Krankheiten und Schädlinge an Schnittsellerie: Erkennen und bekämpfen

Krankheiten und Schädlinge an Schnittsellerie: Erkennen und bekämpfen

Knollen- und Schnittsellerie: Krankheiten & Schädlinge

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 20. Januar 2026  durch Pascale 5 min.

Knollensellerie, Schnittsellerie, Stangensellerie … Diese drei Gemüse aus der Familie der Doldenblütler stammen vom wilden Sumpf-Schnittsellerie ab und begeistern mit ihrem besonderen Aroma. Sie werden wegen ihres würzigen Laubs oder ihrer fleischigen, knackigen Wurzel angebaut und besitzen wertvolle Heil- und Nährstoffe. Im Gemüsegarten oder Zierbeet sind Stangen- und Knollensellerie recht leicht zu kultivieren, wenn die Standortbedingungen stimmen.

Dennoch können sie von Krankheiten und Parasiten befallen werden. Erfahren Sie, wie Sie diese erkennen, natürlich behandeln und vorbeugen.

Mehr erfahren: Knollen- und Schnittsellerie: säen, pflanzen, kultivieren und ernten

Schwierigkeit

Die wichtigsten Krankheiten von Schnitt- und Knollensellerie

Neben Mehltau und Falschem Mehltau, zwei häufigen Krankheiten im Gemüsegarten in feuchten und eher warmen Jahren, kann Sellerie von zahlreichen weiteren, spezifischeren Krankheiten betroffen sein. Zur Bekämpfung von Falschem Mehltau und Mehltau empfehlen wir Ihnen diese beiden Artikel: Mehltau oder die Weißfleckenkrankheit und Tomate: Kraut- und Braunfäule, weitere Krankheiten und Schädlinge.

Septoria: eine zerstörerische Krankheit

Diese durch den Pilz Septoria apiicola verursachte Krankheit wird durch hohe Feuchtigkeit und Temperaturen zwischen 18 und 20 °C begünstigt. Der Pilz überwintert auf Pflanzenresten befallener Pflanzen und auf den Samen. Während der Vegetationsperiode vermehrt und verbreitet er sich über Blätter, Blüten und Samen.

Symptome: An den befallenen Pflanzen erscheinen unterschiedlich große, mehr oder weniger dunkelbraungelbe Flecken mit schwarzen Punkten. Das Gewebe trocknet aus. Die Zerstörung der Leitgefäße führt zum Absterben des gesamten oberhalb der Befallsstelle liegenden Pflanzenteils. Knollensellerie stellt das Wachstum ein und bleibt klein.

maladies céleri

Septoria-Spuren am Tomatenlaub

Direkte Bekämpfung: Befallene Pflanzen müssen vernichtet und mit Bordeauxbrühe behandelt werden.

Vorbeugung:

  • Gesundes Saatgut verwenden
  • Samen 25 Minuten in auf 50 °C erwärmtem Wasser einweichen
  • Streng auf Fruchtfolge achten
  • Pflanzenreste nach der Ernte gründlich beseitigen
  • Sellerie mit Wasser bei Zimmertemperatur möglichst morgens gießen
  • Bei feuchtem Wetter Boden und Pflanzen drei Tage hintereinander mit Schachtelhalmbrühe behandeln
  • Zur Vorbeugung Sellerie mit einem Zwiebelhautsud behandeln (100 g Zwiebelhäute 10 Minuten in einem Liter Wasser kochen. Eine Stunde ziehen lassen).

Sclerotinia oder Weißfäule

Diese durch Sclerotinia sclerotiorum verursachte Krankheit befällt vor allem bei warmem, feuchtem Wetter die Wurzeln. Der Pilz führt im Boden oder während der Lagerung zur Fäulnis der Sellerieknollen.

Symptome: Die Pflanze beginnt zu welken. Dann bildet sich ein weißer Myzelfilz, gefolgt von schwarzen Überdauerungsorganen, den Sklerotien, die in feuchten Böden ein Jahr und in trockenen Böden bis zu sieben Jahre überleben können.

Direkte Bekämpfung: Befallene Pflanzen müssen vollständig entfernt und entsorgt werden.

