‘Distichus’, Pleioblastus pumilus, ‚Vagans‚) werden nur 30 bis 70 cm hoch und sind hervorragende Bodendecker für Beete oder das Unterholz. Auch im Winter verleihen sie dem Garten eine dekorative, strukturierende Präsenz.

Mit einer Winterhärte bis -25 °C ist dieser Bambus an strenge Klimate und schwierige Standorte gewöhnt. Er verträgt auch vorübergehende Trockenheit und gedeiht in warmen Regionen in Sonne oder Schatten sowie in jedem frischen, gut drainierten Boden.

Er ist leicht zu kultivieren, wächst fast überall problemlos und kann sich stark ausbreiten. Setzen Sie bereits bei der Pflanzung eine Rhizomsperre, um seinen Ausbreitungsdrang einzudämmen.

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Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Höhe 0,30 bis 4,5 m
  • Exposition Sonne, Halbschatten
  • Art des Bodens leicht, gut durchlässig
  • Winterhärte unter -15 °C

Der Pleioblastus ist ein klein- bis mittelhoher Zwergbambus aus der Familie der Süßgräser, zu denen wie alle anderen Bambusarten auch die übrigen Bambusse gehören. Die Gattung Pleioblastus umfasst rund 70 niedrig wachsende Bambusarten, darunter Pleioblastus pumilus, Pleioblastus viridistriatus ‚Auricoma‘ und ‚Vagans‚ sowie Pleioblatus fortunei ‚Variegatus‘, die aus Japan und China stammen. Es handelt sich überwiegend um stark ausläuferbildende Bambusse, die sich durch ihre Rhizome rasch ausbreiten. Ihr Ausbreitungsdrang sollte durch eine Rhizomsperre begrenzt werden, damit ihr kräftiges Wachstum eingedämmt bleibt.

Er wächst ähnlich wie Fargesia aus einem kompakten, aber Ausläufer bildenden Wurzelstock. Pleioblastus ist je nach Art sehr unterschiedlich. Die Bambusse bilden dichte Horste mit aufrechter oder besonders niedriger Wuchsform. Einige Arten wie der Bambus Pleioblastus linearis erreichen eine Höhe von 5 m, andere wie Pleioblastus pygmaeus bleiben unter 1 m; Pleioblastus pygmaeus ‘Distichu’ wird sogar weniger als 50 cm hoch und ist ein Bodendecker. Deshalb werden sie wegen ihres meist gemäßigteren Wachstums als andere Bambusarten allgemein „Zwergbambusse“ genannt. Im Gegensatz zu Riesenbambussen wie Phyllostachys wird Pleioblastus nur selten höher als 5 m. Seine geringe Höhe macht er durch ein starkes horizontales Wachstum wett, bei dem er sich über große Flächen ausbreitet und so einen hervorragenden Bodendecker bildet.

Er zeichnet sich durch dünne, dicht beieinanderstehende Halme aus, die hellgrün, manchmal braungrün und 1 bis 2 mm dick sind. Die Stoppeln verzweigen sich in dünne Zweige, die Blätter tragen.

Pleioblastus fortunei ‚Variegatus‘, Pleioblastus variegatus (© Leonora Enking), Pleioblastus viridistriatus

Das dichte, je nach Strenge des Winters immergrüne oder halbimmergrüne Laub besteht aus kleinen, linearen, lanzettlichen Blättern in verschiedenen Grüntönen – von leuchtendem bis zartem Grün. Bei Pleioblastus viridistriatus ‚Vagans‘ und Pleioblastus fortunei ‚Variegatus‘ (‚Variegata‘) sind sie panaschiert, bei Pleioblastus auricomus goldgelb. Ihre Färbung variiert je nach Art und Sorte; die Blätter können gestreift oder beige beziehungsweise gelb gerandet sein.

Wichtigste Arten und Sorten

Pleioblastus auricomus - Gestreifter Zwergbambus

Pleioblastus auricomus - Gestreifter Zwergbambus

Eine besonders leuchtende Sorte, die an jedem Standort gedeiht. Sie bildet nur wenige Ausläufer. Ideal für lichte Unterholzbereiche und als Bodendecker unter Bäumen.
  • Höhe bei Reife 70 cm
Pleioblastus viridistriatus Vagans - Zwergbambus

Pleioblastus viridistriatus Vagans - Zwergbambus

Dieser Bambus besticht durch eine dekorative panaschierte Optik. Ideal für große, immergrüne Einfassungen ohne Pflegeaufwand.
  • Höhe bei Reife 70 cm
Pleioblastus fortunei Variegatus - Zwergbambus

Pleioblastus fortunei Variegatus - Zwergbambus

Ein dekorativer, leuchtender Zwergbambus mit panaschiertem Laub. Pflegeleicht, ideal als Bodendecker, niedrige Hecke, Beetrand oder im Topf auf der Terrasse.
  • Höhe bei Reife 1 m
Pleioblastus argenteostriatus Pumilus - Zwergbambus

