Löwenmäulchen: Aussaat, Pflanzung, Pflege

Löwenmäulchen: Aussaat, Pflanzung, Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 10. August 2025  durch Virginie T. 14 min.

Löwenmaul kurz erklärt

  • Das Löwenmäulchen ist eine Staude, die meist einjährig kultiviert wird, da sie frostempfindlich ist, und den ganzen Sommer bis zu den ersten Frösten blüht
  • Seine duftenden Blüten stehen in dichten Trauben und zeigen eine große Vielfalt leuchtender oder zarter Farben: Gelb, Rosa, weißes Löwenmäulchen …
  • Es verträgt sommerliche Trockenheit und bevorzugt gut durchlässige Böden, in denen es sich selbst aussät
  • Ob Zwergform oder hochwachsend: Das Löwenmäulchen ist im Bauerngarten, in Beeten, Steingärten und sonnigen Rabatten unverzichtbar und lässt sich auch im Topf kultivieren.
  • Seine essbaren Blüten verfeinern Salate auf hübsche Weise.
Schwierigkeit

Wort unserer Expertin

Seit dem 16. Jahrhundert wird das Löwenmaul wegen seiner leuchtenden, vielfältigen Farben und seiner einfachen Kultur geschätzt. Das Löwenmaul, auch Garten-Löwenmaul genannt, ist eine sichere Wahl für den Garten, besonders für Landhausgärten, wo es sich selbst aussät. Es gehört zu den unkomplizierten einjährigen Pflanzen, die für jeden Gärtner geeignet sind, ebenso wie der Bartfaden, eine dem Löwenmaul nahestehende Blume.

Mit dem Charme wilder Pflanzen versprüht das Löwenmaul oft eine ungezügelte Romantik und blüht von Juni bis zum ersten Frost in allen Bereichen des Gartens. Außerdem ist das Löwenmaul essbar: Seine Blüten mit samtigen Mäulchen verströmen einen Duft und verschönern sowohl Ihre Sträuße als auch sommerliche Salate!

In den vergangenen Jahren wegen ihres etwas altmodischen, sehr ‚Vintage‘-artigen Aussehens vernachlässigt, gehören sowohl das Zwerg-Löwenmaul als auch das Großblütige Löwenmaul (Antirrhinum majus) zu den reichblühendsten Pflanzen und ermöglichen vielfältige Kombinationen. Weißes Löwenmaul, gelbes Löwenmaul oder Sorten mit leuchtend orangefarbenen, scharlachrot panaschierten Blütenblättern: Die zahlreichen Kultivare bieten eine Fülle an Farben, von zart bis besonders kräftig.

Einjährig oder mehrjährig – das hängt von Klima und Boden ab, denn diese hübsche Pflanze liebt die Sonne, ist hitzefest, aber frostempfindlich. Nördlich der Loire und in schweren Böden kultivieren Sie sie als einjährige Pflanze; in mildem Klima kann das Löwenmaul im Freiland bleiben und milde Winter überstehen. Zwar nicht besonders winterhart, ist es dennoch anspruchslos und selten krankheitsanfällig, sofern es einen durchlässigen Boden und viel Sonne erhält.

Wie schneidet man verblühte Löwenmaul-Blüten zurück, erntet Löwenmaul-Samen oder macht einen Löwenmaul-Steckling? In diesem Ratgeber beantworten wir all diese Fragen.

Im Garten wie in der Vase bemerkenswert und im Topf auf der Terrasse besonders bezaubernd: Entdecken Sie diese unverzichtbare einjährige Blume neu – ebenso wie unsere einzigartige Sammlung von Löwenmaul-Samen!

mehrjähriges Löwenmaul, Zwerg-Löwenmaul

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

Das als Löwenmaul oder Löwenmäulchen bekannte Antirrhinum ist eine Staude aus der Familie der Wegerichgewächse, zu der auch Fingerhut und Doppelhörnchen gehören. In unseren Gärten wird es jedoch meist einjährig oder zweijährig kultiviert. Ursprünglich stammt es aus dem westlichen Mittelmeerraum. Es wächst auf trockenen Böden zwischen Felsen und kommt in der Südhälfte Frankreichs vor, wo es steinige Wege und die Fugen von Trockenmauern spontan besiedelt.

