7 Bäume für den Küstengarten
Bäume für Küstenstandorte
Inhaltsverzeichnis
Viele Bäume leiden unter Wind, Salz und Sand – besonders auf nährstoffarmem Sandboden. Entdecken Sie robuste Küstenbäume für Atlantik, Mittelmeer und Normandie.
Tamarisken: eine rosa Blütenkaskade im Sand
Wenn von der Küste die Rede ist, kommen einem Tamarisken sofort in den Sinn. Dass sie zuerst genannt werden, ist kein Zufall: Küsten liegen ihnen, denn diese Gattung mit knapp hundert Arten stammt von den Ufern und salzhaltigen Böden Europas und des Mittelmeerraums. Diese kleinen sommergrünen Bäume tragen winzige, schuppenförmige Blätter an feinen, biegsamen Zweigen. Die Blüte bildet anmutige kleine rosa oder weiße Blütenbüschel. Tamarisken können ihre Verdunstung regulieren, indem sie das Salz im Boden nutzen. Diese Pflanzen sind ideal an Küsten, sandige Böden und Trockenheit angepasst. Verwenden Sie Tamarisken als Windschutzhecke, als Hochstamm oder mehrstämmig: Sie benötigen weder besondere Pflege noch Bewässerung. Allgemein unterscheidet man Frühjahrs- und Sommertamarisken, die alle winterhart bis unter -15 °C sind:
- Frühjahrs-Tamarisken: Tamarix parviflora und Tamarix tetrandra
- Sommertamarisken: Tamarix ramosissima ‚Pink Cascade‘, Tamarix ramosissima ‚Hulsdonk White‘ und Tamarix ramosissima ‚Rubra‘

Im Uhrzeigersinn: Tamariske an der Küste, Tamarix ramosissima ‚Pink Cascade‘, Tamarix tetrandra, Tamarix ramosissima ‚Hulsdonk White‘ und Tamarix parviflora
Lesen Sie auch
Trockenheitsverträgliche BäumeKiefern: für große Flächen an der Küste
Für viele gehören zur Atmosphäre der Atlantik- oder Mittelmeerküste vor allem Kiefern. Unter den großwüchsigen Nadelgehölzen für vollsonnige Standorte sind zwei Arten fest in die natürliche Küstenlandschaft integriert und profitieren vom milden Meeres- oder Seeklima:
- Die See-Kiefer Pinus pinaster: Ihre aufrechte Silhouette ist an der französischen Atlantikküste und besonders in der Heide weit verbreitet. Als wichtiger Forstbaum wächst sie problemlos in steinigem, eher saurem Boden und verträgt salzhaltige Gischt sehr gut. Ihr schnelles Wachstum und ihre stattliche Größe – 30 m Höhe bei 15 m Breite – machen sie für große Gärten geeignet.
- Die Pinie Pinus pinea: Sie ist das Wahrzeichen der Pinienwälder im Süden. Als Jungbaum bildet sie eine schöne, dichte, runde Krone, die sich mit zunehmendem Alter ausbreitet und die typische Form eines breiten Schirms annimmt. Sie ist bis -10 °C winterhart und findet ihren Platz rund ums Mittelmeer.

Pinus pinea und Pinus pinaster
Stein-Eiche: äußerst widerstandsfähig
Der Mittelmeerraum ist die Heimat dieser charakteristischen Eichenart. Der immergrüne, 15 bis 20 m hohe Baum bedeckte einst weite Teile des Mittelmeerraums – von der Küste bis auf 1400 m Höhe. Die sehr anpassungsfähige Quercus ilex, die Stein-Eiche, gedeiht sowohl in trockener Umgebung als auch in Meeresnähe. Die langsam wachsende Stein-Eiche – Quercus ilex – benötigt kaum Pflege. Sie ist bis -15 °C winterhart und verträgt bei einem sonnigen Standort problemlos Kälte und Trockenheit. Wer das Glück hat, einen Garten am Meer zu besitzen, kann sie auch an der Atlantikküste pflanzen, sogar bis in den Norden an der Küste, sofern zu feuchte Böden vermieden werden: Bei der Pflanzung ist daher für eine gute Drainage zu sorgen.

Quercus ilex in einem das Meer überblickenden Garten
Lesen Sie auch
7 Bäume für eine WindschutzheckeEucalyptus gunnii: leuchtendes Laub
Von den wenigen Eukalyptus-Arten, die außerhalb des Mittelmeerraums gepflanzt werden, ist der Eucalyptus gunnii, auch Mostgummi-Eukalyptus genannt, wohl die bekannteste. Seine runden, immergrünen Blätter mit der schönen grauen Färbung und seine ausladende, über 15 m hohe Wuchsform sind leicht zu erkennen. Man findet ihn häufig an der Atlantikküste oder in der Bretagne. Der aus Tasmanien stammende Eukalyptus wächst schnell und verträgt Wintertemperaturen bis -10 °C. Sein grauer Stamm schält sich und gibt schöne braune und grüne Flecken frei. Eukalyptus gehört häufig zu den wenigen Baum- und Straucharten, die von Gärtnern in der ersten Reihe an der Küste gepflanzt werden, um hohe Schutzhecken zu bilden. Die Pflanzen gedeihen in leichten, steinigen Böden und vertragen Trockenheit gut.

Eucalyptus gunnii
Westlicher Erdbeerbaum: ideal für kleine Gärten
Die rund 20 Arten umfassende Gattung Arbutus trägt essbare Früchte. Immergrüne, kalkverträgliche Bäume für trockene Böden und Küsten.
Monterey-Zypressen: schnelles Wachstum
Zypressen sind eng mit Küstenlandschaften verbunden. Diese Nadelgehölze gedeihen problemlos auf armen, sandigen Böden und lassen sich erfolgreich am Meer pflanzen. Monterey-Zypresse Cupressus macrocarpa und Cupressus macrocarpa ‚Goldcrest‚ eignen sich hervorragend zur Begrünung von Küstengärten. Seewind schadet ihnen nicht. Cupressus macrocarpa ist bis -15 °C winterhart und damit auch für kältere Regionen geeignet. Der majestätische Nadelbaum bildet zunächst eine pyramidenförmige, im Alter breiter werdende Silhouette und trägt dichtes, tiefgrünes Laub. Sein Wachstum ist schnell; er erreicht etwa 8 m Höhe und 2,50 m Breite. Das frostempfindlichere Kultivar ‘Goldcrest’ pflanzt man in milderen Regionen oder an einen gut geschützten Standort. Sein goldfarbenes Laub und der kegelförmige Wuchs machen es ebenfalls zu einer ausgezeichneten Wahl für Küstengärten.

Cupressus macrocarpa und Cupressus macrocarpa ‚Goldcrest‘
Palmen: eine Alternative zu Bäumen
Auch wenn Palmen biologisch gesehen keine Bäume, sondern riesige Gräser sind, können sie aufgrund ihrer Größe und ihres Wuchses durchaus dieselbe Rolle bei der Gartengestaltung spielen. Trachycarpus fortunei ist besonders frosthart und kann daher auch in den nördlichsten Küstengärten sowie in der Bretagne gepflanzt werden, wo seine großen fächerförmigen Wedel für Höhe (bis zu 8 m) und einen Hauch Exotik sorgen. Ebenso kann die Dattelpalme Phoenix canariensis mit ihren langen, schmalen Wedeln weiter südlich oder an der Atlantikküste ihren Platz finden.

Trachycarpus fortunei und Phoenix canariensis
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare