Sträucher, das ganze Jahr schön: möglich!
Zu jeder Jahreszeit attraktiv
Inhaltsverzeichnis
Blüte, Laub, Rinde, Früchte: Dafür lieben wir den Garten. Manche Sträucher machen ihn ganzjährig schön. Unsere Auswahl.
Dekorative Hartriegel: nicht nur farbige Rinde!
Hartriegel mit farbigen Zweigen werden oft gepflanzt, um den Winter mit der leuchtenden Farbe ihrer Zweige aufzuhellen: Rot, Gelb, Grün oder Orange. Dabei wird oft vergessen, dass sie dank ihres häufig ebenfalls sehr farbenfrohen Laubs das ganze Jahr über attraktiv sind – besonders im Herbst und manchmal sogar im Frühjahr. Einige Sorten haben zudem panaschiertes Laub. Die Blüten sind zwar rein ästhetisch weniger interessant, aber sehr nektarreich: Im späten Frühjahr werden sie von zahlreichen Insekten besucht. Auch die Beeren sind oft sehr farbenfroh (weiß, bläulich …) und dienen den Vögeln im Herbst als Nahrung. Kurz gesagt: Hartriegel mit dekorativen Zweigen sollten in keinem Garten fehlen.
Sie gedeihen in Sonne oder Halbschatten und kommen mit feuchten oder trockeneren, sogar kalkhaltigen Böden zurecht. Diese Sträucher eignen sich perfekt für eine frei wachsende Hecke oder als Gruppenpflanzung in einem großen Garten.
Unter den zahlreichen Sorten fällt die Wahl schwer, doch Cornus alba ‚Gouchaultii‘ verdient mehr Aufmerksamkeit. Im Winter zeigt er leuchtend rote, glänzende Zweige und während des restlichen Jahres ein prächtiges, gelb und etwas rosa panaschiertes Laub. Auf die Blüte im Frühjahr folgen hübsche weißlich-blaue Beeren im Sommer. Im Herbst färbt sich das Laub wunderschön rot. Eine echte Schönheit das ganze Jahr über!
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Stachellose Mahonie: Immergrüner Strauch, späte Blüte
Mahonien müssen wohl kaum noch vorgestellt werden! Manche sagen sogar, man habe sie in Gärten schon zu oft gesehen. Dabei fehlt es ihnen keineswegs an Vorzügen, vor allem, wenn man sich die neueren Sorten genauer ansieht. Die Mahonie ist ein winterharter Strauch, der im Schatten oder Halbschatten gedeiht. Sie trägt immergrünes Laub und blüht im Winter mit zahlreichen Trauben gelber Blüten, aus denen hübsche blaue Beeren hervorgehen. Die Mahonie ist ein sehr anpassungsfähiger Strauch und lässt sich in jedem Boden kultivieren, sofern dieser nicht verdichtet und sehr feucht ist.
Die neue Mahonia eurybractea ‚Soft Caress‘ (manchmal auch Mahonia confusa genannt) besticht durch ihre Zartheit. Das weiche Laub wirkt so leicht wie das einer Farnpflanze und bleibt dennoch das ganze Jahr über immergrün. Von September bis November erscheinen unzählige hellgelbe, duftende Blüten, gefolgt von schwarzen Früchten mit silbernem Schimmer, die lange dekorativ bleiben. Dieser kleine Strauch (nicht höher als ein Meter) gedeiht in jedem stets frischen Boden sowie im tiefen Schatten oder Halbschatten. Er lässt sich auch sehr gut in großen Kübeln auf der Terrasse kultivieren, geschützt vor praller Sonne.
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Nandina: immergrüner Strauch im Farbenspiel
Der Himmelsbambus oder Nandina domestica hat trotz seines deutschen Namens nichts mit Bambus zu tun. Es handelt sich um einen immergrünen Strauch, dessen Laub im Jahresverlauf seine Farbe wechselt. Der Himmelsbambus blüht im Sommer und trägt anschließend hübsche, leuchtend rote Beeren, die bis in den tiefsten Winter und manchmal sogar bis in die nächste Saison haften bleiben.
Diese Sträucher sollten in leichtem Schatten in einen nährstoffreichen, tiefgründig gelockerten Boden gepflanzt werden.
Unter den Nandina domestica ist die Sorte ‚Plum Passion‘ dank ihres sehr feinen, farbwechselnden Laubs eine der elegantesten: Im Jahresverlauf reicht die Farbpalette vom Frühlingspurpur über sommerliches Grün bis hin zu kräftigem Purpurrot im Herbst. Von Juni bis August erscheinen Rispen mit kleinen weißen Blüten. Diese stehen häufig zusammen mit den roten Früchten des Vorjahres am Strauch und unterstreichen zusätzlich seine dekorative Wirkung. Sie können diesen Strauch ins Beet, als Solitär, in eine frei wachsende Hecke oder in einen Topf auf der Terrasse pflanzen.
