10 windfeste Bäume
Sturmböen und andere starke Winde müssen sich vor unserer Auswahl in Acht nehmen
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Alle Bäume schwanken bei Wind ganz natürlich. Dieser wiederholte Bewegungsreiz verändert überraschenderweise die Wuchsform des Baumes. Mit der Zeit kann er kleiner bleiben oder kleinere Blätter entwickeln. Diese Fähigkeit, Form und Struktur als Reaktion auf Wind langsam zu verändern, nennt man Thigmomorphogenese.

Vom Wind geformter Baum (Foto: Klaus)
Wind hat auch schädliche Auswirkungen. Einerseits entzieht er dem Laub Feuchtigkeit und bringt die Pflanze aus dem Gleichgewicht. Das gilt besonders für Nadelgehölze im Winter. Der Boden rund um die Pflanze trocknet durch den Wind schneller aus. Und natürlich kann besonders starker Wind Blätter abreißen, Zweige brechen oder die Pflanze sogar vollständig entwurzeln.
Einige Bäume sind dank tiefreichender Wurzeln, schnellem Wachstum oder einer angepassten Wuchsform besonders gut an starken Wind angepasst.
Entdecken Sie jetzt unsere Auswahl von zehn windfesten Bäumen.
Die Platane
Die Platane oder Platanus acerifolia ist zwar trockenheitsverträglich, liebt aber Feuchtigkeit und gedeiht an Gewässern. Ihre großen Blätter (die ihr ihren Namen gaben: vom griechischen „platos“, was „breit“ bedeutet) machen sie zu einem idealen Schattenspender. Ihr gerader Stamm kann im Alter einen beeindruckenden Durchmesser erreichen; ihre Lebensdauer wird auf maximal 1000 Jahre geschätzt. Sie ist resistent gegen städtische Luftverschmutzung und Wetterextreme (Trockenheit, Sturmböen, starken Frost). Sie ist der Baum unserer Parks und Gärten.

Die Platane wächst wild an Gewässern
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10 windfeste SträucherZürgelbaum
Der Südliche Zürgelbaum, auch Celtis australis, ist ein majestätischer Baum, der eine beeindruckende Größe erreicht und dadurch dem Wind trotzt. Er war der heilige Baum der südlichen Kelten, daher sein Name „Celtis“. Der Südliche Zürgelbaum (Celtis australis) ist ein eleganter Baum mit sommergrünem, hellgrünem Laub. Mit zunehmendem Wachstum entwickelt er eine runde, ausgebreitete Wuchsform und kann 15 bis 25 m hoch sowie 8 bis 10 m breit werden. In kühlen Regionen bleibt er ein kleiner Baum. Heute wird er im Süden Frankreichs als Straßenbaum verwendet. Außerdem spendet er ausgezeichneten Schatten. Der äußerst robuste Baum verträgt problemlos die Luftverschmutzung großer Städte.

Früchte und Blätter des Südlichen Zürgelbaums. Seine graue, glatte Rinde erinnert mit ihren kräftigen, tief im Boden verankerten Brettwurzeln an einen Elefanten
Die Zypresse
Die Echte Zypresse Cupressus sempervirens ist der vom Mistral geprägte Baum der Provence, von Van Gogh verewigt. Mit ihrer schmalen, schlanken Silhouette prägt die 15 bis 20 m hohe Art aus dem Mittelmeerraum Straßen und Plätze. Als Solitär liebt sie einen sonnigen Standort, braucht aber tiefen, nährstoffreichen, frischen Boden. Cupressus sempervirens ‚Totem‘ ist eine mittelgroße, immergrüne Konifere mit säulenförmiger Wuchsform. Diese Zypresse ist nördlich der Loire nur mäßig winterhart, verträgt aber Meereswind, Trockenheit und Hitze.

Kinder des Mistral: Zypressen prägen die Landschaften südlicher Gärten.
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Windschutzhecke anlegen: Wie und warum?Die Kiefer
Kiefern oder lateinisch Pinus sind Nadelbäume mit charakteristischer, malerischer Wuchsform. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem macht sie sehr widerstandsfähig gegen Unwetter. Die See-Kiefer, Pinus pinaster, auch Strand-Kiefer genannt, besitzt einen Stamm mit sehr rauer, grauer bis rötlicher Rinde. Ihre unregelmäßige Krone ist weithin sichtbar. Dieser Baum bildet zunächst eine tiefe Wurzel zur Sturmsicherung, danach zahlreiche oberflächennahe, ausläuferbildende Wurzeln. Die Pinie Pinus pinea ist ein wärmeliebender Baum, der Trockenheit und Meeresluft gut verträgt – ideal für große Gärten am Meer. Sie gedeiht auch bis in die Region Paris an geschütztem Standort. Die Pinie ist salzluft- und trockenheitsverträglich. Sie wächst außerdem im Südwesten und fast bis zur Loire.

