6 ganzjährig schöne Bäume
Attraktiv zu jeder Jahreszeit
Inhaltsverzeichnis
Viele Bäume sind nur saisonal schön. Entdecken Sie sechs Zierbäume, die ganzjährig begeistern: mit Blüten, Früchten, Herbstlaub oder Rinde.
Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch Heptacodium miconioides
Selten in unseren Gärten, der Heptacodium miconioides bietet zahlreiche Vorzüge. Der etwa 3 bis 5 m hohe, aus China stammende Kleinbaum bildet eine elegante, im Alter rundliche und weit ausladende Wuchsform und wirkt dadurch sehr stattlich. Das Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch blüht von August bis September, manchmal bis Oktober. Dann erscheinen Rispen mit sternförmigen, weißen und duftenden Blüten. Ihr Duft erinnert an Jasmin. Doch der Höhepunkt folgt erst noch: Mit der Zeit fallen die Blüten ab und geben kräftig rosafarbene, fast rote Kelche frei! Diese farbenprächtigen Trauben bleiben bis zum ersten Frost erhalten und verschönern den Garten im Spätherbst.
Auch sein sommergrünes Laub färbt sich im Herbst leuchtend rot, bevor es abfällt. Doch das ist nicht alles! Der chinesische Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch besticht auch durch seine Rinde, die sich im Winter in Streifen ablöst. Dann hebt sich die Silhouette des Baums durch die warme beige bis braune Farbe des Stamms besonders schön ab.
Dieser seltene Baum ist unter mehreren deutschen Namen bekannt: Miconia-Blüten-Sieben-Glocken, Sieben-Blumen-Baum aus Zhejiang oder Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch aus Zhejiang. Heptacodium miconioides verträgt Halbschatten, blüht in voller Sonne jedoch üppiger. Der kräftige und sehr winterharte Baum gedeiht in allen Bodenarten und ist pflegeleicht.

Heptacodium miconioides (linkes Foto: Quelle PBK)
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Sträucher, das ganze Jahr schön: möglich!Falsche Japanische Kamelie oder Stewartia pseudocamellia
Die Stewartia pseudocamellia ist ein eher unbekannter, kleinwüchsiger Baum aus Asien. In unseren Gärten wird er etwa 5 m hoch und 3 bis 5 m breit. Er besitzt eine breit säulenförmige Wuchsform mit einer im Alter rundlicher werdenden Krone. Obwohl dieser kleine Baum sommergrün ist und im Winter kahl steht, hat er weitere Vorzüge, die ihn das ganze Jahr über dekorativ machen. Zunächst bietet die Stewartie im Sommer eine prachtvolle weiße Blüte (Juli bis August, manchmal bis September). Ihre Blüten mit goldener Mitte und leicht ausgefranstem Blütenblattrand erinnern an Kamelienblüten. Daher stammt auch ihr deutscher Name: Kamelienartige Stewartie. Auf die Blütenstände folgen Kapselfrüchte. Außerdem färbt sich ihr Laub im Herbst in prächtigen Farben! Dann wechselt das grüne Laub über Orange und Rot zu Purpur, bevor es schließlich abfällt. Nicht zuletzt ist ihre glatte, interessante Rinde im Winter ein echter Blickfang. Sie ist rotbraun, schält sich in unregelmäßigen Platten ab und nimmt mit der Zeit Beigetöne an.
Nach dem Anwachsen ausreichend winterhart, bevorzugt die Stewartia pseudocamellia einen halbschattigen, windgeschützten Standort sowie sauren, humusreichen Boden, der stets leicht feucht bleibt.
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Stewartia pseudocamellia
Der Westliche Erdbeerbaum oder Arbutus unedo
Im gesamten Mittelmeerraum verbreitet, kann der Westliche Erdbeerbaum als kleiner Baum eine Höhe von 3 bis 10 m erreichen. Sein dunkelgrünes Laub ist immergrün und bleibt somit das ganze Jahr über erhalten. Ab dem Spätsommer schmückt er sich mit zahlreichen Trauben kleiner Blüten. Diese nektarreichen weißen Glöckchen, die an Maiglöckchenblüten erinnern, sind bei bestäubenden Insekten sehr beliebt. Gleichzeitig erscheinen die Früchte. Sie werden Erdbeerbaumfrüchte genannt. Wegen seiner roten Früchte erhielt der Westliche Erdbeerbaum den Namen „Erdbeerbaum“. Die essbare, süße Beere besitzt eine raue Schale, die sich allmählich von Grün zu Rot färbt, und braucht ein Jahr bis zur Reife. Die rötlich-braune Rinde, die sich leicht abschält, ist ebenfalls dekorativ.
Beim Arbutus unedo braucht man Geduld, denn sein Wachstum ist eher langsam. Dafür kann er bei passenden Kulturbedingungen sehr alt werden. Der Westliche Erdbeerbaum wächst an einem sonnigen Standort. Er verträgt Hitze und salzhaltige Gischt gut. Starker Frost kann ihn jedoch schädigen. Deshalb pflanzt man den Erdbeerbaum bevorzugt in Regionen mit milderen Wintern (südlich der Loire, an der südlichen Atlantikküste oder im Mittelmeerraum).
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Arbutus unedo
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Die schönsten Bäume und Sträucher mit HerbstfärbungAffenschwanzbaum oder Araucaria araucana
Großer Baum mit 15–20 m Höhe: Die Chilenische Araukarie wird für ihre dekorative Verzweigung geschätzt. Der Nadelbaum breitet seine dunkelgrünen, glänzenden Zweige horizontal und sehr dekorativ aus. Die Äste tragen kleine, harte, spitze und dicht ineinandergreifende Blätter, die das Erklimmen des Baums unmöglich machen. Diese Schuppenkränze brachten ihm auch den Namen „Bourreau des singes“ („Affenhenker“) ein. Immergrün beeindruckt Araucaria araucana das ganze Jahr über mit seinem außergewöhnlichen Erscheinungsbild!
Die Araukarie ist großen Gärten in milden, feuchten Klimazonen vorbehalten. Sie gedeiht in der Sonne sowie in kalkfreiem, frischem und durchlässigem Boden. Bis zur vollständigen Einwurzelung muss sie regelmäßig gegossen werden. In den ersten drei Sommern nach der Pflanzung empfiehlt es sich außerdem, das Laub zu befeuchten. Danach ist die Pflege sehr einfach. Beachten Sie jedoch, dass dieser Nadelbaum langsam wächst.

