Krumme Bäume und Sträucher
Originelle Gartenthemen: unsere Auswahl
Inhaltsverzeichnis
Tortuose Bäume: gewundene Zweige, im Winter Skulpturen. tortuosa und „contorta“: Züchtungen von Weide, Hasel, Buche.
Corylus avellana 'Contorta': Korkenzieherhasel
Die Hasel gehört zu den charakteristischsten Arten unter den Korkenziehergehölzen. Es gibt mehrere Sorten, darunter Corylus avellana ‘Contorta‘. Als auffälliges Gehölz, das in der Floristik verwendet wird, verleiht sie einem Garten eine ganz besondere Note. Am besten kommt sie als Solitär zur Geltung, der ihre aufrechte Wuchsform und die korkenzieherartig gedrehten Zweige hervorhebt. Mit einer Höhe von etwa 2,50 m bleibt dieser kleine Baum bescheiden in seinen Dimensionen und findet in fast jedem Garten sowie als Großpflanze im Kübel auf der Terrasse Platz. Wie alle Haseln ist er sehr winterhart und gedeiht in Sonne oder Halbschatten auf jedem Boden, sofern dieser gut durchlässig ist. Die Blüte erscheint im Februar in Form hängender, sehr hellgelber Kätzchen. Auch diese Blüte macht den Charme des Gehölzes aus und bleibt mehrere Wochen lang erhalten. Sein Laub färbt sich im Herbst leuchtend goldgelb.
Es gibt auch eine purpurfarbene Variante: Corylus avellana ‘Red Majestic’ ist mit ihren Blättern, Kätzchen und sogar ihren purpurfarbenen Haselnüssen besonders dekorativ. Sie bleibt ebenfalls klein und erreicht bei Reife eine Höhe und Breite von 2 m – ideal für die Pflanzung im Kübel. Auch die Zwergsorte ‘Scooter’ lädt dazu ein, sie als dekorative Kübelpflanze auf der Terrasse aufzustellen!

Corylus avellana contorta (Fotos: FD Richards und L. Enking)
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Salix babylonica 'Tortuosa': Peking-Weide
Die Peking-Weide, auch Salix matsudana genannt, ist ein großer, seltener und majestätischer Baum. Mit ihrer Größe (mindestens 10 m Höhe im Alter) eignet sie sich für große Gärten. Ihre Silhouette erinnert zugleich an eine Trauerweide (daher die Bezeichnung babylonica) und eine Korkenzieher-Weide. Das Laub ist zart olivgrün, die gelbgrünen Kätzchen blühen im März. Pflanzen Sie sie idealerweise in frischen bis feuchten Boden und als Solitär. Sie wächst schnell.
Salix erythroflexuosa ist eine Kreuzung aus Korkenzieher-Peking-Weide und Salix chrysocoma. Sie bleibt deutlich kleiner (4 m hoch und 2 m breit) und bezaubert mit herrlich spiralförmig gedrehten, orangeroten Zweigen. Der elegante kleine Baum ist ein reizvoller Blickfang: Die schmalen, sommergrünen Blätter sind kräftig grün, auf der Unterseite bläulich und ebenfalls leicht gedreht.

Salix matsudana Tortuosa (Foto: Andreas Rockstein)
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Prunus incisa 'Kojo No Mai': Fuji-Kirsche
Hier ist ein bezaubernder Zwergpflaumenbaum, der Sie sofort begeistern wird! Bei Prunus selten: ‘Kojo No Mai’ besitzt eine charmant gedrehte Verzweigung und ist im Frühjahr wie erwartet mit zartrosa Blüten übersät. Mit rundlicher Wuchsform und sehr geringer Größe – bei Reife nur 2,50 m hoch – ist er der elegante Baum für kleine Gärten. Im Winter wirken seine Zweige, wenn sie mit Raureif bedeckt sind, besonders poetisch. Im Herbst überrascht erneut sein prächtiges Laub, das sich scharlachrot färbt. In Gesellschaft von Iris, Schlangenbart und Pinus mugo ist er einfach magisch und fügt sich wunderbar in einen japanisch gestalteten Garten ein. Natürlich können Sie ihn auch als Solitär in einem Kübel oder Topf kultivieren. Er ist äußerst winterhart und kann überall in Deutschland gepflanzt werden.

Prunus incisa ‚Kojo No Mai‘: Blüten und Laub im Herbst (Fotos: Peganum)
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5 große Nadelgehölze für einen charaktervollen GartenLarix kaempferi 'Diana': Japanische Lärche mit gedrehtem Wuchs
Ein Nadelgehölz überrascht in dieser Auswahl und gehört dank seiner bizarren Wuchsform und dekorativen Wirkung im Winter zu den erstaunlichsten. Die Japanische Lärche ‘Diana’ stammt von der Insel Honshu, wo sie bis in 3000 m Höhe wächst. Bei uns ist sie bestens angepasst und zeigt ihre geschwungene Verzweigung besonders eindrucksvoll, wenn sie ihre ebenfalls seltsam gedrehten Nadeln verliert. Mit einer Höhe von etwa 5 m bleibt sie mittelgroß. Diese gedrehte Lärche wirkt mit ihrem blaugrünen Laub, das sich im Herbst goldgelb färbt, wie alle Lärchen, ausgesprochen dekorativ. Ein charaktervoller Baum mit wechselndem Erscheinungsbild, den wir als Solitär empfehlen, damit seine pyramidenförmige Wuchsform und schöne Präsenz zur Geltung kommen. Pflanzen Sie ihn in frischen Boden an einen sonnigen Standort. Er passt perfekt in einen modernen Garten und natürlich auch in einen Alpengarten.

