Garten im Neubaugebiet: gestalten & personalisieren
Ideen und Tipps
Inhaltsverzeichnis
Klein, schlicht, mit wenig Privatsphäre: Reihenhausgärten wirken schwer zu gestalten. Doch klare Formen erleichtern die Planung und reduzieren die Pflege. Mit kreativen Ideen gestalten Sie Ihren Garten individuell!
Größer wirken lassen
Reihenhausgärten sind nicht gerade für ihre Großzügigkeit bekannt. Dennoch gibt es viele Tricks, um diesen kleinen Mangel zu kaschieren und ihnen die Wirkung eines großen Gartens zu verleihen! Der erste Trick besteht darin, die Grenzen vergessen zu lassen. Wenn man das Ende eines Gartens nicht sieht, kann man ihn nur für größer halten. Ist er von Mauern oder Zäunen umgeben, kaschieren Sie diese mit Pflanzen. Bambus oder einige Pflanzen Chinaschilf Giganteus erledigen diese Aufgabe schnell und wirkungsvoll. Wenn Sie sich für Bambus entscheiden, wählen Sie ihn sorgfältig aus oder planen Sie eine Rhizomsperre ein, damit er sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Ein weiterer Trick besteht darin, einen Teil der Mauer am Ende des Gartens sichtbar zu lassen und dort eine Tür einzubauen. Obwohl sie nirgendwohin führt, lässt diese Tür eine Fortsetzung des Rundgangs erahnen.
→ Auch lesenswert: „Welche Bambusart wählen? Unsere Tipps“

Versuchen Sie, die Grundstücksgrenzen mit Pflanzen zu kaschieren
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7 Bäume für kleine GärtenWand farbig streichen
Eine farbige Mauer setzt Blätter und Blüten in Szene, schafft Kontraste und macht den Garten individueller. Zudem wirkt er tiefer und größer.
Eine Terrasse als echter Lebensraum
Eine Terrasse am Haus ist ein Muss! Ob aus Holz, Stein, Platten oder Beton – sie schafft einen ersten Gartenraum. Hier verbringen Sie viel Zeit mit Familie und Freunden. Deshalb sollten Sie diesen Gartenbereich besonders schön gestalten. Legen Sie dazu Beete rund um die Terrasse an! Sie rahmen sie ein und verbinden sie mit dem übrigen Garten. Setzen Sie auf gestaffelte Blütezeiten: Cyclamen erhellen den Frühlingsbeginn, gefolgt von den kleinen rosa Blütenbällen des Steintäschels. Im Sommer kommen unter anderem Akanthus, Eisenhut und Astilbe zur Geltung. Im Herbst spielen die Blätter die Hauptrolle, etwa die des Himmelsbambus domestica, die sich purpurrot färben. Auch im Winter ist der Garten nicht tot! Der Blutrote Hartriegel, der im Sommer schöne Blätter trägt, besticht in der kalten Jahreszeit durch rote bis orangefarbene Zweige. Als krönender Abschluss für die Terrasse dient ein Sonnensegel! Es schützt Sie im Sommer vor brennender Sonne und verleiht dem Garten eine moderne Note.

Die Terrasse ist ein echter Lebensraum!
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Die Gestaltung eines kleinen GartensMehrere Bereiche gestalten
Reihenhausgärten sind zwar klein, aber leicht zu strukturieren. Mehrere Bereiche nutzen den Außenraum optimal: Ess- und Sitzecke, Beete sowie ein Spielplatz. Nach der Terrassengestaltung bleibt der übrige Garten. Wie wäre es mit einer kleinen Leseecke am Gartenende? Pflanzen Sie Sträucher wie einen Angelikabaum und einen Europäischen Perückenstrauch und stellen Sie einen Sessel auf. Auch eine kleine zweite Terrasse aus Platten oder Holz ist möglich. Bequeme Sitzplätze, ein Staudenbeet und ein Brunnen schaffen Ruhe. Für Kinder eignen sich Holzhütte, Iglu oder Tipi.
Verbinden und strukturieren
Wege verbinden Terrasse und Kinderecke: Kurven, Diagonalen, Stein, Holz oder Beton. Beete, Wege und Terrassen strukturieren Sie mit passenden Kanten.
