Rosmarin: Pflanzen, Wirkung, Ernte

Rosmarin: Pflanzen, Wirkung, Ernte

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 16. August 2026  durch Virginie T. 12 min.

Rosmarin kurz erklärt

  • Rosmarin ist ein aromatischer, würziger, heilender und dekorativer Strauch mit südlichem Duft
  • Sein immergrünes, stark aromatisches Laub verfeinert Grillgut, Schmorgerichte und Aufgüsse
  • Die hübsche Blüte erscheint nördlich der Loire im Frühjahr, im Mittelmeerraum schon ab Spätwinter und teils ganzjährig
  • Winterhart, genügsam und trockenheitsfest: ideal für trockene, magere Böden
  • Im Steingarten, als Beeteinfassung, Hecke oder im Topf: im Garten und Gemüsebeet unverzichtbar!
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Rosmarin, dieser aromatische, würzende, heilkräftige und dekorative Strauch, der nach Süden und Sonne duftet, ist bestens bekannt! Die hocharomatischen Blätter des Rosmarins verfeinern ebenso wie Thymian besonders Grillgerichte und geben Garten, Haus und Küche, Tees und Aufgüssen eine feine Würze. Dieses Kraut bietet zudem zahlreiche Vorteile für Haut und Haar sowie vielfältige Heilwirkungen. Im Frühjahr, im Süden unseres Landes manchmal schon ab Februar, bedeckt sich der immergrüne Strauch mit unzähligen kleinen Blüten, meist in einem zarten Lavendelblau.

Besonders kultiviert wird der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) und seine zahlreichen Sorten, die sich eignen, schnell einen Trockengarten, eine Steingartenanlage oder einen trockenen Hang zu gestalten.

Für eine mediterrane Pflanze recht winterhart, fürchtet Rosmarin weder Kälte noch Trockenheit, Seeluft oder karge Böden.

Dieser Strauch kann bis zu 1,5 m breit werden und bietet je nach Sorte sowohl eine Bodendecker-Lösung für trockene, sonnige Flächen als auch dank seines dichten Wuchses eine dekorative Hecke.

Ob im Steingarten, Beet, als niedrige Hecke oder im Topf: Holen Sie sich diesen ebenso schönen wie nützlichen Strauch!

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Lateinischer Name Rosmarinus
  • Familie Lippenblütler
  • Gebräuchlicher Name Rosmarin, Kronenkraut
  • Blüte Im Winter sowie je nach Region vom Sommer bis zum Herbst
  • Höhe 0 bis 1,50 m
  • Exposition Sonne
  • Art des Bodens mager und durchlässig
  • Winterhärte -15 °C in drainierendem Boden

Der Rosmarin, auf Latein Rosmarinus, manchmal auch „Kronenkraut“ oder „Troubadourkraut“ genannt, ist ein schöner, immergrüner, aromatischer, mehrjähriger Strauch aus der Familie der Lippenblütler, wie der Thymian. Er wächst wild in trockenen, kalkhaltigen Hügeln, in Garrigue und Macchia rund um das gesamte Mittelmeerbecken.

Die Gattung umfasst zwei Arten:

  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis oder „cineolhaltiger Rosmarin“) und seine zahlreichen Sorten,
  • hängender Rosmarin (Rosmarinus lavandulaceus) oder kriechender Rosmarin, eine bodendeckende Art.

Ausgehend von einem verholzten Wurzelstock bildet Rosmarin einen duftenden Busch: 10 bis 30 cm hoch bei kriechenden Sorten mit niederliegender Wuchsform (Rosmarinus ‚Prostratus‘) bis zu 1,50 m breit bei Rosmarinus officinalis. Je nach Art und Sorte sind die Triebe niederliegend oder aufrecht, nicht hängend. Die graue Rinde schilfert ab.

