Giftige Pflanzen für Tiere
Manche Pflanzen sind für Haustiere wie Katzen, Hunde und Pferde gefährlich.
Inhaltsverzeichnis
Giftige Pflanzen für Haustiere: meist erst in großen Mengen gefährlich. Achten Sie auf Jungtiere, Rückschnitt und Unkrautjäten. Alphabetische Liste.
Giftige Pflanzen im Garten
Im Ziergarten zeigen diese Pflanzen und Sträucher im Laufe der Jahreszeiten ihre schönsten Blüten- oder Laubfarben. Manche tragen zudem dekorative Beeren, die für Vögel sehr attraktiv sind. Hinter all dieser Schönheit verbergen sich jedoch manchmal unangenehme Überraschungen. Viele in unseren Gärten kultivierte Pflanzen und Sträucher enthalten mehr oder weniger schädliche Wirkstoffe. Daher ist Vorsicht geboten, wenn Sie diese Pflanzen anbauen:
- Der Eisenhut (Aconitum nappelus) ist eine krautige Staude aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Er bildet große, luftige Ähren mit meist blauen, manchmal weißen oder gelben Blüten. Alle Pflanzenteile sind giftig, da sie mehrere Alkaloide wie Aconitin enthalten. Der Eisenhut ist bei Verschlucken sehr giftig.
- Der Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis) ist eine Ackerbegleitpflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Es trägt kleine blutrote Blüten mit schwarzen, samtigen Antheren. Die Pflanze enthält das herzwirksame Glykosid Adonitoxigenin, das unter anderem für Katzen sehr giftig ist.
- Die Akelei (Aquilegia) ist ebenfalls eine Staude aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Ihre farbenfrohen Blüten besitzen lange Sporne, die die Blütenblätter verlängern. Vor allem die Samen sind gefährlich, doch auch die übrigen Pflanzenteile sind wegen ihres Gehalts an cyanogenen Glykosiden schädlich. Bei Verschlucken sehr giftig.
- Azaleen und Rhododendren sind reich blühende Sträucher aus der Familie der Heidekrautgewächse. Sie sind giftig, da sie Acetylandromedol enthalten. Die gesamte Pflanze einschließlich des Pflanzensafts ist gefährlich.
- Die Kaladie ist eine Sommerzwiebel aus der Familie der Aronstabgewächse. Ihre großen, herzförmigen Blätter begeistern mit vielfältigen Farben. Sie enthält Calciumoxalat, das besonders für Katzen sehr gefährlich ist. Die gesamte Pflanze ist giftig, auch bei Hautkontakt.
- Die Chrysantheme ist eine im Herbst blühende Staude. Obwohl sie oft mit dem Friedhof verbunden wird, hat sie ihren Platz in jedem Garten. Achten Sie jedoch auf Ihre Tiere, denn ihre Blätter und Stängel enthalten verschiedene giftige Wirkstoffe.

Azalee, Akelei, Eisenhut, Adonisröschen, Kaladie, Chrysantheme, Zeitlose und Christrose können im Garten schädlich sein
- Die Herbst-Zeitlose (Colchicum autumnale) ist eine Knollenpflanze aus der Familie der Liliengewächse. Sie blüht im Herbst rosa, violett oder weiß. Sie enthält Colchicin, und die gesamte Pflanze einschließlich der Blüte ist gefährlich.
- Stechapfel und Engelstrompete kommen in zwei Formen vor: baumartig und krautig. Beide gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Ihre Giftigkeit ist bekannt, da sie zahlreiche Wirkstoffe wie Atropin enthalten.
- Der Fingerhut (Digitalis) ist eine zweijährige oder mehrjährige Pflanze mit langen Blütenständen in zahlreichen Farben. Er ist giftig, da er herzwirksame Substanzen enthält.
- Die Christrose oder Schwarze Nieswurz (Helleborus) gehört zu den wenigen Stauden, die im Winter weiß, rosa, purpur oder sogar grün blühen! Alle Pflanzenteile sind wegen ihrer Wirkung auf das Herz giftig.
- Die Hortensie oder Hydrangea ist dank ihrer Anpassungsfähigkeit und prächtigen Blüte in den meisten Gärten zu finden. Dennoch ist sie schädlich, da sie Blausäure enthält, die dem Cyanid ähnelt. Kein Teil der Pflanze darf von Tieren gefressen werden.
- Kirschlorbeer und Oleander aus der Familie der Hundsgiftgewächse sind beim Verschlucken aller Pflanzenteile sehr giftig: beim Kirschlorbeer Samen und Blätter, beim Oleander Blüten, Blätter und Holz.
- Die Lobelie (Lobeliea) ist eine Staude oder einjährig und gehört zur Familie der Glockenblumengewächse. Ihre üppigen Blüten stehen in Ähren. Die gesamte Pflanze ist bei Verschlucken giftig, da sie Lobelin enthält.
- Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) zählt zu den häufigsten Ursachen für Vergiftungen bei Katzen. Die gesamte Pflanze ist giftig, besonders problematisch sind jedoch Blüten und Früchte. Das Maiglöckchen enthält zwei herzwirksame Glykoside, Convallosid und Convallatoxin, sowie das reizend und harntreibend wirkende Saponin Convallarin.
- Die Weißwurz (Polygonatum) ist eine Unterholz-Staude mit weißen, glockenförmigen Blüten. Die gesamte Pflanze ist giftig, insbesondere die Beeren, vor allem für Katzen.

