Cordyline im Topf kultivieren
Alle Tipps für eine schöne Terrasse!
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Keulenlilien sind schöne, immergrüne Pflanzen aus dem Süden mit Palmenoptik, die bei uns problemlos im Topf kultiviert werden können und Terrasse oder Balkon einen exotischen Touch verleihen. Manchmal als Dracaena australis bezeichnet, sind sie frostempfindlich und werden oft als Zimmerpflanzen kultiviert. Im Topf sind sie jedoch auch draußen wunderschön und sorgen für exotische Pflanzenszenen. Da manche Exemplare frostempfindlicher sind als andere, sollten Sie Sorten auswählen, die sich für die Topfkultur eignen und ausreichend winterhart sind, und ihnen die passende Pflege zukommen lassen.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie Keulenlilien im Topf richtig kultivieren!

Diese beiden Keulenlilien verleihen dem Eingangsbereich dieses Hauses einen wunderbar exotischen Touch! (© KM)
Welche Cordyline-Sorten?
Topfkultur ist bei winterlichen Kälteperioden immer kritischer. Für diese aus dem südlichen Pazifikraum und Neuseeland stammende Pflanze wählt man am besten wenig frostempfindliche Sorten, denn die Keulenlilie leidet bereits bei Temperaturen unter -3 °C (theoretisch verträgt sie kurzzeitig Frost bis -7 °C, allerdings nur im Freiland). Am besten bewährt sich die typische Cordyline australis, die kurzzeitig bis -8 °C toleriert, sowie generell Keulenlilien mit grünem Laub.
Achtung: Wie beim Neuseelandflachs sind panaschierte sowie rosa oder purpur gefärbte Blätter besonders empfindlich. Mit einem guten Winterschutz kann die Wahl dennoch auf eine farbige oder gestreifte Keulenlilie fallen, vor allem in milden Regionen.
Hinweis: Cordyline fruticosa und Cordyline indivisa mit ihrem breiten Laub und der ganz anderen Wuchsform werden bei uns hauptsächlich als Zimmerpflanzen kultiviert.

Keulenlilien mit grünem Laub, etwa die typische Art, eignen sich am besten für die Topfkultur (© Forest and Kim Starr)
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Cordyline: Pflanzen, Kultivieren, PflegenWelche Topfart und -größe?
Eine im Topf gepflanzte Keulenlilie bleibt weniger kräftig und kompakt als ein Exemplar im Freiland. Sie erreicht nur eine Höhe von maximal 1,50 m statt 3 bis 5 m im Freiland. Das Wachstum ist langsam, doch nach einigen Jahren bildet Cordyline australis auch im Topf einen Stamm aus (eine Blüte zeigt sich jedoch nur sehr selten). Da die Blattrosette breit wird, ist ein ausreichend großer Topf wichtig, ebenso wie genügend Substrat, um die Auswirkungen von sommerlicher Trockenheit und winterlicher Kälte abzumildern. Daher empfehlen wir einen Topf mit mindestens 50 cm Durchmesser. Der Topf muss ein Abflussloch haben. Achten Sie beim Material auf ein harmonisches Gesamtbild auf Terrasse oder Balkon. Tontöpfe sind poröser, halten die Feuchtigkeit weniger gut und müssen im Sommer häufiger gegossen werden.