Die verholzten, verzweigten Triebe tragen immergrüne, essbare und ledrige Blätter. Sie bestehen aus kleinen, linearen, sitzenden, lanzettlichen und steifen Blättern, die an Nadeln erinnern. Ihre Blattränder sind eingerollt. Sie werden 2 bis 8 cm lang, sind oberseits glänzend grün und auf der Unterseite filzig grauweiß.

Das sehr aromatische, ätherisches Öl reiche Laub verströmt einen kräftigen, belebenden, charakteristischen, kampferartigen, grünen Duft. Sein Aroma erinnert auch an Weihrauch, daher der provenzalische Beiname „Weihrauchstrauch“. Als essbares Kraut ist Rosmarin in der Küche zum Würzen von Grillgerichten, Fisch, Saucen und Bouquet garni unverzichtbar.

An einem warmen, sonnigen Standort duftet die gesamte Pflanze.

Rosmarin

Rosmarinus officinalis – botanische Illustration von P. J. Redouté

Die himmelblaue Blüte des Rosmarins beginnt bereits im Februar, manchmal sogar im Januar. Im Süden unseres Landes blüht er mitunter das ganze Jahr über in mehreren Wellen, nördlich der Loire meist im März und April. Rosmarin trägt sehr kleine Blüten, die in kleinen Trauben entlang der Zweige angeordnet sind. Diese zarten, für Lippenblütler typischen Blüten öffnen sich zweilippig; die Unterlippe der Blütenkrone bildet eine große, tief geteilte Lippe. Sie ähneln winzigen Orchideen.

Meist hellblau und manchmal violett gesprenkelt bis blauviolett, sind die Blüten bei Rosmarinus officinalis ‚Albiflorus‘ seltener weiß oder rosa.

Diese duftende, bienenfreundliche und nektarreiche Blüte erneuert sich ununterbrochen. Sie lockt zahlreiche bestäubende Insekten an, insbesondere Bienen, die daraus einen sehr aromatischen Honig gewinnen, sowie einige Schmetterlinge.

Da Rosmarin natürlicherweise an trockenen Hängen wächst, ist er die ideale Pflanze für trockene, steinige Böden! Er bevorzugt volle Sonne und leichte, auch magere, stark kalkhaltige, sehr gut drainierte Böden. Als mediterrane Pflanze verträgt er in sehr gut drainiertem Boden dennoch recht gut Kälte bis etwa -15 °C und kann in allen unseren Regionen kultiviert werden. In kalten, feuchten Regionen kann er ab -10 °C zu leiden beginnen und sollte besser im Topf kultiviert werden.

Als unverzichtbare Pflanze im Gemüsegarten fügt er sich leicht in jeden Garten ein, besonders in einen Trockengarten, eine Steinpartie, als Akzent im Beet, in einer Rabatte oder als niedrige Hecke.

Neben seinen zahlreichen kulinarischen und heilkundlichen Eigenschaften wurde Rosmarin früher in den Mittelmeerregionen wie Weihrauch verbrannt, um böse Geister zu vertreiben. Die Ägypter legten seine Zweige in die Gräber der Pharaonen, um deren Seele zu stärken.

Rosmarin

Rosmarin in Blüte

Wichtige Arten und Sorten

Im Anzuchttopf oder als Saatgut finden Sie in unserer Baumschule Rosmarin und zahlreiche Sorten sowie hängenden Rosmarin.

Die beliebtesten Sorten

Rosmarin - Rosmarinus officinalis (Samen)

Rosmarin - Rosmarinus officinalis (Samen)

Der unverzichtbare Rosmarin! Dieser aufrecht wachsende Strauch lässt sich leicht aussäen – im Garten ebenso wie im Topf auf Balkon oder Terrasse, neben Bohnenkraut und Thymian.
  • Blütezeit März für Mai
  • Höhe bei Reife 1 m
Rosmarin Prostratus - Rosmarinus officinalis