Ein Garten ohne Baum … oder fast!
In einem kleinen Garten ist ein Baum nicht immer sinnvoll! Steht er zu nah am Haus, können seine Wurzeln die Fundamente beschädigen. Zu dicht an den Nachbargrundstücken kann er außerdem stören. Dann müssten Sie ihn stark zurückschneiden, was bei einem gesunden Baum nicht empfehlenswert ist. Prüfen Sie daher vor dem Kauf genau die ausgewachsene Größe! Bäume sind jedoch nicht zwingend nötig. Hohe Gräser und Sträucher schaffen ausreichend Volumen für eine schöne Pflanzendichte im Hintergrund von Beeten. Es gibt aber auch kleine Bäume, die für Reihenhausgärten geeignet sind. Dazu gehören Japanische Ahorne! Der Breitfingrige Shirasawa-Ahorn Acer shirasawanum ‚Aureum‘ wird 4 m hoch und 3 m breit. Sein grünes Laub färbt sich im Sommer goldgelb. Ein weiterer attraktiver Kleinbaum ist die Harlekinweide! Der Kultivar Hakuro Nishiki wird nur 1,5 m hoch und bildet eine schöne kugelige Krone. Im Laufe der Jahreszeiten wechselt die Blattfarbe von Lachsrosa über Weiß zu Grün. Diese winterharte Kleinweide bevorzugt Halbschatten und wächst schnell.
→ Weiterlesen: „7 perfekte Bäume für kleine Gärten“ und „Bäume und Sträucher pflanzen: Was sagt das Gesetz? 8 Fragen und Antworten“
Eine kleine Gemüsebeet-Ecke
Sie haben nicht so viel Platz wie ein Gemüsebaubetrieb – und das ist gut so! Ein großer Gemüsegarten bedeutet viel Arbeit, weniger Platz ist daher von Vorteil! Einige Reihen Tomaten, Möhren, Zucchini und Kartoffeln sind bereits ein guter Anfang. Umgeben Sie Ihren Gemüsegarten ruhig mit Großer Kapuzinerkresse und Ringelblumen. Diese hübschen Blumen halten Schädlinge fern und schmücken den Rand der Anbaufläche. Wenn Sie keinen Platz mehr am Boden haben, setzen Sie auf erhöhte Hochbeete. In Arbeitshöhe erleichtern sie die Gartenarbeit und lassen sich auf der Terrasse aufstellen. Denken Sie daran, Blumenkästen an Ihren Fenstern anzubringen und mit Küchenkräutern zu bepflanzen. So sind sie von der Küche aus stets griffbereit und nehmen im Garten keinen Platz weg.

Ein Beispiel für die Gestaltung eines erhöhten Hochbeets
→ Lesetipp: „Erhöhte Hochbeete: Warum und wie baut man sie?„
Mit Ebenen spielen
Mehr Charakter: Ebenen gliedern Garten. Hochterrasse, tieferer Spielbereich, Kinder im Blick und Ruhezone – mit bepflanzten Böschungen, Mauern und Stufen.
Üppige Beete anlegen
Beete prägen die Gartenstimmung und schaffen Ihr kleines Paradies. Sie verwischen an den Gartengrenzen die Grenzen und teilen Bereiche wie Terrasse und Pool. Dichte Pflanzungen schützen vor neugierigen Blicken, lockere lassen den Blick schweifen. Hohe Pflanzen kommen nach hinten, niedrige nach vorn. Sträucher und Kletterpflanzen wie Sternjasmin stehen natürlich im Hintergrund. In der Mitte wachsen höhere Stauden wie Prachtkerze und mittelhohe Gräser wie Astelie. Im Vordergrund stehen kleinere Stauden wie Akelei und Herzblume. Beete brauchen Pflege: Rückschnitt, Gießen und Jäten. Mulchen spart Zeit, hemmt Unkraut, hält im Sommer Feuchtigkeit und im Winter Wärme. Für einen pflegeleichten Garten pflanzen Sie Bodendecker wie Storchschnabel. Sie brauchen kaum Pflege, außer ihre Ausbreitung zu begrenzen.