Araucaria araucana
Birken
Für ihre Rinden berühmt, sind Birken Bäume, die zu jeder Jahreszeit ihre ganze Schönheit bewahren, selbst im tiefsten Winter. Denn viele dieser Bäume begeistern mit herrlich vielfältigen Rinden und tragen im Herbst zudem leuchtend goldgelbes Laub! Zu den schönsten Birken zählen die Himalaya-Birke (Betula utilis jacquemontii) und die Chinesische Birke Betula albosinensis ‚Fascination‘. Die beiden unterscheiden sich deutlich: Die erste besitzt eine sehr weiße Rinde, während die zweite durch ihre kupferfarbene bis orangebraune Rinde auffällt. Mit ihrer schlanken Wuchsform sind diese sommergrünen Birken attraktive Gestaltungselemente für den Wintergarten, etwa im Hintergrund eines niedrigen Beets, damit ihre Stämme frei stehen und gut sichtbar sind. Im Frühling, im März und April, erscheinen die Blüten in Form hängender oder aufrechter Kätzchen und verleihen diesen Bäumen ebenfalls einen besonderen Charme. Allerdings ist der von den Blütenständen freigesetzte Pollen allergen, und manche Menschen reagieren besonders empfindlich darauf.
Birken wachsen in Sonne oder Halbschatten und kommen mit allen Bodenarten zurecht, sowohl mit trockenen als auch mit feuchten Böden. Dank ihrer ausgezeichneten Winterhärte überstehen sie auch kalte Klimate sehr gut. Zu heiße Klimate bekommen ihnen dagegen nicht.
- Entdecken Sie unsere Auswahl der Birken mit den schönsten Rinden
- Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber über Birken: Pflanzung, Rückschnitt und Pflege

Rinden von Betula albosinensis ‚Fascination‘ und Betula utilis jacquemontii
Ahorn mit Zierrinde
Wenn man von Ahorn spricht, denkt man zuerst an schönes Laub. Doch einige Arten fallen durch ihre besondere Rinde auf: Acer griseum, Acer davidii und Acer capillipes. Acer griseum wird wegen seiner sich ständig ablösenden, orangebraunen Rinde Zimt-Ahorn oder Papier-Ahorn genannt. Sie bildet Rollen wie Zimtstangen. Acer davidii (Schlangenhautahorn) und Acer capillipes (Roter Schlangenhaut-Ahorn) tragen wegen ihrer glatten, grünen, gestreiften, an Reptilienhaut erinnernden Rinde den Namen Schlangenhautahorn. Alle drei sommergrünen Ahornarten begeistern zudem mit ihrer leuchtenden Herbstfärbung. Die unscheinbare Frühlingsblüte weicht geflügelten, hängenden Früchten, den Flügeln.
Diese außergewöhnlichen Ahornarten sind sehr winterhart und werden ausgewachsen höchstens 10 m hoch. Pflanzen Sie sie einzeln im Halbschatten, um ihre Schönheit optimal zu genießen (Acer griseum auch in der Sonne).
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- Alle Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: Ahorn: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege

Rinde von Acer griseum (Foto: ninepennies), Acer davidii (Foto: Tony Hisgett) und Acer capillipes
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