Die Gattung umfasst etwa 40 Arten, doch nur Antirrhinum majus, das Großblütige Löwenmaul, ist in unseren Gärten vertreten – und das bereits seit dem 16. Jahrhundert. Daher gibt es mehr als 1.000 Sorten, die nach ihrer Höhe eingeteilt werden: von Zwergsorten wie ‚Tom Thumb‘, der bekanntesten, bis zu hohen Sorten wie ‚Madame Butterfly‘.

Die sehr schnell wachsende Pflanze bildet in den Monaten nach der Aussaat einen buschigen Horst mit stark verzweigter, aufrechter oder nur selten überhängender Wuchsform. Je nach Sorte wächst sie mehr oder weniger kompakt und wird 15 cm bis 1,20 m hoch. Einige Sorten bleiben sehr niedrig und kompakt, darunter viele Hybriden und Kultivare von Antirrhinum majus Nanum, die Miniaturpflanzen bilden.

Die aufrechten, einfachen oder verzweigten Stängel sind meist grün, manchmal auch purpurfarben. Sie tragen ganzrandige, schmale, gegenständige oder wechselständige, lanzettliche bis lineare Blätter von 2 bis 8 cm Länge. An der Basis sind sie zahlreicher und sommergrün. Die kahlen Blätter sind mehr oder weniger dunkelgrün. Einige Sorten wie Antirrhinum majus Nanum ‚Bronze Dragon‘ zeichnen sich durch fast schwarzes Laub aus, eine ungewöhnliche Farbe bei Löwenmäulchen. Andere, wie Antirrhinum majus ‚Black Prince‘, tragen purpur-bronzefarbenes Laub.

mehrjähriges Löwenmaul, Zwerg-Löwenmaul

Antirrhinum majus – botanische Illustration

Die Blüte überragt das Laub und beginnt im Frühjahr, im Mai oder Juni, um erst mit den ersten Frösten zu enden. An den Triebspitzen erscheinen aufrechte, sehr dichte Ähren von bis zu 25 cm Länge mit röhrenförmigen Blüten, die sich vom Laub abheben. Ihr Durchmesser beträgt höchstens 3 cm. Ihre Form mit gewellten Lippen ist so ungewöhnlich, dass sie der Pflanze den Namen „Löwenmaul“ gab. Die Blütenkrone besteht aus zwei Lippen, deren untere flaumig behaart ist. Sie sitzt in behaarten Kelchen und öffnet sich wie ein Tiermaul, wenn man sie zwischen Daumen und Zeigefinger drückt. Dann erinnert sie an eine klaffende, an der Basis verdickte Schnauze.

Meist einfach blühend, zeichnen sich einige Löwenmäulchen wie ‚Double Madame Butterfly Mixed‘ durch gefüllte Blüten aus, die Azaleen ähneln.

Diese zweilippigen Blütenkronen gibt es in einer unendlichen Palette leuchtender, strahlender Farben. Einfarbig, zweifarbig, mit Farbverläufen oder zufällig gesprenkelt und gefleckt, zeigen sie Töne von sehr hell bis kräftig: von reinem Weiß bis zu samtigem Blutrot sowie zahlreiche Rosa-, Gelb- und Kupferorangetöne.

Sie verströmen einen köstlichen, leichten süßen Duft. Die bienenfreundliche und nektarreiche Blüte wird häufig von Hummeln und Schmetterlingen besucht. Großblütige Löwenmäulchen sind hervorragende Schnittblumen und sehen in farbenfrohen Sträußen bezaubernd aus.

Aus den Blütentrauben entstehen kleine Früchte: zweifächerige Kapseln mit winzigen Samen, die sich im Garten leicht selbst aussäen – ein Vorteil bei dieser kurzlebigen Staude.

Nicht sehr winterhart (-7 °C), wird das Löwenmaul in unserem Klima, besonders nördlich der Loire, häufig als einjährige oder zweijährige Pflanze kultiviert. Bei einem milden Winter kann es jedoch überleben und mehrjährig bleiben. Das Löwenmäulchen ist anspruchslos und begnügt sich mit einem gut durchlässigen, auch kalkhaltigen Boden sowie reichlich Sonne.

