7 Stauden für sonnige Gärten
Hitzeverträgliche Pflanzen: unsere Auswahl
Inhaltsverzeichnis
Südgarten: Sonnen- und trockenheitsverträgliche mediterrane Stauden für blühende, pflegeleichte Beete in durchlässigem, trockenem Boden.
Schmucklilie 'Graphite® Blue'
Diese Schmucklilie ‘Graphite® Blue’ gedeiht in allen unseren Regionen, sofern sie einen vollsonnigen Standort erhält! Mit ihren dekorativen Dolden verkörpert diese Sorte exotische Pracht und ist zugleich äußerst winterhart. Sie bildet eine schöne Horst aus bandförmigem Laub mit mindestens 50 cm Durchmesser und erreicht in Blüte etwa 80 cm bis 1 m Höhe. Von Juni bis August erscheinen 10 bis 15 cm breite Dolden aus kleinen, zweifarbigen Blüten in leuchtendem Blau mit weißen Streifen.
Das sommergrüne Laub verschwindet im Winter, doch ‚Graphite Blue‘ ist winterhärter als ihre immergrünen Verwandten. Sie bringt über viele Wochen sommerliche Farbe in den Garten. Sie verträgt Temperaturen um -12 bis -15 °C und kann mit gutem Winterschutz fast überall in Frankreich gepflanzt werden.
Sonne und Wärme sind für ihre Kultur entscheidend, denn wie alle Schmucklilien braucht sie volle Sonne, einen warmen, geschützten Standort in Südlage. Sie ist recht trockenheitsverträglich. In trockenen Sommern sollten Sie sie jedoch 1- bis 2-mal pro Woche gießen und die Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen lassen. Wie andere Schmucklilien benötigt sie außerdem ein besonders gut drainiertes Substrat.
Für eine sommerliche Gartenstimmung können Sie sie mit weiteren sommergrünen Sorten, Schwingel sowie dem grauen Laub von Silbrigem Beifuß, Silbrigem Heiligenkraut und Blauraute zu einer Ton-in-Ton-Pflanzung in Blautönen kombinieren.
Lesen Sie unsere Tipps: „Wie schützt man Schmucklilien im Winter?

Agapanthus ‚Graphite Blue‘
Der Echte Lavendel Lavandula angustifolia 'Munstead'
Diese Sorte des Lavendels ‚Munstead‘ bringt mediterranes Flair in den Garten! Wie andere Lavendel benötigt sie einen sonnigen Standort, kommt ohne Bewässerung aus und verträgt starke Hitze besser als andere Englische Lavendel. Zudem zählt sie zu den frostverträglichsten Sorten bei feuchter Winterkälte bis -15 °C. So eignet sie sich für vollsonnige Gärten in kalten Regionen ebenso wie im Süden.
Dieser Echte Lavendel wurde um 1916 in England gezüchtet und nach dem berühmten Cottage der großen Gartenlady Miss Gertrude Jekyll benannt.
Er bildet einen schönen, rundlichen Busch mit immergrünem graugrünem Laub, der 50 cm hoch und breit wird. Im Sommer ist er üppig mit stark duftenden, 15–20 cm langen Ähren violettblauer Blüten bedeckt.
Die Trockenheit liebende Pflanze gedeiht problemlos in jedem mageren, selbst steinigen und kiesigen, gut durchlässigen Boden.
Der kleine Lavendel passt ins Staudenbeet, an den Beetrand, in den Steingarten, als niedrige Hecke und sogar in einen Kübel auf einer vollsonnigen Terrasse. Er lässt sich leicht mit zahlreichen sonnenliebenden Stauden für trockene Böden wie Silbrigem Heiligenkraut, Sonnenröschen und Silbrigem Beifuß sowie mit kleinen Gräsern wie Stipa pennata oder Stipa tenuifolia kombinieren. Romantisch wirkt er am Fuß von Rosen.

Lavandula angustifolia ‚Munstead‘
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Agave havardiana oder Havard-Agave
Die Agave ist eine Sukkulente aus aridem Klima, die Sonne liebt! Ihre exotische Silhouette prägt zwar die sonnenverwöhnte Landschaft Südfrankreichs, doch einige sehr winterharte Agaven gedeihen auch in unseren Regionen im Freiland – bei voller Sonne, sehr durchlässigem Boden und Schutz vor winterlichem Regen.
Trockenheitsresistent und hitzeverträglich gehört die Agave havardiana zu den Agaven, die auch strenge Fröste bis etwa -25 °C überstehen. Diese attraktive Mexikanerin bildet eine üppige, blau- bis graugrüne Rosette, die bei Reife 50 cm hoch und 70 cm breit wird.
Ihr dekorativer, exotischer Wuchs verleiht einem großen Steingarten oder Böschung einen Hauch von Ferne. In einem vollsonnigen Beet setzt sie zusammen mit winterharten Kakteen und anderen frostverträglichen Pflanzen markante Akzente – etwa mit Cordylinen oder dem Pyrenäen-Pfriemengras.

