Bäume und Sträucher mit großen Blättern
Auswahl: Bäume und Sträucher mit großem Laub
Inhaltsverzeichnis
Großblättrige Pflanzen schaffen Dschungel-Flair. Entdecken Sie immergrüne und sommergrüne Bäume und Sträucher mit außergewöhnlichem Blattwerk.
Der Chinesische Blauglockenbaum
Der wahrhaft kaiserliche Paulownia besitzt die größten ungeteilten Blätter unter den belaubten Bäumen: Sie sind wahrhaft gigantisch und 30 bis 50 cm lang. Das ist nicht der einzige Vorzug dieses aufgrund seiner Größe beeindruckenden Baums (er wächst schnell und erreicht in 10 Jahren 10 m, später meist 15 m Höhe): Seine Frühlingsblüten erscheinen am kahlen Holz und leuchten prachtvoll in einem bei Bäumen seltenen Violettblau. Ihre Trompetenform erinnert an Fingerhutblüten. Das Laub erreicht diese gewaltigen Ausmaße, wenn der Baum stark zurückgeschnitten wird. So bleibt er kleiner, allerdings auf Kosten der Blüte … Der Kaiser-Paulownia liebt Wärme und verschönert über viele Monate hinweg – er behält sein Laub lange – einen großen Garten oder Park.
Paulownia fortunei ‚Fast Blue‘ ist ein kleinerer, aufrechter wachsender Kultivar mit denselben Vorzügen bei Laub und Blüte wie die Art.

Paulownia tomentosa
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Nach dem Paulownia besitzt der Catalpa die größten ungeteilten Blätter unter den sommergrünen Bäumen: Sie messen tatsächlich 15 bis 20 cm. Sie sind herzförmig und wirtelig (zu dritt auf gleicher Höhe um eine Achse angeordnet) sowie von wunderschöner hellgrüner Farbe. Mit seinem üppigen Laub verleiht der Catalpa Ihrem Garten eine exotische Note. Er ist ein idealer Schattenbaum für mittelgroße bis große Gärten und erreicht eine Höhe von 8 bis 13 m. Seine Wuchsform ist ausgebreitet, teils sogar schirmförmig. Seine Blüte ist ein weiterer Vorzug: Im Sommer erscheinen schöne weiße, purpurgefleckte Blüten in Trauben, aus denen sich sehr lange, 30 bis 50 cm messende Schoten entwickeln. Sie unterstreichen den exotischen Charakter und bleiben am kahlen Baum hängen. Die ideale Zwergsorte für kleine Gärten (‘Nana’) hat etwas kleinere Blätter.
Auch lesen: Schattenbaum: Mit dem Catalpa zu einem kühlen, stilvollen Garten.

Catalpa bignonoides (© Wendy Culter)
Der Essigbaum
Der Essigbaum besitzt ein auffälliges, sehr großes, unpaarig gefiedertes Laub: Im Laufe der Jahreszeiten wechselt es von Grün zu Gelb und zeigt im Herbst prachtvolle orange- bis feuerrote Farben. Die riesigen Blätter bestehen aus etwa zwanzig Fiederblättchen und werden 50 bis 60 cm lang. Sie verleihen diesem großen Strauch mit ausgebreiteter Wuchsform (bei Reife breiter als hoch) eine sehr elegante Erscheinung. Der Essigbaum benötigt Sonne, um seine prächtigen Herbstfarben zu entwickeln. Er ist anspruchslos, sehr winterhart und verträgt Trockenheit sowie Stadtluft. Nur ein kleiner Nachteil bleibt: Er bildet leicht Wurzelausläufer! Um dies zu vermeiden, wählen Sie neue Kultivare wie ‘Tiger Eyes’, die nicht invasiv bleiben. Auch die als laciniata bezeichneten Sorten dissecta besitzen ein fein geschlitztes, besonders schönes Laub (jedoch etwas kleiner als der Typ).

