Drachenbaum im Haus: Krankheiten und Parasiten
Tipps: Erkennen, Vorbeugen, Behandeln
Inhaltsverzeichnis
Dracaena (Drachenbaum): pflegeleicht und luftreinigend, aber bei falscher Pflege anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Krankheiten erkennen, behandeln und vorbeugen.
Dracaena-Pflege für gesunde Pflanzen
Auch wenn der Drachenbaum für seine Toleranz und Robustheit bekannt ist, gilt auch für ihn die goldene Regel jeder Pflanzenpflege: Vorbeugen ist besser als Heilen. Ein gut eingewurzelter Drachenbaum in einer gesunden Umgebung mit guten Kulturbedingungen widersteht Pathogenen und Parasiten deutlich besser. Diese Maßnahmen helfen, Risiken stark zu senken und einen gesunden Drachenbaum zu erhalten:
- Passendes Substrat für optimale Drainage: Wie die meisten Zimmerpflanzen verträgt der Drachenbaum keine Staunässe im Wurzelbereich. Bieten Sie ihm daher ein leichtes, gut drainierendes Substrat, idealerweise aus spezieller Blumenerde für Zimmerpflanzen mit etwas Sand oder Perlite. Der Topf muss natürlich ein Abzugsloch haben. Umtopfen alle drei bis vier Jahre erneuert das Substrat.
- Richtiges Gießen: Zu häufiges und reichliches Gießen fördert die Entwicklung von Pilzen und Bakterien. Gießen Sie daher im Frühjahr und Sommer regelmäßig einmal pro Woche, sobald das Substrat auf 2 bis 3 cm Tiefe abgetrocknet ist. Im Herbst und Winter wird nur noch alle zwei bis drei Wochen gegossen. Verwenden Sie kalkarmes Wasser, idealerweise Regenwasser, mit Raumtemperatur.
- Geeignete Umgebung: Der Drachenbaum bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Sonne. Die Temperatur sollte zwischen 18 und 25 °C liegen, jedoch nie unter 12 °C sinken. Für eine mäßige Luftfeuchtigkeit empfiehlt es sich außerdem, das Laub regelmäßig zu besprühen.

Ein Drachenbaum (hier fragrans) mit guten Kulturbedingungen erweist sich als robust
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Drachenbaum: Pflanzen und PflegeSchädlinge am Drachenbaum
Der Drachenbaum kann zum Ziel mehrerer bekannter Schädlinge von Zimmerpflanzen werden. Einige befallen den Pflanzensaft, andere verursachen mechanische Schäden oder begünstigen Sekundärinfektionen. Eine schnelle Bestimmung und geeignete Maßnahmen sind entscheidend, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Wollläuse und Schildläuse
Schildläuse gehören zu den am häufigsten am Drachenbaum beobachteten Parasiten. Sie sind an watteartigen Ansammlungen an den Knoten oder manchmal an bräunlichen Schalen zu erkennen, die die weiblichen Tiere schützen. Sie produzieren Honigtau, der die Entwicklung von Rußtau auf den Blättern begünstigt. Schildläuse saugen den Pflanzensaft.