Weißwurz, Fingerhut, Oleander, Lobelie, Maiglöckchen und Engelstrompete sind für Tiere gefährlich, meist beim Verschlucken.
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Viele Zwiebelpflanzen sind für Tiere gefährlich, insbesondere für junge Hunde und Katzen, die gerne daran knabbern. So sind Narzissen, Lilien, Schwertlilien und Aronstab beim Verzehr besonders giftig. Narzissen enthalten mehrere Alkaloide, darunter Lycorin, Narcissin und Saponine. Lilien enthalten Colchicin, das vor allem in jungen Blättern und Knospen konzentriert ist. Bei Schwertlilien sind die Zwiebeln am giftigsten.

Schwertlilie, Narzisse, Lilie und Aronstab
Aronstab enthält Coniin, ein Alkaloid, das den Herzrhythmus stören kann. Beim panaschierten oder gefleckten Aronstab ist die gesamte Pflanze giftig, bei der Zimmercalla nur der Pflanzensaft.
Achten Sie daher nicht nur im Garten auf Ihre Haustiere, sondern auch am Lagerort der Zwiebeln.
Gefährliche Sträucher und Bäume für Vierbeiner
Viele Bäume und Sträucher können auch eine Gefahr für unsere Haustiere darstellen. Daher ist beim Heckenschnitt besondere Vorsicht geboten. Führen Sie den Schnitt immer in Abwesenheit Ihrer Haustiere durch und lassen Sie Schnittgut niemals liegen, damit sich Katzen oder Hunde nicht darin wälzen und es beim anschließenden Putzen indirekt aufnehmen.
Mehrere Bäume und Sträucher sind gefährlich:
- Die Aukube (Aucuba japonica) ist ein Strauch mit dekorativem Laub und roten Beeren aus der Familie der Hartriegelgewächse. Ihre Beeren und Blätter enthalten Aucubin und sind mäßig giftig.
- Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) ist für Tiere und besonders für Pferde sehr giftig. Er enthält zahlreiche Alkaloide wie Buxin, Parabuxin und Buxinidin.
- Der Gewöhnliche Goldregen oder Gewöhnliche Goldregen (Laburnum anagyroides) ist ein großer Strauch aus der Familie der Hülsenfrüchtler mit ausgebreiteter oder überhängender Wuchsform. Er ist an seinen langen, goldgelben Blütentrauben zu erkennen. Die gesamte Pflanze ist giftig, auch die trockenen Pflanzenteile.
- Der Eukalyptus ist ein Baum aus der Familie der Myrtengewächse mit stark aromatischem Laub. Da er cyanogene Glykoside und Eukalyptol enthält, ist er für Tiere giftig.
- Der Wacholder (Juniperus) ist ein trockenheitsverträglicher und winterharter Nadelbaum, der mit der Zypresse verwandt ist. Deshalb findet man ihn überall in Frankreich. Dennoch enthalten die meisten Sorten Thujon und Terpenalkohol, die für Tiere gefährlich sind.
- Der Ginkgo biloba oder Fächerblattbaum ist bei Aufnahme und Kontakt sehr giftig, besonders für Hunde und Katzen. Zugleich ist er mit seinem im Herbst goldgelben dekorativen Laub eine echte botanische Besonderheit.
- Die Eibe (Taxus baccata) ist mit ihrer rotbraunen Rinde sehr dekorativ und ideal für Hecken. Dennoch ist die gesamte Pflanze, auch im trockenen Zustand, gefährlich. Entfernen Sie Schnittgut daher sorgfältig.
- Der Schattenglöckchen oder die Japanische Lavendelheide (Pieris japonica) ist ein dichter Strauch für Einfassungen oder Beete. Besonders die Blätter sind für alle Haustiere gefährlich.

Wacholder, Ginkgo biloba, Buchsbaum, Goldregen, Robinie, Aukube, Pieris japonica, Lebensbaum und Eibe sind eine Gefahr für Hunde, Katzen und Pferde
- Die Gewöhnliche Robinie oder Gewöhnliche Scheinakazie (Robinia pseudoacacia) ist ein kleiner, dorniger Baum, der in Frankreich häufig kultiviert wird. Er bildet duftende weiße Blüten in Trauben. Rinde und Zweige enthalten ein Glykosid sowie ein cyanogenes Alkaloid und sind für Pferde und allgemein für alle Tiere sehr giftig.
- Der Lebensbaum (thuja occidentalis) ist sehr anspruchslos. Deshalb wurde und wird er für Hecken gepflanzt. Dennoch enthält er die Terpenverbindung Thujon, die durch Aufnahme und Kontakt sehr giftig ist. Beim Heckenschnitt kann es zu Verbrennungen kommen.
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Was tun bei Verdacht auf Vergiftung?
Bei Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Krämpfen oder Nerven-, Atem- und Herzproblemen: Vergiftung möglich. Sofort zum Tierarzt, spätestens in 3 Std.! Pflanze fotografieren, nichts geben.
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