Scheinginseng im Topf kultivieren
Diesen exotischen, frostempfindlichen Strauch genießen
Inhaltsverzeichnis
Pseudopanax ist ein seltener Strauch aus Neuseeland. Pseudopanax ferox besticht durch Stamm und lineare Blätter. Tipps für Topfkultur auf der Terrasse.
Welche Scheinginseng-Sorte wählen?
Scheinginseng sind schöne Außenpflanzen für Balkone und Terrassen. Ihr immergrünes Laub ist dekorativ und von starkem Charakter.
Wenn Sie einen Garten haben, kann die Pflanzung des Scheinginsengs im Topf sinnvoll sein, wenn Ihr Boden schwer und kalkhaltig ist und/oder Sie in einer Region leben, in der die Temperaturen im Winter unter – 5 °C bis – 7 °C sinken.
Scheinginseng wächst recht schnell. Pseudopanax ferox und P. crassifolius behalten ihre Jugendform recht lange, oft viele Jahre. Im Topf ist ihr Wachstum zudem begrenzter als im Freiland. Aus diesem Grund können alle Scheinginseng-Arten im Topf kultiviert werden.
Der Pseudopanax ferox mit seinem erstaunlichen, skelettartigen Wuchs oder der Pseudopanax crassifolius beanspruchen nur in der Höhe Platz.
Pseudopanax laetus und P. lessonii sind dagegen bereits als Jungpflanzen verzweigt und wachsen breiter und buschiger als die anderen Arten. Pseudopanax lessonii ‚Goldsplash‚ schmückt sich mit leuchtend gelb-grün panaschiertem Laub, während die Sorte ‚Dark Star‘ mit feinen, dunkelgrünen bis purpurfarbenen, dekorativ geformten Blättern aufwartet. Pseudopanax lessonii ‚Goldfinger‘ entwickelt feines, intensiv goldenes Laub. Das Laub von ‚Bronze Eagle‘ erinnert an das von Pseudopanax ferox.

Im Uhrzeigersinn: Pseudopanax lessonii ‚Dark Star‘, Pseudopanax ferox und anschließend die lessonii-Kultivare: ‚Bronze Eagle‘, ‚Goldfinger‘ und ‚Goldspash‘
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Scheinginseng: Pflanzen, Pflege und KulturWelche Topfart? Welche Größe?
Scheinginseng: Keine Tontöpfe. Kunststoff hält das Substrat länger feucht. Topf mit Abzug, dreimal größer; für Sträucher ca. 50 cm breit und tief.
Welches Substrat?
Stellen Sie ein drainierendes Substrat her aus Blumenerde mit guter Feuchtigkeitsspeicherung und nährstoffreichen Bestandteilen. Eine Mischung aus Kompost, Blumenerde und Sand eignet sich gut. Mischen Sie beispielsweise 1/3 Flusssand mit 1/3 gut verrottetem Kompost und 1/3 hochwertiger Blumenerde. Sie können die Mengen anpassen, sollten den Sandanteil jedoch nicht auf unter 20 % reduzieren. Wenn Sie keinen Kompost zur Verfügung haben, ersetzen Sie ihn durch Blumenerde. Die Qualität der Blumenerde ist entscheidend für den Erfolg einer Pflanzung im Topf.
Sorgen Sie am Topfboden für eine Drainageschicht aus Blähton, Lava oder Kies. Bedecken Sie die Oberfläche des Topfes außerdem mit einem organischen Mulch. So bleibt das Substrat länger frisch.
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Exotischer Garten: Tipps zur GestaltungWann und wie pflanzen?
Pseudopanax im Frühjahr pflanzen, sobald ab Mai keine Fröste mehr drohen.
So pflanzen Sie ihn:
- Wurzelballen aus dem Anzuchttopf nehmen und Wurzeln bei Bedarf entwirren.
- Bis zur Vorbereitung des Topfes in eine Schale mit Wasser stellen.
- Eine mehrere Zentimeter dicke Drainageschicht aus Blähton, Kies oder Lavagranulat auf den Topfboden geben.
- Substratzutaten separat mischen.
- Etwa ein Drittel des Topfes mit Substrat füllen.
- Wurzelballen des Pseudopanax einsetzen. Der Hals des Strauchs muss auf Höhe der Topfoberfläche liegen.
- Prüfen, ob Wuchsform und Ausrichtung gefallen und der Strauch gerade steht.
- Mit Substrat auffüllen und es leicht und gleichmäßig andrücken.
- Bis wenige Zentimeter unter den Topfrand auffüllen und erneut andrücken.
- Reichlich gießen.
- Nach dem Einziehen des Wassers bei Bedarf Substrat nachfüllen, wenn Hohlräume entstanden sind.
- Einige Zentimeter dick mulchen.
Wo Pseudopanax platzieren?
Obwohl der Pseudopanax Sonne mag, steht er im Topf besser halbschattig und windgeschützt.
Der Pseudopanax liebt feuchte Luft. Pflanzen Sie den Strauch möglichst zwischen viele Pflanzen an einen grünen statt steinigen Standort – das sorgt für mehr Luftfeuchtigkeit.
Alternativ kann er ganzjährig in einem temperierten Gewächshaus stehen.

