7 tolle Herbstbeete
Lassen Sie sich von diesen Pflanzkombinationen inspirieren und gestalten Sie einen wunderschönen Herbstgarten
Inhaltsverzeichnis
Ein schöner Herbstgarten gelingt jedem Gärtner. Beachten Sie einige Regeln und wählen Sie passende Pflanzen. Entdecken Sie 7 prachtvolle Herbstbeete, Ende Oktober fotografiert, als Inspiration zum Nachgestalten oder Anpassen für Ihren Traumgarten! Tipps für einen schönen Herbstgarten.
Ein zauberhafter, farbenreicher Wald!

Hier sehen Sie ein großartiges Beispiel für eine Gestaltung mit herbstlichen Farben! Im Jardin du Mesnil wirkt diese Komposition wie ein echter Zauberwald, in dem sich die Farbtöne gekonnt mischen. Immergrüne Pflanzen nehmen einen großen Platz ein, darunter zahlreiche Nadelgehölze, deren Vielfalt an Formen, Größen und Farben bewundert werden kann! Während die Eibe (1) eher dunkelgrün ist, zeigt die große Cryptomeria japonica ‚Sekkan Sugi‚ (2) mit pyramidalem Wuchs, die die Szene zu beherrschen scheint, ein sehr frisches Hellgrün. Begleitet wird sie von zwei Verwandten, Cryptomeria japonica ‚Elegans‘ (3), deren Nadeln sich rostbraun färben und so jede Eintönigkeit verhindern. Diese Basis, die auch den ganzen Winter über präsent bleibt, bildet zugleich einen Rahmen für die kräftigeren Farben der anderen Pflanzen. Zwei Fächer-Ahorne bringen ihre Farben ins Spiel: Acer palmatum ‚Orange Dream‚ (4) und ein weiterer Ahorn (5), diesmal aus Aussaat, beide mit besonders leuchtenden Farbtönen. Jeder dieser Ahorne ist mit einem Hartriegel mit dekorativem Holz kombiniert, Cornus sanguinea ‚Magic Flame‘ (6). Da sie kaum zurückgeschnitten wurden, haben sie stattliche Ausmaße erreicht und überragen problemlos 2 Meter. Ihre orangefarbenen Zweige werden im Winter, wenn sie ihre Blätter abgeworfen haben und sich vor dem Nadelgehölz abheben, atemberaubend wirken. Ein Cornus controversa ‚Variegata‘ (7) mit seinem hellen, panaschierten Laub setzt einen zarten Akzent. Zugleich verbindet er die Farben miteinander und mildert diese üppige Farbenpracht.
Zen-Garten mit Kies

Ein schönes Beispiel für einen Zen-Garten im Herbst (Garten von La Mansonière) – Copyright: JC Aumont
In den Gärten von La Mansonière haben die Gärtner einen sehr beruhigenden, von der Zen-Ästhetik inspirierten Bereich geschaffen. Mit der kleinen Statue, dem runden Wasserbecken und dem Kies auf dem Boden ist das mineralische Element stark präsent. Es harmoniert besonders gut mit den Pflanzen, deren Vielfalt und dekorative Vorzüge zahlreich sind. Die Japanischen Ahorne (1 und 2 – Acer ‚Emerald Lace‚) beeindrucken im Herbst mit ihrem dekorativen, warm gefärbten Laub. Sie stehen mit genügend Abstand, sodass sich die Farbakzente wiederholen, und rahmen eine niedrigere Bepflanzung ein, in der mehrere Nadelgehölze für eine beruhigende Präsenz sorgen, auch im Winter. Das silbrig-blaue Laub eines Zwerg-Wacholders (Juniperus suqamata ‚Blue Star‘ – 3) wird von den ebenso bläulichen Gräserhorsten (Festuca glauca ‚Intense Blue‘ – 4) aufgegriffen. Eine Zwerg-Kiefer (Pinus mugo – 5) mit kompakter, regelmäßig kugeliger und sattgrüner Wuchsform sowie ein weiterer Wacholder (Juniperus communis – 6) als Hochstamm ergänzen die Palette immergrüner Blätter, ebenso wie die Herbstblühende Kamelie (7), deren Blüte sich über mehrere Wochen erstreckt. Der Japanische Ahorn ‚Bi Hoo‘ (8) hat seine Blätter bereits verloren, bewahrt aber den Vorteil, intensiv gelbe Zweige zu behalten, die in den tristen Monaten für Farbtupfer sorgen (aus derselben Gattung kann ich Ihnen nur den Acer ‚Sango Kaku‘ mit seinem spektakulär korallenroten Holz empfehlen). Seine Farbtöne werden, zurückhaltender, aber ebenso anmutig und leicht, von den locker überhängenden Horsten von Carex ‚Bronze Form‘ (9) aufgegriffen, deren feines bronzefarbenes Laub immergrün ist. Zum Abschluss bilden einige Neapolitanische Alpenveilchen (10) niedrige Teppiche mit dekorativem Laub und einer hübschen rosafarbenen Blüte.
Ein elegantes, üppiges Gräserbeet

