9 kriechende Sträucher
Zum Bedecken, Begrünen und Blühen direkt am Boden
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Immergrüne Bodendecker, Blütenpolster oder flache Sträucher: kriechende Sträucher für Böschungen, Bäume, Beete und Steingärten – 9 Arten.
Prunus pumila 'Depressa' oder kriechende Sand-Kirsche
Winterhart bis unter -15 °C ist Prunus pumila ‘Depressa’ ein schönes Beispiel für einen Strauch zur Begrünung sehr durchlässiger, nährstoffarmer Flächen. Die zur Familie der Rosengewächse gehörende Art stammt von den sandigen Ufern Nordamerikas. An raue Winter und feuchte Böden angepasst, erreicht der kleine, sommergrüne Strauch kaum 30 cm Höhe, kann seine Zweige dank Rhizomen jedoch auf 2,50 m ausbreiten. Im Frühjahr zeigt er eine hübsche weiße Blüte, gefolgt von kleinen essbaren schwarzen Kirschen, die bei Vögeln beliebt sind. Daher sein volkstümlicher Name Kriechende Sandkirsche. Im Herbst färbt sich das Laub orangerot und sorgt für einen schönen Ziereffekt. Pflanzen Sie ihn in durchlässigen, aber ganzjährig frischen Boden – etwa in einen großen Steingarten oder an den Rand eines Beets – und an einen vollsonnigen Standort.

Prunus pumila ‘Depressa’
Fächer-Zwergmispel oder kriechende Zwergmispel
Cotoneaster sind bei Gärtnern bekannte, immergrüne oder halbimmergrüne Bodendeckersträucher. Robust und leicht im Garten anzusiedeln, selbst für Pechvögel ohne grünen Daumen, breiten sie ihre Zweige ganz entspannt aus, bis sie große Flächen bedecken, deren Pflege dann kein Problem mehr ist. Der Cotoneaster horizontalis erreicht eine Wuchshöhe von 1 m und eine Breite von 1,50 m. Seine gebogenen Zweige tragen kleine, ledrige, sattgrüne Blätter, die sich im Herbst orange-rot färben. Im Mai schmückt er sich mit kleinen weißen, bienenfreundlichen Blüten, gefolgt im September von kleinen, leuchtend roten Beeren, die Vögel gerne fressen. Die den ganzen Winter über immergrünen roten Beeren setzen in der kalten Jahreszeit dekorative Akzente.
Damit er problemlos gedeiht, pflanzen Sie ihn in einen fruchtbaren, gut durchlässigen Boden, auch wenn dieser kalkhaltig ist. Er bevorzugt Sonne oder Halbschatten und verträgt Temperaturen bis -15 °C. Mit ihm begrünen Sie einen Hang, einen Steingarten oder den Bereich rund ums Haus besonders wirkungsvoll. Warum also nicht seine Anspruchslosigkeit nutzen, um vernachlässigte, etwas triste Bereiche ohne großen Aufwand zu begrünen? Sein Laub und seine Farben bringen Fröhlichkeit, und sobald er gut eingewachsen ist, ist kaum Pflege nötig.

Cotoneaster horizontalis
→ Sophies Tipp: Neben Cotoneaster horizontalis umfasst die Gattung Cotoneaster zahlreiche kriechende Sträucher, die dieselbe Funktion erfüllen: Cotoneaster adpressus, Cotoneaster dammeri, Cotoneaster microphyllus oder Cotoneaster integrifolius … Geben Sie ihnen einen Ehrenplatz – diese Sträucher sind wirklich ausgesprochen pflegeleicht!
Microbiota decussata oder Zwerglebensbaum
Extrem winterhart und robust, ist der Zwerglebensbaum oder Microbiota decussata ein kriechendes Nadelgehölz, das sich bestens zur flächigen Begrünung eignet. Mit seiner kompakten, weit ausgebreiteten Wuchsform erreicht er (wenn auch recht langsam) eine Breite von 2 bis 4 m bei einer Höhe von 45 cm. In einem Steingarten oder an einem großen Hang ist er unvergleichlich. Er gedeiht in voller Sonne, auch in mageren, kalkhaltigen Böden. Vorausgesetzt, er steht in drainierendem Boden, verträgt er Temperaturen unter -15 °C und kommt auch mit Trockenheit zurecht. Sein immergrünes Laub besteht aus hellgrünen Schuppenblättern, die sich in kaltem Klima allmählich bronzefarben bis orange verfärben. Pflanzen Sie ihn ohne zu zögern in die kargsten oder trockensten Bereiche des Gartens – seine Genügsamkeit ist unübertroffen!

Microbiota decussata
Erica darleyensis oder Englische Heide
Dank Winterheide wird selbst der trübste Wintertag erträglich! Ihre leuchtenden Farben und zahllosen rosa oder weißen Glöckchen bringen Leben in saure Böden. Zu den Sorten zählen:
- Erica darleyensis ‚Darley Dale‘, rosaviolett,
- Erica x darleyensis ‚Kramer’s Rote‘, kräftig rosa,
- Erica darleyensis ‚White Perfection‘, reinweiß,
- Erica x darleyensis ‚Eva Gold‘, magenta,
- oder Erica x darleyensis ‚Winter Belles Phoebe‘, lachsrosa.
Im Herzen des Winters, je nach Sorte oft von November bis März, blühen diese kleinen Sträucher mit feinem, immergrünem Laub ununterbrochen. Sehr winterhart und pflegeleicht, sofern sie in saurem, gut durchlässigem Boden stehen, bilden Winterheiden eine rundliche, ausgebreitete Wuchsform. Sie werden 40 bis 50 cm hoch und 60 bis 80 cm breit und sind daher hervorragende bodenbedeckende Sträucher.

