7 Agaven: schönste Sorten
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Agaven: exotische Sukkulenten, erstaunlich winterhart und vielfältig. Entdecken Sie 7 besondere Arten und Kultivare – von Agave americana bis Agave montana.
Die Hundertjährige Agave: der Riese!
Die Hundertjährige Agave, auch Mexikanische oder Amerikanische Agave genannt, fällt sofort durch ihre imposante, hohe und breite Gestalt auf: Im ausgewachsenen Zustand erreicht sie eine Höhe und Breite von 4 bis 5 m. Sie bildet kräftige Rosetten aus großen, aufrecht zum Himmel gerichteten Blättern, die steif, sukkulent und spitz zulaufend sind. Ihre graublaue Farbe, eine Länge von über 2 m und eine Breite von bis zu 20 cm machen sie besonders eindrucksvoll. Jedes Blatt ist von grauen bis braunen Dornen gesäumt und endet in einem 2 bis 6 cm langen, scharfen Enddorn. Diese Agave ist stark bewehrt – vor ihren spitzen Dornen sollten Sie sich in Acht nehmen.
Ihre weit geöffnete, schalenförmige Rosette bleibt bei voller Sonne kompakt. Agave americana ist frostempfindlich und nur bis etwa -5 bis -10 °C winterhart. Im Freiland lässt sie sich daher nur in milden Regionen kultivieren. Außer in den wärmsten Gegenden unseres Landes sollte sie in sehr großen, vorzugsweise terrakottafarbenen Töpfen oder Holzkübeln wachsen, die im Winter vor starkem Frost geschützt untergestellt werden.
Wählen Sie einen Standort, der ihrer üppigen Entwicklung gerecht wird, denn nach einigen Jahren kann sie im Freiland sehr ausladend werden.
In einem Garten mit mildem Klima setzt diese große Agave mit ihrem überbordenden Charakter einen spektakulären Blickfang und strukturiert exotische und wilde Pflanzungen. Als Solitär in einem großen, trockenen Steingarten, in dem sie den Mittelpunkt bildet, kann sie ihr ganzes Potenzial entfalten.

Agave americana
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Agave: pflanzen, kultivieren und pflegenAgave havardiana: eine der winterhärtesten Agaven!
Im Gegensatz zu den großen, wenig winterharten, aber spektakulären Arten zählt die Agave havardiana, auch Havard-Agave genannt, zu den winterhärtesten ihrer Gattung. Sie gehört zu einer Gruppe kältetoleranter Agaven. Diese Art gedeiht in den meisten Regionen Deutschlands ganzjährig im Freiland, sofern sie in einen nährstoffreichen, sehr gut drainierten Boden gepflanzt wird. Unter diesen Bedingungen übersteht sie Fröste bis etwa -23 °C, vorausgesetzt, sie wird im Winter vor Regen geschützt.
Sie bildet eine lockere, sehr regelmäßige Rosette, die an einen großen Kohlkopf erinnert und bei Reife 50 cm hoch sowie 70 cm breit wird. Sie besteht aus fast flachen, gezähnten Blättern, die in der Mitte breiter werden und in einer scharfen Spitze auslaufen. Ihre Farbe reicht von Graublau bis Graugrün.
Mit ihrer dekorativen Silhouette passt sie in einen großen Steingarten, an einen vollsonnigen Südhang oder in eine sehr klar gestaltete, mineralische Umgebung. Da diese Agave eher kompakt wächst, kann sie auch in einem Terrakottatopf auf der Terrasse oder dem Balkon kultiviert werden, in einem leichten, gut drainierten Substrat für Kakteen.

Agave havardiana (© Megan Hansen)
→ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Agave: die winterhärtesten Sorten
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Agave stricta 'Nana': ideal für Töpfe
Agave stricta ‘Nana’ ist eine Zwergform, die im ausgewachsenen Zustand nur 30 cm in alle Richtungen erreicht. Sie wächst zu einer kompakten, symmetrischen Rosette heran, die aus zahlreichen schmalen, 25 cm langen, blaugrünen, nach oben gebogenen und spitz zulaufenden Blättern besteht. Diese tragen dekorative, rötlich-braune Enddornen, die ihr Aussehen als großer Igel noch verstärken!
In trockenem Boden ist sie bis -15 °C winterhart und verleiht einem Steingarten in Kombination mit ebenso genügsamen Bodendeckern einen markanten, stacheligen Charakter. Dank ihrer sehr geringen Größe eignet sie sich gut für die Kultur im Topf und bringt einen exotischen Akzent auf Terrassen und in kleine Stadtgärten. Darüber freuen sich besonders Gärtner in kälteren Regionen! Auch eine Kakteensammlung ergänzt sie problemlos.
→ Weitere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber „Agave im Topf kultivieren“