Rosmarin Prostratus - Rosmarinus officinalis

Eine kriechende Rosmarinsorte mit niederliegender Wuchsform, ideal, um trockenen Steingartenboden dekorativ zu bedecken oder an einer Steinmauer herabzuhängen. An einem trockenen Hang oder im steinigen Boden eines Causses zeigt sie ihre ganze Wuchskraft!
  • Blütezeit April für Dezember.
  • Höhe bei Reife 30 cm
Rosmarin Bio - Ferme de Sainte Marthe - Rosmarinus officinalis

Rosmarin Bio - Ferme de Sainte Marthe - Rosmarinus officinalis

Säen Sie ihn im Frühjahr aus und ernten Sie ein Jahr später zum ersten Mal. Er findet leicht seinen Platz im Garten, aber auch im Topf auf Balkon oder Terrasse.
  • Blütezeit März für Mai
  • Höhe bei Reife 1 m

Unser Favorit

Rosmarin - Rosmarinus officinalis

Rosmarin - Rosmarinus officinalis

Rosmarin zum Pflanzen: immergrün, duftend und das ganze Jahr über dekorativ. Dank seiner hohen Dichte eignet er sich als Bodendecker für trockene, sonnige Flächen ebenso wie für eine dekorative Hecke.
  • Blütezeit April für Dezember.
  • Höhe bei Reife 1,50 m

DéEntdecken Sie andere Rosmarin

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Rosmarin: Aussaat und Pflanzung

Wo pflanzen und säen?

Seiner mediterranen Herkunft verdankt der Rosmarin seine Vorliebe für Wärme. Er verträgt salzhaltige Luft und Trockenheit. Daher eignet er sich besonders gut für mediterrane Regionen, aber auch für manche Küstengebiete am Atlantik. Der winterharte Rosmarin verträgt bei gut drainiertem, im Winter trockenem Boden etwa -15 bis -20 °C, kann nördlich der Loire jedoch schon ab -10 °C unter einem strengen Winter leiden. Je besser der Boden drainiert ist, desto besser übersteht Rosmarin den Winter.

Er gedeiht auch in sehr sandigen Böden, die kein Wasser speichern. In zu kalten und feuchten Regionen empfiehlt es sich, ihn in einem erhöhten Beet, geschützt an einer Südwand, oder in einem Topf zu kultivieren, der zum Überwintern hereingestellt werden kann.

Diese Pflanze bevorzugt trockene Böden und sonnige Standorte. Rosmarin liebt trockene, sehr drainierende, nährstoffarme und steinige Böden, auch kalkhaltige. Darin wächst er zwar langsamer, bleibt aber länger vital. Er benötigt einen sehr gut drainierten Boden, da er schwere Böden, besonders im Winter, nicht verträgt. Je nährstoffreicher der Boden, desto schneller wächst Rosmarin, aber desto schlechter altert er: Er wird weniger dicht und verkahlt von unten.

Ein sonniger Standort intensiviert seinen würzigen Duft.

Rosmarin ist ideal, um schnell eine trockene Gartengestaltung anzulegen. Mit seinen aromatischen, immergrünen Blättern bildet er das ganze Jahr über grüne Polster im Steingarten, an kleinen Beeträndern, in gleichmäßigen niedrigen Hecken und auf trockenen Böschungen. Kriechende Sorten entfalten ihre ganze Wuchskraft, wenn sie oberhalb einer Mauer gepflanzt werden.

Er eignet sich auch, um Lücken in einem trockenen Beet zu schließen, und ist natürlich eine sichere Wahl für den Gemüsegarten sowie für Kräuterbeete, wo sein Duft Möhren- und Bohnenfliege sowie Kohlweißlinge fernhält.

Rosmarin

Rosmarin liebt trockene, sonnige Gärten!

Wann pflanzen und säen?

Unsere Rosmarin-Jungpflanzen im Anzuchttopf werden im Frühjahr im März und April nach den letzten Frösten oder im Herbst von September bis Oktober gepflanzt. Rosmarin-Samen werden von April bis Juni geschützt (Wintergarten, Kalthaus) ausgesät. Die Ernte erfolgt ein Jahr später.

