Katzen fernhalten: Mittel, Pflanzen und Tipps

Katzen fernhalten: Mittel, Pflanzen und Tipps

Tipps, um sie sanft zu vertreiben

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Virginie T. 5 min.

Katzenabwehr: Pflanzen und Tipps gegen Katzen im Garten und Gemüsebeet – natürlich, wirksam und ohne Schaden für die Tiere.

Schwierigkeit

Katzenabwehrende Kräuter

Der Zitronenstrauch

Zu den Pflanzen, die Katzen lieber weiträumig meiden, gehört der Zitronenstrauch ganz oben! Diese aromatische Pflanze verströmt mit ihrem Laub einen für uns sehr angenehmen Zitronenduft, der den Geruchssinn von Katzen stark stört. Der wenig winterharte Zitronenstrauch wächst in milden Regionen im Freiland oder in kälteren Gegenden im Topf, den Sie im Winter ins Haus holen. Geschätzt werden seine Blätter für Aufgüsse, Eistees oder zum Aromatisieren von Desserts. Wenn sich Katzen zu nah an Ihr Gemüsebeet wagen, pflanzen Sie Büschel des Zitronenstrauchs an dessen Rand.

Die Melisse

Eine weitere aromatische Pflanze mit herrlichem Zitronenduft, den Katzen verabscheuen. Die Blätter der Zitronen-Melisse oder Melisse verströmen beim Zerreiben einen Duft nach Zitronenminze, Limette und Zitronengras – ideal zum Aromatisieren von Aufgüssen oder Sommersalaten und zugleich zum Vertreiben von Katzen! Pflanzen Sie sie im Freiland als dichte Büschel in frischen, nährstoffreichen, durchlässigen Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort oder im Topf auf der Terrasse.

Der Rosmarin

Rosmarin ist ein schöner Strauch mit immergrünem, stark aromatischem Laub und aus der Küche nicht wegzudenken. Aber wussten Sie, dass er mit seinem kräftigen, belebenden, kampferartigen, grünen Duft auch zu den äußerst wirksamen Katzenvertreibern gehört? Winterhart und anspruchslos ist er eine ausgezeichnete Pflanze für trockene, nährstoffarme Böden. Pflanzen Sie ihn in den Steingarten, an einen Weg, als kleine Hecke, ins Garten- oder Gemüsebeet oder in einen Topf neben schützenswerte Pflanzen oder Bereiche.

Der Zitronen-Thymian

Der Thymus citriodorus ist eine Thymian-Sorte, deren immergrünes Laub ein herrliches Zitronenaroma verströmt, das Katzen fernhält. Als Sonnenpflanze wächst er in einem trockenen Beet, im Steingarten oder Gemüsebeet mit anderen Gewürzpflanzen sowie im Topf auf der Terrasse oder Fensterbank. Pflanzen Sie ihn in nährstoffarmen, gut durchlässigen Boden. Er ist leicht zu kultivieren und hält unerwünschte Vierbeiner fern!

Generell verströmen alle Kräuter oft intensive Düfte, die als Geruchsbarriere gegen Katzen dienen. Sie können auch Lavendel pflanzen, um ungebetene Gäste abzuschrecken.

Schöne Pflanzen und abschreckende Blumen

Wein-Raute

Die Wein-Raute (Ruta graveolens), auch Gartenraute genannt, ist eine sehr dekorative, aromatische und medizinische Staude mit blaugrünem Laub und hübscher schwefelgelber Sommerblüte. Ihre stark aromatischen Blätter verströmen einen ganz besonderen Geruch, der Katzen fernhalten soll. Sie eignet sich am Rand des Gemüsegartens oder im Beet, wo sie Katzen davon abhält, in Mulch oder frisch ausgesäten Flächen zu scharren. Sie besitzt medizinische Eigenschaften, kann jedoch giftig sein und sollte nur von kundigen Personen verwendet werden. Pflanzen Sie sie an einen sonnigen Standort in normalen, trockenen, auch steinigen Boden.

Italienische Strohblume

Die Italienische Strohblume oder Helichrysum italicum ist eine unverzichtbare mediterrane, buschige Staude für Trockengärten. Sie besticht durch goldgelbe Blüten und graues, immergrünes Laub mit intensivem Curryduft, der über mehrere Meter wahrnehmbar ist und von Katzen stark gemieden wird. Die kleinen Katzen meiden auch die reizende Blattstruktur, wenn sie sich daran reiben, und machen lieber einen Bogen um die Pflanze. Pflanzen Sie Helichrysum italicum an einen sonnigen, windgeschützten Standort in gut drainierenden Boden. Es bildet zu jeder Jahreszeit hübsche silbrige Polster im Steingarten und an den kargsten Stellen des Gartens. Die Italienische Strohblume passt auch in den Gemüsegarten, etwa in ein Kräuterbeet oder eine Kräutereinfassung.

