Kostenlose Stauden: Garten gratis verschönern
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Inhaltsverzeichnis
Mehrjährige Pflanzen vermehren: Teilung und Stecklingsvermehrung schaffen neue Pflanzen, stärken die Mutterpflanze und bewahren Sortenmerkmale.
Teilung: Mutterpflanze teilen!
Die Teilung ist eine vegetative Vermehrungsmethode, mit der sich zahlreiche Stauden effektiv und kostenlos vermehren lassen. Diese Technik liefert nicht nur neue Pflanzen für Ihren Garten, sondern trägt auch zur Gesundheit und Wuchskraft der Mutterpflanzen bei, da sie die Konkurrenz um Ressourcen verringert.
Teilung von Staudenhorsten
Die Teilung von Staudenhorsten eignet sich ideal für Stauden, die dichte Horste oder kompakte Bestände bilden. Wählen Sie im zeitigen Frühjahr oder im Herbst eine gesunde, kräftige Pflanze aus. Graben Sie sie vorsichtig aus und achten Sie darauf, möglichst viele Wurzeln zu erhalten. Verwenden Sie einen Spaten oder ein Messer mit scharfer Klinge, um den Horst in mehrere Teilstücke zu teilen. Jedes sollte mindestens eine Wachstumsknospe und einen Teil der Wurzel besitzen. Pflanzen Sie die Teilstücke sofort am gewählten Standort ein und beachten Sie dabei die Ansprüche der Pflanze an Abstand, Pflanztiefe und Standort.

Teilung von Funkien
Teilung von Rhizomen
Rhizombildende Pflanzen wie Deutsche Schwertlilien eignen sich gut für eine Teilung. Warten Sie das Ende der Blüte ab, legen Sie das Rhizom frei und reinigen Sie es, damit seine Struktur gut sichtbar wird. Suchen Sie die Wachstumspunkte oder Knospen (oft als „Augen“ bezeichnet) und teilen Sie das Rhizom in Teilstücke. Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück mindestens einen Wachstumspunkt besitzt. Schneiden Sie beschädigte oder faule Stellen ab. Pflanzen Sie die Teilstücke entsprechend den Ansprüchen der Pflanze an Pflanztiefe und Ausrichtung ein.

Teilung einer Deutschen Schwertlilie
Der Fall der Zwiebelpflanzen
Die Teilung von Zwiebelpflanzen betrifft Pflanzen, die Zwiebeln, Knollen oder Rhizome bilden, etwa Tulpen, Krokusse oder Dahlien. Graben Sie die Zwiebeln nach der Blüte aus, sobald das Laub vergilbt und vertrocknet ist. Trennen Sie die „Tochterzwiebeln“ ab, die sich um die Mutterzwiebel gebildet haben. Achten Sie darauf, dass jede neue Zwiebel einen Teil des Wurzelsystems besitzt und gesund ist. Pflanzen Sie sie sofort am passenden Standort ein oder lagern Sie sie bis zur Pflanzung im Herbst an einem kühlen, trockenen Ort.

Teilung der Brutzwiebeln einer Madonnenlilie
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10 Tipps für preiswertes GärtnernStecklingsvermehrung: Aus kleinen Stücken werden Pflanzen
Die Stecklingsvermehrung ist eine ungeschlechtliche Vermehrungsmethode, mit der sich die Eigenschaften einer Mutterpflanze originalgetreu erhalten lassen. Diese Technik eignet sich besonders, um Arten zu vermehren, die sich nur schwer über Samen vermehren lassen, oder schnell kräftige Pflanzen zu erhalten.
Stecklingsvermehrung durch Kopfstecklinge
Kopfstecklinge eignen sich für viele Stauden. Wählen Sie einen gesunden, kräftigen Trieb, möglichst aus dem laufenden Jahr, und schneiden Sie ein 10 bis 15 cm langes Stück ab. Achten Sie auf einen sauberen Schnitt direkt unter einem Knoten, da sich dort Wachstumshormone befinden, die die Wurzelbildung fördern. Entfernen Sie die unteren Blätter, damit sie nicht in der Erde oder im Wasser faulen. Stecken Sie die Triebbasis in eine lockere Blumenerde. Halten Sie das Substrat feucht, aber nicht nass, und stellen Sie den Steckling an einen warmen Ort mit indirektem Licht.