Die verschiedenen Blütenfarben von Erica darleyensis
→ Alles über Heide: „HEIDE: PFLANZEN, SCHNEIDEN UND PFLEGEN“
Der Andenstrauch ‘Red Carpet’

Andenstrauch ‘Red Carpet’
→ Lesen Sie unsere Ratgeber zum Andenstrauch: „ANDENSTRAUCH: PFLANZUNG, RÜCKSCHNITT, PFLEGE“ und „Andenstrauch im Topf kultivieren – AUF BALKON ODER TERRASSE“
Euonymus 'Sunspot': Kletternder Spindelstrauch
Der sehr helle Euonymus fortunei ‚Sunspot‘ bringt echtes Sonnenlicht in Ihre Beete! Dieser kriechende Strauch trägt eine schöne, immergrüne, buttergelbe und grün berandete Belaubung. Seine leuchtend gelben jungen Triebe wachsen eher langsam auf eine Höhe von 40 bis 45 cm und eine Breite von 70 bis 80 cm. Er bildet einen dichten Bodendecker, unter dem Unkrautjäten überflüssig ist. Er bevorzugt Halbschatten und gedeiht in drainierendem, aber nicht zu trockenem Boden. Er ist bis unter -15 °C winterhart, leicht zu kultivieren und findet seinen Platz im Steingarten, über eine Trockenmauer herabhängend, am Beetrand oder auch in einem hübschen Topf.

Euonymus fortunei ‚Sunspot‘
→ Sophies Tipp: Viele weitere Euonymus fortunei sind bewundernswerte kriechende Sträucher: Euonymus fortunei ‚Coloratus‘, Euonymus fortunei ‚Harlequin‘, Euonymus fortunei ‚Minimus‘ oder auch das erstaunliche Euonymus fortunei ‚Wolong Ghost‚. Setzen Sie sie in Szene, wenn Sie einfach eine kahle Stelle füllen oder ein Gefäß mit einer ganzjährig attraktiven Pflanze bepflanzen möchten. Sie werden es Ihnen danken!
→ Alles Wissenswerte über Pfaffenhütchen finden Sie in unserem Pflanzen-Steckbrief: „PFAFFENHÜTCHEN, EUONYMUS: PFLANZEN, SCHNEIDEN UND PFLEGEN
Der Japanische Kriech-Wacholder ‘Nana' oder Waagerechte Wacholder
Langsam breitet der Waagerechte Wacholder Juniperus procumbens ‘Nana‘ seine schuppigen Triebe in leuchtendem Grün aus. Dieser immergrüne Nadelbaum eignet sich ideal zur Begrünung einer Böschung oder eines Steingartens. Nach der Pflanzung ist nur wenig Pflege nötig: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, und sobald er eingewachsen ist, haben „Unkräuter“ unter seinem dichten, stacheligen Wuchs kaum eine Chance. Winterhart bis -15 °C und wenig anspruchsvoll an den Boden, der auch arm und zeitweise trocken, aber gut drainierend sein darf, findet er in Gärten vieler Regionen seinen Platz. Ausgewachsen bildet er einen sehr ausgebreiteten Teppich mit einer Wuchshöhe von 30 cm und einer Breite von 1 m.

Juniperus procumbens ‘Nana‘
Salix repens oder Zwerg-Zierweide
Diese hübsche, kleinwüchsige Zwerg-Zierweide wächst langsam und wird nur 70 bis 80 cm hoch und breit. Salix repens breitet sich durch Wurzelschösslinge aus, neue Triebe, die sich unter der Erde aus den Wurzeln bilden. Im März und April erscheinen zunächst hübsche, seidig hellgelbe Kätzchen. Danach folgt das sommergrüne Laub. Es besteht aus kleinen, 2 bis 4 cm langen, silbrigen und länglichen Blättern. Da sie natürlicherweise in vielen Lebensräumen vorkommt, ist sie ein hervorragender Bodendecker, der Erde an Böschungen und Ufern festhält. Sie bevorzugt feuchte Standorte, verträgt aber auch vorübergehende Trockenheit. Der Boden sollte tiefgründig und eher neutral bis sauer, lehmig oder sogar nass sein. Die Weide ist bis unter -15 °C winterhart und gedeiht sowohl in voller Sonne als auch im Halbschatten.

Salix repens
Rosmarin 'Prostratus' oder kriechender Rosmarin
Rosmarin muss man kaum vorstellen, gehört er doch seit jeher zum Bild unserer Gärten! Als Zier-, Gewürz- und Heilpflanze wird er seit jeher kultiviert und erfreut Gärtner ebenso wie Bienen, wenn er blüht. In seiner kriechenden Form wächst Rosmarinus officinalis ‘Prostratus’ als niederliegender Strauch, 10 bis 30 cm hoch und je nach Kulturbedingungen bis zu 1,25 m breit. Über einer Mauer gepflanzt, fällt er elegant herab, kaschiert deren Verlauf und mildert die allzu mineralische Wirkung. Im Steingarten auf trockenem Boden harmoniert er wunderbar mit Garrigue-Pflanzen.
Er ist eine mediterrane Sonnenpflanze, verträgt in gut durchlässigem Boden jedoch auch Kälte recht gut (etwa -15 °C). Daher kann er sich in vielen Regionen akklimatisieren. In kaltem, feuchtem Klima beginnt er allerdings ab -10 °C zu leiden; dann sollte er besser im Topf kultiviert werden. Die lavendelblaue Blüte erscheint in mildem Klima im zeitigen Frühjahr und setzt sich im Spätsommer erneut fort.

Rosmarinus officinalis ‘Prostratus’
→ Alles über den Anbau von Rosmarin: „ROSMARIN: PFLANZUNG, VORTEILE, ERNTE
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