Rachenlilie kombinieren?

Rachenlilie kombinieren?

Schöne Afrikanerin für den Garten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 14. Dezember 2025  durch Olivier 6 min.

Die Chasmanthe floribunda stammt aus Südafrika und erinnert in ihrem Erscheinungsbild etwas an die Montbretie. Wie diese bildet die Rachenlilie einen dichten, aufrechten Blatthorst, aus dem kräftige Blütenstiele mit je nach Sorte orangefarbenen oder gelben Blüten aufsteigen. Ihre Blüten sind jedoch zarter und erscheinen im Frühling. Die Chasmanthe floribunda eignet sich besser für mediterranes Klima als Montbretien und gedeiht an der Mittelmeerküste problemlos im Freiland, etwa im Beet mit anderen Pflanzen, die zeitversetzt blühen. Anderswo in Frankreich setzt man sie für schöne Pflanzgefäße ein, die im Winter vor Frost geschützt werden.

Vergesellschaftung von Chasmanthe floribunda, Beetidee mit Chasmanthe

Chasmanthe floribunda: eine prächtige Staude zum Entdecken und Kombinieren im Garten!

Schwierigkeit

Im Beet: 'Out of Africa'-Flair

In Regionen mit milden Wintern (nicht kälter als -4 °C) können Sie Rachenlilien im Freiland in gut durchlässigem Boden kultivieren. Da diese Pflanze aus Südafrika stammt, warum nicht ein Beet mit anderen Stauden, Zwiebelpflanzen oder sogar Sträuchern aus dieser Region anlegen?

Die Chasmanthe floribunda harmoniert sehr gut mit einigen Tulbaghia violacea, kleinen Zwiebelpflanzen mit graugrünem Laub, deren rosaviolette Blüte auf die der Rachenlilien folgt. Auch die bekannten Schmucklilien, etwa die kompakte Schmucklilie ‚Charlotte‘, finden hier ihren Platz und blühen den ganzen Sommer.

Fackellilien (früher Tritomen) feiern in den Gärten ein großes Comeback, etwa die prächtige Kniphofia ‚Tawny King‘ mit ihren zartorangen Blüten. Ergänzt wird das Bild durch einige Montbretien (früher Crocosmien), botanische Verwandte mit leuchtend oranger Blüte wie Crocosmia ‚Babylon‘. Die Blüte der Montbretien folgt auf die der Rachenlilien.

Unter den Sträuchern begleitet die erstaunliche, frühjahrsblühende Leucospermum ‚Carnival red‘ mit rotorangener Blüte perfekt den orangefarbenen Blütenstand der Rachenlilie. Dieser kleine, frostempfindliche Strauch besitzt immergrünes, leicht blaugrünes Laub.

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Chasmanthe floribunda ‚Saturnus‘, Schmucklilie ‚Charlotte‘, Crocosmia ‚Babylon‘, Tulbaghia violacaea, Kniphofia ‚Tawny King‘, Leucospermum ‚Carnival Red‘

Im Beet: Orange und Blau ganz groß!

Die Kombination mit Chasmanthe floribunda mag schwierig erscheinen, denn diese Pflanzen setzen mit der Größe und Farbe ihrer Blüten starke Akzente im Garten. Wir versuchen dennoch, sie mit anderen Pflanzen zu kombinieren, die Sonne, einen frischen, aber gut durchlässigen Boden mögen und im März und April blühen. Ideal sind warme Farbtöne mit einem kleinen, fantasievollen Kontrast: Blau!

Beginnen wir mit einigen Chasmanthe floribunda ‘Saturnus’ mit leuchtend orangefarbenen Blüten. Zu dieser ungewöhnlichen Blüte im Frühling passen bewährte Zwiebelpflanzen mit orangefarbenen Blüten: Tulpe fosteriana ‘Orange Emperor’ und Crocus chrysanthus ‘Orange Monarch’.

Als Kontrast bietet sich ein Peru-Blaustern (Scilla peruviana) an, eine frostempfindliche Zwiebelpflanze aus dem Mittelmeerraum (anders, als ihr Name vermuten lässt!). Im Frühling bildet sie eine prächtige Blüte in Form eines breiten, abgeflachten Kegels, in leuchtenden ultramarin- bis violettblauen Tönen. Wenn Sie den Blauanteil verstärken möchten, um die warmen Farben der Rachenlilien hervorzuheben, können Sie sich für eine (sehr) große, blau blühende Frühjahrsstaude entscheiden: Madeira-Natternkopf (Echium candicans). Innerhalb weniger Jahre bildet er einen beeindruckenden Horst von 1,50 m Höhe und 3 m Breite mit behaartem graugrünem Laub, aus dem im Frühling prächtige blaue Ähren sprießen. Er ist wenig winterhart und bevorzugt Wärme, volle Sonne und durchlässige Böden.