Rhus typhina: Herbstlaub links (© Finn Termann Frederiksen), Sommerlaub und Früchte rechts (Früchte werden nur an weiblichen Pflanzen gebildet)
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Blattschmuckbeet gestaltenDie Zimmeraralie
Dieser Strauch ist inzwischen in vielen Gärten und Innenhöfen zu finden. Kein Wunder: Die Zimmeraralie, die unsere Großmütter oft als Zimmerpflanze kultivierten, ist wieder in Mode. Mit ihrem großen, immergrünen, wunderbar handförmig gelappten Laub zieht sie unweigerlich alle Blicke auf sich. Die Blätter können bis zu 30 cm groß werden und glänzen in einem äußerst dekorativen Grünton. Auch die Wuchsform der Fatsia ist ausgesprochen dekorativ und wird mit der Zeit aufrecht. Im Herbst erscheinen Blüten in Dolden, die denen des Efeus ähneln (beide gehören zur selben Familie). Fatsia japonica ist für unsere Gärten besonders interessant, da sie wie kaum eine andere Pflanze eine dunkle Ecke in ein kleines tropisches Paradies verwandelt – zusammen mit einigen gut ausgewählten Pflanzen, die wie sie halbschattige Standorte sowie frische, durchlässige Böden lieben. Sie hält Temperaturen bis -15 °C stand … Mehr gibt es kaum zu sagen! Dieser Strauch ist eine echte Perle! Mehrere Sorten mit cremefarben panaschiertem Laub sind leicht erhältlich (‘Spider’s Web’ oder ‘Variegata’).

Fatsia japonica (© Gwenaëlle David)
→ Mehr über Fatsia japonica in unserem ausführlichen Pflanzenporträt: Japanische Zimmeraralie: Pflanzung, Kultur und Pflege.
Der Reispapierbaum
Tetrapanax papyrifer: üppiger Reispapierbaum mit riesigen Blättern für tropisches Flair im Garten. Tipps zu Standort, Wachstum und Begleitpflanzen.
Magnolia tripetala und Magnolia hypoleuca (obovata)
Immergrüne Magnolien sind für ihr sehr schönes, großes, glänzendes Laub bekannt. Und doch zählen zwei sommergrüne Magnolien mit bemerkenswerten Blüten zu den Arten mit dem schönsten und größten Laub: zunächst eine Magnolie aus dem Osten der USA, Magnolia tripetala (auch unter den Namen Magnolia umbrella oder Schirm-Magnolie bekannt), deren verkehrt eiförmige Blätter bis zu 60 cm lang werden! Mit ihrer ausgebreiteten Wuchsform, den im Mai und Juni erscheinenden weißen Blüten und diesem hellgrünen, stark exotisch anmutenden Laub, das sich im Herbst wunderschön verfärbt, ist sie außergewöhnlich. Sie eignet sich auch für kleine Gärten, denn im ausgewachsenen Zustand wird sie 6 bis 8 m hoch.
Eine weitere Magnolie, die aufgrund ihres großen Laubs in diese Auswahl gehört, auch wenn ihre Blätter „nur“ 40 cm lang und 20 cm breit werden, ist die aus Japan stammende Magnolia hypoleuca (auch Magnolia obovata genannt). Die leicht bläulichen, seidigen Blätter sind prachtvoll – und erst die cremefarbenen Blüten mit ihren wunderschönen, auffälligen Staubblättern! Diese beiden schönen Exemplare werden in leicht sauren Boden gepflanzt, als Solitär, damit ihre ganze Schönheit zur Geltung kommt.

Magnolia tripelata und Magnolia hypoleuca (Leonora Enking)
Der Echte Honigstrauch
Der aus Südafrika stammende Echte Honigstrauch besitzt ein üppiges, helles Laub, eines der dekorativsten und spektakulärsten überhaupt, aus gezähnten Fiederblättchen, die ein etwa 40 bis 50 cm langes Blatt bilden. Diese prachtvollen Blätter sind immergrün, von schöner bläulicher Farbe und beim Austrieb jadegrün. Die eher steifen Stängel tragen das Laub wie schwebend und verleihen der Pflanze eine aufrechte und zugleich ausgebreitete Wuchsform. Melianthus major erreicht ausgewachsen eine Höhe von 1,50 bis 2 m. In kalten Regionen kann er in einem großen Kübel auf einer sonnigen Terrasse kultiviert werden. Er verträgt zwar einige Fröste bis -5 °C, benötigt außerhalb der Küstenregion jedoch unbedingt ein Wintervlies.

Melianthus major: Wuchsform (© Gwenaëlle David) und Blume
die Wollmispel Eriobotrya japonica
Nein, große Blätter sind nicht nur etwas für Bäume in besonders großen Gärten! Die Japanische Wollmispel gehört wegen ihres üppigen, ausgesprochen exotischen Laubs, das sie das ganze Jahr über trägt, zu meinen liebsten kleinen Zierbäumen: Ihre langen, gewellten Blätter werden 20 bis 25 cm lang. Sie sind ledrig und auf der Oberseite glänzend, auf der Unterseite dagegen filzig und rostbraun. Ihre Blattadern treten stark hervor und verleihen ihr ein ausgesprochen exotisches Aussehen. Die Wuchsform dieses kleinen Baums ist herrlich: Er wächst ausgebreitet und entwickelt mit zunehmendem Alter fast eine Schirmform. Trotz ihrer tropischen Anmutung ist die Japanische Wollmispel bis -12 °C winterhart und kann in vielen Regionen gepflanzt werden. Lediglich die Fruchtbildung – im Winter erscheinende orangefarbene Früchte, auch Wollmispeln genannt – ist ab -4 °C gefährdet.

