Kurkuma im Topf kultivieren: Tipps
Kurkuma pflanzen und pflegen: einfache Tipps
Inhaltsverzeichnis
Kurkuma (Gelbwurzel) mit vielseitigen Rhizomen: tropische Staude, meist im Topf kultiviert. Zier-Kurkuma blüht spektakulär, ist aber nicht essbar.
Warum Kurkuma im Topf anbauen?
Der Anbau von Kurkuma im Topf bietet viele Vorteile – sowohl bei der essbaren Gelbwurzel als auch bei Kurkuma alismatifolia mit seinen dekorativen Blüten:
- Einfaches Umstellen und Überwintern: Im Topf lässt sich die Pflanze je nach Bedarf umstellen. Im Sommer können Sie sie auf der Terrasse in die Sonne stellen und im Winter zum Schutz vor Kälte ins Haus holen, da sie keinen Frost verträgt.
- Dekorative Wirkung: Auf Terrasse oder Balkon ist Kurkuma im Topf dank seines üppigen Laubs und bei manchen Sorten auch wegen seiner ungewöhnlichen Blüten ein echter Blickfang.
- Einfachere Pflege: Im Topf lassen sich die Wasserbedürfnisse besser kontrollieren und Staunässe vermeiden, die zum Faulen der Rhizome führen kann. Auch die Nährstoffversorgung sowie die Kontrolle von Schädlingen und Krankheiten sind unter diesen kontrollierten Bedingungen leichter.
Lesen Sie auch
Kurkuma: Anbau, Ernte, WirkungWelches Kurkuma für den Topf?
Wie Sie bereits verstanden haben, gibt es zwei Hauptarten von Kurkuma:
- Curcuma longa (essbar): Dieser Kurkuma bildet Rhizome, die reich an Curcumin sind – einem Stoff, der für seine antioxidativen Eigenschaften bekannt ist und in der Phytotherapie verwendet wird. Aus seinen Rhizomen wird außerdem das orangefarbene Gewürz gewonnen, das bei Köchen sehr beliebt ist.
- Curcuma alismatifolia (Zierformen): Diese Kurkuma-Arten zeichnen sich durch ihre exotischen, rosa oder weißen Blüten aus, die an Tulpen erinnern – daher auch der Beiname „Siam-Tulpe“. Sie eignen sich ideal zur Dekoration von Terrassen und Balkonen.
Einige Sortenvorschläge von Curcuma alismatifolia:
- Curcuma alismatifolia ‚White‘: Eine elegante Sorte mit zarten weißen Blüten.
- Curcuma alismatifolia ‚Pink‘: Ideal für ihre zartrosa Blüten, die Außenbereiche zum Leuchten bringen.
- Curcuma alismatifolia ‚Red‘: Eine bemerkenswerte Sorte mit leuchtend roten Blüten für einen lebhaften, exotischen Akzent.

Links: Curcuma alismatifolia ‚White‘; rechts oben: Curcuma alismatifolia ‚Pink‘ und unten: Curcuma longa
Wann Kurkuma im Topf pflanzen?
Topfkultur: Pflanzen im Haus fast ganzjährig. Ideal ist der Frühling. Draußen im April/Mai bei Nächten über 12–15 °C. Sommer möglich; Herbst/Winter nicht.
Welcher Topf für Kurkuma?
Ein Topf mit 15 bis 20 cm Durchmesser reicht für jedes Rhizom aus. Wenn Sie mehrere Rhizome in einem Gefäß kultivieren möchten, wählen Sie einen Topf oder Balkonkasten mit 30 bis 40 cm Durchmesser und halten Sie zwischen den Rhizomen einen Abstand von mindestens 10 bis 15 cm ein.
Auch die Wahl des Materials spielt für das Wachstum von Kurkuma eine wichtige Rolle, zumal diese Pflanze keine Staunässe verträgt. Sie können wählen zwischen:
- Einem Terrakottatopf: Das poröse Material sorgt für eine gute Belüftung der Wurzeln und reguliert die Feuchtigkeit. Das Substrat trocknet schneller ab, wodurch ein Faulen der Rhizome verhindert wird. Allerdings müssen Sie häufiger gießen.
- Einem Kunststofftopf: Er ist leichter und eignet sich, wenn Sie Ihre Pflanze häufig umstellen müssen. Achten Sie jedoch auf ein Modell mit Abzugslöchern, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Gießen Sie sparsam, um zu viel Feuchtigkeit zu vermeiden, da Kunststoff Wasser zurückhält.