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In der Mitte Chasmanthe floribunda ‚Saturnus‘, begleitet von Echium candicans, Crocus chrysanthus ‚Orange Monarch‘, Tulpen ‚Orange Emperor‘ und Scilla peruviana

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Im Topf: Farbenpracht für Terrasse oder Balkon

Im Frühling brauchen wir leuchtende Farben – und zwar so schnell wie möglich! So vergessen wir den grauen Winter. Chasmanthe, manchmal auch Rachenlilie genannt, lässt sich problemlos im Freien im Topf kultivieren, selbst in Regionen mit strengeren Wintern (im Winter muss sie lediglich frostfrei stehen).

Chasmanthe floribunda ‚Duckitii‘ bildet eine wunderschöne Frühjahrsblüte in leuchtendem Gelb. Dazu passt Euphorbia ‚Whistleberry Garnet‘ mit ihrem kompakten Wuchs und den burgunderroten jungen Trieben, die am Ende des Winters erscheinen. Sie sprießen aus einem schönen bron||||grünen Laub, kurz vor der Frühjahrsblüte in einem attraktiven Säuregrün. Diese ganzjährig attraktive Pflanze eignet sich für die Topfkultur und sieht neben blauen und gelben Blüten wunderschön aus. Narzisse ‚Tête à Tête‘ ist eine entzückende kleine Narzisse mit früher Blüte (ab Februar/März), die lange anhält und fröhlich gelb leuchtet. Zwergsorten der Narzissen eignen sich besonders für die Kultur im Kübel oder Topf. Für einen blauen Akzent und eine harmonische Gesamtwirkung sorgt Ipheion uniflorum ‚Jessie‘: Die kleine Zwiebelpflanze blüht vom Spätwinter bis in den Frühling lange, duftend und sternförmig in leuchtendem Blau. Setzen Sie sie ruhig unregelmäßig in die Töpfe der anderen Pflanzen.

Nach der leuchtenden Chasmanthe-Blüte sollten Sie auch an den Rest des Jahres denken und möglichst bei denselben Farbtönen bleiben.

Für blaue Blüten bieten sich ein oder zwei Töpfe mit Schmucklilien an, insbesondere Schmucklilie ‚Flower of Love‘, die im Sommer zahlreiche tiefblaue Dolden bildet. Wenig bekannt, aber besonders hübsch ist die Kapaster (Felicia amelloides). Der immergrüne, wenig winterharte Unterstrauch blüht vom späten Frühling bis in den Herbst. Er ist mit außergewöhnlichen himmelblauen Margeriten bedeckt, die durch eine gelbe Mitte betont werden. Ein Topf mit Crocosmia ‚Buttercup‘ mit leuchtend gelben Blüten greift einige Monate später die Blüte der Chasmanthe wieder auf.

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Chasmanthe floribunda ‚Duckittii‘, Euphorbia ‚Whistleberry Garnet‘, Felicia amelloides, Agapanthus ‚Flower of Love‘, Crocosmia ‚Buttercup‘, Ipheion uniflorum ‚Jessie‘ und Narcissus ‚Tête à tête‘

Im Beet: mediterranes Mixed-Border 'mediterranean'

Es geht darum, ein Mixed Border für mediterrane Gärten mit Pflanzen für milde Winter und trockene Sommer anzulegen. Darin finden sich Sukkulenten, wenig bekannte Zwiebelpflanzen und sogar ein Verwandter der Ananas.

Die Rachenlilien ‚Saturnus‘ sind auch diesmal die Stars dieses kleinen Mixed Borders. Eine schnelle und einfache Definition für ein Mixed Border könnte lauten: „eine breite Beetbepflanzung, in der sich die Pflanzen natürlich mischen, ohne einander zu bedrängen“. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan!

Als Begleiter für unsere Rachenlilien wählen wir eine weitere afrikanische Zwiebelpflanze: die Lachenalie oder Lachenalia (X) aloides ‚Namakwa‘. Sie liebt das typisch mediterrane Klima mit feuchten, milden Wintern und trockenen Sommern. Die im zeitigen Frühjahr blühende Lachenalia ‚Namakwa‘ wird höchstens 25 cm hoch und bildet Blütenstiele mit zweifarbigen, gelben und purpurroten Röhrenblüten.