Pseudopanax windgeschützt zwischen Pflanzen aufstellen – für mehr Luftfeuchtigkeit
Gießen und Düngen
Gießen Sie den Scheinginseng idealerweise mit Regenwasser oder kalkarmem Wasser. Im Frühjahr einmal pro Woche reichlich gießen, im Sommer vermutlich zweimal. Im Herbst die Abstände vergrößern, im Winter nur einmal monatlich gießen.
Diese Angaben dienen als Richtwerte und sollten je nach Ihren Beobachtungen während des Wachstums angepasst werden. Lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben abtrocknen.
Während des Wachstums freut sich der Scheinginseng einmal monatlich über Flüssigdünger im Gießwasser.
Pflege und Überwinterung
Pflege
Abgesehen von sorgfältigem Gießen benötigt der Scheinginseng im Topf wenig Pflege.
- Stellen Sie in den ersten Jahren einen Stützstab auf, damit er einen geraden Stamm bildet.
- Schneiden Sie Pseudopanax ferox und Pseudopanax crassifolius nicht zurück, da sie unverzweigt sind.
- Falls nötig, etwa wenn er im Gewächshaus oder im Haus zu viel Platz beansprucht, können Sie Pseudopanax lessonii zurückschneiden.
- Füllen Sie jedes Jahr etwas Blumenerde auf die Oberfläche des Topfes. Solange es noch möglich ist, topfen Sie ihn alle drei Jahre um.
Überwinterung
Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass Topfpflanzen schneller unter Frost leiden als Pflanzen im Freiland, weil Wurzelstock und Wurzeln dort weniger geschützt sind. Auch wenn der Scheinginseng als bis etwa -5 bis -7 °C winterhart gilt, sollten Sie diese Toleranz bei einer Topfpflanze um 2 bis 3 Grad niedriger ansetzen. Holen Sie den Scheinginseng in Regionen mit winterlichem Frost im Herbst ins Haus. Stellen Sie ihn an einen hellen, frostfreien Platz. Im Frühjahr können Sie ihn wieder ins Freie stellen.
In Regionen mit mildem Klima schützen Sie den Strauch dennoch vor Frost, indem Sie die Topfoberfläche mit einer Schicht organischem Mulch bedecken. Umwickeln Sie den Topf mit Pappe, Jute oder Luftpolsterfolie und umhüllen Sie die oberirdischen Pflanzenteile mit einem Wintervlies.

Kompletter Winterschutz: Eine Styroporplatte unter dem Topf schützt vor Kälte, Luftpolsterfolie isoliert den Topf und ein Wintervlies schützt die oberirdischen Pflanzenteile
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