Vorbeugung:

  • Kulturen sorgfältig säubern und Pflanzenreste entfernen
  • Streng auf Fruchtfolge achten
  • Kräftige Jungpflanzen verwenden, nicht zu tief pflanzen und morgens gießen, damit der Boden rasch trocknet
  • Staunässe vermeiden
  • Schnelles Wachstum fördern
  • Mit Schachtelhalmbrühe behandeln
  • Knollensellerie mit den kleinsten Fäulnisspuren vor der Lagerung aussortieren und entsorgen.

Fusariumwelke oder Fusarium-Gelbsucht

Diese Krankheit wird durch einen Pilz der Gattung Fusarium verursacht, der viele Jahre im Boden überdauern kann. Sie kann durch Samen übertragen werden. Sie tritt vor allem bei feuchtwarmem Wetter auf.

Symptome: Die Pflanze oder ein Teil der Pflanze vergilbt und welkt schnell. Die Stängelbasis verfärbt sich braun.

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Fusariumwelke an Erdbeerblättern

Direkte Bekämpfung: Befallene Pflanzen vernichten.

Vorbeugung:

  • Pflanzenreste aus den Kulturen entfernen
  • Resistente Sorten wählen und nicht kontaminierte Samen verwenden
  • Eine Fruchtfolge von mindestens 4 bis 5 Jahren einhalten
  • Den Boden gründlich bearbeiten, lockern und lüften

Sellerieschorf oder Halsfäule

Diese durch Ernteabfälle und Samen übertragene Krankheit wird durch den Pilz Phoma apiicola verursacht. Sie gedeiht bei anhaltend feuchtem Wetter. Die Schäden sind meist eher gering.

Symptome: Die Wurzeln des Knollenselleries werden grau und anschließend rötlichbraun, die Haut wird rau. Der Pilz verursacht die Fäulnis der befallenen Bereiche, durch Risse dringen Bakterien ein. Die Wurzeln faulen im Boden oder während der Lagerung.

Direkte Bekämpfung: Es gibt keine Bekämpfungsmöglichkeit.

Vorbeugung:

  • Eine strenge Fruchtfolge einhalten
  • Ernterückstände sorgfältig entfernen
  • Blätter befallener Selleriepflanzen entfernen und vernichten
  • Später pflanzen
  • Samen wie bei Septoria in heißem Wasser einweichen

Sellerie-Mosaikvirus (CeMV)

Diese Viruserkrankung wird hauptsächlich durch Blattläuse übertragen, die sich auf den Sellerieblättern befinden. Von Jahr zu Jahr wird sie außerdem durch infizierte Samen weitergegeben.

Symptome: Die Blätter verformen sich und rollen sich ein. Sie können sich außerdem verfärben und entlang der Blattadern weiß werden.

Direkte Bekämpfung: Befallene Pflanzen entfernen und vernichten.

Vorbeugung:

  • Den Überträger des Virus, also Blattläuse, bekämpfen
  • Gesundes, zertifiziertes Saatgut verwenden
  • Beete pflegen und Unkraut entfernen
  • Gartengeräte gründlich reinigen.

Bormangel

Dieser manchmal als Schwarzherzigkeit bezeichnete Bormangel tritt häufig nach einer übermäßigen Gabe von Kalk oder Kalium auf. Er tritt häufig im Herbst auf.

Symptome: Die Triebspitzen bleiben kümmerlich, die Blätter brechen und reißen ein. Die Knollenselleriewurzel bleibt klein, wird innen hohl und braun.

Direkte Bekämpfung: Eine Bormenge ausbringen.

Lesen Sie auch

Fruchtfolge

Die wichtigsten Schädlinge an Schnittsellerie

Mehrere Schädlinge haben eine Vorliebe für Sellerie. Allen voran Blattläuse. Wenn Sie alles über dieses stechend-saugende Insekt erfahren möchten, das bei Sellerie die Entwicklung des Mosaikvirus begünstigt, lesen Sie bitte den Artikel: Blattlaus: Erkennung und Bekämpfung.

Außerdem sind zwei Fliegen besonders gern an Sellerie:

Möhrenfliege (Psila rosae)

Diese glänzend schwarze Fliege bringt zwei Generationen pro Jahr hervor, wobei die zweite größere Schäden verursacht. Die erste Generation fliegt von Ende April bis Juli, die zweite ab August. Sie überwintern als Larven oder Puppen in hellbraunen Kokons im Boden oder möglicherweise auf Pflanzenresten an der Bodenoberfläche. Warmes und trockenes Wetter hemmt die Entwicklung der jungen Larven.

