6 Feigenbäume für Südfrankreich

6 Feigenbäume für Südfrankreich

Feigenbaum-Sorten für mildes Klima

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 12. Januar 2026  durch Olivier 6 min.

Feigenbäume für Südfrankreich: Die besten Sorten wie ‚Marseillaise‘ und ‚Ronde de Bordeaux‘ im Überblick.

Schwierigkeit

Feigenbaum-Anbau südlich der Loire

Der Anbau von Feigenbäumen südlich der Loire erfordert besondere Aufmerksamkeit, da sich die klimatischen und geografischen Bedingungen je nach Region unterscheiden. Die Wahl der passenden Feigenbaumtypen ist daher entscheidend für den Erfolg. Zunächst gilt es, zwischen einmal und zweimal tragenden Feigenbäumen zu wählen. Einmal tragende Feigenbäume bringen eine Ernte pro Jahr hervor, meist im Sommer oder Herbst. Zweimal tragende Feigenbäume bieten dagegen zwei Erntezeiträume: einen im Frühjahr und einen im Herbst. In Regionen mit Spätfrösten (-5 °C im April) empfiehlt sich eine einmal tragende Sorte, da sie später Blüten bildet. Doch auch im Norden Frankreichs tragen viele zweimal tragende Sorten (‚Ice Crystal‘, ‚Brown Turkey‘, ‚Goutte d’or‘ …) mit etwas Schutz im Frühjahr gut. Kurz gesagt: Sind Winter und Frühjahr bei Ihnen eher mild, können Sie sowohl einmal als auch zweimal tragende Sorten wählen.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist, ob die gewählte Feigenbaumsorte selbstfruchtbar ist. Selbstfruchtbare Feigenbäume können ohne fremde Hilfe Früchte bilden, während andere für die Bestäubung die Nähe eines zweiten Feigenbaums und die Hilfe eines Bestäubungsinsekts, der Feigengallwespe, benötigen. Dieses Insekt kommt nur im Mittelmeerraum vor. In allen anderen Regionen sollten Sie selbstfruchtbare Sorten pflanzen.

Feigenbäume bevorzugen gut durchlässige, nährstoffreiche Böden mit viel organischer Substanz. Vermeiden Sie sehr schwere, lehmige Böden, in denen sich Wasser stauen kann. Ein sonniger Standort ist für ein gesundes Wachstum unerlässlich. Feigenbäume gedeihen bei reichlich Sonne, die in der südlichen Hälfte Frankreichs häufig vorhanden ist.

Auch Trockenheit ist eine Herausforderung. In den südlichen Regionen können heiße, trockene Sommer die Gesundheit Ihrer Feigenbäume beeinträchtigen. In sehr trockenen Phasen ist regelmäßiges Gießen wichtig, um eine gute Fruchternte zu gewährleisten.

Schließlich sollten Sie die Unterschiede zwischen den Regionen südlich der Loire beachten. Die klimatischen Bedingungen unterscheiden sich stark zwischen Atlantikküste, Provence und Südwestfrankreich. Sorten, die in einer dieser Regionen gut gedeihen, sind aufgrund der Unterschiede bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit möglicherweise nicht für eine andere geeignet. Lassen Sie sich am besten von Gärtnern oder Gartenbau-Experten aus Ihrer Region beraten.

→ Möchten Sie mehr über den Anbau von Feigen erfahren? Lesen Sie Feigenbaum – Ficus carica: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege.

Feigenbäume für warme Regionen

Der Feigenbaum: typisch für die südlichen Regionen

Feigenbaum 'Violette de Solliès' (oder 'Bourjasotte noire')

Die Sorte Feigenbaum ‚Violette de Solliès‘ ist ein bekannter selbstfruchtbarer Feigenbaum aus der Region Solliès-Pont im Var in der Provence im Süden Frankreichs. Es handelt sich um einen einmaltragenden Feigenbaum, der nur eine Feigenernte pro Jahr hervorbringt. Diese Ernte erfolgt meist im Spätsommer oder Frühherbst. Feigenbäume ‚Violette de Solliès‘ erreichen eine Wuchshöhe von etwa 3 bis 4 Metern. Sie wachsen kräftig und tragen dunkelgrüne, gelappte Blätter. Die Bäume entwickeln eine ausgebreitete Wuchsform und biegsame Zweige.

Die Feigen ‚Violette de Solliès‘ werden für ihre besonders hochwertigen Früchte geschätzt. Die mittelgroßen bis großen Feigen haben eine charakteristische dunkelviolette Schale. Ihr Fruchtfleisch ist süß, saftig und besonders aromatisch und sorgt für ein köstliches Geschmackserlebnis. Die Feigen ‚Violette de Solliès‘ werden meist frisch verzehrt, eignen sich aber auch für Marmelade oder zum Kochen.