Stecklingsvermehrung durch Kopfstecklinge
Wurzelstecklinge
Wurzelstecklinge sind bei Pflanzen mit fleischigen, kräftigen Wurzeln erfolgreich, etwa bei Flammenblume, Akanthus, Japan-Herbst-Anemone oder Igelkopf. Graben Sie im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, vor dem Austrieb, vorsichtig ein Wurzelstück aus. Schneiden Sie 5 bis 10 cm lange Stücke ab und achten Sie darauf, bei jedem Segment Ober- und Unterseite zu unterscheiden. Pflanzen Sie die Stücke waagerecht oder senkrecht in Blumenerde. Die Oberseite sollte dabei knapp auf Höhe der Erdoberfläche liegen. Halten Sie das Substrat feucht und stellen Sie es an einen warmen Ort, bis neue Triebe erscheinen.
→ Lesen Sie „Was ist ein Wurzelsteckling?„, um mehr über dieses Thema zu erfahren.

Wurzelsteckling einer Päonie
Blattstecklinge
Einige Stauden, wie Fetthenne und Hylotelephium, lassen sich durch Blattstecklinge vermehren. Wählen Sie ein gesundes Blatt aus und schneiden Sie es möglichst mit einem kleinen Stück Stiel ab. Lassen Sie das Blatt einige Tage trocknen, damit sich ein Kallus bildet, der das Fäulnisrisiko senkt. Stecken Sie die Blattbasis oder den Stiel in spezielle Anzuchterde oder eine Mischung aus Perlite und Torf. Halten Sie den Boden leicht feucht und stellen Sie den Steckling an einen hellen Ort ohne direkte Sonne.

Sukkulenten lassen sich gut durch Blattstecklinge vermehren
Absenken: weitere Methode asexueller Fortpflanzung
Absenken bildet Wurzeln an noch verbundenen Trieben. Ideal für flexible Stängel: feucht halten, bis die neue Pflanze von der Mutterpflanze getrennt wird.
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Was ist ein Wurzelsteckling?Aussaat: vom Samen zur Pflanze
Die Vermehrung von Stauden durch Aussaat ist eine lohnende Methode. Sie ermöglicht nicht nur, viele Pflanzen kostengünstig zu ziehen, sondern auch die Freude zu erleben, wie aus einem kleinen Samen neues Leben sprießt.
Direktsaat an Ort und Stelle
Bei der Direktsaat werden die Samen direkt an ihrem endgültigen Standort im Garten ausgesät. Diese Methode eignet sich besonders für Pflanzen, die das Verpflanzen nicht gut vertragen oder deren Wurzeln zu empfindlich für einen Standortwechsel sind, wie etwa Christrosen. Für eine erfolgreiche Direktsaat wählen Sie den richtigen Zeitpunkt: Bei winterharten Stauden meist im Frühjahr nach den letzten Frösten, bei Pflanzen, die eine Kaltstratifikation benötigen, im Herbst. Bereiten Sie den Boden sorgfältig vor, indem Sie ihn feinkrümelig lockern und für eine gute Drainage sorgen. Säen Sie die Samen in der auf der Verpackung empfohlenen Tiefe aus, wenn Sie Saatgut aus dem Handel verwenden, und halten Sie ausreichend Abstand für eine optimale Entwicklung ein. Gießen Sie nach der Aussaat vorsichtig, damit die Samen nicht weggespült werden. Bis zur Keimung ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit entscheidend. Eine Mulchschicht kann helfen, die Feuchtigkeit zu bewahren und das Unkrautwachstum zu verringern.
Oli meint: Eine weitere Möglichkeit ist, die Natur möglichst genau nachzuahmen oder sie sogar vollständig sich selbst zu überlassen. Sobald die Samen an der Mutterpflanze reif sind, können Sie sie auf den Boden unter der Pflanze fallen lassen oder den Blütenstiel abschneiden und über dem endgültigen Standort ausschütteln.