Welches Substrat für Kurkuma im Topf?
Kurkuma bevorzugt ein gut drainiertes, humusreiches Substrat. So mischen Sie es:
- 2/4 Universalerde als nährstoffreiche Grundlage für das Wachstum der Rhizome. Verwenden Sie möglichst Lauberde. Falls nicht vorhanden, eignet sich auch hochwertige Universalerde.
- 1/4 reifer Kompost für wichtige Nährstoffe und ein kräftiges Wachstum.
- 1/4 grober Sand oder Perlite, um das Substrat aufzulockern und eine gute Drainage zu gewährleisten.
Geben Sie abschließend eine Schicht Blähton auf den Topfboden, damit überschüssiges Wasser optimal abfließen kann.
Kurkuma im Topf pflanzen?
- Topf vorbereiten: Bedecken Sie den Topfboden mit einer Schicht Blähton, damit überschüssiges Gießwasser besser abfließen kann.
- Substrat einfüllen: Füllen Sie den Topf mit der Mischung aus Blumenerde, Kompost und grobem Sand aus dem vorherigen Kapitel.
- Rhizome pflanzen: Legen Sie die Rhizome flach hin, mit den Knospen nach oben. Bei Curcuma longa (essbar) werden die Rhizome 5–6 cm tief gepflanzt. Bei Curcuma alismatifolia (Zierpflanze) sollte die Oberseite der Rhizome bündig mit der Substratoberfläche abschließen.
- Leicht gießen: Befeuchten Sie das Substrat, ohne es zu vernässen. Warten Sie 10 bis 15 Minuten und leeren Sie anschließend das Wasser aus dem Untersetzer.
- Topf aufstellen: Stellen Sie ihn an einen hellen, vor direkter Sonne geschützten Standort.

Beispiel für Curcuma-Rhizome und junge Triebe
Wo den Kurkuma-Topf aufstellen?
Im Freien
Ein Standort im Halbschatten ist ideal, denn Kurkuma bevorzugt sanftes Licht. Zu direkte Sonne kann seine Blätter verbrennen, besonders im Sommer. Stellen Sie den Topf windgeschützt auf, etwa an eine Mauer oder Hecke. Die großen, empfindlichen Blätter von Kurkuma trocknen leicht aus und können durch Wind beschädigt werden.
Im Haus
Stellen Sie den Topf in einen hellen Raum, nahe einem nach Osten oder Süden ausgerichteten Fenster, jedoch hinter einer Gardine, um direkte Sonne zu vermeiden. Sie könnte die Pflanze austrocknen. Vermeiden Sie auch Zugluft, indem Sie den Topf nicht in die Nähe häufig geöffneter Fenster oder Türen stellen. Kurkuma verträgt keine starken Temperaturschwankungen. Stellen Sie den Topf außerdem nicht in die Nähe von Heizkörpern oder anderen Wärmequellen, die die Luft austrocknen und die Pflanze stressen könnten.

Nach dem Pflanzen: Kurkuma im Topf pflegen
Gießen
- Während der Wachstumsphase (Frühling und Sommer): Regelmäßig gießen, damit das Substrat leicht feucht bleibt, aber nicht zu nass ist. Warten Sie, bis die Oberfläche des Substrats leicht abzutrocknen beginnt, bevor Sie erneut gießen. Vermeiden Sie Staunässe, indem Sie den Untersetzer etwa 10 bis 15 Minuten nach jedem Gießen leeren.
- Während der Ruhephase (Herbst und Winter): Sobald das Laub gelb wird und vertrocknet, das Gießen allmählich reduzieren. Nach Eintritt der vollständigen Dormanz nur noch sehr selten gießen, damit das Substrat nicht vollständig austrocknet.
- Denken Sie daran, den Untersetzer zu leeren 10 bis 15 Minuten nach jedem Gießen.
Düngen
- Im Frühling und Sommer: Während des aktiven Wachstums (also im Frühling) einmal monatlich einen kaliumreichen Flüssigdünger geben, um die Entwicklung von Rhizomen und Laub zu fördern. Sie können auch einen ausgewogenen Dünger (NPK 10-10-10) verwenden.
- Im Herbst und Winter: Sobald das Laub gelb wird, nicht mehr düngen.
Schädlingskontrolle
Kontrollieren Sie das Laub regelmäßig auf Blattläuse und Spinnmilben. Bei einem Befall behandeln Sie die Pflanze umgehend mit einer Schmierseifenlösung (15 bis 30 g pro Liter Wasser). Besprühen Sie das Laub morgens oder abends regelmäßig mit Regenwasser, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und einem Spinnmilbenbefall vorzubeugen.
Winterschutz
- Topf ins Haus holen: Kurkuma ist eine tropische Pflanze und verträgt keine Temperaturen unter 10 °C. Holen Sie den Topf ab Herbst in einen temperierten Raum, etwa einen Wintergarten oder ein Gewächshaus, mit Temperaturen zwischen 12 und 18 °C.
- Sobald das Laub vollständig vertrocknet ist, können Sie:
- das Rhizom im Topf lassen und nur noch minimal gießen.
- oder das Rhizom ausgraben und bis zum Frühling an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort lagern.
Allgemeine Pflege
- Reinigung: Gelbe oder abgestorbene Blätter an der Basis abschneiden, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern und die Pflanze gepflegt zu halten.
- Umtopfen: Alle 2 bis 3 Jahre im Frühling umtopfen, um das Substrat zu erneuern und den Rhizomen etwas mehr Platz zu geben.

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