Als zentrale, mit 1,50 m Höhe und 2,50 m Breite besonders große Pflanze unseres Mixed Borders ist die Tintenfisch-Aloe leider nicht sehr winterhart. In sehr gut durchlässigem Boden hält sie nur bis -4 °C aus. Andernfalls kultiviert man sie besser im Topf und überwintert sie geschützt. Diese Aloe überrascht jedoch mit ihrer ungewöhnlichen Silhouette: Ein großer Strauch aus zahlreichen Rosetten bildet lange, immergrüne und fleischige, am Rand fein gezähnte Blätter. Ihre üppige Frühlingsblüte besteht aus langen Ähren mit kleinen, schmalen Röhrenblüten, meist in Rot, manchmal in Gelb.

Einige Horste von Astelia nivicola ‚Red Devil‘ sorgen mit ihrem immergrünen Laub für schillernde Reflexe. Diese schöne Staude erinnert an einen kleinen Neuseelandflachs und bildet einen sehr dichten Horst aus breiten, linearen, leicht überhängenden Blättern. Sie sind von Borsten bedeckt und purpurrot gefärbt.

Zum Abschluss sorgt die erstaunliche Puya venusta, die vor Ort Chagualillo genannt wird, für einen besonderen Akzent. Die sukkulente Staude ist mit der Ananas verwandt und in trockenem Boden relativ winterhart (bis -8 °C). Puya bildet eine kompakte Rosette aus stacheligen, graublauen Blättern und bringt einen sehr schönen, bis zu 1 m hohen Blütenstand hervor. Dieser ist rosarot, verzweigt sich und trägt zapfenartige Blütenstände mit metallisch blauvioletten Blüten und Hochblättern im gleichen Rosarot. So ungewöhnlich wie prächtig! Das Blau der Blüten setzt zwischen den warmen Farbtönen der anderen Pflanzen einen kontrastreichen Akzent.

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Rachenlilie ‚Saturnus‘, Astelia, Lachenalie ‚Namakwa‘, Puya venusta und Aloe arborescens

Im Topf oder Beet: Exotik 'Welcome to the jungle'

Blüten sind wunderschön, aber leider nur von kurzer Dauer. Setzen wir daher auf exotische Stauden und Sträucher mit auffälligem Laub für tropisches Flair – mit farbenprächtigem, üppigem oder ungewöhnlichem Blattwerk.

Unter den Rachenlilien wählen wir am besten Chasmanthe ‚Duckitii‘ mit der dezentesten Blütenfarbe im Vergleich zu den anderen farbenprächtigen Chasmanthe-Sorten.

Dazu passen zwei Sträucher mit langen, schmalen Blättern. Phormium ‚Jester‘ ist eine Sorte des Neuseelandflachses mit mäßigem Wuchs, fällt im Garten dank seines farbenfrohen Laubs in Rosa-, Kupfer-, Rot- und Bronzetönen aber schon von Weitem auf. Zartgrüne Blattränder mildern die Farben der bandförmigen Blätter. Die Cordyline australis ‚Torbay Dazzler‘ bildet mit der Zeit eine kleine Palme mit Stamm, der sich manchmal teilt, und sehr langen, cremegelb-grün gestreiften Blättern in dichten Büscheln.

Eine Banane sorgt immer für exotisches Flair. Musella ist weniger bekannt als Musa: Musella lasiocarpa, eine Zwerg-Essbanane mit kompakter, dicht buschiger Wuchsform (höchstens 1,65 m) und prächtigem goldgelbem Blütenstand, der im Sommer mehrere Monate halten kann. Diese erstaunliche Banane ist recht winterhart und verträgt in gut drainiertem Boden bis zu -12 °C.

Zwei kleine Bäume mit ungewöhnlichem Laub runden das Bild ab. Tetrapanax papyrifera ‚Rex‘, auch Reispapierbaum genannt, ist eine exotische, üppig wachsende Pflanze, die in mildem Klima zu einem kleinen Baum mit wenig verzweigtem Stamm heranwachsen kann. Über diesem erhebt sich ein großer Schirm aus riesigen, dekorativ geschlitzten, samtig graugrünen Blättern. Pseudopanax ‚Bronze Eagle‘ ist ein ungewöhnlicher, immergrüner Strauch mit schmaler Wuchsform und aufrechten Trieben. Sie tragen schmale, geschlitzte Blätter in sehr dunklem Bronze, fast Schwarz, mit beinahe metallischer Wirkung.

Kombination aus Chasmanthe floribunda, Beetidee mit Chasmanthe

Chasmanthe, Tetrapanax papyrifera, Phormium ‚Jester‘, Cordyline ‚Torbay Dazzler‘, Musella lasiocarpa und Pseudopanax ‚Bronze Eagle‘

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