Cordyline australis ‚Torbay Dazzler‘ im Topf (© Gwenaëlle David Authier) und Cordyline australis (© Torquay Palms)
Welches Substrat?
La Cordeline: Boden im Sommer frisch, im Topf leichte, drainierende Blumenerde mit Sand. Keulenlilie hasst Staunässe.
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Cordyline auswählenCordyline: der richtige Standort?
Cordyline: windgeschützt im Topf, sonnig bis halbschattig. Rote und panaschierte Blätter nur halbschattig. Ideal am Meer und in modernen Gärten.
Wann und wie pflanzen?
Pflanzen Sie im Frühjahr (idealerweise von Mitte April bis Ende Juni), wenn in Ihrer Region kein Morgenfrost mehr zu erwarten ist, damit die Pflanze vor dem Winter ausreichend Zeit zum Anwachsen hat.
- Legen Sie eine Tonscherbe über das Abflussloch
- Füllen Sie eine mindestens 10 cm dicke Schicht aus drainierendem Material (Blähton, Kies) ein
- Nehmen Sie die Pflanze aus ihrem Kunststofftopf und setzen Sie sie in die Mitte des Topfes, der zuvor etwa zur Hälfte mit Substratmischung gefüllt wurde
- Füllen Sie mit dem restlichen Substrat auf
- Gießen Sie die Pflanze
- Bringen Sie eine organische oder mineralische Mulchschicht, beispielsweise aus Blähton, auf, um die Cordyline vor der Sommerhitze zu schützen
Cordyline im Topf pflegen
Ob im Topf oder im Freiland: Die Keulenlilie ist eine beeindruckende Pflanze mit wenig Pflegeaufwand. Entfernen Sie nach und nach die unansehnlichen, trockenen Blätter. So kommt mit der Zeit ein immer dickerer Stamm zum Vorschein. Junge Pflanzen müssen jedoch unbedingt richtig vor den Wintermonaten geschützt werden, mindestens in den ersten drei Jahren.
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Gießen
Gießen Sie sparsam, denn Cordyline australis reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit im Wurzelbereich. Im Sommer sollte das Substrat jedoch stets frisch bleiben (etwa zweimal pro Woche; gießen Sie möglichst regelmäßig). Im Winter nur leicht gießen, etwa alle 10 Tage bis zwei Wochen, und nur, wenn die Pflanze im Gewächshaus oder Wintergarten steht.
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Düngen
Für diese genügsame Pflanze ist Dünger kaum nötig. Geben Sie ihn nur, wenn sich das Laub nicht mehr richtig entwickelt. Düngen Sie dann im Frühjahr während der Regeneration der Pflanze und wiederholen Sie die Gabe beispielsweise im Sommer (Grünpflanzendünger ist bestens geeignet; Sie können auch einen Palmendünger verwenden).
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Umtopfen
Wenn die Pflanze in einen ausreichend großen Behälter gepflanzt wurde, ist kein Umtopfen nötig, da sie langsam wächst. Andernfalls topfen Sie sie etwa alle 3 bis 4 Jahre im Frühjahr um.
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Überwintern
Wenn Sie nicht an der Atlantikküste oder im Mittelmeerraum wohnen, ist ein Winterschutz erforderlich. Wie so oft umfasst die Strategie vier wichtige Maßnahmen:
— Mulchen mit Mulchmaterial: Das ist entscheidend! Bedecken Sie den Boden beispielsweise mit einer Mischung aus gut getrocknetem Falllaub und Häckselgut. So wird die Kältewirkung auf das Substrat und damit auf die oberflächennahen Wurzeln begrenzt. Bringen Sie die Abdeckung im mittleren Herbst an, bevor die Kälte einsetzt.
– Schutz des Laubs mit einem Wintervlies: Damit lassen sich 1 bis 2 Grad gewinnen, die in strengen Wintern hilfreich sein können. Alternativ eignet sich ausreichend groß zugeschnittenes Jutegewebe, um die Blattrosette zu umhüllen. Dank der Durchlässigkeit des Vlieses oder Jutegewebes kann beides mehrere Wochen an Ort und Stelle bleiben. Sobald die Temperaturen steigen und die Sonne wieder scheint, können Sie die Pflanze aufdecken (bei kalten Nächten das Vlies erneut anbringen …).
– Schutz des Topfes: Wenn Sie den Topf mit Luftpolsterfolie, Jutegewebe, einer Fußmatte, einer Isomatte oder einem anderen kälteabweisenden Material umwickeln, entsteht eine hilfreiche kleine Schutzbarriere, die den Topf besser vor Kälte abschirmt.
→ Mehr erfahren Sie in unserem Artikel Keulenlilie überwintern.
– Eine letzte, leicht umzusetzende Maßnahme: Stellen Sie den Topf erhöht auf, etwa auf einige Bretter oder Ziegel, damit er keinen Kontakt zu kaltem oder gefrorenem Boden hat.
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