6 spät austreibende Sträucher im Frühling

6 spät austreibende Sträucher im Frühling

Keine Panik: Nicht tot, nur etwas langsam....

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 23. November 2025  durch Olivier 5 min.

Roseneibisch tot? Hortensie ohne Austrieb? Später Austrieb schützt vor Spätfrost – diese Sträucher brauchen im Frühjahr einfach länger.

→ Sträucher mit spätem Austrieb!

Schwierigkeit

Hydrangea paniculata oder Rispenhortensien

Jedes Jahr erhält der Kundenservice von promesse de fleurs zahlreiche besorgte Anfragen zu Hydrangea paniculata, die im Frühjahr angeblich „nicht austreibt“. Tatsächlich sind diese Gärtner einfach etwas ungeduldig. Denn Rispenhortensien brauchen relativ milde Nächte, um aus der Dormanz zu erwachen und auszutreiben: Das geschieht erst im April (in milden Regionen manchmal schon Ende März). Anders als klassische Hortensien, die oft (zu) früh in der Saison austreiben. Der Vergleich liegt für Gärtner daher nahe, und ihre Sorge ist verständlich. Aber keine Angst: Alles ist in Ordnung!

Sie gehören vermutlich zu den unkompliziertesten Hortensien: Sie wachsen auf vielen Böden (auch auf kalkhaltigen!), im Halbschatten oder in der Sonne und sind sehr winterhart. Ihre großen, je nach Sorte und Blütenentwicklung weiß bis rosa gefärbten Blütenstände in Rispen öffnen sich im Garten zwischen Sommer und Herbst.

Im Gegensatz zur Hydrangea macrophylla (der „klassischen“ Hortensie) blüht Hydrangea paniculata am einjährigen Holz. Das ist vorteilhaft, da die Blüte des Jahres durch einen späten Frost seltener verloren geht. Allerdings muss man sie zur richtigen Zeit schneiden oder ganz auf den Rückschnitt verzichten, damit sie natürlich wachsen kann. Der Rückschnitt erfolgt im Herbst oder im zeitigen Frühjahr, bevor die Blätter erscheinen.

Die Auswahl unter den vielen Rispenhortensien fällt nicht leicht. Die Sorte ‚Phantom‘ beeindruckt mit riesigen Rispen, während Hydrangea paniculata ‚Diamant Rouge‘ beim Verblühen intensive Rottöne zeigt.

Sträucher mit spätem Austrieb im Frühjahr, Sträucher mit spätem Blattaustrieb, Strauch treibt nicht aus

Hydrangea paniculata ‚Phantom‘ und ‚Diamant Rouge‘

Roseneibisch oder Garten-Hibiscus

Roseneibisch, vor allem Hybriden von Hibiscus syriacus, gehören nicht zu den frühesten Sträuchern im Garten. Der Austrieb, also das Erscheinen des neuen Laubs, beginnt erst im Mai, in kälteren Regionen manchmal sogar erst Anfang Juni.

Roseneibisch treibt spät aus, blüht aber ebenfalls spät. Er ist ideal, um Spätsommer und Frühherbst zu verschönern: Seine Blütezeit reicht von August bis Oktober, teils sogar bis November. Die Blüten können einfach und weiß, rosa, rot, violett oder sogar blauviolett sein, wie bei Hibiscus ‚Oiseau bleu‘. Zunehmend gibt es auch Sorten mit gefüllten Blüten wie ‚French Cabaret‘ oder halbgefüllten Blüten wie ‚Starbust Chiffon‘.

Roseneibisch sind sehr winterharte und pflegeleichte Sträucher. Sie wachsen eher langsam und sollten an einem sonnigen Standort in nährstoffreichem, frischem, aber gut durchlässigem Boden gepflanzt werden, vertragen jedoch auch Halbschatten.

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Hibiscus syriacus

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Blaurauten (Perovskia)

Aus der Ferne ähneln Blaurauten ein wenig Lavendel oder Katzenminze, mit denen sie zur selben botanischen Familie gehören: den Lippenblütlern. Von der hohen Perovskia atriplicifolia ‚Blue Spire‘ (1,20 m hoch) bis zur kompakteren Perovskia ‚Little Spire‘ (80 cm) sind Blaurauten Sträucher, die von Juli bis September mit 20 bis 40 cm langen, azurblauen Blütenständen blühen.