sind Gräser die Königinnen des Herbstes. Sie strukturieren die Beete auf diesem kalkhaltigen Boden über viele Monate und entfalten im Herbst ihre ganze Schönheit, wenn ihre leichten, luftigen Ähren im Wind tanzen. Bei diesem Beispiel fällt es schwer, dem Charme der unzähligen silbrigen Blütenrispen der großen Horste von Miscanthus ‚Yaku-Jima‘ (1) mit ihrer Brunnenform zu widerstehen. Sie geben den verschiedenen Beeten Rhythmus und begleiten das bunte Laub der Sträucher. Die orangefarbenen Töne eines aus Aussaat gezogenen Japanischen Ahorns (2) werden vom schräg einfallenden Nachmittagslicht intensiviert. Er lehnt sich an eine Hecke aus Leyland-Zypressen (3), ein schnell wachsendes Nadelgehölz, das häufig für formelle, immergrüne Hecken verwendet wird. Fast höher als der Ahorn thront ein großer Horst von Miscanthus giganteus (4) im Hintergrund des Beetes und zeigt seine langen Halme. Ein Viburnum dentatum (5), der im späten Frühjahr eine üppige weiße Blüte und anschließend hübsche blaue Beeren hervorgebracht hat, färbt nun seine sommergrünen Blätter tiefrot. In purpurroten, dunkleren Tönen bildet ein Physocarpus ‚Little Devil‘ (6) einen starken Kontrast zu den Ähren der Chinaschilf und schließt das von den drei Sträuchern gebildete Dreieck mit ihrer Herbstfärbung. Ein panaschierter Weißer Hartriegel (7) mit weiß berandetem Laub nimmt vor dem Blattfall ebenfalls warme Farbtöne an. Für eine schöne vertikale Struktur sorgt die hellbeige, von dunkleren Streifen durchzogene Rinde einer Purpur-Pappel (8), deren sommergrünes, fast schwarzes Laub sich im Herbst aufhellt. Dahinter zeichnet sich die Silhouette eines Japanischen Ligusters (9) ab, der, nicht zurückgeschnitten, zu einem echten kleinen Baum geworden ist. Sein immergrünes Laub ist mit einer Vielzahl kleiner schwarzer Beeren übersät, die auf eine üppige weiße, duftende Sommerblüte folgen.
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5 große Nadelgehölze für einen charaktervollen GartenEine schöne, poetische Wiese mit natürlichen Pflanzen

Eine Wiese mit natürlichem Charakter (Jardin du Mesnil-Gaillard) – Copyright: JC Aumont
Naturhafte Wiesen liegen im Trend. Inspiriert von wilden, spontan entstandenen Wiesen, verbinden sie scheinbare Einfachheit mit Strukturen und Farben. In dieser Art der Gartengestaltung spielen Gräser eine sehr wichtige Rolle, denn sie bringen Struktur und markante Texturen. In diesem Beispiel, das im Jardin du Mesnil-Gaillard fotografiert wurde, sind zwei besonders schöne Exemplare ausgewählt worden. Zunächst ein Miscanthus sinensis ‚Rotsilber‘ (1), dessen Laub sich bei Kälteeinbruch oft kupferrot färbt, bevor es den Wintergarten mit seinen strohfarbenen Tönen schmückt. Der winterharte Ziergras-Horst bildet purpurfarbene Ähren, die beim Reifen silbrig werden. Calamagrostis acutiflora ‚Karl Foerster‘ (2) zeigt eine deutlich schlankere, aufrechte Wuchsform. Dieses sehr beliebte Gras mit starkem Strukturwert lässt den Blick jedoch hindurch, selbst wenn sich seine feinen rosig-weißen Ähren über dem Laub erheben. Auch es nimmt im Herbst schöne Farbtöne an und bleibt lange dekorativ. Der einzige hier vertretene Strauch ist ein Cornus alba ‚Sibirica‘ (3), dessen orangefarbenes Herbstlaub und leuchtend rote Zweige, die den ganzen Winter sichtbar bleiben, ihn bekannt gemacht haben. Die übrigen Bewohner sind allesamt Blumen mit leichtem, natürlichem Charakter. In Gruppen gepflanzt oder aus spontanen Aussaaten hervorgegangen, setzen sie willkommene Farbakzente, ohne das Bild je zu überladen. So unterstreicht ein großer Bidens ‚Hannay’s Lemon Drop‘ (4) mit seinen gelben und weißen Blüten die warmen Farben des Spätherbstes. Helianthus ‚Lemon Queen‘ (5) ist bereits verblüht und erfüllt damit perfekt seine Übergangsfunktion zwischen Sommerblüte und voller Herbstblüte; sein ockerfarbenes Laub und die verblühten Blütenknospen bleiben jedoch dekorativ. Dasselbe gilt für Helenium (6). Zwischen all diesen warmen Farbtönen ist die Präsenz zweier Astern (7 und 8), eine violett, die andere eher bläulich, ein schönes Beispiel für den Einsatz von Komplementärfarben. Mit Abstand zueinander gesetzt, gliedern sie diese Komposition und schaffen eine bezaubernde Symphonie zarter Farben.
Mix aus Spätblühern und leuchtendem Laub

