Hang bepflanzen: So geht’s

Hang bepflanzen: So geht’s

Hang bepflanzen: Pflanzen, Technik, Tipps

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 19. Januar 2026  durch Gwenaëlle 7 min.

Ein Hang ist im Garten oft schwer zu pflegen und zu gestalten. Die richtige Bepflanzung unterdrückt Unkraut und macht ihn pflegeleicht. Mit passenden Pflanzen wird selbst ein kleiner Hang zum Blickfang.

Beim Pflanzen am Hang gilt es, einige Besonderheiten zu beachten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihn dauerhaft begrünen und leicht pflegen.

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Schwierigkeit

Herausforderungen am Hang

Ein Hang ist nicht die einfachste Gartensituation. Dieses mehr oder weniger breite und steile Gelände ist manchmal ausgesprochen abschüssig. Ein Hang bringt zahlreiche Nachteile mit sich:

  • schwieriger Zugang, besonders bei starkem Gefälle;
  • je nach Höhenunterschied ungleichmäßige Entwässerung, die bei der Verteilung der Pflanzungen berücksichtigt werden muss;
  • stärkere Erosion als an anderen Stellen, da das Wasser abfließt und den Boden auswäscht;
  • in den meisten Fällen ein trockener, nährstoffarmer Boden;
  • kompliziertes, mitunter akrobatisches Mähen.

Der Sinn einer Bepflanzung und Begrünung dieses Bereichs besteht daher darin, eine natürliche Barriere zu schaffen – vor allem aus Pflanzen, aber beispielsweise auch aus Steinen –, um Erosion vorzubeugen.

Nachteile von Hängen und Bepflanzungen

Planen und Vliese werden häufig zum Schutz vor Erosion eingesetzt.

Welche Pflanzen eignen sich für einen Böschungsbeet?

Davon gibt es sehr viele! Oft denkt man zuerst an Klassiker wie Efeu, kriechende Juniperus und Hartheu. Tatsächlich lassen sich aber viele kriechende Stauden und Sträucher pflanzen. Entscheidend sind Standort (halbschattiger oder sonniger Hang), Region (Gebirge, Ebene, Küste), Bodenqualität und Bodentyp, zu begrünende Fläche sowie Ihre Vorlieben, besonders bei der Blüte.

Wählen Sie in jedem Fall robuste Pflanzen, die an Hänge angepasst sind und mit diesen Bedingungen zurechtkommen. Bevorzugt werden ausgebreitete Pflanzen, die Flächen schnell bedecken (sie sind flächendeckend, deutlich breiter als hoch, schmiegen sich an den Boden, breiten sich über mehr als 1 Meter aus und besiedeln den Hang rasch), sowie Pflanzen mit dichtem und/oder immergrünem Laub, um Unkraut zu unterdrücken. Ebenfalls geeignet sind wenig wasserbedürftige, trockenresistente Pflanzen und etwas höhere Gewächse, die für Struktur sorgen, damit der Hang nicht langweilig wirkt. Idealerweise wachsen die Pflanzen schnell.

Wählen Sie außerdem Pflanzen mit Ausläufer bildendem Wurzelsystem, um den Hang zu befestigen. Manche senken sich selbst ab, um leicht im Boden zu verankern und ihn zu stabilisieren, wodurch Erosion begrenzt wird. Die Pflanzen sollten außerdem keinen oder nur wenig Rückschnitt benötigen. Setzen Sie auch Gewächse ein, die natürlicherweise Polster bilden oder überhängend wachsen. Denken Sie schließlich an die Rolle von Kletterpflanzen, die als Bodendecker verwendet werden!

♥ Beispiele für geeignete Bodendecker am Hang:

⇒ Gut zu wissen: Bei Promesse de fleurs können Sie Ihre Suche verfeinern, indem Sie unter „Weitere Filter“/„Pflanzentyp“ den Eintrag „Hang“ auswählen.

→ Lesen Sie auch: unsere Auswahl an bodenbedeckenden Sträuchern; Kriechender Efeu: ein nützlicher Bodendecker; Kriechende Grevillee: 5 Sorten entdecken; Wacholder: Welche Sorten eignen sich für einen Hang?; Schneebeere: Welche Sorte eignet sich für einen Hang?; Pfaffenhütchen: Welche Sorte eignet sich für einen Hang?; Lonicera: Welche Sorte eignet sich für einen Hang?; Zwergmispel: Die besten Sorten zur Hangbegrünung; Rosmarin: Die besten Sorten zur Hangbegrünung …

Beispiele für Pflanzen, Stauden und Sträucher für Hänge

Immergrüne Gewächse haben Vorrang: Ceanothus thyrsiflorus ‚Repens‘, Jasminum nudiflorum, Heiden, Federgras …

Pflanzen am Hang: die wichtigsten Regeln

Hang bepflanzen: von oben nach unten arbeiten, Pflanzen nach Wasserbedarf staffeln, Höhen mischen und dicht pflanzen – mit oder ohne Unkrautfolie.