Die erwachsenen Fliegen halten sich in großer Zahl auf den umliegenden Pflanzen auf. Abends fliegen sie von dort zum Sellerie. Die Eier werden auf dem Boden abgelegt, wo sich die Larven entwickeln. Nach dem Schlüpfen dringen sie in die Wurzeln des Knollenselleries ein und bohren dort Fraßgänge. Befallene Pflanzen sterben ab, das Laub verfärbt sich häufig gelblich-rötlich.

Möhrenfliege

Möhrenfliege ©Barry Walter – iNaturalist

So beugen Sie einem Befall vor:

  • Eine mindestens dreijährige Fruchtfolge einhalten
  • Sellerie mit Porree, Schnittlauch, Knoblauch, Schalotte und Zwiebel kombinieren
  • Für den Sellerie einen offenen, windigen Standort wählen
  • Zweige stark duftender, abschreckender Pflanzen auslegen (Lavendel, Balsamkraut, Dill, llexblättriger Mondsichelfarn …)
  • Sellerie zweimal wöchentlich mit Aufgüssen stark duftender Pflanzen gießen (Balsamkraut, Zwiebelschalen, Knoblauch …)
  • Die Flugzeit mithilfe von orangefarbenen Leimtafeln feststellen
  • Ab April bis September ein Insektenschutznetz anbringen
  • Im Winter die Hühner in den Gemüsegarten lassen.

Sellerie-Minierfliege (Phylophylla heraclei)

Diese Fliege bringt zwei Generationen pro Jahr hervor: von April bis Juni sowie von Juli bis September. Sie überwintert als Puppe im Boden. Die Eier werden auf der Blattunterseite abgelegt. Nach dem Schlüpfen dringen die gelblich weißen Larven in das Laub ein und bohren dort Fraßgänge.

Biologische und vorbeugende Bekämpfung:

  • Befallene Pflanzenteile entfernen
  • Eine strenge Fruchtfolge einhalten
  • Von April bis September ein Insektenschutznetz anbringen
  • Knoblauchjauche oder Farnjauche spritzen
  • Im Winter die Hühner in den Gemüsegarten lassen.

 

 

Kommentare

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Hier ist die deutsche Übersetzung des Textes:

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**Sellerie pflegen**

Sellerie ist ein vielseitiges Gemüse, das sowohl in der Küche als auch im Garten überzeugt. Ob als knackiger Stangensellerie, würziger Schnittsellerie oder aromatische Knolle – mit der richtigen Pflege gedeiht er prächtig. Hier unsere Tipps für gesunde Selleriepflanzen:

**Standort & Boden**  
Sellerie liebt sonnige bis halbschattige Plätze mit nährstoffreichem, lockerem Boden. Ideal ist humose Erde, die Feuchtigkeit speichert, aber keine Staunässe verursacht.

**Gießen**  
Gleichmäßige Bodenfeuchte ist entscheidend! Besonders bei Stangensellerie: Trockenheit führt zu hohlen Stielen. An heißen Tagen täglich wässern – am besten morgens.

**Düngen**  
Organischer Gemüsedünger oder Kompost alle 3-4 Wochen fördert das Wachstum. Knollensellerie benötigt ab August mehr Kalium für die Knollenbildung.

**Besonderheiten**  
- Stangensellerie kann 2-3 Wochen vor der Ernte "gebleicht" werden (Lichtentzug für zarte Stiele)  
- Schnecken fernhalten! Junge Pflanzen besonders schützen.  
- Fruchtfolge beachten: Erst nach 3-4 Jahren wieder Sellerie am selben Standort anbauen.  

**Ernte**  
Schnittsellerie laufend pflücken. Stangen- und Knollensellerie je nach Sorte von September bis November ernten. Knollen vor Frostbeginn ausgraben.

Mit dieser Pflege erhalten Sie aromatischen Sellerie für Suppen, Salate & Co. – frisch aus dem eigenen Garten!

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Die Übersetzung ist kulturadaptiert für den deutschsprachigen Raum und berücksichtigt gängige Gartenbegriffe. Alle fachlichen Informationen wurden präzise übertragen, während der freundlich-informative Ton des Originaltextes erhalten blieb.