unglaublich schöne Herbstkomposition. Warme Farbtöne dominieren, denn zahlreiche Laubgehölze sind vertreten. Die Silhouette einer großen Birke (Betula nigra – 1) hebt ihr goldenes Laub vom Himmel ab. Sie ist sehr winterhart und wächst recht schnell, besitzt eine dekorative Rinde und auffälliges Herbstlaub. Auch eine Rotbuche (2) hat ihre Farbe gewechselt. Anders als ihre sommergrüne Nachbarin behält sie ihr trockenes Laub den ganzen Winter über an den Zweigen, bevor sie es im Frühjahr erneuert. Im Hintergrund greift ein Cornus alba ‚Elegantissima‘ (3) mit schön panaschiertem Laub das Gelb in leicht anderen Nuancen wieder auf, ebenso ein Fächer-Ahorn (4). Eine weitere typische Herbstfarbe, Orange, zeigt sich im Laub von Cornus kousa (5). Seine weiße Blüte im späten Frühjahr und sein Fruchtschmuck, der an Erdbeeren erinnert, sind zwei weitere Vorzüge. Der kleine, langsam wachsende Baum ist leicht zu kultivieren, sofern der Boden nicht zu kalkhaltig ist, und von Frühjahr bis Herbst ausgesprochen dekorativ. Hinter ihm steht ein Sorbus commixta ‚Olympic Flame‘ (6). Da diese Art in Frankreich selten kultiviert wird, bietet sich einer ihrer Verwandten an: Sorbus aucuparia ‚Autumn Spire‘, der ebenfalls prächtige Spätherbstfarben annimmt. Das unverzichtbare Grün, das all diese leuchtenden Farben verbindet, liefern eine große Cryptomeria ‚Elegans‘ (7) mit leicht purpurfarbenen Tönen sowie eine Berberis darwinii (8), ein immergrüner, dorniger Strauch mit leuchtend orangefarbener Frühlingsblüte. Das Laub eines Buchsbaums (9 beruhigt die Szene ebenso wie das eines remontierenden Rosenstrauchs (10). Seine leuchtend rosafarbene Blüte bringt jedoch einen kühlen Farbton ein, der die Szene belebt. Diese Farbe greifen die verblühten Blütenstände einer Hydrangea (11) in Altrosatönen wieder auf. Auch wenn sein Nachbar (12) matter wirkt, sorgen beide mit ihren üppigen, großzügigen Kissenformen für eine schöne Präsenz.
Herbstliches Wäldchen wie ein Sonnenuntergang!