Schildläuse gehören zu den am häufigsten am Drachenbaum beobachteten Parasiten (KI-generiertes Bild)
Die Folgen
Der Drachenbaum wird geschwächt und wächst langsamer, das Laub vergilbt und kann abfallen. Rußtau bildet sich und bedeckt die Blätter mit einem rußähnlichen schwarzen Belag.
Was tun?
Zunächst sollten Sie die Schildläuse mit einem in 70 °C Alkohol getränkten Wattestäbchen abkratzen. Anschließend besprühen Sie die Pflanze mit einer Seifenlösung aus einem Liter Wasser und je einem Teelöffel der folgenden Zutaten: flüssige Schwarze Seife, Brennspiritus und Pflanzenöl.
Diese Spritzung kann wöchentlich wiederholt werden.
Rote Spinnmilben
Rote Spinnmilben sind Milben und keine Spinnentiere, die sich vor allem in trockener, warmer Luft entwickeln. Sie vermehren sich sehr schnell.
Die Folgen
Die Blätter weisen eine weißliche oder gelbliche, punktförmige Verfärbung auf und wirken zusätzlich gräulich. Schließlich trocknen sie ein. An der Blattbasis oder zwischen den Stängeln sind sehr feine Gespinste zu sehen. Bei starkem Befall kann die Pflanze absterben.
Was tun?
Am einfachsten ist es, das Laub regelmäßig mit eher kühlem Regenwasser zu besprühen, idealerweise abends. So bleibt die Luft rund um die Pflanze leicht feucht.
Bei stärkerem Befall können Sie 20 Tropfen ätherisches Rosmarinöl, 4 Tropfen flüssige Schwarze Seife und 5 ml Pflanzenöl in einem Liter Wasser verdünnen und auf das Laub sprühen. Auch Brennnesseljauche erweist sich als sehr wirksam.
Blattläuse
Die am Drachenbaum seltener auftretenden Blattläuse können gelegentlich das Laub besiedeln, vor allem im zeitigen Frühjahr. Durch einfaches Abspülen mit Wasser oder eine Behandlung mit Schwarzer Seife lassen sie sich schnell beseitigen.
Thripse
Die unscheinbaren, aber gefährlichen Thripse sind mit bloßem Auge schwer zu erkennen. Es handelt sich um besonders hartnäckige stechende Insekten, die sich vom Pflanzensaft ernähren. Sie können Überträger pflanzenpathogener Viren sein.
Die Folgen
Die Blätter werden silbrig oder marmoriert und sind mit kleinen schwarzen Punkten übersät, bei denen es sich um die Ausscheidungen der Insekten handelt. Das Laub verformt sich, fällt ab und die Pflanze wächst langsamer.
Was tun?
Da Thripse Wärme und Trockenheit schätzen, vertreibt regelmäßiges Besprühen des Laubs mit Wasser die Schädlinge. Bei stärkerem Befall kann ein Knoblauchsud sehr wirksam sein.
Weitere Schädlinge im Blick behalten
Ein Befall mit Weißen Fliegen ist jederzeit möglich, besonders wenn Ihr Drachenbaum an einem sehr warmen und hellen Standort steht. Diese stechenden und saugenden Insekten sind an der weißen Wolke zu erkennen, die sie bei Störung bilden. Sie schwächen die Pflanze erheblich. Eine Behandlung mit Seifenwasser beseitigt sie meist.

Weiße Fliegen sollten am Drachenbaum beobachtet werden
Trauermücken oder Pilzmücken beziehungsweise ihre Larven leben in der Blumenerde und ernähren sich von den Feinwurzeln der Pflanze. Jungpflanzen an einem warmen und feuchten Standort sind am empfindlichsten. Um sie loszuwerden, muss der Drachenbaum unbedingt in ein frisches Substrat umgetopft werden.
Die wichtigsten Krankheiten des Drachenbaums
Mehr als echte Krankheiten sind beim Drachenbaum meist die direkten Folgen falscher Pflege verbreitet:
- Wurzelfäule (Phytophthora): Das Laub vergilbt und welkt, die Wurzeln werden weich oder schwarz. Topfen Sie die Pflanze in ein gut durchlässiges Substrat um und entfernen Sie zuvor die befallenen Wurzeln. Anschließend sollte die Bewässerung kontrolliert werden, um übermäßige Feuchtigkeit zu vermeiden
- Blattflecken auf dem Laub: Die Flecken sind meist braun oder gelb, manchmal rot umrandet. Ursache sind zu viel Feuchtigkeit oder Wasser in der Blumenerde in Verbindung mit schlechter Belüftung. Entfernen Sie die befallenen Pflanzenteile und verbessern Sie die Kulturbedingungen
- Vergilbendes Laub kann auf zu viel Wasser, aber auch auf Lichtmangel, ein ungeeignetes Substrat oder einen Temperaturschock hindeuten
- Trockene Blattspitzen sind Symptome einer zu trockenen Raumluft. Besprühen Sie das Laub einfach mit Regenwasser oder kalkarmem Wasser auf Zimmertemperatur.

Vergilbendes Laub ist oft auf zu viel Wasser, Lichtmangel oder ein ungeeignetes Substrat zurückzuführen (KI-generiertes Bild)
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