Pleioblastus argenteostriatus Pumilus - Zwergbambus

Dieser Bambus eignet sich besonders für die Topfkultur und lässt sich wunderbar als Bonsai ziehen. Auch schön als grüner Teppich an Böschungen oder Wegrändern.
  • Höhe bei Reife 80 cm
Pleioblastus pygmaeus Distichus - Zwergbambus

Pleioblastus pygmaeus Distichus - Zwergbambus

Der kleinste Bodendeckerbambus! Herrlich im naturnahen, Zen- oder japanischen Garten!
  • Höhe bei Reife 60 cm
Pleioblastus pygmaeus - Zwergbambus

Pleioblastus pygmaeus - Zwergbambus

Dieser sehr niedrige, ausläuferbildende Bambus eignet sich als großflächiger Bodendecker und ersetzt Buchsbaum oder Rasen in nicht betretenen Bereichen.
  • Höhe bei Reife 50 cm

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Zwergbambus pflanzen

Wo pflanzen?

Robust, bis -25 °C vollkommen winterhart und äußerst anspruchslos, kann Pleioblastus in allen Regionen kultiviert werden. Er verträgt auch mäßige Trockenheit und gedeiht an jedem Standort: in der Sonne, im Halbschatten oder im Süden Frankreichs sogar im Schatten. In den kältesten Regionen sollten Sie ihn im Winter jedoch vor eisigen Winden schützen, da sein Laub darunter leiden kann.

Er ist gegenüber der Bodenart sehr tolerant und gedeiht ganzjährig in jedem gut drainierten, kalkarmen Boden, der frisch bis nicht zu trocken ist. Wie alle Bambusarten verträgt er jedoch im Herbst und Winter keine staunassen Böden.

Auch Wurzelkonkurrenz verträgt er gut.

Dieser ausläuferbildende Bambus ist von Natur aus ausbreitungsfreudig und breitet sich je nach Kulturbedingungen mehr oder weniger schnell aus. Überlegen Sie daher gut, wo Sie ihn pflanzen. Sein dichtes unterirdisches Rhizomnetz hält die Erde in Steingärten und an Böschungen zurück. Um seine Ausbreitung einzudämmen, empfehlen wir, ihm eine große, unattraktive Böschung zu reservieren oder eine Rhizomsperre zu verwenden, wenn Sie ihn beispielsweise mitten in ein Stauden- oder Strauchbeet pflanzen.

Diese Bambusart lässt sich problemlos in kleinen Gärten pflanzen. Liebhaber von Bodendeckern pflanzen ihn als kleine, niedrige Hecke, als Beeteinfassung oder sogar am Rand eines Unterholzes beziehungsweise in einem lichten Unterholz. Die niedrigsten Arten können in nicht betretenen Bereichen den Rasen ersetzen. Dieser Bambus eignet sich besonders gut für die Kultur im Topf, um einen Balkon, die Terrasse oder auch einen sehr hellen, wenig beheizten Innenraum zu begrünen.

Lesen Sie unseren Ratgeber, um zu erfahren, wie Sie eine Rhizomsperre installieren.

Wann Zwergbambus pflanzen?

Pleioblastus wird idealerweise im Herbst, von September bis Mitte November, gepflanzt. Dann ist das Anwachsen optimal: Der Boden ist noch warm und die Herbstregen fördern eine gute Wurzelbildung. Eine Pflanzung im Frühjahr ist möglich, sofern Sie regelmäßig für ausreichende Bewässerung sorgen.

Wie pflanzen?

Im Freiland

Planen Sie je nach Art und gewünschter Bodendeckerdichte 1 bis 3 Pflanzen pro m² ein. Bringen Sie bereits bei der Pflanzung eine Rhizomsperre an.

  • Stellen Sie die Wurzelballen vor dem Pflanzen in einen Eimer mit Wasser
  • Lockern, jäten und bearbeiten Sie den Boden gründlich
  • Heben Sie ein zwei- bis dreimal so breites und tiefes Pflanzloch wie der Wurzelballen aus
  • Verteilen Sie vor allem bei verdichtetem Boden Kies auf dem Lochgrund
  • Heben Sie rund um das Pflanzloch einen Graben für den Zwergbambus aus
  • Setzen Sie die Rhizomsperre rundherum in den Graben, lassen Sie sie etwa 5–10 cm herausragen und neigen Sie sie nach außen
  • Setzen Sie den Wurzelballen in die Mitte des Pflanzlochs
  • Füllen Sie das Loch mit mit Blumenerde vermischtem Gartenboden
  • Geben Sie bei sehr nährstoffarmem Boden Kompost hinzu
  • Drücken Sie die Erde rund um die Wurzeln an
  • Gießen Sie reichlich
  • Mulchen Sie den Fuß mit mineralischem Mulch, um im Sommer möglichst viel Feuchtigkeit zu bewahren

