Gartenteich im Frühling pflegen
5 Tipps zur Teichpflege im Frühling
Inhaltsverzeichnis
Teiche fördern die Biodiversität, brauchen aber Pflege. Im Frühling stehen Reinigung und Neustart an: Diese Arbeiten machen den Teich fit für den Sommer.

Teich reinigen
Der Frühjahrsputz im Garten gilt auch für einen Teich oder ein anderes Gewässer!
- Wer dies nicht im Winter erledigt, sollte möglichst viele Pflanzenreste entfernen, die sich an der Wasseroberfläche oder auf dem Teichgrund angesammelt haben: Laub, Algen … Im Frühjahr verhindert diese Arbeit, dass sich die Algen ausbreiten, da viel organisches Material vorhanden ist und die Pflanzen sie noch nicht ausreichend verdrängen können. Außerdem gelangt dadurch mehr Licht ins Wasser. Verwenden Sie einen Algenrechen, einen Kescher oder einen Skimmer, um Oberflächenabfälle aus großen Teichen oder Gewässern abzusaugen. In Teichen, in denen sich Schlamm angesammelt hat, sollte auch ein Teil des Teichgrunds gereinigt werden (obwohl dies grundsätzlich im Herbst empfohlen wird, damit die erwachenden Insekten und frisch laichenden Amphibien nicht gestört werden).
- Erneuern Sie nur ein Drittel des Wassers, damit Pflanzen und Fische ab April allmählich erwachen können. Das stört das bestehende Ökosystem nicht. Einen stark verschmutzten Teich können Sie nach vollständigem Ablassen und gründlicher Reinigung komplett neu befüllen. Füllen Sie den Teich im April in rauem Klima (Gebirgsregionen) wieder auf, wenn Sie ihn geleert haben. Warten Sie jedoch, bis sich das Wasser erwärmt, bevor Sie Pflanzen einsetzen und Fische einbringen.
- Reinigen Sie auch die Pflanzen: Entfernen Sie wie im Ziergarten abgestorbene Pflanzenteile, damit sie wieder kräftig austreiben.
- Wirken Sie in den südlichen Regionen des Landes der Verdunstung entgegen, indem Sie ab Mai bei warmem Wetter Wasser nachfüllen.
- Bekämpfen Sie ab Mai die sich bildenden Algen (mehr Informationen unter Grün- und Fadenalgen im Teich bekämpfen).
→ Lesen Sie auch: Wie reinigt man einen von Seerosen überwucherten Teich?

Lesen Sie auch
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Zwei wichtige Punkte betreffen vor allem die Wasserfilterung und die Teichstruktur:
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Pumpe einwandfrei funktioniert und nicht durch Schmutz verstopft ist, denn Filterung und Umwälzung des Wassers sind entscheidend, damit es nicht stagniert und sich eintrübt, was eine Algenvermehrung begünstigt. Reinigen Sie den Filter im März und nehmen Sie das Filtersystem wieder in Betrieb. Entleeren Sie auch den Pumpenschlauch, um alle Rückstände zu entfernen. Sie können ihn wieder in Betrieb nehmen, sobald keine Morgenfröste mehr auftreten und die Wassertemperatur etwa 9 °C erreicht. Tauchpumpen, die deutlich stärker verschmutzen, sollten Sie gründlich reinigen.

- Bei biologischen Filtern setzen Sie handelsübliche nitrifizierende Bakterien wieder ein, die zur Wasserreinigung beitragen. Bei mechanischen Filtern mit Sieb reinigen Sie das Gitter gründlich.
- Kontrollieren Sie den pH-Wert des Teichwassers mit speziellen Teichwassertestern (als Teststreifen, elektronische oder flüssige Tests).
- Kontrollieren Sie auch den Wasserstand mit einem Wasserstandsregler, um die erste Verdunstung an wärmeren Tagen auszugleichen.
- Prüfen Sie vor dem Befüllen des Teichs, ob Lecks abgedichtet werden müssen. Nagetiere können die Teichfolie beschädigen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für solche kleinen Reparaturen.
- Bessern Sie die Teichränder aus, die aus Steinen und Felsen bestehen, falls diese verrutscht sind und die unschöne Teichfolie sichtbar wird.

→ Auch lesenswert: Die Geheimnisse eines perfekten Teichs: das Gleichgewicht des Wassers bewahren.
Pflanzen setzen und vermehren
Wie im Freilandgarten ist der Frühling die beste Jahreszeit, um einen Teich oder Gartentümpel zu ergänzen oder zu erneuern. Dazu können Sie:
- Neue Pflanzen setzen, um die Gestaltung zu erneuern: Stauden an den Ufern sowie aquatische Pflanzen, die Sie in Regionen mit milden Wintern ab März einsetzen können, sofern sich das Wasser bereits ausreichend erwärmt hat. Die winterhärtesten Wasserpflanzen setzen Sie erst ab April, gegebenenfalls sogar erst im Mai (Hornklee, Papyrusstaude usw.).
- Die Wurzelstöcke aquatischer Pflanzen teilen und vermehren, die wieder austreiben: So lockern Sie zu groß gewordene Pflanzen auf und ermöglichen ihnen eine bessere Entwicklung. Teilen Sie die Rhizome von Hornklee und Seerose (in den meisten Regionen im April), aber auch Gelbe Sumpf-Schwertlilie oder Horste aquatischer Gräser (Segge, Kalmus usw.).
- Ihre Stecklinge verpflanzen, wenn Sie im Herbst welche gezogen haben, und Pflanzen umtopfen, deren Substrat erschöpft ist.
Mein Tipp: Gestalten Sie den Teich aus ästhetischen Gründen möglichst abwechslungsreich mit Wasserpflanzen (Schwimmpflanzen wie Seerosen, halb-aquatische Pflanzen wie Dickstielige Wasserhyazinthe, Kleefarn und viele andere sowie Uferpflanzen). Für das Gleichgewicht des Teichs sollten Sie außerdem sauerstoffspendende Pflanzen integrieren.
→ Lesen Sie Angéliques Tipps im Beitrag Die beste Pflanzzeit für Teichpflanzen.

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Wenn möglich: Beginnen Sie ein Tagebuch
Frühling ist ideal für ein Teichtagebuch – auf Papier oder am Computer. Notieren Sie, was gut funktioniert, Pflanzungen, Pflegetermine und den Blühkalender.
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