Pflanzen, die nicht umgepflanzt werden möchten

Pflanzen, die nicht umgepflanzt werden möchten

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Inhaltsverzeichnis

Geändert der 6. November 2025  durch Gwenaëlle 7 min.

Manche Pflanzen vertragen keinen Standortwechsel! Sie wachsen schlecht: Tief- und Pfahlwurzler sowie Pflanzen mit fleischigem Rhizom. Lassen Sie sie stehen!

Schwierigkeit

Die Päonie

Für ihre heikle Blüte und Pflanzung bekannt, verträgt die Päonie ein Umpflanzen schlecht. Schuld ist ihr sehr tiefes Wurzelsystem. Beim Kauf wurzelnackter Pflanzen zeigt sich bereits, welch großer Wurzelvorrat in einer Päonie steckt. Ob Pfingstrose oder Strauchpäonie: Über die Jahre bildet sie eine prächtige, etwa 1 m breite Pflanze.

Wählen Sie den Standort daher sorgfältig: sonnig bis leicht schattig, mit tiefem, nährstoffreichem, eher frischem, aber gut drainiertem Boden.

→ Alles über Pflanzung, Kultur und Pflege von Päonien

Pflanzen, die nicht umgepflanzt werden sollten, Pflanzen mit empfindlichem Wurzelsystem

Der Akanthus

Eine weitere, etwas eigenwillige und ebenfalls eher standorttreue Pflanze: Der Akanthus ist eine prächtige, dekorative Staude mit großen, gelappten Blättern und spektakulären Blütenähren. Einen Standortwechsel mag er jedoch nicht. Er wird zudem oft über 1 m breit und bildet fleischige Wurzeln, die tief in den Boden reichen und ihn trockenheitsverträglich machen. Ob Acanthus mollis, Acanthus spinosa oder Acanthus balcanicus: Wählen Sie den Standort sorgfältig – Sonne bis Halbschatten, frischer oder trockener, aber durchlässiger Boden – und lassen Sie ausreichend Platz, damit sich die Pflanze voll entfalten kann.

→ Alles über Akanthus: Pflanzen, Kultivieren und Pflegen

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Akanthus: Wuchsform und Blüten (© Gwenaëlle David)

Das Heideröschen

Besonders langsam etabliert sich das Heideröschen, einer der duftintensivsten kleinen Sträucher im Garten. Es sollte besser ungestört wachsen. Sein flaches, ausgebreitetes und fleischiges Wurzelsystem besitzt auch einige tiefere Wurzeln. Da es Umpflanzen und sogar ein Umtopfen schlecht verträgt und als kurzlebig gilt, sollte man es möglichst nicht stören. Wählen Sie den Standort daher gut überlegt. Ideal ist ein Platz nahe einem Fenster, Hauseingang oder häufig genutzten Weg, im Halbschatten oder Schatten (außer für D. cneorum). So genießen Sie seinen betörenden Duft: mehrere Wochen lang mitten im Winter!

→Alles über das Heideröschen: pflanzen, kultivieren und pflegen

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Färberhülse, Fuchsbohne und andere Hülsenfrüchtler

Fabazeen – oft Leguminosen genannt und an ihren schmetterlingsblütigen Blüten erkennbar – umfassen mehrere mehrjährige Pflanzen und Sträucher, die einen Standortwechsel nicht gut vertragen. Ihre Wurzeln binden Luftstickstoff, sind jedoch oft tiefreichend oder flach ausgebreitet, was das Umpflanzen erschwert. Dazu zählen Baptisia, auch Färberhülse oder Falscher Indigo genannt, die gelb blühende Thermopsis sowie das rosafarbene Desmodium. Auch Lespedeza thunbergii mit schön überhängender Wuchsform und später Blüte gehört zu den Pflanzen, die nicht gern umgepflanzt werden.

Geben Sie diesen attraktiven Pflanzen daher einen sorgfältig gewählten Standort. Sie passen oft in naturnahe oder ländliche Gärten.

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Baptisia, Thermopsis, Desmodium … viele Fabazeen vertragen keinen Standortwechsel

Mediterrane Sträucher

Einige mediterrane Sträucher mögen Standortwechsel überhaupt nicht! Wir fassen sie daher hier unter dieser Bezeichnung zusammen: Lavendel, Thymian, Rosmarin, Zistrose … Auch wenn das Umpflanzen möglich ist, ist ihr Anwachsen keineswegs sicher. 

Wenn Sie keine andere Wahl haben, weil Sie diese Pflanzen nicht an einen ausreichend sonnigen Standort gesetzt haben, verpflanzen Sie die trockenheitsliebenden Pflanzen im Frühjahr. Sie benötigen magere, trockene Erde; der Herbst wäre für ihre durch den Standortwechsel geschwächten Wurzeln zu feucht.