Charakteristische Silhouetten der Küstenlandschaft: links die mediterrane Pinie, rechts die See-Kiefer oder Strand-Kiefer
Stein-Eiche
Die Stein-Eiche, Quercus ilex oder Yeuse stammt aus dem Mittelmeerraum. Sie ist ein großer, immergrüner Baum mit geradem Stamm und breiter, kuppelförmiger Krone, die fast bis zum Boden reicht. Er wird bis zu 20 m hoch und 18 m breit. Sein ledriges, oben dunkelgrünes und unten silbergraues Laub bleibt das ganze Jahr über erhalten. Die Quercus ilex bevorzugt kalkhaltigen Boden, keinesfalls jedoch zu feuchten Boden. Sie ist salzhaltiger Meeresluft gegenüber unempfindlich. Junge Bäume sollten etwas vor kaltem Ostwind geschützt werden.

Die Stein-Eiche, ein immergrüner Baum, trotzt salzhaltiger Meeresluft und eignet sich für Küstenlagen
Hainbuche
Die Hainbuche Carpinus betulusist ein sehr winterharter, anspruchsloser Baum, der sich an jeden ausreichend tiefen Boden anpasst, auch an kalkhaltige und zeitweise trockene Böden. Meist wird sie als geschnittene oder freiwachsende Hecke und als Windschutz verwendet. Sie erreicht eine Höhe von 10 bis 15 m und wächst zunächst säulenförmig, später mit einer schlanken, 5 bis 8 m breiten Kegelform.

Die Gewöhnliche Hainbuche besitzt eine von Natur aus stark verzweigte Wuchsform ab der Basis und filtert so den Wind.
Die Silber-Pappel
Die Espe Populus alba ‚Nivea‚, Silber-Pappel, Alpen-Frauenmantel oder auch Silber-Pappel mit Ahornblättern ist ein robuster Baum mittlerer Größe. Junge Zweige und junge Blätter sind von‚bemerkenswerter Weißfärbung, was dem Baum im Wind einen glänzenden, silbrigen Effekt verleiht. Das Laub färbt sich im Herbst goldgelb. Diese Espe mit sehr kompakter, verzweigter Wuchsform ist widerstandsfähig gegen starke Winde und salzhaltige Gischt und verträgt Kalk. Der ideale Baum für Windschutzhecken.

Silber-Pappel, freistehender Baum
Zierkirschbäume
Prunus oder Zierkirschen sind bemerkenswerte Sträucher mit üppiger Frühlingsblüte und dekorativer Rinde. Prunus glandulosa ‚Rosea Plena‘ ist ein charmanter kleiner aufrecht wachsender, reich blühender Strauch, der sich im Frühling mit einer Fülle hübscher Pompons in Pastellrosa schmückt.
Er ist sehr winterhart und verträgt Temperaturen bis -15 °C. Diese Zierkirsche eignet sich als Solitär im kleinen Garten oder für eine freie Hecke. Prunus glandulosa ‚alba plena‘ ist ein kompakt wachsender Strauch mit bemerkenswerter reinweißer Blüte im Mai.
Prunus subhirtella autumnalis ist die herbstblühende Zierkirsche. Ihre halbgefüllte Blüte ist in der Knospe rosa, später weiß und öffnet sich manchmal schon ab November an den kahlen Zweigen.

Herbstblüte von Prunus subhirtella ‚autumnalis Rosea‘. Rechts: aufrecht wachsende Zierkirsche, nach dem Anwachsen windfest
Alles Wissenswerte über diese prächtigen Sträucher finden Sie in unserem umfassenden Ratgeber: „Zierkirschen: pflanzen, schneiden und pflegen“
Die Schwarz-Birke
Die Schwarz-Birke Betula nigra: winterharter Baum mit goldgelbem Herbstlaub und dekorativer Rinde. Als Solitär oder Rebe pflanzen.

Fast hängende Wuchsform
Die Hänge-Birke
Die Betula pendula, auch Hänge-Birke oder warzenförmige Birke genannt, ist ein bemerkenswert sturmfestes Gehölz – selbst auf durchnässtem Boden. Man findet sie häufig auf kargen Böden am Ufer von Gewässern oder in Parks und Gärten, wo ihre majestätische Wuchsform eindrucksvoll zur Geltung kommt. Dieser sehr anspruchslose Baum wirkt mit seiner silbrig weißen, im Alter schwarz werdenden Rinde besonders elegant. Mit einer Höhe von 15 bis 18 ist dieser schmale Baum mit rundlicher Krone vollkommen frosthart.

Mit seinem eleganten, im Wind spielenden Laub findet er in jedem naturnahen oder modernen Garten Platz – in der Stadt ebenso wie auf dem Land
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