Westringia fruticosa: Australischer Rosmarin, Pflege

Westringia fruticosa: Australischer Rosmarin, Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 15. Juni 2025  durch Virginie T. 8 min.

Westringia kurz erklärt

  • Westringia ist ein kleiner immergrüner Strauch für durchlässigen Boden
  • Sein feines, grünes Laub ähnelt dem des Rosmarins
  • Er blüht lange: Weiße oder hellblaue Blüten erscheinen fast das ganze Jahr
  • Weniger winterhart als Rosmarin, aber salzspritzfest, ist er in mildem Klima ideal für Trockengärten und Küstenlagen
  • Geeignet als Hecke, im Strauchbeet oder im Kübel
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Westringia fruticosa, der Australische Rosmarin: immergrüner Strauch mit Blüten, trockenheitsfest und ideal für Beet, Hecke oder Topf.

Beschreibung und Botanisches

Steckbrief

  • Lateinischer Name Westringia sp.
  • Gebräuchlicher Name Australischer Rosmarin
  • Blüte Mai bis September
  • Höhe 50 cm bis 3 m
  • Exposition Sonne, Halbschatten
  • Art des Bodens sehr gut durchlässig, leicht, sandig oder steinig, neutral bis leicht sauer
  • Winterhärte bis -4 °C (USDA-Zone 9b)

Westringia, auch Australischer Rosmarin genannt, ist ein Strauch aus der Familie der Lippenblütler, ebenso wie Salbei, Minze und Rosmarin, mit dem er eng verwandt ist. Er wächst natürlicherweise in den Küstenheiden im Osten Australiens und im Süden von New South Wales. Er ist weniger winterhart als unser Rosmarin, bevorzugt milde Klimate und gedeiht problemlos in Regionen mit milden Wintern (Küstengebiete sowie atlantische und mediterrane Regionen). Die Gattung umfasst etwa 25 Arten, von denen Westringia fruticosa am weitesten verbreitet ist. Die Typusart hat einige Kultivare hervorgebracht, darunter Westringia fruticosa ‘Mundi’, die sich durch ihre weiße Blüte und ihren niedrigen, bodendeckenden Wuchs auszeichnet.

Westringia, Australischer Rosmarin

Das feine, silbrige Laub von Westringia fruticosa (Fotos: Drew Avery / Bri Weldon)

Ausgehend von einem holzigen Wurzelstock bildet der Australische Rosmarin einen dichten, rundlich und leicht ausgebreitet wachsenden Busch, der je nach Sorte und Kulturbedingungen 50 cm bis 3 m hoch und breit wird. Die holzigen, vierkantigen Zweige tragen immergrünes Laub. Es besteht aus kleinen, linearen, lanzettlichen und steifen Blättern, die an Nadeln erinnern und 1,5 bis 2,5 cm lang sind. Sie sind weniger derb als die Blätter des Rosmarins und stehen in Wirteln zu 3 bis 4 an den holzigen Zweigen. Die Blattränder sind gesäumt; die Oberseite ist grün bis graugrün, die Unterseite filzig und grauweißlich. Bei Westringia fruticosa ‚Smookie‘ sind sie weiß berandet. Sie ähneln stark den Blättern des Rosmarins, sind jedoch nicht aromatisch.

Die Blütezeit reicht von Mai bis September, in milden Regionen mitunter das ganze Jahr über in aufeinanderfolgenden Blühwellen, dann jedoch spärlicher. Die zweilippigen Blüten sind typisch für Lippenblütler. Sie sind röhrenförmig und öffnen sich in zwei Lappen der Oberlippe und drei Lappen der Unterlippe. Die bis zu 1,5 cm großen Blüten erscheinen einzeln an den Triebspitzen und sitzen in den Blattachseln. Diese zarten Blüten sind meist hellblau und am Schlund purpurfarben gesprenkelt, seltener weiß.

Die duftende, bienenfreundliche und nektarreiche Blüte lockt vom Frühjahr bis zum Sommer zahlreiche bestäubende Insekten an.

Die Blüte des Australischen Rosmarins oder Westringia

Die zarte Blüte von Westringia fruticosa

Wichtige Arten und Sorten

Westringia fruticosa Mundi - Australischer Rosmarin

Westringia fruticosa Mundi - Australischer Rosmarin

Eine Sorte mit weißen Blüten, die einen sehr dichten Bodendecker bildet.
  • Blütezeit Mai für Oktober
  • Höhe bei Reife 50 cm
Westringia fruticosa Smookie - Australischer Rosmarin

Westringia fruticosa Smookie - Australischer Rosmarin

Ein Kultivar mit grünem, weiß berandetem Laub.
  • Blütezeit Mai für Oktober
  • Höhe bei Reife 1 m
Westringia fruticosa White - Australischer Rosmarin

Westringia fruticosa White - Australischer Rosmarin

Eine kompaktere Form mit weißen Blüten des Australischen Rosmarins.
  • Blütezeit Mai für Oktober
  • Höhe bei Reife 1 m
Westringia fruticosa - Australischer Rosmarin

Westringia fruticosa - Australischer Rosmarin

Die Typusart mit schöner, mauvefarbener Blüte und ganzjährig schönem grünem Laub!
  • Blütezeit Mai für Oktober
  • Höhe bei Reife 1,20 m

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Australischen Rosmarin pflanzen

Wo Australischen Rosmarin pflanzen?