Diese in Landhausgärten weit verbreitete und typische Bauerngartenpflanze ist auch in naturnahen und naturalistischen Gärten, Duftgärten und Cottagegärten unverzichtbar, wo sie Farbe, Fröhlichkeit und Duft verbreitet. Je nach Wuchshöhe lässt sie sich leicht in Beeteinfassungen, Blütenbeete, Steingärten, Pflanzgefäße und Ampeln pflanzen.

Löwenmaulblüten sind essbar und haben einen kräftigen, leicht bitteren, an Chicorée erinnernden Geschmack. Sie werden in Salaten verwendet oder kandiert.

Wichtigste Arten und Sorten

Das Garten-Löwenmaul, die häufigste Art in unseren Gärten, hat zahlreiche Kultivare hervorgebracht, die eine große Auswahl an Farben und Wuchshöhen bieten. Löwenmäulchen gibt es in verschiedenen Größen: von Zwerg-Löwenmäulchen (Garten-Löwenmaul Nanum) bis 30 cm wie ‚Frosted Flames‘ über mittelhohe Sorten von 30 bis 60 cm (‚Black Pince‘) bis zu hohen Sorten von 70 bis 120 cm wie ‚Madame Butterfly‘. Diese Vielfalt ermöglicht zahlreiche Verwendungen: als Schnittblume, für Beeteinfassungen und den Hintergrund von Blumenbeeten sowie für Kübel und Balkonkästen. Die höchsten Sorten eignen sich hervorragend als Schnittblumen.

Alle zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Blütenfülle, eine gute Trockenheitsverträglichkeit und Krankheitsresistenz aus.

Die beliebtesten Sorten

[produkt sku=“643″ blog_description=“Eine der höchsten Löwenmaul-Sorten! Sie besticht durch ihre Größe und ihre großen, gefüllten Blüten. Perfekt für Sträuße, aber auch wunderschön in Beeten oder an Böschungen.“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“83122″ blog_description=“Diese einzigartige Sorte zeigt samtige, sehr dunkel blutrote Blüten und bronzefarbenes Laub. Ideal für Beeteinfassungen und Balkonkästen.“ template=“listing1″ /]

Unsere Favoriten

[produkt sku=“ 648″ blog_description=“Eine spektakuläre, üppige Sorte mit kräftigen Farben! Eine der besten Sorten für Beeteinfassungen und Kübel!“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“650″ blog_description=“Ein außergewöhnlich großes Löwenmaul. Dank seiner stattlichen Größe eignet es sich als Schnittblume und für den Hintergrund von Beeten in naturnahen Gärten.“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“646″ blog_description=“Große, reinweiße, duftende Blüten, die nahezu perfekt sind! Diese Sorte findet in jedem Garten Platz – in Beeteinfassungen, Beeten oder Steingärten.“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“644″ blog_description=“Eine Zwergpflanze mit fast schwarzem Laub – eine einzigartige Farbe bei Löwenmäulchen! Sie ist in sonnigen Beeteinfassungen oder Kübeln ein Blickfang.“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“641″ blog_description=“Ein einzigartiges, hängendes Löwenmaul mit sieben ein- oder zweifarbigen Blütenfarben! Ideal für Ampeln, Balkonkästen und zur Fensterbankbegrünung.“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“82183″ blog_description=“Eine ideale Sorte, um großen Sommerbeeten eine Saison lang einen etwas nostalgischen und sehr eleganten Charme zu verleihen. Einfach in Beeteinfassungen, Beeten oder Steingärten zu pflanzen.“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“642″ blog_description=“Diese fröhliche Löwenmaul-Mischung bringt viel Leuchtkraft und Dynamik in den Garten. Ideal für Beeteinfassungen, Naturgärten und blühende Kübel.“ template=“listing1″ /]

DéEntdecken Sie andere Antirrhinum - Löwenmäulchen

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Pflanzung

Wo pflanzt man Löwenmäulchen?

