Bärlauch im Topf anbauen

Bärlauch im Topf anbauen

Erfolgreich auf Balkon oder Terrasse anbauen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 6. November 2025  durch Leïla 4 min.

Bärlauch oder Allium ursinum ist ein Wildknoblauch, der im Frühjahr häufig im Unterholz wächst und an seinem charakteristischen Knoblauchgeruch zu erkennen ist, wenn man die Blätter zerreibt oder er in voller Blüte steht. Er lässt sich problemlos auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse kultivieren, sofern Sie ihm einen schattigen Platz bieten und ihn während des Wachstums im Frühjahr regelmäßig gießen.
Erfahren Sie, wie Sie ihn im Topf pflanzen, um seine weißen Dolden zur Blütezeit, seinen feinen Geschmack, seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und seine Vorzüge zu genießen.

Bärlauch im Topf kultivieren, Allium ursinum im Topf anbauen

Allium ursinum

Schwierigkeit

Wann und wie Bärlauch pflanzen?

Drei Pflanzmethoden sind zu verschiedenen Zeitpunkten im Jahr möglich:

  • Durch Aussaat von Samen zwischen Juli und September direkt am Standort oder im Februar/März geschützt;
  • Durch Pflanzen von Zwiebeln im Herbst;
  • Als Jungpflanze im Anzuchttopf, die im zeitigen Frühjahr oder gegebenenfalls im Herbst gepflanzt wird.

Bärlauch aussäen

Säen Sie zwischen Juli und September direkt in einen Topf, sofern Sie für ausreichend Feuchtigkeit zur Keimung sorgen. Sie können auch im Februar/März aussäen, müssen dann aber bei 15 bis 20 °C im Warmen säen und ebenfalls auf ausreichendes Gießen zur Keimung achten. Pikieren Sie im 4-Blatt-Stadium.

Zwiebeln pflanzen

Pflanzen Sie die Zwiebeln idealerweise zwischen September und Oktober. Setzen Sie sie 10 bis 15 cm tief und je nach Zwiebelgröße mit 7 bis 15 cm Abstand. Gießen Sie nach dem Pflanzen reichlich, lassen Sie den Topf im Winter und bei Kälte anschließend jedoch möglichst in Ruhe. Beginnen Sie wieder mit dem Gießen, sobald im Februar die ersten Blätter erscheinen.

Als Jungpflanze im Anzuchttopf pflanzen

Pflanzen Sie Bärlauch idealerweise im März oder April im Anzuchttopf. Gießen Sie bis zur Blüte regelmäßig. Sie können die Jungpflanzen auch im Herbst einsetzen.

Bärlauch im Topf kultivieren, Allium ursinum im Topf

Welcher Topf und welches Substrat?

Die Wahl des Topfes

Bärlauch braucht ein Substrat, das frisch bleibt. In einem Terrakottatopf muss häufiger gegossen werden, da das Wasser schneller verdunstet. Andere Materialien halten die Feuchtigkeit länger. Wählen Sie daher keinen Terrakottatopf und geben Sie eine Schicht Blähton auf den Topfboden, um den Wasserabzug zu verbessern. In jedem Fall muss der Topf Abzugslöcher haben, damit überschüssiges Gießwasser natürlich ablaufen kann.

Der Topf sollte breiter als hoch sein, da sich die Zwiebeln recht schnell vermehren. Wählen Sie einen Topf mit mindestens 20 cm Tiefe und 30 cm Breite.

Das Substrat

Stellen Sie ein Substrat zusammen, das dem natürlichen Lebensraum entspricht: humusreich und frisch. Sorgen Sie mit Sand oder Lavagranulat, gemischt mit Gemüseerde, für eine gute Drainage. Geben Sie nach Möglichkeit außerdem reifen Kompost oder Lauberde hinzu.

Mischen Sie beispielsweise 30 % Blumenerde, 30 % Gartenerde, 20 % Kompost und 20 % drainierendes Material (Blähton, Kies, Steine, Lavagranulat). Um die Mengen einfach abzumessen, können Sie Handvoll zählen: hier also 3+3+2+2. Sie können auch eine einfachere Mischung verwenden, solange Sie etwas drainierendes Material sowie Blumenerde oder Kompost hinzufügen.

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Standort und richtig gießen?

Standort

Bärlauch wächst im Schatten oder Halbschatten mit Morgen- oder Abendsonne.

Gießen

Damit das Substrat im Topf frisch bleibt, gießen Sie, sobald es in den ersten 2 cm trocken ist. Im Frühjahr, während Wachstum und Blüte, müssen Sie vermutlich 2- bis 3-mal pro Woche gießen. Je nach Region und Klima prüfen Sie das Substrat am besten mit dem Finger. Nach der Blüte nicht mehr gießen.

Danach geht die Pflanze in Dormanz und verschwindet. Sie können die Zwiebeln ganzjährig im Topf lassen; im folgenden Frühjahr erscheinen neue Triebe.

Bodenverbesserung und Pflege

Bärlauch ist anspruchslos, dennoch im Herbst Kompost oder Lauberde auf die Topferde geben. Alternativ liefert Wurmhumus wertvolle Nährstoffe.

Zwiebeln nach 3–4 Jahren teilen, um Platz zu schaffen. Allium ursinum ist leicht zu kultivieren und braucht keine weitere Pflege.

Verbrauch und Verwendung

Alle ober- und unterirdischen Teile des Bärlauchs sind essbar: Zwiebeln, Blätter und Blumen. Verzehren Sie die Blätter am besten vor der Blüte, danach werden sie etwas zäh.

Der Anbau zu Hause ermöglicht es Ihnen, die Blätter bedenkenlos roh und gehackt zu verzehren. Sie können sie auch 1 Min. in kochendem Wasser blanchieren.

Sie eignen sich für Omeletts und Quiches sowie als Ersatz für Spinat in Gemüsegerichten. Im Frühling bilden sie die Grundlage für viele köstliche Rezepte, etwa Bärlauchpesto. Sie harmonieren sehr gut mit Frischkäse, getrockneten Tomaten, Mandeln …

Die Blätter lassen sich problemlos ganz oder gehackt einfrieren. Bärlauch ist für seine wohltuenden, entschlackenden Eigenschaften bekannt, die am Ende des Winters besonders willkommen sind. Zögern Sie nicht länger, ihm einen Platz auf Ihrem Balkon oder im Gemüsegarten zu geben.

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Bärlauchpesto

Bärlauchpesto ist das wohl bekannteste Rezept für dieses Würzkraut: Es bringt den feinen Geschmack von frischem Knoblauch gut zur Geltung, ist eine gute Konservierungsmethode und vielseitig verwendbar.
So geht’s: Bärlauchblätter waschen, Stiele entfernen, hacken und in den Mixer geben. Anschließend können Sie das Pesto auf verschiedene Arten zubereiten:

  • Wie italienisches Basilikumpesto mit Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl
  • Ganz einfach: nur mit Olivenöl
  • Mit getrockneten Tomaten, gehackten Mandeln und Olivenöl

Vergessen Sie das Salzen nicht – bei Parmesan oder getrockneten Tomaten nur sparsam. Für eine längere Haltbarkeit etwas Olivenöl auf die Oberfläche des Pestos geben. Genießen Sie es zu Pasta, als Brotaufstrich, in Saucen oder Vinaigrettes, im Omelett …

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Bärlauchpesto: heute aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken!

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Ail des ours im Topf anbauen