Wie pflanzen?

Im Freiland

Bei zu schwerem Boden geben Sie am Grund des Pflanzlochs Kies oder groben Sand hinzu. Ist Ihr Boden zu feucht, pflanzen Sie den Rosmarin auf einen erhöhten Hang oder in einen erhöhten Steingarten. Eine Pflanze pro m² genügt. Vermeiden Sie außerdem zu nährstoffreiche Böden.

  • Heben Sie ein Pflanzloch aus, das 3- bis 4-mal größer als der Wurzelballen ist
  • Füllen Sie den Grund des Pflanzlochs mit einer Kiesschicht
  • Setzen Sie den Wurzelballen in die Mitte des Pflanzlochs und bedecken Sie den Hals vollständig mit Erde
  • Füllen Sie das Loch und drücken Sie die Erde leicht an
  • Gießen Sie nach dem Pflanzen gründlich, anschließend mäßig und ohne Überschuss

Pflanzen Sie Ihren Rosmarin erfolgreich nach unseren Tipps im Video „Einen Strauch pflanzen“

Rosmarin im Topf kultivieren

Für sehr feuchte Regionen empfiehlt sich die Kultur von Rosmarin im Topf.

Das Substrat muss sehr durchlässig sein, damit keine Staunässe an den Wurzeln entsteht. Sorgen Sie mit Kies, grobem Sand oder Steinen für eine gute Drainage.

  • Füllen Sie einen großen Topf mit mindestens 30 cm Durchmesser mit einer dicken Drainageschicht
  • Pflanzen Sie in eine Mischung aus Gartenerde oder Blumenerde für mediterrane Pflanzen und grobem Flusssand
  • Gießen Sie nach dem Pflanzen, anschließend ohne Überschuss
  • In kalten Regionen holen Sie den Rosmarin im Winter ins Haus und stellen ihn im Frühjahr wieder hinaus

⇒ Mehr erfahren: Rosmarin im Topf kultivieren

Wie sät man Rosmarin?

Geschützte Aussaat

Die Rosmarin-Samen werden an einem geschützten, temperierten Ort (Wintergarten, Kalthaus) ausgesät:

  1. Im Herbst pikieren Sie die Jungpflanzen in Anzuchttöpfe, sobald sie 5 cm groß sind
  2. Gießen Sie im Winter sehr sparsam
  3. Pflanzen Sie sie im folgenden Frühjahr aus

→  Erfolgreich Gewürzsamen aussäen  mit unseren Tipps im Video!

Rosmarin

Pflege, Rückschnitt und Pflege

Unter guten Bedingungen kultiviert, ist Rosmarin ein anspruchsloser und robuster Strauch.

Als typische Pflanze des Mittelmeerklimas verträgt er lange, trockene Sommer problemlos und benötigt nach guter Verwurzelung keine Bewässerung. Gießen Sie ihn im ersten Sommer nach der Pflanzung, danach nur bei anhaltender Trockenheit und stets sparsam.

Hacken und jäten Sie regelmäßig.

Im Topf sollten Sie in kürzeren Abständen gießen. Lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben stets gut abtrocknen und vermeiden Sie Staunässe in den Untersetzern. Für diesen genügsamen Strauch ist kein Dünger erforderlich.

Mulchen Sie den Wurzelbereich nördlich der Loire mit Stroh oder trockenem Laub. In sehr feuchten Regionen empfiehlt sich die Kultur im Topf, der im Winter geschützt untergebracht wird: Halten Sie das Substrat während dieser Zeit nahezu trocken.

Befolgen Sie unsere Tipps, um Ihre Pflanzen vor Kälte und Frost zu schützen.

Wann und wie Rosmarin schneiden?