Von seiner mediterranen Herkunft hat das Löwenmäulchen eine große Kälteempfindlichkeit bewahrt. Ob einjährig oder mehrjährig, hängt von Klima und Boden ab. Als wenig winterharte Pflanze verträgt es Temperaturen unter -5 bis -7 °C nur schlecht. Obwohl es bis zum Frost blüht, wird es daher meist einjährig oder zweijährig kultiviert. In Regionen mit milden Wintern kann es jedoch überleben und im Frühjahr neu austreiben.

Anspruchslos, gedeiht es in jedem Boden, auch in kalkhaltigem oder steinigem, bevorzugt jedoch gut durchlässige Erde. Für eine optimale Blüte braucht es volle Sonne oder leichten Halbschatten. Die sommerliche Trockenheit verträgt es recht gut. Staunässe hingegen lässt seine Wurzeln faulen.

Das Löwenmäulchen ist eine vielseitige einjährige Pflanze, die bis in den Winter hinein in Bauerngärten, in Blumenwiesen und als Hintergrundpflanze in naturnahen Beeten wächst. Halbhohe und niedrige Sorten eignen sich für bunte Beeteinfassungen, Blütenteppiche im sonnigen Steingarten sowie für Töpfe und Balkonkästen auf der Terrasse im Sommer.

Großblütiges oder niedriges Löwenmäulchen findet sogar im Gemüsegarten Platz, wo seine lange, duftende Blüte bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln anzieht.

Löwenmäulchen säen: Wann und wie?

Wann Löwenmäulchen säen und pflanzen?

Von Januar bis März geschützt aussäen Löwenmäulchen-Samen, anschließend in Anzuchttöpfe pikieren und im April, Mai oder je nach Region auch im Juni pflanzen. Sie können Löwenmäulchen auch im September aussäen. Nach dem Pikieren in Anzuchttöpfe überwintern die Jungpflanzen geschützt. Im folgenden Frühjahr können Sie sie auspflanzen.

In milden Regionen können Sie die Löwenmäulchen-Samen im April oder Mai direkt ins Freiland säen. Die Blüte setzt dann später ein.

Wie sät man Löwenmäulchen-Samen?

Löwenmäulchen geschützt aussäen

Das Löwenmäulchen ist frostempfindlich und wird von Januar bis März geschützt bei 20–25 °C bis zur Keimung ausgesät. Die Blüte erfolgt dann zwischen Juni und Oktober. Entdecken Sie unsere Tipps zur Aussaat einjähriger Pflanzen in unserem Blog!

  • Löwenmäulchen-Samen in einer Anzuchtschale auf gut drainierende Blumenerde säen
  • Die Samen nur dünn mit leicht feuchter Blumenerde bedecken
  • Während der Keimung warm und hell in einem Plastikbeutel halten
  • Wenn die Jungpflanzen zwei Blätter haben, in 8-cm-Anzuchttöpfe pikieren
  • Die Haupttriebe pinzieren und die Jungpflanzen nach dem letzten Frost bei Außentemperaturen über 18 °C ins Beet pflanzen
  • Die Jungpflanzen etwa 10 bis 40 cm auseinander setzen
  • Für gutes Anwachsen gießen

Direktsaat ins Freiland

  • Nach den Frösten, je nach Region im April oder Mai, in gut drainiertem, erwärmtem Boden die Löwenmäulchen-Samen breitwürfig säen, ohne sie einzuarbeiten
  • Den Boden bis zur Keimung feucht halten
  • Nach dem Auflaufen, nach 10 bis 21 Tagen, die Reihen auf einen Abstand von etwa 10 bis 40 cm ausdünnen
mehrjähriges Löwenmäulchen, Zwerg-Löwenmäulchen

Löwenmäulchen-Samen

Löwenmäulchen pflanzen?

Eine etwas dichtere Pflanzung wirkt im Beet und im Balkonkasten besonders schön! Pflanzen Sie die Löwenmäulchen in einer Gruppe von 7 bis 9 Anzuchttöpfen pro m² mit 25 bis 40 cm Abstand bei hohen Sorten und 10 bis 20 cm bei Zwerg-Löwenmäulchen.