Hangbepflanzung: die Technik

Anschließend gibt es bei der Pflanzung einige kleine Unterschiede zur Pflanzung auf ebenem Boden. Die grundlegenden Pflanzregeln gelten jedoch weiterhin:

  • Pflanzen Sie möglichst im Herbst.
  • Bereiten Sie den Boden vor: Entfernen Sie sorgfältig das Unkraut, lockern Sie den Boden und harken Sie ihn anschließend glatt. Ein Dünger kann jetzt großzügig über die gesamte Fläche verteilt werden.
  • Heben Sie die Pflanzlöcher oder bei größeren Pflanzen Pflanzgruben aus (mithilfe Ihrer Skizze): Das Loch sollte breiter als tief sein. Es wird senkrecht zum Hang ausgehoben, sodass die Erde hinter dem Loch höher liegt und vor der Pflanzung eine Art kleine Mulde entsteht. Das erleichtert das Gießen.
  • Bereiten Sie das Substrat vor: Mischen Sie Gartenerde, Blumenerde und Lauberde oder Kompost zu gleichen Teilen und geben Sie einen Langzeitdünger dazu.
  • Stellen Sie die Wurzelballen jeder Pflanze zum Wässern ins Wasser, damit die Wurzeln gut durchfeuchtet werden. Dies nennt man Tauchen.
  • Optional können Sie eine Plane, Mulchfolie oder ein Geotextil auslegen: Dies wird häufig auf großen, schwer zugänglichen Flächen im öffentlichen Raum praktiziert, um Unkrautwuchs zu begrenzen. Besonders sinnvoll ist es an Hängen mit mindestens 20 % Gefälle, da es die Erosion vermindert, sowie auf großen zu bearbeitenden Flächen. Bevorzugen Sie biologisch abbaubare Gewebe. Mehr dazu erfahren Sie in Welcher Mulch für Böschung oder Hangbeet? Lesen Sie auch unseren Ratgeber Wie wählt und verlegt man eine Mulchfolie?
  • Lockern Sie währenddessen die Wurzeln der Pflanzen, bei denen dies nötig ist.
  • Setzen Sie jede Pflanze in ihr Pflanzloch. Achten Sie darauf, dass der Wurzelballen auf Bodenniveau sitzt, und füllen Sie das Loch mit dem vorbereiteten Erdgemisch auf. Drücken Sie die Erde um den Hals leicht an.
  • Gießen Sie alle Pflanzen nach dem Einsetzen reichlich mit der Gießkanne direkt an ihrer Basis.
  • Wenn Sie nicht den gesamten Hang mit Mulchgewebe ausgelegt haben, bringen Sie auf flach geneigten Hängen einen organischen Mulch aus (bei überwiegend sukkulenten Pflanzen auch mineralischen Mulch). Lesen Sie dazu: Wie wird richtig gemulcht?
  • Bewässern Sie nun die gesamte Fläche mit dem Schlauch.
  • Gießen Sie nach der Pflanzung regelmäßig einmal pro Woche, außer bei einem regnerischen Herbst oder Frühling.
    Hinweis: Eine Tropfbewässerung ist für eine sparsame Bewässerung großer Hänge interessant.

Mehr über das Verlegen von Mulchgewebe erfahren Sie in: Leinen, Hanf, Jute, Wolle … Was sind diese neuen biologisch abbaubaren Mulchgewebe?

Wie bepflanzt man einen Hang?

Sie können abwechslungsreiche Pflanzungen anlegen oder wie rechts nur zwei Pflanzenarten wählen (Lavendel und Lonicera nitida) oder niedrig wachsende blühende Sträucher wie bestimmte Weigelienarten links pflanzen.

Rund um Pflanzungen gestalten

  • Reservieren Sie an einem großen Hang möglichst einen schmalen Weg, um die Pflanzen zu erreichen und dort den späten Winterrückschnitt vorzunehmen.
  • Steinsetzungen (mit Felsen und großen Steinen) oder quer verlegte Holzstämme werten den Bereich auf und ermöglichen, den Hang leicht zu formen. Außerdem helfen sie, anfangs Lücken zu füllen.
  • Legen Sie weiter oben Terrassen an: Das ist arbeitsintensiv und wird oft von einem Landschaftsgärtner ausgeführt, doch das Ergebnis lohnt sich: Aus einem großen, unschönen Hang entsteht durch die Terrassierung eine ungewöhnliche und etwas pflegeleichtere Gartenszene. Einige Stufen auf beiden Seiten erleichtern die Bewegung in diesem Bereich.
  • In dieselbe Richtung, aber in einer leichteren Version, geht das Flechtwerk: Mit Reisigbündeln und Flechtzäunen lässt sich der Hang bändigen und formen.
  • Auch Mini-Formschnitte lassen sich an einem Hang anlegen. Sie erfordern mehr Pflege, sind aber sehr originell und verwandeln den Hang völlig, wenn er vom Garten aus sichtbar ist.
Pflanztechnik am Hang

Ein mit Felsen gestalteter Hang mit Schwerpunkt auf der Blüte.

Hangpflege

Unkraut am Hang: Dicht gepflanzte Bodendecker bremsen es. Schneiden Sie sommergrüne Sträucher im Spätwinter zurück und mulchen Sie den Boden.

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