Pastinaken: Beste Sorte wählen?
Pastinaken zum Säen: Tipps nach Kriterien
Inhaltsverzeichnis
In England sehr beliebt, galt der Pastinak (Pastinaca sativa) lange als vergessenes Gemüse. Dank der großen Köche ist er wieder modern – auf dem Teller und im Gemüsegarten. Sein Geschmack ist ungewöhnlich und leicht nussig. Das seit dem Mittelalter bekannte Wurzelgemüse gart schneller als Möhre und Kartoffel und eignet sich für Chips, Püree, Suppe, zum Braten, Dämpfen oder Überbacken …
Im Gemüsegarten ist der Pastinak nach der Aussaat relativ leicht zu kultivieren. Die Samen keimen jedoch unzuverlässig, vor allem in trockenen Regionen. Pastinak bevorzugt frische, etwas schwere, tiefgründige Böden sowie ein eher mildes, feuchtes Klima.
Bevor Sie mit dem Anbau beginnen, müssen Sie eine oder mehrere Pastinak-Sorten zur Aussaat auswählen. Entdecken Sie unsere Auswahl der besten Pastinak-Sorten – nach Geschmack, Ertrag und Krankheitsresistenz.
Mehr erfahren: Pastinak: säen, kultivieren, ernten, lagern
Je nach Geschmack der Wurzeln
Pastinaken sind ein winterliches Wurzelgemüse aus derselben Familie wie die Möhre, haben jedoch eine cremefarbene, länglichere und unregelmäßigere Form. Ihr Geschmack ist sehr fein und liegt zwischen Möhre, Rübe und Topinambur, mit einer leicht nussigen Note. Pastinakenwurzeln sind außerdem leicht süßlich und manchmal etwas würzig.
Je nach Sorte schmeckt dieses lange als altmodisch und vergessen geltende Gemüse mehr oder weniger ausgefallen und intensiv.
Damit Sie nicht völlig überrascht sind und Pastinaken richtig genießen können, beginnen Sie am besten mit einer milden, aromatischen Sorte. Dafür eignet sich die Pastinake ‘Tender and True’ besonders gut. Diese alte, traditionelle Sorte aus dem 19. Jahrhundert stammt aus England und bildet lange, kegelförmige, weiße, gleichmäßige und eher schlanke Wurzeln. Sie ist für ihre hervorragende Qualität und ihren besonders feinen Geschmack bekannt. Die glatte Schale umhüllt 25 bis 30 cm lange Wurzeln mit einem sehr feinen Aroma. Das aromatische Fruchtfleisch dieser Pastinake schmeckt köstlich in Eintöpfen oder Suppen.
Wenn Sie Pastinaken bereits probiert haben, können Sie eine Sorte mit etwas kräftigerem Geschmack wählen. Wir empfehlen den ‘Demi-long de Guernesey’, eine unverzichtbare Sorte für Pastinakenliebhaber. Diese alte Sorte bildet große, weiße, sehr fleischige, am oberen Ende verdickte Wurzeln und besticht durch ihr intensives Aroma, das an Möhre und Zier-Süßkartoffel erinnert. Sie schmeckt hervorragend als Püree, Pommes, Chips oder Suppe sowie einfach gedämpft.

Der ‘Demi-long de Guernesey’ ist geschmacklich eine sichere Wahl
Wer die Besonderheiten der Pastinake besonders schätzt, kann sich an die Sorte ‘Turga’ wagen. Die 25 bis 30 cm langen, weißen und glatten Wurzeln entwickeln ein süßes Aroma mit einer feinen Anisnote! Auch das Laub kann jung roh im Salat und später in der Suppe gegessen werden. Diese aus Ungarn stammende Sorte ist zudem sehr ertragreich.
Lesen Sie auch
Pastinake: säen, kultivieren, ernten, lagernJe nach Produktivität
Man kann eine Pastinakensorte auch nach ihrer Produktivität auswählen. In puncto Ertragssicherheit bleibt ‘Demi-long de Guernesey’ eine sichere Wahl. Es ist jedoch durchaus möglich, eine andere Sorte auszuwählen und dabei unter anderem auf Hybride zurückzugreifen. So erweist sich auch die Sorte ‘Gladiator F1’ als sehr ertragreich. Ihre durchschnittlich 27 cm langen Wurzeln sind gleichmäßig geformt und am oberen Ende kräftig ausgebildet. Die Wurzeln dieser wüchsigen, halblangen Sorte sind zudem schön weiß, sehr gleichmäßig und formschön. Daher wird sie von professionellen Gemüsebauern besonders geschätzt.
Wenn es um Ertrag geht, ist eine weitere Sorte hervorzuheben: ‘White Gem’. Sie bildet besonders gerade, schlanke Wurzeln mit glatter Schale und einem sehr leuchtenden, reinen Weiß. Insgesamt sind ihre Wurzeln ansprechender als die der Sorte ‘Demi-Long de Guernesey’. Diese Sorte ist ertragreich und bildet zudem halblange Wurzeln von großer, gleichmäßiger Größe. Die 20 bis 30 cm langen Pastinaken haben ein feines Aroma und einen guten Geschmack. Außerdem bildet die Sorte kräftiges, schön leuchtend grünes Laub. Sie eignet sich besonders für schwere Böden und ist für ihre Schossfestigkeit bekannt.

Die Sorte ‘White Gem’ bildet Wurzeln von besonders schöner Größe
Je nach Erntezeit
Pastinaken keimen langsam: 4–5 Monate bis zur Ernte. Aussaat März–Mai, in milden Lagen September. ‘Demi-Long de Guernesey’: Ernte nach 90 Tagen.
Lesen Sie auch
9 alte Gemüsesorten für den Anbau im GartenbeetJe nach Krankheitsresistenz
Pastinaken sind für dieselben Krankheiten wie Möhren mehr oder weniger anfällig. Zunächst gibt es Krankheiten, die das Laub befallen (Alternaria, Mehltau …), und solche, die hauptsächlich die Wurzeln schädigen (Fusariose, Halsfäule, Wurzelfäule, Schwarzer Rindenkrebs …).
Daher sollten Sie neben vorbeugenden Maßnahmen vorzugsweise Sorten wählen, die für ihre Krankheitsresistenz bekannt sind. So ist die Sorte ‘Hablange Weisse’ besonders resistent gegen Halsfäule, ebenso wie die Hybridsorte ‘Gladiator’.

Die Pastinakensorte ‘Tender and True’ ist wenig anfällig für Phoma-Krebs
Pastinaken sind außerdem sehr anfällig für Phoma, einen Phoma-Krebs, der sich durch eine schwarze, feste Fäule im oberen Wurzelbereich zeigt. Auch Blätter und Blattstiele weisen beige bis hellbraune Flecken auf. Zwei Sorten gelten als wenig anfällig für Pastinakenkrebs: ‘Tender and True’ und ‘White Gem’.
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