Im Freiland

Pflanzen Sie die Löwenmäulchen nach dem letzten Frost aus; die Pflanzzeit reicht von Mai bis Juli.

  • Lockern Sie den Boden gründlich auf
  • Heben Sie ein Loch aus, das zwei- bis dreimal breiter als der Wurzelballen ist
  • Geben Sie Kies oder Blähton auf den Grund des Pflanzlochs
  • Setzen Sie den Wurzelballen mittig ein, der Hals liegt auf Bodenhöhe
  • Füllen Sie das Loch
  • Treten Sie die Erde mit dem Fuß fest
  • Gießen Sie reichlich

Weitere Tipps zum Pflanzen unserer einjährigen Pflanzen finden Sie in unserem Blog!

Löwenmäulchen im Topf oder Balkonkasten pflanzen

  • Legen Sie auf dem Grund des Gefäßes eine gute Drainageschicht aus Kies oder Blähton an
  • Pflanzen Sie den Wurzelballen in eine drainierende Mischung aus 80 % Blumenerde und 20 % Flusssand
  • Gießen Sie nach dem Pflanzen reichlich

Pflege und Schnitt des Löwenmäulchens

Das Löwenmäulchen ist wirklich eine unkomplizierte einjährige Pflanze, leicht zu kultivieren und zu pflegen. Als ursprünglich aus trockenen Gebieten stammende Pflanze ist das Löwenmäulchen recht widerstandsfähig gegen Wassermangel: Gießen Sie es bei der Pflanzung reichlich, danach mäßig und vor allem bei großer Hitze, um die Blüte zu unterstützen. Gießen Sie stets am Fuß der Pflanze und nicht über das Laub, denn das Löwenmäulchen ist anfällig für Mehltau.

Gießen Sie Löwenmäulchen im Topf regelmäßiger, sobald die Erde an der Oberfläche trocken ist, und geben Sie Dünger für Blühpflanzen, um die Sommerblüte zu unterstützen.

Entfernen Sie die Spitze des Haupttriebs, sobald die Jungpflanze 15 cm erreicht hat, um die Verzweigung anzuregen.

Stützen Sie bei Bedarf hohe Sorten, besonders an windigen Standorten.

Das Löwenmäulchen benötigt keinen Rückschnitt: Entfernen Sie einfach nach und nach die verblühten Blüten, um die Bildung neuer Blüten anzuregen und die Blütezeit zu verlängern. Bei Trockenheit kann die Blüte aussetzen oder die Pflanze weniger blühend sein.

Lassen Sie Ihre Löwenmäulchen nach der Blüte am Standort Samen bilden; sie säen sich von Jahr zu Jahr spontan und reichlich aus. Achten Sie jedoch darauf, dass sie nicht überhandnehmen, denn sie können sich sehr schnell vermehren: Schneiden Sie die Horste nach der Blüte zurück, wenn Sie diese Selbstaussaat vermeiden möchten.

  1. In mildem Klima schützen Sie Ihre Pflanzen mit einer dicken Mulchschicht aus trockenen Blättern.
  2. In rauem Klima entfernen Sie die Jungpflanzen vor den starken Frösten.

Sie können versuchen, Ihre Topfpflanzen zu überwintern: Schneiden Sie die Horste zurück und schützen Sie sie im Winter vor starkem Frost. Dann können Sie hoffen, dass sie im folgenden Frühjahr wieder austreiben.

mehrjähriges Löwenmäulchen, Zwerg-Löwenmäulchen

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Das Löwenmaul ist eine sehr kräftige einjährige Pflanze, jedoch häufig anfällig für Mehltau, einen weißen Belag auf dem Blatt. Gießen Sie am Fuß der Pflanze und vermeiden Sie nasses Laub. Entdecken Sie unsere vorbeugenden Lösungen gegen Mehltau.

Im Spätsommer können Blattläuse auftreten: Behandeln Sie mit Seifenwasser.

Zu viel Feuchtigkeit lässt die Pflanze faulen. Achten Sie auf eine gute Drainage.

Das Löwenmaul ist recht rostanfällig. Dabei entstehen orange- oder braune Pusteln auf den Blättern. Entfernen Sie befallene Pflanzenteile und spritzen Sie Schachtelhalmbrühe oder Brennnesseljauche.