Fehler vermeiden
Schluss mit der Photinienhecke
Photinien gehören zu den häufig verwendeten Heckensträuchern. Zu häufig! In vielen Gärten findet man diese Art mit glänzenden Blättern, die sich von Grün zu Rot verfärben. Bei natürlicher Wuchsform ist sie ein schöner Strauch, doch ihr Erfolg macht sie allgegenwärtig und lässt sie an Eleganz verlieren. Für mehr Charakter und Individualität im Garten bietet sich eine gemischte Hecke an. Sie können blühende Gehölze, kleine Obstbäume und andere bienenfreundliche Sträucher kombinieren. Schneiden Sie Ihre Hecke nicht akkurat in Form! Lassen Sie die natürliche Wuchsform durch einen sanften Rückschnitt zur Geltung kommen, der das Wachstum begleitet, ohne den Strauch zu zwingen. Pflanzen Sie zum Beispiel eine Felsenbirne mit rundlicher Wuchsform und schönen weißen Frühlingsblüten. Ergänzen Sie sie durch kleine Obstbäume wie einen Zwergpfirsich oder eine Zwergkirsche, die nicht höher als 2 m werden. Setzen Sie außerdem auf üppige Blüten, etwa eine schöne Hortensie oder einen Schneeball.

Blühende Hecke im Frühling
Schluss mit dem Trampolin
Es ist nicht nur wenig ästhetisch, sondern auch gefährlich für Kinder. Es gibt andere Möglichkeiten, damit die Kleinen im Garten Spaß haben und dieser schön bleibt. Warum nicht eine Hütte bauen oder einen Unterstand kaufen? Aus Holz fügt er sich dezent ein und wird zum Rückzugsort der Kinder. Sie können ihnen auch ein kleines Beet überlassen! Wie in einem Gemüsebeet können sie dort Zier- oder Gemüsepflanzen ausprobieren und ihre eigene Pflanze im Garten haben. So lernen sie den Garten kennen und beschäftigen sich sinnvoll. Erdbeeren eignen sich besonders gut, da die Kinder die Früchte ihrer Arbeit genießen können. Auch ein Sandkasten lässt sich in die Gartengestaltung integrieren. Lang und schmal kann er zwei Gartenbereiche voneinander abgrenzen!
Weniger ist mehr
Vergessen Sie Plastik-Buddhas, weiße und schwarze Kiesel, Gartenzwerge und künstliche Pilze! Etwas Dekoration kann einen Garten verschönern, doch eine Fülle von Gegenständen lässt ihn an Wirkung verlieren. Die Authentizität des Außenbereichs geht verloren, die durch schöne Pflanzenverbände geprägt wird. Wenn Sie Dekoration mögen, setzen Sie lieber auf Pflanzen mit ungewöhnlichen Blättern, Blüten oder Früchten! Die Lampionblume etwa trägt im Herbst orange Früchte, die kleinen Lampions ähneln. Unter den Kletterpflanzen ist Clematis Taiga eine echte botanische Besonderheit, die jeden Garten schmückt. Der Taschentuchbaum trägt dagegen weiche weiße Blüten, die verblüffend an kleine weiße Stoffstücke erinnern. Sehr originell und im Handumdrehen eine dekorative Bereicherung für den Garten!
Ein Zaun … oder nicht!
Überlegen Sie vor dem Aufstellen eines Zauns, welche Alternativen es gibt. Müssen Sie den ganzen Garten einzäunen? Manche Siedlungen grenzen an Felder oder einen Wald. Warum den Garten in diesem Fall nicht offen lassen und den Ausblick genießen? Wenn Sie von Nachbarn und Straßen umgeben sind, können Beete als Abgrenzung dienen. Setzen Sie einfach an einigen Stellen dichte Sträucher in den Hintergrund, um den Garten abzuschirmen. Die Berberitze ist ideal, denn niemand möchte durch ihre Dornen gehen. Denken Sie auch an immergrüne Sträucher wie Abelie, Aukube, Lampenputzerstrauch, Pfaffenhütchen, Orangenblume und Zwergkoniferen. Prüfen Sie in der Satzung der Siedlung genau, welche Vorgaben für die Einfriedung gelten.
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