Der Rückschnitt von Rosmarin ist zwar nicht notwendig, kann aber hilfreich sein, um eine buschige, von der Basis an verzweigte Wuchsform zu erhalten oder ihm eine Kugelform zu geben. Er kann das ganze Jahr über erfolgen, außer bei Frost. Außerdem verhindert der Rückschnitt die Bildung von altem Holz und fördert einen kräftigen Neuaustrieb. Sie können die Triebspitzen nach der Blüte leicht mit der Schere schneiden und für Kräutersträuße oder Duftbeutel verwenden, die der Wäsche einen angenehmen Duft verleihen. Der Rückschnitt erfolgt nur am einjährigen, noch grünen und weichen Holz mit Blättern: Schneiden Sie alte, blattlose Zweige nicht zurück, denn Rosmarin treibt aus altem Holz nicht mehr aus.

→ Lesen Sie auch: Wie schneidet man Rosmarin als Hochstämmchen? und Wie verjüngt man alten Rosmarin durch Rückschnitt?

Ernte, Aufbewahrung und Verwendung von Rosmarin

Ernte

Die Rosmarinblätter können das ganze Jahr über nach Bedarf geerntet werden. Schneiden Sie dazu die Triebe mit einer gut geschärften Gartenschere ab. Vor der Blüte sind die Blätter zarter und deutlich aromatischer. Die Blüten werden ab März/April und je nach Klima manchmal bis in den Herbst geerntet.

Aufbewahrung

Frische Rosmarinzweige halten sich im Kühlschrank eine Woche, wenn sie in feuchtes Küchenpapier gewickelt oder in ein Glas Wasser gestellt werden. Rosmarin kann auch getrocknet werden: Breiten Sie die Zweige bei trockenem, warmem Wetter auf einem Trockengitter oder Tuch aus. Wählen Sie dafür einen trockenen, luftigen und vor direkter Sonne geschützten Ort. Sobald sie trocken sind, bewahren Sie die beblätterten Zweige unzerkleinert auf oder streifen Sie die Blätter von den Stielen und lagern Sie sie in Papiertüten, Gläsern oder luftdichten Dosen. Sie halten sich mindestens 6 Monate.

→ Mehr dazu in unserem Ratgeber Rosmarin aufbewahren und verwenden und in unserer Anleitung Rosmarin trocknen

Verwendung

Mit seinem stark aromatischen Laub wird Rosmarin ebenso wie Thymian oder Minze vielseitig in der Küche verwendet. Frisch oder getrocknet würzt er Grillgerichte, Braten, Pizza, Fougasse, Gemüse und Gerichte mit Sauce. Auch Marinaden, Olivenöl, Obstkuchen oder Aprikosen- und Erdbeermarmelade lassen sich damit verfeinern! Rosmarin gehört zu den Kräutern, die in ein Bouquet garni kommen. Die Blüten schmecken milder und werden frisch zum Aromatisieren von Salaten oder Desserts verwendet.

Rosmarin lässt sich vielfältig nutzen: für Aufgüsse, Kräutertees, Abkochungen und Inhalationen sowie als ätherisches Öl auf Zucker, im Bad oder für Einreibungen, Salben und Gele … In der Pflanzenheilkunde, Phytotherapie und Aromatherapie ist er sehr beliebt. Auch die Knospen werden in der Gemmotherapie verwendet. Rosmarin ist Bestandteil vieler holziger Parfums. Außerdem wird daraus ein sehr aromatischer Honig gewonnen. Ein kleines Säckchen Rosmarin im Kleiderschrank hält zudem Motten fern (lesen Sie dazu unseren Beitrag: Motten mit Kräutern aus dem Garten bekämpfen).

Mehr erfahren: Gwenaëlle verrät Ihnen ihr Rezept für selbst gemachte Kräuter der Provence mit ihren vier aromatischen Kräutern!

Verwendung von Rosmarin

Welche Wirkung hat Rosmarin?