Schnecken fressen auch gern junges Laub. Holen Sie sich unsere Tipps gegen Schneckenbefall.

Vermehrung

Das Löwenmäulchen lässt sich leicht vermehren, fällt durch Selbstaussaat aber selten sortenecht. Die Aussaat unter Schutz ist einfach (lesen Sie oben „Wann und wie sät man Löwenmäulchen richtig aus?“). Wenn Sie Samen von getrockneten Löwenmäulchenblüten gesammelt und aufbewahrt haben, können Sie sie im Folgejahr aussäen. Andernfalls werden Sie in unserer einzigartigen Auswahl an einjährigem Löwenmäulchen-Samen fündig. Achtung: Die Samen sind staubfein und mit bloßem Auge kaum sichtbar!

Löwenmäulchen durch Stecklinge vermehren

Stecklinge vom Löwenmäulchen lassen sich auch im Spätsommer gewinnen: Schneiden Sie etwa 15 cm lange Triebe und pflanzen Sie sie in Anzuchttöpfe mit sandiger Blumenerde. Stellen Sie sie bei 20–25 °C hell auf. Pflanzen Sie sie im folgenden Frühjahr nach den letzten Frösten aus.

Löwenmäulchen im Garten kombinieren

Das Löwenmaul ist eine leuchtende einjährige Pflanze, die in allen naturnahen und wilden Gärten sowie in Landhausgärten einen festen Platz verdient. Aus den Gärten unserer Großmütter vertraut, ist sie aus einem Cottage- und Duftgarten nicht wegzudenken. Innerhalb einer Saison verleiht sie sommerlichen Pflanzungen einen oft nostalgischen Charme.

Je nach Sorte bringt sie einen frischen, romantischen Akzent in Weiß oder Rosa oder sorgt für üppige, farbenfrohe Kombinationen. Sie lässt sich leicht mit zahlreichen einjährigen Pflanzen, sommerblühenden Stauden und Cottagegarten-Stauden kombinieren.

Mischen Sie in einem farbenfrohen Beet großblütige Löwenmäuler mit einjährigen Pflanzen wie Jungfer im Grünen, Schmuckkörbchen, Goldmohn oder Zwerg-Chrysanthemen oder mit farbenprächtigen Stauden wie Dahlien, Mädchenauge, Canna und Sonnenhut für eine Blüte bis zum ersten Frost.

In einer üppigen Mixed Border harmoniert es wunderbar mit Buntnesseln, Duftnesseln, Goldlack, Stauden-Lein und Purpur-Leinkraut – allesamt pflegeleichte Pflanzen.

In einem Duftgarten umgeben Sie es mit Dianthus plumarius, Majoran und Garten-Levkoje.

Seine mit Blüten besetzten Ähren ragen anmutig zwischen buschigen Stauden wie Storchschnabel, Knautie, Fenchel und Astern empor. Die kräftigsten Blütenfarben werden durch die grauen Blätter von Silbrigem Beifuß, Wolfsmilch, Mannstreu, Thymus hirsutus und Allium senescens subsp. montanum sowie durch weitere einjährige Pflanzen in Pastelltönen wie Bartfaden, Tabak, Strand-Silberkraut, Grindkraut, Prachtkerze, Angelonia oder weißem Kapmargeriten abgemildert.

In einem romantischen Garten kombinieren Sie das Löwenmaul mit Waldreben oder Rosen; sie verleihen der Pflanzung Leichtigkeit.

Zwischen den Steinen eines Steingartens gesellt es sich zu Heiligenkraut und leichten Ziergräsern wie Stipa tenuifolia und Chinaschilf.

Im Topf kombinieren Sie Zwerg-Löwenmäuler mit Petunien, Doppelhörnchen, Petunien oder Garten-Zinnien.

→ Entdecken Sie weitere Ideen für Kombinationen mit Löwenmäulern in unserem Ratgeber!

Nützliche Ressourcen

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  • Setzen Sie Löwenmäulchen in ein farbenfrohes Mixed Border oder ins Gemüsebeet: Dort locken sie Bestäuber an!
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