Larix kaempferi ‚Diana‘ (Fotos: Mark Bollin und FD Richards)
→ Entdecken Sie unser ausführliches Datenblatt zur Europäischen Lärche
Gewöhnliche Robinie 'Twisty Baby': Korkenzieher-Robinie
Unter den besonders originellen, wellenförmigen Wuchsformen ist die Robinia pseudoacacia ‘Twisty Baby’ ganz vorne dabei! Ihre gewundenen Zweige verleihen ihr eine wunderschöne, fast hängende Wuchsform. Die sehr schönen, aus etwa zehn Fiederblättchen zusammengesetzten Blätter sind gebogen, ihr einzelner oder mehrstämmiger Stamm ist rätselhaft verdreht … alles an ihr ist ungewöhnlich. Sogar die fehlenden Dornen, die normalerweise an den Zweigen der Gewöhnlichen Robinie zu finden sind. Sie gehört wirklich zu den kleinen Sammlerbäumen für alle, die eine seltene Pflanze in ihrem Garten besitzen möchten.
Dieser prächtige sommergrüne Baum ist aufgrund seiner Größe normalerweise großen Gärten vorbehalten (die Art Robinia pseudoacacia kann bis zu 20 m hoch werden). Diese Sorte ermöglicht es jedoch, auch in einem kleinen Garten einen solchen Baum zu pflanzen, denn sie wird höchstens 4 m hoch und 2 bis 3 m breit. Ihr Wachstum ist schneller als das der Art, dennoch eignet sie sich für die Kultur im Topf, wo sie langsamer wächst. Beachten Sie außerdem, dass dieses besonders originelle Schmuckstück im Juni sehr anmutig blüht: Seine cremefarbenen Blütentrauben sind bienenfreundlich. Das im Frühjahr leuchtend grüne Laub nimmt im Herbst wunderschöne Gelbtöne an. Pflanzen Sie ihn in einen leichten, durchlässigen Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort, windgeschützt und idealerweise isoliert. Auch im Beet, begleitet von niedrigen Stauden, kommt sein Stamm schön zur Geltung.
→ Entdecken Sie unser vollständiges Datenblatt zur Gewöhnlichen Robinie.
Bitterorange: dornige Bitterorange
Dieser Strauch gilt ebenfalls als kleine, botanische Rarität mit ungewöhnlicher Wuchsform. Poncirus trifoliata, auch Dreiblättrige Bitterorange oder Bitterorange genannt, ist in vielerlei Hinsicht eine erstaunliche Zitrusfrucht: Seine olivgrüne Verzweigung ist steif, von Natur aus stark verdreht und entlang der Zweige mit großen Dornen besetzt. Sie bildet eine ausladende Silhouette, die fast so breit wie hoch ist und oft 2 bis 3 m erreicht. Anders als andere Zitrusfrüchte verliert sie in kühlem Klima im Spätherbst ihre kleinen dreiblättrigen Blätter, sodass ihre unglaubliche, fast kunstvolle und stets äußerst dekorative Gestalt den ganzen Winter über bewundert werden kann. Ab März oder April bedeckt sie sich mit einer Fülle bezaubernder kleiner weißer Blüten, die denen der Orangenblume ähneln und einen zarten Duft verströmen. Kurz darauf erscheinen golfballgroße, runde Früchte, die ihren Reiz noch verstärken. Sie sind zwar nicht essbar, bleiben aber bis zum Winterbeginn am Strauch. Im Herbst färben sich die Blätter wunderschön gelb-orange.
Die aus Nordchina und Japan stammende Pflanze ist für eine Zitrusfrucht außergewöhnlich winterhart und verträgt nach dem Anwachsen bis zu -20 °C. Wegen ihrer Frost- und Krankheitsresistenz wird sie zudem als Unterlage für viele Zitrussorten verwendet. Für ein gutes Wachstum benötigt sie jedoch einen sehr sonnigen Standort. Sie gedeiht im großen Topf oder als isoliertes Gehölz, in einem modernen ebenso wie in einem naturnahen Garten.

Poncirus trifoliata: Blüten (Foto: L. Enking) und Früchte
Die Magie der Krummbuchen von Verzy
Die Faux de Verzy im Wald bei Reims: Im Winter zeigen sich die bizarren Süntel-Buchen besonders eindrucksvoll. Ihre krumme Verzweigung bleibt rätselhaft.
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