Rosmarin wird seit der Antike wegen seiner Heilwirkung genutzt. Wirkstoffe fördern Verdauung, Leber, Kreislauf, Atmung, Gedächtnis und Hautgesundheit.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Rosmarin ist robust, doch bei zu feuchtem Boden drohen Pilzkrankheiten wie Phytophthora. Käferlarven und Schnecken schaden kaum; Ackerschachtelhalm hilft.

Vermehrung

Rosmarin lässt sich einfach durch Stecklingsvermehrung vermehren – im Sommer nach der Blüte an neuen Trieben. Kriechende Arten bewurzeln sich am Boden oft von selbst durch Absenker.

  1. Schneiden Sie etwa 10–15 cm lange, lignifizierte, blütenlose Zweige ab
  2. Entfernen Sie die Blätter an der unteren Hälfte der Zweige
  3. Pflanzen Sie jeden Rosmarin-Steckling in einen Anzuchtkasten oder Anzuchttopf mit einer gut drainierenden Mischung aus Flusssand und Blumenerde
  4. Halten Sie das Substrat bis zur sehr schnellen Bewurzelung feucht
  5. Schützen Sie Ihre Jungpflanzen in einem temperierten Frühbeet vor Frost
  6. Pflanzen Sie sie im folgenden Frühjahr ins Freiland oder in einen Topf
  7. Gießen Sie nach der Pflanzung reichlich

→ Mehr erfahren Sie in unserer Anleitung Wann und wie nimmt man Rosmarin-Stecklinge?.

Was neben Rosmarin pflanzen?

Rosmarin ist ein unverzichtbarer Strauch für trockene Gärten und Küstenlagen. Er findet leicht Platz in einem Steingarten oder einfach in einer trockenen Zone, zusammen mit trockenheitsverträglichen Stauden und mediterranen Stauden, die an die Garrigue erinnern. Selbst im Winter fällt sein glänzend grünes Laub auf.

Er bildet üppige, duftende Pflanzungen mit Thymian und Salbei, Zistrose, Heiligenkraut, Sonnenröschen, Silbrigem Beifuß und Fetthenne. In einem sonnigen Naturgarten lässt er sich in einem Beet mit Wolfsmilch für trockene Böden kombinieren.

In einem trockenen Steingarten kombinieren Sie kriechende Rosmarin-Sorten mit anderen Bodendeckern wie Juniperus horizontalis ‚Icee Blue‘, Callirhoe involucrata oder Teucrium chamaedrys. Er kann auch vor ein Beet aus niedrigen Sträuchern mit Lavendel, Bodendecker-Rosen, kriechenden Säckelblumen und Fingersträuchern gepflanzt werden. Außerdem eignet er sich, um den Fuß mediterraner Sträucher wie Oleander, Ginster oder eines schönen Ölbaums zu bedecken.

Im Gemüsegarten schätzt er die Gesellschaft von Möhre, Kohl, Bohne und Rübe. Weniger gut verträgt er sich mit Gurke, Einlegegurke, Zucchini sowie Kartoffel und Kürbis.

Nützliche Ressourcen

    • Entdecken Sie alle unsere Rosmarin-Sorten.
    • Unser Ratgeber: Wie Sie den richtigen Rosmarin auswählen
    • Rosmarin für Böschungen: Die besten Rosmarin-Sorten zur Begrünung einer Böschung. Lesen Sie auch: Bepflanzung einer Böschung.
    • Entdecken Sie unsere Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und Parasiten an Rosmarin
    • Entdecken Sie unser Rezept für eine hausgemachte Rosmarin-Limonade: ein erfrischendes Naturgetränk
    • Hier finden Sie eine kleine Auswahl trockenheitsverträglicher Stauden, ideal für einen Garten ohne Bewässerung!
    • Was in steinigen Boden pflanzen?
    • Entdecken Sie unsere Auswahl an 15 Heilpflanzen mit zahlreichen Vorzügen – für Ihren Garten!
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Rosmarinus officinalis – Alles, was Sie wissen müssen