Aussaat in der Saatschale
Die Aussaat in der Saatschale ermöglicht eine genauere Kontrolle der Wachstumsbedingungen und eignet sich ideal für empfindliche Pflanzen oder Arten, die vor dem Auspflanzen eine lange Wachstumszeit benötigen. Verwenden Sie Saatschalen oder Aussaatplatten, die mit einem leichten, gut durchlässigen Substrat gefüllt sind, das speziell für die Aussaat entwickelt wurde. Säen Sie die Samen auf der Substratoberfläche aus und bedecken Sie sie bei Bedarf leicht mit einer dünnen Schicht Blumenerde. Ein feiner Wassernebel befeuchtet das Substrat, ohne die Samen zu verrücken. Decken Sie die Saatschalen oder Aussaatplatten mit Glas oder transparenter Folie ab, um eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine gleichmäßige Temperatur zu gewährleisten. Stellen Sie sie an einen hellen, aber vor direkter Sonne geschützten Platz. Sobald die Samen gekeimt und die Keimlinge kräftig genug sind, können sie in einzelne Töpfe pikiert werden. Anschließend gewöhnen Sie sie langsam an die Bedingungen im Freien, bevor Sie sie schließlich in den Garten pflanzen.
→ Hier finden Sie alle unsere Tipps für eine erfolgreiche Aussaat in der Saatschale.
Tauschen und Schenken unter Gärtnern
Der Tausch und das Teilen von Stauden sind eine bereichernde und gemeinschaftliche Möglichkeit, den Garten ohne zusätzliche Kosten vielfältiger zu gestalten. Dieser Ansatz fördert nicht nur die pflanzliche Vielfalt, sondern stärkt auch die Verbindung zwischen Gartenfreunden mit gemeinsamen Interessen.
Den Austausch unter Gartenfreunden fördern
Beim Staudentausch können Gartenfreunde überschüssige Pflanzen, Stecklinge, Samen oder geteilte Pflanzen mit anderen teilen und zugleich die eigene Sammlung bereichern. Das ist eine hervorragende Möglichkeit, seltene Arten und alte Sorten zu vermehren oder einfach Gartentipps und Erfahrungen weiterzugeben. Um den Austausch zu erleichtern, können Sie Treffen mit befreundeten Gartenfreunden organisieren, an Gartenkursen teilnehmen oder in Ihrer Gemeinde ein Tauschnetzwerk aufbauen.
Online-Gemeinschaften und örtliche Gartenvereine
Online-Gemeinschaften sind wertvolle Anlaufstellen, um Menschen für den Pflanzentausch zu finden. Fachforen, spezielle Gartengruppen auf Facebook und Plattformen wie Reddit bieten Raum für Anzeigen, Tipps und Tauschvereinbarungen. Örtliche Gartenvereine und horticulturelle Gesellschaften veranstalten häufig Treffen und Pflanzentauschbörsen. Das ist eine gute Gelegenheit, andere Gartenfreunde kennenzulernen und das eigene Netzwerk zu erweitern.
Pflanzentausch-Veranstaltungen
Pflanzentausch-Veranstaltungen bieten eine wunderbare Gelegenheit, neue Stauden zu bekommen und Pflanzen abzugeben, von denen Sie besonders viele haben. Solche Veranstaltungen können unterschiedliche Formen annehmen: von Pflanzentauschbörsen, die Gemeinden oder Vereine organisieren, bis hin zu Tauschtagen in Gemeinschaftsgärten. Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, kostenlos neue Pflanzen zu erhalten, sondern auch Tipps von erfahrenen Gartenfreunden zu bekommen.

Pflanzentausch (© Wikimedia Commons)
Tipps zum Vermehren Ihrer Stauden
Für die erfolgreiche Vermehrung von Stauden müssen einige wichtige Schritte sorgfältig beachtet werden.
Zunächst ist der richtige Zeitpunkt entscheidend: Teilung und Stecklingsvermehrung erfolgen idealerweise im Frühjahr oder Herbst, wenn die Pflanzen in Dormanz sind oder ihren Wachstumszyklus beginnen. So werden Wurzelbildung und Anwachsen begünstigt.
Auch die Vorbereitung der Pflanzen spielt eine wichtige Rolle. Achten Sie darauf, dass die Werkzeuge sauber sind, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden, und dass jede Teilung oder jeder Steckling über ein gutes Wurzelsystem oder Knoten verfügt, aus denen sich neue Wurzeln bilden können.
Ebenso wichtig ist die Wahl des Substrats: Verwenden Sie eine lockere, gut durchlässige Mischung, die Feuchtigkeit speichert, ohne nass zu bleiben – ideale Bedingungen für das Wurzelwachstum. Gießen Sie regelmäßig, aber mäßig, damit das Substrat feucht bleibt, ohne die jungen Wurzeln zu übersättigen. Eine aufmerksame Kontrolle der Pflanzen hilft, Anzeichen von Stress oder Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Das Umtopfen in frisches, nährstoffreiches Substrat fördert zudem die Entwicklung und Blüte der Stauden.
Olis kleiner Tipp: Nichts sieht einem kleinen Keimling ähnlicher als ein anderer kleiner Keimling – oft von einer ganz anderen Sorte oder manchmal sogar von einer völlig anderen Art. Deshalb beschriften Sie Ihre Töpfe mit Stecklingen und frisch pikierten jungen Keimlingen!
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