Krankheiten und Schädlinge des Geißblatts
Natürlich bekämpfen
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Geißblatt ist robust, doch Kletterpflanzen leiden oft unter Blattläusen. Auch Dickmaulrüssler und Mehltau treten auf; Strauch-Geißblatt bleibt meist gesund.
Mehltau: wichtigste Krankheit des Geißblatts
Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die bei Pflanzen sehr häufig auftritt. Sie ist äußerst ansteckend und kann leicht benachbarte Pflanzen befallen. Sie wird auch „Weißfäule“ genannt.
Symptome
Mikroskopisch kleine Pilze bilden einen weißen, gräulichen, pudrigen Belag auf allen Pflanzenteilen. Junge Triebe, Blätter und Blüten verformen sich und vertrocknen. Mehltau entwickelt sich meist im zeitigen Frühjahr oder Herbst in schlecht belüfteten Pflanzungen bei wechselnder Witterung. In diesen Zeiten begünstigen der Wechsel zwischen warmen und kalten Temperaturen sowie trockene und regnerische Wetterphasen den Mehltau. Diese Krankheit bringt Ihre Kletterpflanze nicht zum Absterben. Sie wird lediglich weniger attraktiv.

Weißer Puderbelag auf den Blättern ist ein Zeichen für Mehltauinfektion
Natürliche Mittel gegen Mehltau am Geißblatt
Wenn Ihr Geißblatt erste Symptome zeigt, entfernen Sie alle befallenen Pflanzenteile und entsorgen oder verbrennen Sie sie. Geben Sie sie nicht auf den Kompost, da sich die Krankheit beim Ausbringen des Komposts im Garten verbreiten kann.
- Schmierseife
Behandeln Sie Ihr Geißblatt möglichst abends mit einer Mischung aus 5 Teelöffeln Natron, 3 Esslöffeln Schmierseife und 5 Litern lauwarmem Wasser. Eine Spritzung pro Woche hemmt die Entwicklung der Pilze.
- Kuhmilch
Sie können 1- bis 2-mal pro Woche Magermilch anwenden. Die Mikroorganismen in der Milch stärken die Widerstandskraft Ihres Geißblatts und wirken gegen Mehltau. Die Zubereitung ist ganz einfach: Geben Sie 10 cl Milch auf 1 Liter Wasser in eine Sprühflasche und schütteln Sie alles gut.
- Vorbeugung
Vermeiden Sie, das Laub Ihres Geißblatts beim Gießen zu benetzen. Stellen Sie Ihr Geißblatt an einen Standort, an dem die Luft gut zirkulieren kann. Kontrollieren Sie Ihre Pflanze während mehltauanfälliger Perioden regelmäßig, etwa nach einer Trockenphase bei regnerischem Wetter. Spritzungen mit Schachtelhalmjauche stärken ebenfalls die Abwehrkräfte der Pflanzen. Zur Behandlung oder Vorbeugung können Sie auch einen Knoblauchölauszug oder Knoblauchsud zubereiten.
Lesen Sie auch
Das Geißblatt: Pflanzung, Rückschnitt und PflegeDie Blattlaus
Kleines, Pflanzensaft saugendes Insekt: Die Blattlaus ist der Hauptfeind des Geißblatts. Auf Pflanzen siedelt sich dieses Insekt in Kolonien unter den Blättern und an den Spitzen junger Triebe an, wo es seine Eier ablegt. Meist schwarz oder grün, manchmal geflügelt, ernährt es sich, indem es die Pflanze ansticht und Pflanzensaft saugt. Die Geißblattblattlaus (Hyadaphis tataricae) entwickelt sich besonders auf der Tatarischen Heckenkirsche.

Blattläuse auf der Unterseite eines Geißblattblatts
Die Symptome
Die Blätter können sich kräuseln und die Triebe verformen. Außerdem kann eine schwarze, klebrige Substanz auftreten, der sogenannte Rußtau. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die sich durch den von Blattläusen abgesonderten Honigtau entwickelt und die Photosynthese beeinträchtigt.
Natürliche Mittel gegen Blattläuse am Geißblatt
Bei geringem Befall können Sie die Blattläuse loswerden, indem Sie die Pflanze mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen (Gartenschlauch). Eine weitere Lösung ist, die Blattläuse mit der Hand zu zerdrücken – zwar mühsamer, aber wirksam.
- Schmierseife
Zur Bekämpfung sprühen Sie bereits bei den ersten Anzeichen Seifenwasser: 15 bis 30 g Schmierseife auf einen Liter Wasser.
- Pyrethrum
Nur bei starkem Blattlausbefall sollten Sie ein Insektizid auf Basis von pflanzlichem Pyrethrum verwenden, vorzugsweise abends. Achtung: Dieses Insektizid ist schädlich für die Tierwelt im Garten!
- Nützlinge und Vorbeugung
Das Aussetzen von Larven nützlicher Insekten (Marienkäfer, Florfliegen) empfiehlt sich eher bei kletternden Geißblättern in Wintergärten oder Gewächshäusern. Im Garten locken Sie Blattlausfeinde an (Schwebfliegen, Vögel, Ohrwürmer usw.), indem Sie die Biodiversität fördern: Pflanzen Sie nektarreiche Pflanzen und schaffen Sie Unterschlüpfe für die Tierwelt.
Zur Vorbeugung ist Brennnesseljauche ein natürliches Abwehrmittel gegen Blattläuse. Lassen Sie dafür 1 kg frische Brennnesselblätter 12 Stunden lang in 10 Litern Wasser ziehen. Verdünnen Sie die Jauche für die Anwendung auf 10 % mit Regenwasser (1 Liter Jauche auf 10 Liter Wasser).
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Dickmaulrüssler am Geißblatt
In der Familie der Rüsselkäfer findet man Otiorhynchus clavipes, besser bekannt als Geißblatt-Rüsselkäfer. Seine Larven (weiße Engerlinge) entwickeln sich unterirdisch und verursachen durch ihren Wurzelfraß Schäden an den Wurzeln. Diese Insekten werden nachts aktiv und verstecken sich tagsüber in der Vegetation.

Otiorhynchus clavipes (Foto: gailhampshire – Flickr) und Larve
Die Symptome
Die erwachsenen Käfer ernähren sich von den Blättern und hinterlassen an deren Rändern charakteristische Fraßspuren. Außerdem fressen sie neue Triebe an der Basis, Blütenknospen und Blüten. Der Larvenfraß führt zum Welken und zum Wachstumsstopp der Pflanze.
Natürliche Maßnahmen gegen den Geißblatt-Rüsselkäfer
Um diesen Rüsselkäfer zu bekämpfen, bringen Sie im zeitigen Frühjahr oder Herbst Nematoden aus. Nematoden sind Parasiten, die die Larven von innen abtöten können. Achten Sie darauf, den Boden für das Überleben der Nematoden feucht zu halten. Die Feuchtigkeit stört zudem die Entwicklungsstadien der Larven, die sie nicht mögen. Mulchen Sie dazu den Boden. Sie können auch die erwachsenen Käfer bekämpfen, indem Sie sie bei Einbruch der Dunkelheit von Ihrem Geißblatt ablesen.
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