Katsurabaum oder Cercidiphyllum richtig auswählen?

Katsurabaum oder Cercidiphyllum richtig auswählen?

Kaufratgeber: Kriterien für die ideale Sorte

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 27. Januar 2026  durch Marion 5 min.

Der Kuchenbaum (Cercidiphyllum) begeistert mit wechselnden Laubfarben und süßen, köstlichen Düften, die ihm seinen Namen geben. Zudem ist er ein anpassungsfähiger Strauch, der ganzjährig Sonne oder Halbschatten sowie einen frischen, fruchtbaren Boden verträgt. Da er schadstofftolerant ist, eignet er sich auch für Stadtgärten – als Solitär, in einer Strauchhecke oder im Hintergrund von Beeten.

Doch welche der verschiedenen Sorten ist die richtige? Unser Ratgeber hilft Ihnen bei der Auswahl.

Alles zur Kultur finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber: Kuchenbaum, Cercidiphyllum: pflanzen, schneiden und pflegen.

Schwierigkeit

Katsurabaum nach Laub auswählen

Das ist einer der Vorzüge des Katsurabaums: sein hübsches, wechselndes Laub, dessen Farben sich im Laufe der Monate verändern, bis zum großen herbstlichen Finale. Die herzförmigen Blätter erinnern an die des Judasbaums (Cercis).

Grünes Laub

Grünes Laub ist am häufigsten, wirkt aber keineswegs eintönig. Denn beim Katsurabaum wechseln die Farben im Jahresverlauf.

Beim Cercidiphyllum magnificum zeigen die herzförmigen Blätter im Frühjahr zunächst Bronzetöne. Mit der Zeit werden sie grün und färben sich im Herbst gelb, rosa oder violett. In dieser Jahreszeit sind auch die Düfte nach Karamell oder Lebkuchen am intensivsten. Die zertretenen, zu Boden gefallenen Blätter setzen diesen erstaunlichen Duft frei.

Der Cercidiphyllum japonicum zeigt im Frühjahr junge Blätter in einem hübschen Rosarot. Nach dem sommerlichen Grün überraschen sie im Herbst mit prächtigen Farben aus Gelb, Orange, Rosa und Rot.

Bei der Sorte Cercidiphyllum japonicum ‘Pendulum’ bedeckt das fontänenartige Laub den Stamm fast vollständig. Im Frühjahr haben die runden Blätter leicht gewellte Ränder. Zunächst bronzefarben, werden sie in der warmen Jahreszeit hellgrün, bevor sie sich im Herbst in leuchtende Farben von Gelb bis Purpur und sogar Mauve verfärben.

Auch Cercidiphyllum japonicum ‘Morioka Weeping’ durchläuft zahlreiche Farbnuancen. Sein Frühlingslaub ist zunächst purpurrot, bevor es blaugrüne Töne annimmt. Im Herbst dominieren anschließend Gelb und Orange.

Zuletzt sei Cercidiphyllum japonicum ‘Râ’ erwähnt, das sonnige Farben bevorzugt: Das junge Laub ist orange, die reifen Blätter gelbgrün, bevor sie sich im Herbst kräftig gelb und orange färben.

Purpurfarbenes Laub

Wie gesehen, bilden manche Katsurabäume zunächst purpurfarbenes Junglaub. Wenn Sie diese Färbung fast das ganze Jahr bewahren möchten, wählen Sie Cercidiphyllum japonicum ‘Rotfuchs’. Die jungen Triebe sind zunächst sehr dunkel und fast schwarzpurpur. Mit der Reife werden sie purpurgrün.

Panachiertes Laub

Eine Besonderheit von Cercidiphyllum japonicum ‘Chameleon’ ist das leuchtende, panaschierte Laub. Die blaugrünen Blätter sind breit gelb berandet. Diese intensive Färbung fällt vor allem beim Austrieb auf und wird mit der Zeit etwas schwächer. Im Herbst folgen dann leuchtende Farben in Rot, Orange und Gelb.

verschiedene Laubfärbungen des Katsurabaums

Das wechselnde Laub von Cercidiphyllum japonicum, purpurfarben bei ‘Rotfuchs’, panaschiert bei ‚Chamaeleon‘

Kuchenbaum nach Wuchsform wählen

Der Kuchenbaum wächst in verschiedenen Wuchsformen. Meist bildet er mehrere Stämme, deren Zweige sich waagerecht und leicht überhängend entwickeln. Dies gilt insbesondere für die Art Cercidiphyllum japonicum.

Einige Sorten wachsen jedoch ausgesprochen hängend und erinnern an echte Pflanzenkaskaden. Sie verleihen dem Garten eine romantische, poetische Note. Dies gilt insbesondere für ‘Pendulum’ mit seiner stark ausgebreiteten, üppig überhängenden Wuchsform. Er bildet eine echte Kuppel mit wechselnder Färbung. Auch ‘Morioka Weeping’ wächst hängend. Erwähnenswert ist zudem ‘Amazing Grace’, der etwas breiter als hoch wächst und dadurch eine stärker niederliegende Form zeigt.

Der panaschierte Kultivar ‘Chameleon’ fällt wiederum durch seine rundliche Wuchsform auf. Er bildet mehrere Stämme, die jeweils eine schmale Gabelung entwickeln. Die relativ kurzen Zweige breiten sich dabei etagenförmig aus. Ähnlich ist es bei ‘Glowball’ mit seiner dichten, runden Wuchsform.

Kuchenbaum mit runder und hängender Wuchsform

‚Amazing Grace‘, Kuchenbaum mit runder und hängender Wuchsform

Katsurabaum nach Größe und Verwendung wählen

Kleine Sorten

Für kleine Gärten oder die Kultur in einem großen Kübel in den ersten Jahren eignen sich einige Sorten mit bescheidenem Wuchs durchaus. In ihrer ursprünglichen Heimat (China, Korea, Japan) können sie zwar über 30 Meter hoch werden, bei uns begnügen sie sich jedoch mit wenigen Metern. Diese Kuchenbäume erreichen nach mehreren Jahren etwa 4 Meter Höhe und eine Breite von 2,50 bis 3 Metern. Dazu gehören:

  • ‘Rotfuchs’ mit purpurrotem Laub (4 Meter hoch und 2,50 Meter breit);
  • ‘Glowball’ mit kugelrunder Wuchsform (4 Meter hoch und 3 Meter breit);
  • ‘Râ’, der als Zwerg-Kuchenbaum gilt (4 Meter hoch und 3 Meter breit);
  • ‘Chameleon’ mit panaschiertem Laub (4 Meter hoch und 3 Meter breit).

Die größten Sorten

Für größere Gärten können Sie problemlos zu imposanteren Sorten greifen, die mit über 7 Metern Höhe stattliche Bäume bilden. Sie eignen sich perfekt als Solitär oder in einer großen Strauchhecke, neben blühenden Ziersträuchern.

Die Art Katsurabaum wird beispielsweise 12 bis 15 Meter hoch und 6 bis 8 Meter breit.

Noch beeindruckender: Der Katsurabaum ‘Morioka Weeping’ kann 20 Meter hoch werden und eine Breite von 12 Metern erreichen.

Für etwas weniger umfangreiche Sorten bietet sich der elegante ‘Pendulum’ an, der 6 Meter hoch und 5 Meter breit wird.

große Kuchenbäume

Die großen Exemplare: Katsurabaum ‘Pendulum’ und die Art Katsurabaum

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Karamellbaum