Mistel loswerden?

Mistel loswerden?

Tipps: Ausbreitung an Kultur-Apfelbäumen bremsen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch François 3 min.

Die Mistel (Viscum album) ist als Halbparasit kein Glücksbringer: Sie schwächt Obstbäume und macht sie sturmgefährdet. Tipps zur Eindämmung.

Winter, Herbst Schwierigkeit

Mistel erkennen?

Die kugelige Mistel fällt im Herbst auf: dicke, immergrüne Blätter stehen paarweise, weiße Beeren folgen. Sie wächst auf Wirten, nie im Boden.

Mistel: Wissenswertes

Die Mistel (Viscum album) ist ein epiphytischer Unterstrauch. Das bedeutet, dass sie unbedingt eine Wirtspflanze braucht, um keimen und wachsen zu können.

Im Gegensatz zu Efeu oder tropischen Orchideen begnügt sich die Mistel nicht damit, sich am Baum festzuhalten: Sie dringt mit einer Wurzel, dem sogenannten Haustorium, in ihn ein, um einen Teil des Rohsafts und Wasser aufzunehmen. Dies ist angesichts unserer zunehmend trockenen und heißen Sommer besonders problematisch! Dennoch kann die Mistel dank ihrer kleinen fleischigen Blätter Photosynthese betreiben. Deshalb wird sie als „Halbschmarotzer“ bezeichnet.

Wo wächst die Mistel?

Die Mistel befällt eine große Vielfalt an Bäumen: vor allem Espen, Kultur-Äpfel, Linden, Ebereschen, Weiden, Gewöhnliche Robinien und Weißdorne … Birnbäume, Kirschbäume, Haselnüsse und Esskastanien befällt sie dagegen nur selten oder sehr selten.

Hat sich die Mistel auf einem Baum angesiedelt, kann sie dort bis zu 35 Jahre leben und einen Durchmesser von einem Meter erreichen, wenn nichts gegen sie unternommen wird. Dennoch wächst die Mistel sehr langsam. Sie siedelt sich bevorzugt auf geschwächten oder durch verschiedene Faktoren gestressten Bäumen an, etwa durch Trockenheit, Verletzungen, Bodenverarmung, Alter oder Krankheiten.

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Hier ist ein stark von Misteln befallener Apfelbaum zu sehen … (Foto: Jeppestown)

Wie verbreitet sich die Mistel?

Ihre kleinen weißlichen Beeren werden von Vögeln, insbesondere Drosseln, sehr geschätzt. Sie sorgen für die Verbreitung ihrer Samen. Diese werden mit dem Vogelkot auf den Ästen ausgeschieden, bleiben dort haften und keimen. Diese perennierende Pflanze bevorzugt feuchte Talsohlen. Sie siedelt sich gerne an waagerechten Ästen oder in Astgabeln an, da sich dort die Feuchtigkeit leichter hält und die Samen besser keimen.

Hinweis: Neben den Schäden im Obstgarten ist die Mistel auch bei Förstern gefürchtet, da sie Verformungen verursacht und die Holzqualität mindert. Man spricht dann von „Mistelholz“.

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Wann eingreifen?

Entfernen Sie Misteln sofort beim ersten Auftreten! Bei bereits befallenen Bäumen handeln Sie im Winter, wenn sie in Dormanz sind.

Mistel von Bäumen entfernen?

Benötigtes Material:

Um Misteln von Ihren Bäumen zu entfernen, benötigen Sie:

Wie entfernt man Misteln?

Es gibt nicht Dutzende Methoden, um Misteln zu entfernen: Die Mistel muss zurückgeschnitten werden. Der Rückschnitt ist das wirksamste Mittel, um diese Pflanze loszuwerden.

  1. Stellen Sie die Leiter in den Baum, um den Parasiten zu erreichen;
  2. Entfernen Sie die gesamte Mistel: Schneiden Sie so nah wie möglich an der Basis des Zweigs, auf dem sie sitzt;
  3. Nehmen Sie anschließend ein Messer, um die Saugwurzel auszugraben, die in den Zweig eingedrungen ist. Wenn Sie diesen Schritt überspringen, kann die Mistel im folgenden Jahr aus der verschonten Saugwurzel neue Triebe bilden;
  4. Tragen Sie optional ein Wundverschlussmittel auf, um Krankheiten vorzubeugen. Manche Gärtner empfehlen, die Wunde einfach offen zu lassen.

François’ Tipp: Kontrollieren Sie mindestens alle zwei Jahre, ob die Mistel an der behandelten Stelle erneut austreibt!

Vorbeugende Bekämpfung

Oft stellt sich die Frage: Tötet die Mistel Bäume? Misteln siedeln sich häufig in alten, schlecht gepflegten Obstgärten an. Eine einzelne Mistel ist für den Baum noch keine Katastrophe, aber wenn mehrere Misteln gleichzeitig Ihren Kultur-Apfel befallen, wird er innerhalb weniger Jahre eingehen.

Je früher die Mistel entdeckt wird, desto besser lassen sich Schäden und die Verbreitung ihrer Samen begrenzen. Denn je weniger Beeren sie bildet, desto weniger können Vögel sie auf umliegende Bäume verbreiten. Die Blüte und damit die Samenbildung zu verhindern, ist die beste Möglichkeit, ihre Ausbreitung einzudämmen.

François’ Tipp: Achten Sie auch auf die allgemeine Gesundheit Ihrer Kultur-Äpfel im Obstgarten. Eine Gabe von vollständig organischem Dünger und/oder gut gereiftem Kompost kann die Vitalität und Produktivität Ihrer Bäume fördern. Ein angepasster, regelmäßiger Rückschnitt verbessert zudem die Luftzirkulation im Baum und verhindert Staunässe. Außerdem empfehle ich, Moos an waagerechten Zweigen mit einer weichen Bürste abzureiben, um die Keimung der Mistel zu verhindern.

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