Coleus canina

Der Coleus canina, auch Verpiss-Dich-Pflanze genannt, verströmt einen starken, eigentümlichen, an Stinktier erinnernden Geruch, der kleine Vierbeiner fernhalten soll. Sie ist mit der Minze verwandt und trägt hübsche sommerliche Ähren mit lavendelblauen Blüten sowie hellgrüne Blätter. Diese abwehrende Pflanze eignet sich ideal für Durchgänge, als Beeteinfassung oder nahe dem Gemüsegarten. Sie wächst in Sonne oder Halbschatten in nährstoffreicher, gut drainierender Erde. Je nach Region wird sie entweder im Freiland als einjährige Pflanze kultiviert oder im Topf gepflanzt und im Winter geschützt.

Diptam

Der Diptam besitzt dichtes, stark aromatisches Laub mit intensivem Duft nach Vanille und Zitrone, der für uns angenehm, für Katzen jedoch unerträglich ist! Die ausgesprochen dekorative Staude bildet im Sommer Rispen mit kleinen hellrosa, weißen oder purpurroten Blüten. Die gesamte Pflanze duftet. Sie benötigt Wärme, Sonne und trockenen, steinigen, gut drainierenden Boden, um sich optimal zu entwickeln. Pflanzen Sie sie in den Steingarten oder zum Schutz eines sonnigen, nie bewässerten Bereichs vor Katzen. Sie wächst langsam an. Wenn Sie kurzfristig einen wirksamen Schutz wünschen, sollten Sie dies berücksichtigen und eine andere Pflanze wählen.

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Unbeliebte Bodendecker

Nach den Geruchsbarrieren kommen nun die physischen Barrieren!

Dornige Sträucher

Manche Pflanzen halten Katzen mit ihren scharfen Dornen davon ab, in Ihren Garten einzudringen oder sich den zu schützenden Beeten zu nähern. Wer sich einmal sticht, kommt nicht so schnell wieder! Um unsere kleinen Gefährten davon abzuhalten, diese empfindlichen Bereiche zu betreten, pflanzen Sie strategisch eine undurchdringliche Hecke aus Berberitzen (Berberis), Zwerg-Berberitzen (‚Nana‘) oder Bodendecker-Rosen, zum Beispiel rund um den Gemüsegarten oder am Rand eines Beets.

Abschreckende Bodendecker

Katzen bevorzugen nackten Boden für ihre Hinterlassenschaften. Die Lösung: Schaffen Sie ungünstige Bedingungen, die sie fernhalten und ihre Bewegungen erschweren. Setzen Sie dicht belaubte, abschreckende und zugleich attraktive Bodendecker, etwa Zwergbambus, Houttuynie oder Chinesischen Pfeffer (Houttuynia cordata) mit pfeffrigem Duft, der Katzen stört, Storchschnabel, Hartheu oder kriechenden Rosmarin (‚Prostratus‘).

Damit Katzen Ihre Pflanzen nicht beschädigen oder die Erde aufwühlen, bedecken Sie den Boden mit natürlichen Materialien, die sich zum Schutz von Blumenbeeten und Gemüsegärten eignen, etwa Muscheln, Kieselsteine, Tongranulat, Tannenzapfen oder Schiefer – in diese feindliche Umgebung werden sich Katzen nicht vorwagen!

Weitere Tipps und natürliche Abwehrmittel

Wenn Katzen Ihren Garten dennoch heimsuchen, gibt es weitere Hausmittel, um sie zu vertreiben: frisch gemahlener Pfeffer, mit Wasser verdünnter Brauner Senf, Kaffeesatz oder an betroffenen Stellen ausgelegte Schalen von Zitrusfrüchten halten sie wirksam von Ihren Pflanzungen fern. Erneuern Sie diese natürlichen Mittel regelmäßig. Auch Weißweinessig schreckt Katzen ab: Sprühen Sie unverdünnten Weißweinessig dorthin, wo sich keine Katzen aufhalten sollen, oder umwickeln Sie den Fuß der betroffenen Pflanzen mit in Weißweinessig getränktem Zeitungspapier. Erneuern Sie es regelmäßig.

Um ihre Aufmerksamkeit schließlich von Ihren Pflanzen abzulenken, pflanzen Sie Katzenminze – Katzen lieben sie!

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Pflanzen zur Katzenscheuche im Garten