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10 außergewöhnliche Sträucher, die auffallen!Riemenblüte: die schöne Unbekannte!
Loropetalum oder Riemenblüten sind immergrüne, farbenfrohe Sträucher mit einer erstaunlichen Blüte. In unseren Gärten sind sie noch recht selten, doch langsam tauchen sie in den Baumschulen auf. Am bekanntesten ist zweifellos die Chinesische Riemenblüte mit purpurfarbenem Laub und leuchtend rosafarbenen, oft duftenden Blüten im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr.
Chinesische Riemenblüten sind vor allem robuste Pflanzen, die frische, leicht saure Böden bevorzugen.
Loropetalum chinense ‚Pipa’s Red‘ gehört zu den Kultivaren mit besonders dunklem Purpurlaub. Der Strauch hat eine lockere, leicht ausgebreitete Wuchsform. Die Blüte zeigt sich in prächtigen, leicht duftenden, leuchtend rosafarbenen Blüten, die vom Spätwinter bis ins Frühjahr erscheinen, je nach Klima mit einer leichten Nachblüte im Spätsommer. Er ist winterhart und nach dem Anwachsen recht tolerant gegenüber Hitze und Trockenheit. Dennoch fühlt er sich in mildem Klima sowie in Böden, die im Sommer frisch und leicht sauer bleiben, wohler. Für eine optimale Kultur wählen Sie im Süden einen Standort in milder Sonne oder im Halbschatten.
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Nadelgehölze: dringend neu pflanzen!
In den Siebzigerjahren hochgelobt, zwanzig Jahre später verpönt, finden Nadelgehölze nur schwer den Weg zurück in unsere Herzen und Gärten. Zu Unrecht! Was eignet sich besser als die stolze, dekorative Wuchsform eines Nadelgehölzes, um das ganze Jahr über im Garten präsent zu sein? Zu große, pflegeintensive oder allzu häufige Nadelgehölze, vor allem als Hecke (Lebensbäume, Scheinzypressen …), geraten heute in Vergessenheit. Stattdessen richtet sich der Blick auf die anderen. Diese „anderen“ Nadelgehölze sind oft sehr klein und finden in jedem Garten, Steingarten oder auf der Terrasse Platz. Sie können auffälliges Laub tragen (blau, gelb oder sogar panaschiert!). Nadelgehölze haben oft eine besondere Wuchsform: überhängend, kriechend, pyramidal, säulenförmig, kugelig … Kurz gesagt: Die Auswahl ist riesig, und es ist höchste Zeit, diese Bäume und Sträucher wieder in unsere Gärten zu holen.
Die Auswahl ist so groß, dass es tatsächlich sehr schwerfällt, nur ein einziges vorzustellen. Also bin ich an diesem trüben, nebligen Morgen durch meinen Garten gestreift und habe ein besonders schönes Exemplar entdeckt: Pinus mugo ‚Mughus‘, eine charmante kleine Kiefer, die im ausgewachsenen Zustand weniger als 2 m hoch wird. Sie bildet einen immergrünen Strauch mit schönem dunkelgrünem Laub und kriechenden Zweigen, deren Spitzen sich elegant aufrichten.
Äußerst winterhart (bis -40 °C!), stellt diese Kiefer kaum Ansprüche an den Boden, solange er gut drainiert und humusreich ist. Sie liebt volle Sonne, kann aber unter Hitze oder Trockenheit leiden. Pinus mugo ‚Mughus‘ eignet sich ideal für Steingärten, Kiesgärten, zwischen Stauden an einem Hang oder auch im Topf zur Bonsaigestaltung.
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Traubenheide: Entdecken Sie die Perlenblüte!
Die Leucothoe ist ein Strauch mit einer recht niedrigen, ausgebreiteten Wuchsform. Die Frühjahrsblüte besteht aus Trauben kleiner, leicht duftender, glockenförmiger weißer Blüten. Diese außergewöhnlichen kleinen Blüten haben der Leucothoe den Beinamen „Perlenblume“ eingebracht. Das Laub ist immergrün und sitzt an rötlichen Zweigen. Die Blätter sind elegant glänzend dunkelgrün und leicht rosa getönt. Obwohl wenig bekannt, ist die Leucothoe sehr winterhart. Sie benötigt einen Standort im Schatten oder Halbschatten in frischem, saurem oder neutralem Boden.
Die Leucothoe axillaris ‚Curly Red‘ ist eine kompakte Sorte mit halbimmergrünem Laub und auffällig gekräuselten Blättern, die beim Austrieb zunächst purpurrot und später dunkelgrün sind. Wie andere Leucothoe besitzt sie eine recht ausgebreitete Wuchsform. Die Blüte erscheint zwischen April und Mai in Form kleiner, glockenförmiger weißer Blüten. Sie kann mit mittelgroßen Stauden, am Beetrand oder im Topf kombiniert werden. Zweifellos verleiht sie Ihrem Garten oder Ihrer Terrasse einen Hauch japanisches Flair!