Im Topf

  • Wählen Sie ein Gefäß mit mindestens 30 bis 40 cm Durchmesser und einem Loch im Boden
  • Füllen Sie den Topfboden mit einer Schicht Blähton oder Lavagranulat
  • Pflanzen Sie ihn in eine nährstoffreiche, drainierende Mischung aus Blumenerde und Sand, Perlite oder Vermiculite
  • Gießen Sie reichlich und anschließend regelmäßig

Pflege, Rückschnitt & Versorgung

Im Freiland

Buschbambus ist wie alle Bambusarten sehr wasserbedürftig. Im ersten Jahr nach der Pflanzung und besonders im Sommer sollten Sie regelmäßig gießen, damit er gut anwächst. Auch wenn dieser Bambus kurze Trockenperioden recht gut verträgt, müssen Sie ihn bei trockenem Sommerwetter oder großer Hitze häufig gießen. Bei starker Trockenheit besprühen Sie das Laub morgens oder abends mit Wasser, um ein Austrocknen zu vermeiden. Auch im Winter braucht der Bambus Wasser: Denken Sie daran, ihn gelegentlich zu gießen.

Mulchen Sie junge Pflanzen und lassen Sie die trockenen Bambusblätter als natürlichen Mulch am Fuß der Stoppel liegen.

In einem nährstoffreichen Boden wächst er schneller: Eine zweimal jährliche Düngung mit organischem Dünger tut ihm gut.

Im Kübel

Bambus im Topf darf nie austrocknen. Achten Sie sorgfältig auf die Wasserversorgung und lassen Sie den Wurzelballen niemals vollständig austrocknen. Gießen Sie sehr regelmäßig, aber nicht zu viel, besonders bei großer Hitze.

Geben Sie im zeitigen Frühjahr einen langsam wirkenden Stickstoffdünger.

Im Winter weniger gießen. Topfen Sie den Bambus alle 2 bis 3 Jahre um. Erneuern Sie zwischendurch die obere Substratschicht, um das ausgelaugte Substrat aufzufrischen.

Rückschnitt von Zwergbambus

Buschbambus verträgt den Rückschnitt problemlos und kann von Liebhabern sogar als Bonsai gezogen werden. Schneiden Sie die Horste jedes Jahr im Spätwinter mit einer Schere zurück, um sie zu kräftigen und den Neuaustrieb frischer Blätter anzuregen. Entfernen Sie auch abgestorbene oder vertrocknete Stoppel. Sehr niedrig wachsende Buschbambus-Arten bilden große Bodendecker und müssen nur ein- bis zweimal jährlich gemäht werden.

Mögliche Krankheiten

Buschbambus ist kaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Mehr dazu im Ratgeber Krankheiten und Schädlinge bei Bambus

Vermehrung

Neue Buschbambus-Pflanzen lassen sich im Frühjahr oder Herbst leicht durch Teilung vermehren, obwohl sich dieser Bambus von selbst ausbreitet! Teilen Sie möglichst nach Regen, das erleichtert die Arbeit.

  1. Stechen Sie mit dem Spaten einen Teil des Horstes mit mindestens 3 Stoppeln ab
  2. Kürzen Sie die Stoppel um ein Drittel, wobei stets Blattwerk erhalten bleibt
  3. Pflanzen Sie die Teilstücke sofort in gut vorbereitete Erde
  4. Füllen Sie das Pflanzloch, treten Sie die Erde fest und mulchen Sie
  5. Gießen Sie reichlich und halten Sie die Erde feucht, damit sich neue Wurzeln bilden

Kombinieren

Mit ihrem mäßigen Wuchs lassen sich Buschbambus-Arten leicht kombinieren und in einen kleinen Garten integrieren. Für ausgesprochen exotische Pflanzbilder können sie mit anderen, weniger wuchernden Bambusarten wie Schirmbambus (Fargesia denudata, F. rufa, F. murielae) kombiniert werden, die an ihrem Platz bleiben. In einem Zen-Garten harmonieren sie wunderbar mit anderen asiatischen Pflanzen, etwa mit JapangrasFächer-Ahorn, Azalee oder auch mit Hakonechloa macra Aureola.

In einem Strauchbeet begleiten sie Himmelsbambus, Baum-Heide und Leptospermum. Im lichten Unterholz wirken sie als Bodendecker unter Bäumen wie dem Kuchenbaum oder dem Zimt-Ahorn besonders prachtvoll und bringen diese zur Geltung.

In einem japanisch inspirierten Zen-Garten werden sie als Bonsai geschnitten und mit Ziergräsern und Zwergkoniferen mit blauem Laub (Picea pungens ‚Jeddeloh‘) für eine klare, dekorative Wirkung in Szene gesetzt. Auch die Kombination mit Elegia capensis, einer außergewöhnlichen und ausgesprochen exotisch wirkenden Staude, gelingt immer.

Pleioblastus shibuyanus ‚Tsuboii‘, Ophiopogon plansicapus ‚Nigrescens‘, Japanische Azalee ‚Koromo Shikibu‘ und Acer palmatum „Inaba-Shidare“

Nützliche Ressourcen

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