Ficus carica Violette de Sollies

Feigenbaum 'Ronde de Bordeaux' (oder 'Précoce de Barcelona')

Die Feigenbaum-Sorte ‚Ronde de Bordeaux‘ ist wegen ihres süßen Geschmacks und ihrer Hitzetoleranz im Süden Frankreichs beliebt. Der Feigenbaum ‚Ronde de Bordeaux‘ ist selbstfruchtbar und gilt meist als eintragig, das heißt, er bringt eine Feigenernte pro Jahr hervor. Die Ernte erfolgt im Spätsommer oder Frühherbst. Feigenbäume ‚Ronde de Bordeaux‘ erreichen eine Wuchshöhe von etwa 3 bis 4 Metern. Sie haben eine ausgebreitete Wuchsform mit biegsamen Zweigen. Die Blätter sind gelappt und dunkelgrün. Reife Feigen lassen sich an ihrer charakteristischen Farbe leicht erkennen.

Die Feigen der Sorte ‚Ronde de Bordeaux‘ sind für ihre hervorragende Qualität geschätzt. Die mittelgroßen bis großen Früchte sind leicht abgeflacht, daher der Name „Ronde“. Ihre Schale ist dunkelviolett bis schwarz, während das Fruchtfleisch weich, süß und köstlich ist. Feigen ‚Ronde de Bordeaux‘ werden oft frisch verzehrt, eignen sich aber auch für Desserts, Konfitüren und Eingemachtes.

Feigenbaum für den Süden

Feigenbaum 'Figue de Marseille' (oder 'Marseillaise')

Feigenbaum ‚Figue de Marseille‘: trockenheitsverträglich, selbstfruchtbar, eine Ernte pro Jahr. Süße, saftige Früchte mit grün-gelber Schale.

Feigenbaum 'Noire de Caromb'

Die Feigenbaum-Sorte ‚Noire de Caromb‘ stammt aus der Region Caromb im französischen Département Vaucluse in der Provence. Dieser Feigenbaum ist selbstfruchtbar und einmaltragend, bildet also nur eine Feigenernte pro Jahr. Die Ernte erfolgt meist im Sommer oder Frühherbst. Feigenbäume ‚Noire de Caromb‘ erreichen eine Höhe von etwa 3 bis 4 Metern. Ihre Wuchsform ist ausgebreitet, mit biegsamen Zweigen. Die Blätter sind gelappt und dunkelgrün. Reife Feigen sind dank ihrer charakteristischen, fast schwarzen Farbe leicht zu erkennen.

Die Feigen der Sorte ‚Noire de Caromb‘ sind für ihre außergewöhnliche Qualität sehr beliebt. Die mittelgroßen bis großen Früchte haben eine dunkelviolette, fast schwarze Schale, die der Sorte ihren Namen gibt. Das Fruchtfleisch ist süß, saftig und besonders aromatisch. Feigen ‚Noire de Caromb‘ werden oft frisch verzehrt, eignen sich aber auch für Desserts, Marmeladen und Eingemachtes.

Hinweis: Wenn die Blütenknospen im Winter und zu Beginn des Frühjahrs gut geschützt werden, kann der Feigenbaum ‚Noire de Caromb‘ auch nördlich der Loire gut Früchte tragen.

Feigenbaum-Sorte für den Norden und Süden

Feigenbaum 'Précoce de Dalmatie'

Die Sorte Feigenbaum ‚Précoce de Dalmatie‘ ist eine Feigenbaumsorte, die nach der Region Dalmatien in Kroatien benannt ist. Dieser selbstfruchtbare, eintragige Feigenbaum trägt nur einmal jährlich Feigen. Die Ernte erfolgt meist im Frühsommer, daher der Name „Précoce“. Feigenbäume ‚Précoce de Dalmatie‘ werden bis zu 2,50 m hoch. Sie haben eine ausgebreitete Wuchsform und biegsame Zweige. Die Blätter sind gelappt und dunkelgrün.

Diese Feigenbaumsorte wird für ihre frühe Ernte hochwertiger Feigen geschätzt. Die mittelgroßen bis großen Früchte haben eine grüne bis hellgelbe Schale. Das Fruchtfleisch ist zart, süß und saftig. Feigen ‚Précoce de Dalmatie‘ werden meist frisch verzehrt, eignen sich aber auch für Desserts, Marmeladen und Konserven.

Feigenbaum für warme Regionen

Feigenbaum 'Grise de Tarascon'

Die Sorte Feigenbaum ‚Grise de Tarascon‘, auch ‚Tarascon‘ genannt, stammt aus der Provence. Sie ist einmaltragend und selbstfruchtbar. Ernte im Sommer oder Frühherbst. Grauviolette Früchte, frisch oder für Desserts und Marmelade.

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Feigenbaum für den Süden