→ Alles über das Pflanzen von Lavendel, Thymian, Rosmarin und Zistrose in unseren ausführlichen Ratgebern

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Lavendel, Rosmarin und Zistrose

Orientalischer Mohn

Wie riesige Klatsch-Mohnblumen mit zart zerknitterten Blütenblättern und wunderschönen Pastelltönen ziehen Orientalische Mohnblumen sofort alle Blicke auf sich. Wie Päonien breiten sich Orientalische Mohnblumen nach und nach über und unter dem Boden aus und bringen diese ebenso herrlichen wie kurzlebigen Blüten im Garten hervor. Es ist nahezu unmöglich, sie zu entfernen, da ihr Wurzelstock aus fleischigen Wurzeln besteht, die tief in den Boden wachsen.

Dennoch sollten Sie sie im Garten nicht vernachlässigen: Mit voller Sonne sowie tiefem, lockerem und gut durchlässigem Boden gehören sie zu den bezauberndsten Stauden im Spätfrühling!

→ Alles über Orientalische Mohnblumen: Wie kultiviert man sie?

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Die Herzblume

Auch als Dicentra spectabilis und heute als Lamprocapnos spectabilis bekannt, bezaubert diese Staude mit nostalgischen Glöckchen und gilt als typisch für Bauerngärten. Die Herzblume verträgt Standortwechsel schlecht – wählen Sie den Pflanzplatz daher sorgfältig. Je nach Art (Dicentra spectabilis, formosa, peregrina oder eximia) breiten sich die Rhizome schnell aus und verflochten sich mit den Wurzeln anderer Pflanzen, ohne diese zu beeinträchtigen. Das Ausgraben ist schwierig, da das Rhizom besonders empfindlich und brüchig ist.

→ Alles über Herzblume: Pflanzung, Pflege und Kombination

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Aronstab

Aronstab mit weißen Blütenscheiden und üppigem Laub: exotische Staude für feuchte Böden. Rhizome tief pflanzen – sie wuchern stark und lassen sich schwer versetzen.

Die Stockrose … und einige Zweijährige

Als Wildpflanze sät sich die Stockrose (Alcea rosea) oft von selbst in Kies oder am Fuß einer Mauer aus. Sie besitzt eine tief reichende Pfahlwurzel. Meist wird sie aus Aussaat gezogen. Kauft man sie jedoch im großen, tiefen Anzuchttopf, erkennt man diese Besonderheit deutlich. Eine Stockrose, die sich an einem ungeeigneten Standort angesiedelt hat, umzupflanzen, ist daher eher riskant …

Auch wenn sie sich wie eine Zweijährige verhält, machen ihre sehr lange Blütezeit und ihr unbestreitbarer Charme sie zu einer schönen Staude für unsere Gärten. Pflanzen Sie sie also nicht aus! Da sie sich oft selbst dort ansiedelt, wo es ihr gefällt, passen Boden und sonniger Standort offenbar sehr gut: In der Regel bildet sie dann 3 bis 4 Jahre in Folge schöne Blüten. Auch wenn sie stets rostanfällig bleibt, machen ihre stattliche Wuchsform und die von ihr ausgehende Sanftheit diesen Makel mehr als wett!

Auch mehrere andere zweijährige Pflanzen reagieren empfindlich auf das Umpflanzen, etwa Königskerzen und Fingerhüte, die eine Pfahl- oder spindelförmige Wurzel besitzen. Für alle gilt: Die Selbstaussaat ist wirklich die beste Art, neue Jungpflanzen zu erhalten!

→ Alles über die Stockrose: säen, pflanzen, pflegen

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Christrosen

Über Christrosen hört man alles – und das Gegenteil. Sicher ist: Schwarze Nieswurz (Helleborus niger) verträgt Umpflanzen schlecht. Zeitpunkt und Vorgehen sind entscheidend. Nach der Dormanz, im Spätsommer, mit großem Wurzelballen umgesetzt, kann sie dennoch anwachsen. Herbstregen erleichtert die Eingewöhnung.

→ Alles über Christrosen: pflanzen und kultivieren

Pflanzen, die nicht umgepflanzt werden sollten, mit empfindlichem Wurzelsystem, beim Umpflanzen

Aber auch

Der Diptam (Dictamnus albus) mit stark verzweigtem Wurzelsystem, der Weiße Germer (Veratrum album) und Mannstreu (Eryngiums) vertragen Umpflanzen schlecht: Ihre Wurzeln wachsen tief.

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Pflanzen, die nicht gerne umgepflanzt werden