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Pfaffenhütchen: große, vielseitige Gattung, selten enttäuschend
Euonymus, besser bekannt als Pfaffenhütchen, umfasst fast zweihundert verschiedene Arten mit Dutzenden wunderschöner Sorten.
Euonymus planipes gehört zu den schönsten sommergrünen Pfaffenhütchen für den Garten. Dieser mittelgroße Strauch ist den ganzen Herbst über bemerkenswert, vor allem dank seines sommerlichen apfelgrünen Laubs, das sich allmählich gelb-orange und anschließend purpur-orange färbt. Hinzu kommen die immergrünen Zweige mit wunderschönen, kräftig rosafarbenen Früchten, die sich öffnen und leuchtend orange Samen zeigen. Euonymus planipes zieht das ganze Jahr über alle Blicke auf sich.
Die oft sommergrünen, manchmal immergrünen Pfaffenhütchen sind in durchlässigem Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten sehr leicht zu kultivieren. Besonders beliebt sind immergrüne Arten und Sorten mit panaschiertem Laub sowie sommergrüne Arten wegen ihres Herbstlaubs und ihrer farbenfrohen Früchte. Kleinere Sträucher eignen sich für Topf oder Kübel, während kräftige Exemplare in eine frei wachsende Hecke oder ein Beet integriert werden können. Dieser Strauch ist vollkommen winterhart und lässt sich problemlos in gewöhnlichem, auch kalkhaltigem Boden kultivieren.
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Rote Glanzmispel: ein unterschätzter Gartenstar
Vergessen wir für einige Minuten die Photinia-Hecken! Eine immergrüne, schnurgerade geschnittene Hecke, etwas trist und nur selten durch neue rote Blätter belebt. Noch seltener dürfen wir ihre bezaubernde Blüte bewundern. Sie werden zugeben, dass dies einem so hübschen Strauch nicht gerecht wird … Und doch!
Die Rote Glanzmispel besitzt immergrünes Laub mit großen, glänzenden Blättern, die im Frühjahr rot oder bronzefarben austreiben und sich im Herbst scharlachrot färben. Als Solitär kann sie zu einem schönen Zierstrauch werden, wenn man die unteren Zweige entfernt und den Ansatz der Leitäste freilegt, um ihre Verzweigung zur Geltung zu bringen. Sie verträgt jeden Rückschnitt und kann sogar im Topf wachsen. Im Mai und Juni erscheinen duftende, bienenfreundliche Trauben weißer Blüten, die Insekten und Gärtner erfreuen – sofern Letzterer die Gartenschere in der Tasche lässt.
Photinia serratifolia ‚Pink Crispy‘ ist in der Redaktion nicht unumstritten! Dabei handelt es sich um einen erstaunlichen Strauch, der mit seinem stark gezähnten Laub überrascht, das auf cremefarbenem Grund hell- und dunkelgrün panaschiert ist. Im Frühjahr treibt er sogar leuchtend pinkfarbene Blätter. Diese kompakte, gut verzweigte Sorte besitzt Zweige in glänzendem Rot.
Diese ausgesprochen winterharte Rote Glanzmispel gedeiht in durchlässigem, fruchtbarem Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Als Solitär gepflanzt, etwas verborgen in einer gemischten Hecke oder einfach in einem großen Kübel, entfaltet sie ihre ganze Pracht.
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Abelie: ein Strauch für jeden Standort
Die Abelie ist ein schöner, üppig blühender Strauch, der von Juni bis Oktober ununterbrochen kleine weiße oder rosafarbene Blüten hervorbringt, die je nach Sorte einen angenehmen Duft nach Jasmin und Flieder verströmen. Doch auch das Laub kann sich sehen lassen: Je nach Sorte ist es sehr farbenprächtig oder sogar panaschiert. Auf die Blüte folgen im Herbst hübsche, persistierende kupferfarbene Hochblätter, während sich das Laub allmählich purpurrot oder rötlich färbt.
Obwohl Abelien nur mäßig winterhart sind (-10 °C), lassen sie sich im Garten leicht kultivieren: in Sonne oder Halbschatten, in jedem gut durchlässigen Boden und geschützt vor vorherrschenden Winden. Die Abelie ist ein besonders wertvoller Strauch für Stadt- und Naturgärten.
Abelia (x) grandiflora ‚Caramel Charm‘ ist eine neue Abelien-Sorte, die mit der karamell-kupfernen Färbung ihrer jungen Blätter begeistert, wenn sie sonnig steht. Auch während der sommerlichen rosa-weißen Blüte ist sie wunderschön. Im Herbst folgen zarte rostfarbene Hochblätter über kupferfarbenem, halbimmergrünem Laub. Dieser bemerkenswerte Strauch bildet einen dichten, eher breiten Busch. Die Abelie ‚Caramel Charm‘ eignet sich ideal für ein großes Beet, eine niedrige Hecke oder einen großen Kübel auf der Terrasse.
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