Gehölz in warmen Farbtönen (Garten Moulin-Ventin) – Copyright: JC Aumont
Diese herbstliche Szene im Garten Moulin-Ventin ist ein kleines Juwel. Dabei besteht sie aus nur wenigen Pflanzen, die sich jedoch wunderbar ergänzen, um diesen farbenprächtigen Teppich zu bilden. Drei große Bäume bilden den Hintergrund. An erster Stelle stehen die unverzichtbaren Amberbäume, deren geschlitztes Laub an das eines Ahorns erinnern kann und in zahlreichen Farbtönen erscheint: von Gelb über Orange, Weinrot und Purpur bis hin zu fast schwarzem Violett. Die auf dem Bild gezeigten Sorten (1–’Anja‘ und 2–’Stella‘) können durch andere Kultivare ersetzt werden, denn die Färbung dieses Baums ist jedes Jahr zuverlässig prächtig. In einem kleinen Garten können Sie sich für die Sorte ‚Gumball‘ entscheiden, die nicht höher als 3 Meter wird, oder, wenn der Boden geeignet ist, Japanische Fächer-Ahorne wählen, die ebenfalls mit einer reichen Herbstfärbung begeistern. Das dritte große Gehölz ist ein panaschierter Pagoden-Hartriegel (Cornus controversa ‚Variegata‘ – 3). Dieser Baum besticht durch seine unvergleichliche Struktur mit seinem etagenförmigen Wuchs und den breit cremefarben panaschierten Blättern. Bei einer Höhe von 7 m und einer Breite von 6 m benötigt er etwas Platz, um sich zu entfalten. In einem kleinen Garten können Sie ihn beispielsweise durch Cornus alternifolia ‚Argentea‘ ersetzen, dessen Laub ebenso panaschiert, aber deutlich kompakter ist (3 m × 2,50 m). Ebenfalls bei den Hartriegeln finden sich zwei Exemplare, die für die Farbe ihrer Zweige bekannt sind. Cornus alba ‚Sibirica‘ (4) hat seine Blätter bereits verloren, wodurch seine leuchtend roten Triebe besonders gut vor dem goldenen Laub eines Cornus sanguinea ‚Midwinter Fire‘ (5) zur Geltung kommen. Dieser zeigt nach dem Laubfall seinerseits ein leuchtend orangefarbenes Zweigwerk. Beide Sorten finden in jedem Garten Platz, da sie jedes Jahr bis auf den Stock zurückgeschnitten werden können und so nicht höher als 1 bis 1,50 m werden. Ein Miscanthus ‚Gracillimus‘ (6) mit sehr feinem, frischgrünem Laub und silbrigen Ähren sorgt für eine willkommene Leichtigkeit. Ein weiteres interessantes Detail ist das Vorhandensein einer Aster cordifolius ‚Blütenregen‘ (7). Das zarte Mauve dieser Herbst-Aster ist sowohl die Komplementärfarbe des gegenüberstehenden Hartriegels als auch eine Möglichkeit, einen kühleren Farbton einzubringen, der die gesamte Gestaltung noch reizvoller macht.
Fröhliche Pflanzidee für ein kleines Beet

Ein kleines, farbenfrohes Beet (Garten La Mansonière) – Copyright: JC Aumont
Die Gärten von La Mansonière zeigen hier erneut ein gelungenes Beispiel für ein herbstliches Beet. Buntes Laub darf dabei natürlich nicht fehlen, allen voran das eines Itea virginica (1) in feurigen Farben. Dieser winterharte Strauch mit hübscher, duftender Sommerblüte ist noch wenig bekannt. Dabei vereint er zahlreiche Vorzüge, und seine bescheidene Größe ermöglicht die Verwendung auch in kleinen Beeten. Eine Hydrangea macrophylla ‚Merveille Sanguine‘ (2) zeigt nach ihren großen roten Blütenköpfen im Spätsommer auch ihr Laub in dunklen Bordeauxtönen. Für Gelb sorgt zum einen eine Hecke aus Hainbuche (3). Sie wird häufig für dichte, blickdichte Hecken verwendet; ihr Laub bleibt selbst im trockenen Zustand den ganzen Winter an den Zweigen und erfüllt so weiterhin seine Funktion. Dieses Gelb wird von einem schönen Exemplar der Callicarpa dichotoma ‚Issai‘ (4) aufgegriffen, die wegen ihrer kleinen violetten Beeren auch „Bonbonbaum“ genannt wird. In Trauben an ihrem blassgoldenen Laub besonders schön zur Geltung gebracht, schmücken sie die kahlen Zweige noch einen Teil des Winters. Ein Miscanthus ‚Ghana‘ (5) hebt seine silbrigen Ähren über einem Büschel orange, schokoladenbraun und purpur gefärbten Laubs empor. Viele Gräser verfärben sich im Herbst besonders leuchtend – ein weiterer Grund, sie in Beete für die Spätsaison aufzunehmen. Auch die Blüten kommen nicht zu kurz, wie eine prächtige Aster ericoides ‚Blue Wonder‘ (6) mit üppiger malvenfarbener Blüte und einige Besenheiden (7) zeigen, deren Blüte bis in den November anhält. Im Vordergrund bilden frischgrüne Blätter einer Tagliliengruppe und einer Lenzrose (9) eine schöne Einleitung zu diesem Farbenrausch. Diese Stauden sorgen außerdem in anderen Jahreszeiten für attraktive Anblicke – ein Aspekt, den Gärtner im Blick behalten sollten, damit die Gestaltung nicht nur einen Teil des Jahres interessant bleibt.
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