Eriobotrya japonica (© Gwenaelle David)
Der Amerikanische Tulpenbaum
Der Amerikanische Tulpenbaum ist ein sehr schöner sommergrüner Baum mit einzigartigen vierlappigen Blättern: Die Endlappen stehen weit auseinander und verleihen dem Tulpenbaum ein ungewöhnliches, charakteristisches Aussehen. Das hellgrüne Blatt wird etwa 15 cm groß und färbt sich im Herbst wunderschön orangegelb. Der Tulpenbaum ist daher an seinem besonderen Blattwerk leicht zu erkennen, aber auch an seiner prächtigen Sommerblüte, die ebenfalls einzigartig ist: Sie ähnelt großen Tulpen mit aufrechten Staubblättern. Leider blüht der Baum erst ab einem Alter von etwa 15 Jahren. Dieser bei voller Reife rund 20 m hohe Baum bevorzugt nährstoffreiche, frische, saure oder neutrale Böden und eignet sich für einen großen Garten oder Park.

Liriodendron tulipifera: Wuchsform (© Andreas Rockstein), Blätter und Blüten (© Leonora Enking)
Die Tränen-Kiefer
Warum einen Nadelbaum in diesem Beitrag über großblättrige Pflanzen erwähnen? Weil die Tränen-Kiefer aus dem Himalaya noch immer wenig verbreitet ist und einige der längsten, weichsten Nadeln dieser großen Familie besitzt. Ihre üppigen, anmutigen Nadelbüschel sind mit ihrem sehr originellen Wuchs wirklich einen Blick wert. Es handelt sich um sehr feine, bläulichgrüne Nadeln, die in einer Vielzahl von Büscheln wachsen und 20 bis 30 cm lang werden. Pinus wallichiana wird einstämmig oder mehrstämmig gezogen. Besonders gut kommt sie zur Geltung, wenn Sie sie an einen sonnigen Standort als Solitär auf einer Rasenfläche in einem großen Garten pflanzen (sie wird 15 m hoch). Sie ist ausgesprochen winterhart und verträgt jeden Boden.

Nadeln der Pinus wallichiana (© Wendy Cutler)
Die Ungarische Eiche
Unter dem Namen Ungarische Eiche bekannt, zeichnet sich Quercus frainetto durch sein besonders großes, außergewöhnliches Laub aus: Die sommergrünen Blätter werden etwa 20 cm lang und sind stark gelappt. Im Frühjahr erscheinen sie hellgrün, im Sommer glänzend dunkelgrün und im Herbst goldgelb. Die Ungarische Eiche gedeiht in Sonne oder Halbschatten und verträgt kalkhaltige Böden. Der majestätische Baum wächst recht schnell und spendet im Sommer leichten Schatten. Er erreicht eine Höhe von 20 m und eine Breite von etwa 12 m – daher nur für große Parkgärten geeignet!
Quercus dentata ‘Grandifolia’, ein weniger leicht erhältlicher, laubhaltender Kultivar aus Japan (‚Oh-gashiwa‘), besitzt erstaunliche, bis zu 40 cm lange Blätter!

Quercus frainetto: Frühlingslaub
Aber auch eine große Auswahl aus tropischen Regionen …
Diese Auswahl ist letztlich begrenzt und hätte auch das auffällige Laub anderer Bäume umfassen können, etwa das seidige Laub der Seidenakazie, die wunderschönen gelappten Blätter von Sassafras albidum, Feigenbäume und Brombeeren (darunter Papier-Maulbeere), einige Beales Mahonien sowie zahlreiche Bäume und Sträucher tropischer Herkunft wie die Engelstrompete mit ihren fantastischen tropischen Blüten … und sehr viele Palmen! Sie wären fast einen eigenen Artikel wert, denn ihr üppiges Laub gehört zum schönsten, was die Pflanzenwelt zu bieten hat. Dazu kommen Bananen und einige großblättrige Sukkulenten wie Agaven. Ihnen stehen unzählige Möglichkeiten offen, um Ihren Garten exotisch zu gestalten …

Das beeindruckende Laub von Sagopalmfarn, Agave, Banane und Mexikanischer Washingtonpalme
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