Links Agave stricta (© Wikimedia Commons), rechts Agave stricta ‚Nana‘
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Agaven: die winterhärtesten SortenAgave victoriae-reginae oder Königin-Victoria-Agave: eine Sammler-Agave
Agave victoriae reginae ist ein weiteres kleines Modell, das bei Reife höchstens 50 cm hoch und 40 cm breit wird. Diese Agave ist jedoch eine echte botanische Kuriosität. Mit ihrer auffälligen Form wächst sie wie eine große Artischocke aus zahlreichen dickfleischigen, hellgrünen, weiß berandeten Blättern, die in einem kurzen Dorn enden. Kurz und dreieckig, dicht ineinandergefügt, bilden sie eine halbkugelige Rosette von vollkommener Geometrie.
Sehr frostempfindlich, ist sie in trockenem Boden bis -6 °C winterhart. Im Süden Frankreichs können Sie sie ins Freiland pflanzen. In Regionen mit strengen Wintern kultivieren Sie sie in einem sehr großen Topf, den Sie im Winter ins Haus oder in ein Kalthaus stellen. Sie ergänzt jede Sukkulentensammlung aufs Schönste.

Agave victoriae reginae
Agave angustifolia 'Marginata': panaschiert, elegant
Hier eine weitere sehr schöne Agavenart! ‚Marginata‘ bildet 60 cm lange, gerade, schmale und spitze Blätter, die über ihre gesamte Länge mit kleinen rötlich-braunen Stacheln besetzt sind. Schwertförmig, sind sie blaugrün, cremeweiß berandet und mit rosafarbenen Streifen durchzogen, die sich bei Reife orange färben. Die Pflanze bildet eine aufrechte, sehr offene Rosette, wenn sie in voller Sonne steht. Diese elegante Agave wird nicht größer als 1 m in alle Richtungen. Ihre Eleganz wird nur von ihrer großen Frostempfindlichkeit übertroffen: Fröste unter -1 °C übersteht sie nicht. Sie eignet sich hervorragend für die Kultur im Topf.

Agave angustifolia ‚Marginata‘ (© Wendy Cutler)
Agave montana oder Berg-Agave: die robusteste
Während die meisten Agaven bläuliche Blätter entwickeln, zeichnen sich einige wie die Agave montana, auch Berg-Agave, durch ihr sattgrünes Laub aus. Ihre Rosette öffnet sich wie eine Blüte in regelmäßiger Kelchform und erreicht bei voller Reife 1 m Höhe und 1,20 m Durchmesser.
Die breiten, unregelmäßig weiß bereiften Blätter kontrastieren mit den scharf stechenden, kupferorangefarbenen Dornen am Blattrand. Die Spitze jedes Blattes endet in einem langen Dorn derselben Farbe. Stellen Sie diese schöne dornige Pflanze nicht an Durchgängen oder in die Nähe kleiner Kinder! Diese aus den mexikanischen Bergen stammende Art ist außergewöhnlich frosthart bis -20 °C und lässt sich daher in unseren Gärten recht leicht kultivieren. Sie gedeiht in den meisten Regionen im Freiland.

Agave montana (© Peganum)
Americana ‘mediopicta Alba’: erstaunlicher Kultivar
Dies ist eine weitere Form der Mexikanischen Agave mit auffälligem, panaschiertem Laub! Agave americana ‚mediopicta ‚Alba‘ wächst in Rosetten aus großen, gezähnten Blättern, die 40 cm lang und 15 cm breit sind und auf ihrer gesamten Länge einen breiten weißen Mittelstreifen aufweisen.
Ihre einzigartige Zeichnung und Färbung kommen in einer großen Steinanlage oder als Gestaltungselement für eine halb Wüstenlandschaft im Garten besonders gut zur Geltung.
Sie ist wenig winterhart, aber äußerst dekorativ! Außerhalb der Orangeriezone muss diese Agave in Töpfen kultiviert und im Winter eingeräumt werden, da sie Temperaturen bis etwa -10 °C verträgt.

Agave americana mediopicta ‚Alba‘ (© John Rusk)
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