Da Westringia natürlicherweise auf australischen Küstenheiden wächst, gedeiht sie problemlos in Gärten an der Atlantik- oder Mittelmeerküste. Relativ frostempfindlich (bis -5/-6 °C, sobald gut eingewachsen), fühlt sie sich in kalten Regionen im Topf wohl. Sie ist bestens gegen Trockenheit gewappnet und verträgt auch die salzhaltige Gischt in Küstengärten sehr gut. Sie bevorzugt warme, sonnige Standorte, toleriert in besonders exponierten Regionen aber auch Halbschatten. Sie mag leichte, steinige, sandige, nährstoffarme und vor allem sehr gut drainierte Böden. Tatsächlich stellt sie nur geringe Ansprüche an die Bodenart und wächst auch in lehmigem und schluffigem Boden. Für trockene Standorte ist sie bestens geeignet, wo sie das ganze Jahr über einen immergrünen Strauch bildet.

Sie fügt sich harmonisch in ein Beet mit anderen Sträuchern für mildes Klima oder in eine schöne, frei wachsende oder geschnittene Hecke an der Küste ein. Außerdem kann sie an einem trockenen, sonnigen Hang sowie in kalten und feuchten Regionen im Topf aufgestellt und frostfrei überwintert werden. Da sie regelmäßige Rückschnitte gut verträgt, lässt sie sich nach Ihren Wünschen als Formschnitt gestalten.

Wann Australischen Rosmarin pflanzen?

Westringia wird am besten im Frühjahr nach den letzten Frösten oder im Herbst von September bis Oktober gepflanzt.

Wie pflanzen?

Bei schwerem Boden geben Sie Kies oder groben Sand auf den Boden des Pflanzlochs, um die Drainage zu verbessern. Bei stark kalkhaltigem Boden empfiehlt es sich, bei der Pflanzung Moorbeeterde oder torfige Blumenerde einzuarbeiten.

Im Freiland

  • Heben Sie ein etwa 60 cm großes Pflanzloch aus. Idealerweise ist es zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen.
  • Geben Sie bei Bedarf Kies oder groben Sand in das Loch und mischen Sie ihn mit der Pflanzerde, um die Drainage zu verbessern.
  • Nehmen Sie die Westringia aus dem Topf und setzen Sie sie in die Mitte des Pflanzlochs.
  • Füllen Sie das Loch mit dem Aushub, gegebenenfalls mit Sand vermischt, und drücken Sie die Erde leicht an.
  • Anschließend gründlich angießen.

Befolgen Sie unsere Tipps im Video „Strauch pflanzen“, um Ihre Westringia erfolgreich zu pflanzen.

Im Topf

Westringia eignet sich sehr gut für die Kultur im Topf mit einem gut drainierenden Substrat, damit sich an den Wurzeln keine Staunässe bildet.

  • Geben Sie in einen Topf mit mindestens 50 cm Durchmesser eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton.
  • Pflanzen Sie sie in eine Mischung aus Gartenerde oder Blumenerde für mediterrane Pflanzen und kalkfreiem Sand.
  • Nach der Pflanzung gießen, danach nur mäßig.
  • In kalten Regionen den Topf zum Überwintern unter einen geschützten Standort stellen.

Westringia fruticosa

Pflege, Rückschnitt und Versorgung

Westringia: Pflegeleicht, trockenheitsverträglich. Im Topf öfter gießen, Frostschutz beachten. März-Rückschnitt fördert Blüte und Wuchs; Formschnitt möglich.

Vermehrung

Die einfachste Methode zur Vermehrung des Australischen Rosmarins ist die Stecklingsvermehrung mit halbverholzten Trieben nach der Blüte. Eine Aussaat der im Herbst gesammelten Samen ist im Frühjahr auf feuchtem, warmem Saatbeet möglich.

  • Schneiden Sie im September etwa 10 bis 15 cm lange, lignifizierte, blütenlose Triebe.
  • Entfernen Sie die unteren Blätter.
  • Stecken Sie die Stecklinge in eine Mischung aus Blumenerde und Sand oder Perlite, um eine gute Drainage zu gewährleisten.
  • Halten Sie das Substrat leicht feucht und stellen Sie die Stecklinge frostgeschützt an einen hellen Standort ohne direkte Sonne.
  • Nach einigen Wochen sollten sich die ersten Wurzeln bilden.
  • Topfen Sie die Stecklinge in einzelne Töpfe, bevor Sie sie im folgenden Frühjahr in den Garten pflanzen.
  • Gießen Sie im ersten Jahr nach der Pflanzung reichlich.

→ Mehr dazu in unserem Ratgeber: Westringia vermehren: Stecklinge

Australischen Rosmarin kombinieren?

Kombinieren Sie Westringia mit Pflanzen, die ähnliche Kulturansprüche haben, für einen trockenheitsverträglichen und pflegeleichten Garten. In trockenen Gärten und Küstengärten findet sie leicht ihren Platz neben trockenheitsverträglichen Stauden und mediterranen Stauden. Im Beet harmoniert sie problemlos mit Salbei, der Helichrysum italicum, Zistrose, Heiligenkraut, Sonnenröschen, Silbrigem Beifuß und Fetthenne. Natürlich ist sie auch die ideale Begleiterin ihres Verwandten, des Rosmarins – beide sind auch im Winter attraktiv.

Auch mediterrane Sträucher wie Säckelblume, Akazie, Oleander, Lampenputzerstrauch, Leptospermum oder Grevillee lassen sich wunderbar mit ihr kombinieren.

Westringia kombinieren

Westringia fruticosa, Graues Heiligenkraut, Oleander, Provence-Lavendel (Lavandula intermedia Dutch group), Sonnenröschen ‚Elfenbeinglanz‘

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Australischer Rosmarin