Ihr schönes, silbriges und aromatisches Laub beginnt erst etwa im April mit dem Wachstum. Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn Sie vor dem richtigen Frühlingsbeginn noch keinen Austrieb sehen. Deshalb sollte man sie im Februar, spätestens jedoch im März, zurückschneiden, damit sie kompakt bleiben.

Blaurauten bevorzugen volle Sonne und trockene, auch arme Böden. Dieser winterharte und salz- sowie krankheitsresistente Unterstrauch, der manchmal als verholzende Staude gilt, verträgt lediglich schwere, schlecht drainierte Böden nicht.

Sträucher mit spätem Austrieb im Frühjahr, Strauch treibt spät aus, Strauch treibt nicht aus

Perovskia atriplicifolia

BartblumenWinvalid?

Die Bartblume ist ein kleiner Strauch mit aromatischem, oft silbrigem, manchmal aber auch cremefarben panaschiertem (Caryopteris divaricata ‚Electrum‘) oder gelbem (Caryopteris ‚Summer Sorbet‘) Laub. Die Blüte setzt im Spätsommer ein. Der größte Vorteil der Bartblume ist ihre ununterbrochene Blüte von August bis Oktober in Büscheln, meist blau, je nach Sorte manchmal auch rosa (Caryopteris X clandonensis ‚Stephi‘).

Ihr schönes sommergrünes Laub setzt ebenfalls einen farbigen Akzent. Allerdings muss sie vor dem Austrieb im Laufe des Aprils stark zurückgeschnitten werden.

Wie die Silber-Perowskie gedeiht die Bartblume an einem sonnigen Standort in durchlässigem, auch trockenem Boden. Sie ist gut winterhart und leicht zu kultivieren, solange sie nicht in zu schwerem Boden steht.

Sträucher mit spätem Austrieb im Frühjahr, Strauch treibt spät aus, Strauch treibt nicht aus

Bartblume

Keuschbaum (Vitex)

Seit einigen Jahren in Vergessenheit geraten, erlebt der Vitex agnus-castus oder Mönchspfeffer in unseren Gärten ein Comeback. Dieser Strauch ist einfach zu kultivieren und bietet eine lange, späte Blütezeit (Juli bis Oktober), aromatisches Laub und essbare Früchte, die als Pfefferersatz verwendet werden können – daher seine weiteren Namen: Mönchspfeffer oder Keuschbaum.

Der Mönchspfeffer blüht im Spätsommer mit zahlreichen blauen, violetten oder weißen Blütenrispen, je nach Sorte: So blüht beispielsweise der Vitex agnus-castus ‚Albus‘ weiß, während der Vitex agnus-castus ‚Pink Pinnacle‘ rosa Blüten hervorbringt.

Das sommergrüne Laub treibt erst um den April herum aus. Je nach Sorte kann es besonders auffällig sein. So hat Vitex ‚Flip Side‘ dunkelgrünes Laub mit violetter Unterseite.

Der recht winterharte Vitex (bis unter -15 °C) gedeiht an einem sonnigen Standort in jedem gut durchlässigen Boden. Pflanzen Sie ihn an einen warmen, vor kalten und austrocknenden Winden geschützten Standort.

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Vitex agnus-castus oder Mönchspfeffer

Kräuselmyrte oder Chinesische Kräuselmyrte

Die Lagerstroemia indica oder Chinesische Kräuselmyrte ist dank ihrer Blüte, ihres Herbstlaubs und ihrer schönen Rinde das ganze Jahr über attraktiv. Die rosafarbene, rote, violette oder weiße Blüte dieses Strauchs beginnt im Juli und dauert manchmal bis in den Oktober.

Seine leicht verwundene Wuchsform und seine zimtfarbene, satinartige Rinde, die von zarten rosa- und cremefarbenen Tönen marmoriert ist, zeigen sich einen großen Teil des Winters bis zum Frühlingsbeginn, denn das Laub erscheint spät im Laufe des April. Auch das Laub lässt auf sich warten, ist dann aber nicht weniger attraktiv: Während der Saison ist es dunkelgrün und färbt sich im Herbst flammenrot. Einige Sorten entwickeln sogar sehr dunkles, fast schwarzes Laub, das die leuchtenden Blütenfarben hervorhebt. Dazu gehört insbesondere Lagerstroemia indica Black Solitaire ‚Shell Pink‘.

Die winterharte Lagerstroemia (-15 °C) bevorzugt jedoch warme, geschützte Standorte in einem nährstoffreichen, eher frischen, aber gut durchlässigen Boden.

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Lagerstroemia indica: Sommerblüte und Herbstfärbung

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Sträucher mit spätem Austrieb