Agave havardiana (© Megan Hansen)
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Wie legt man ein schönes Staudenbeet an?Orientalischer Mohn 'Brilliant'
Mit seiner scharlachroten Farbe ist Papaver orientale ‚Brilliant‘ eine unverzichtbare Staude für sonnige Beete. Er verträgt hohe Temperaturen und sommerliche Trockenheit. Er gedeiht anspruchslos in armem, selbst trockenem und kargem Sommerboden, sofern dieser durchlässig und tief genug für seine lange Pfahlwurzel ist. Ideal für eine farbenfrohe, pflegeleichte Sommerstimmung. Wie die meisten Mohnarten hält er Temperaturen bis -20 °C stand.
Er eignet sich perfekt für Beet, Böschung und trockene Steingärten in Kombination mit anderen anspruchslosen Sonnenstauden wie Bronze-Fenchel und Österreichischer Königskerze oder Gräsern wie Stipa tenuifolia (Engelshaar) und Pennisetum.

Papaver orientale ‚Brilliant‘
Die Dachwurz 'Granat'
Dies ist eine kleine, sonnenhungrige, genügsame und trockenheitsverträgliche Sukkulente! Das Sempervivum ‚Granat‚ ist eine der auffällig gefärbten Sorten der Hybriden-Hauswurz: Ihre jungen Rosetten zeigen ein leuchtendes Purpurrosa bis Granatrot, das einen reizvollen Kontrast zum mandelgrünen Laub der ausgewachsenen Blätter bildet. Von Juni bis August erscheinen sternförmige Blüten in ähnlichen rosapurpurnen Farbtönen.
Die immergrüne Hauswurz bleibt Sommer wie Winter schön und dekorativ. Sie bildet recht schnell attraktive Kolonien aus farbigen Rosetten mit jeweils 6 cm Durchmesser und einer Höhe von höchstens 8 cm. Am Boden breitet sie sich auf 30 bis 40 cm aus und bildet an den anspruchsvollsten Stellen im Garten einen schönen Bodendecker aus fleischigen Blättern. Sie begnügt sich mit voller Sonne und trockenem, nährstoffarmem, vor allem gut drainierendem Boden, damit keine Staunässe entsteht. Ist der Boden zu schwer, arbeiten Sie bei der Pflanzung Kies oder groben Sand ein.
Unter ihrem exotischen Sukkulenten-Aussehen ist sie sehr winterhart und verträgt Temperaturen bis -15 °C. Daher kann sie auch in den kältesten Regionen und im Gebirge kultiviert werden.
‚Granat‘ eignet sich hervorragend für trockene Beeteinfassungen oder Steingärten, in Begleitung von Fetthenne, Mittagsblume und Lewisia cotyledon, die wie sie farbige Rosetten bildet.

Sempervivum ‚Granat‘
Feigenkaktus Opuntia engelmannii var. rastrera
Nur wenige Pflanzen vertragen heiße, trockene Standorte. Als Symbol der Wüstenlandschaft brauchen Kakteen einen Platz in der Sonne. Opuntia engelmannii var. rastrera bildet keine Ausnahme und gedeiht nur in einem vollsonnigen Garten. Ihre Besonderheit: Dank ihrer hohen Winterhärte (bis etwa -20 °C ohne Schutz) fühlt sich diese Feigenkaktus-Sorte sowohl in Gärten nördlich als auch südlich der Loire wohl. Sie eignet sich sogar für montanes Klima, da ihr Schnee nichts ausmacht. Für ein gutes Wachstum braucht sie außerdem einen sandigen, sehr steinigen Boden. Winterliche Feuchtigkeit verträgt sie gut, sofern der Boden sehr durchlässig ist.
Sie bildet einen niedrigen, 60 cm hohen Busch, der sich mindestens 2 m weit ausbreitet und aus graugrünen, flachen, fleischigen Gliedern besteht, die mit großen Dornen besetzt sind. Die gelben oder rosafarbenen Blüten erscheinen im Mai und Juni am Rand der Glieder.
Sie findet ihren Platz im Steingarten oder in einem Beet im exotischen Stil, zusammen mit Agaven, Fetthennen, Neuseelandflachs und Palmen in einem Garten Südfrankreichs, mit Blüten von Schmucklilien oder den farbenprächtigen Blüten der Fackellilien.

Opuntia engelmaniii var. rastrera
Die Garbe 'Moonshine'
Garbe ‚Moonshine‘ ist eine für volle Sonne und Trockenheit geeignete Staude. Diese wüchsige Sorte bildet während der Blüte einen 60 cm hohen Busch. Ihr feines, graugrünes, an Farn erinnerndes, gefiedertes Laub leuchtet von Juni bis September mit einer besonders sonnig leuchtend gelben Blüte. Ihre endständigen, flachen Blütenstände haben einen Durchmesser von 7 bis 8 cm.
Für eine üppige Blüte benötigt sie direkte Sonne sowie einen trockenen, mageren, leichten und gut drainierenden Boden. Ist Ihr Boden zu lehmig, mischen Sie Kies oder Blähton unter. Sie ist winterhart und kann in allen unseren Regionen kultiviert werden.
Dank ihrer mittleren Größe blüht sie im Steingarten eines naturnahen Gartens sowie in einer Mixed Border eines Bauerngartens, wo sie zu den Hauptdarstellern zählt, und sät sich dort spontan aus. Sie lässt sich leicht mit Ziergras, Gaura lindheimeri oder auch mit dem Argentinischen Eisenkraut kombinieren, um üppige Pflanzungen mit sehr wenig Pflegeaufwand zu gestalten.

Achillea ‚Moonshine‘
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