Setzholz, Pflanzkelle: Welches Werkzeug wofür?
Für jeden Zweck das passende Werkzeug
Inhaltsverzeichnis
Setzholz und Pflanzkelle: zum Pflanzen von Zwiebeln, Stauden, Jungpflanzen, Blumen und Gemüse. Auch für Saatfurchen, Erde lockern, Mischen und Jäten.
Traditionelle konische Setzhölzer
Dies sind die einfachsten Pflanzhölzer. Sie bestehen aus einem konischen Metallkörper, der sich leicht in den Boden drücken lässt und dabei ein Loch bildet. Dazu wird der „Kegel“ am Griff in die Erde gedrückt und anschließend wieder herausgezogen. Die Griffe bestehen teilweise aus Holz, manchmal ist das Werkzeug vollständig aus Metall gefertigt; andere Modelle bestehen ausschließlich aus Holz oder Verbundmaterialien. Diese Werkzeuge eignen sich zum Pflanzen kleiner Zwiebeln, Ziehen von Furchen für die Aussaat, Bohren von Löchern in Pflanzgefäße und Pflanzen kleiner Stauden im Anzuchttopf. Inzwischen gibt es auch Modelle mit langem Stiel, bei denen sich der Gärtner nicht bücken muss.
Der traditionelle Pflanzer besitzt einen langen, konisch zulaufenden und spitzen Kopf sowie einen Eschenholzgriff. Das schlicht konstruierte Werkzeug ist äußerst robust und zugleich leicht und handlich. Das eigentliche Werkzeug, der Kegel, wird von Hand aus Karbonstahl geschmiedet und mit Borstahl veredelt. Der Pflanzer aus hochglanzpoliertem Stahl hingegen zeichnet sich durch eine spezielle Behandlung des Kegels aus. Dieser ist auf der gesamten Oberfläche poliert, sodass keine Erde am Werkzeug haften bleibt. Auch dieser Pflanzer ist schlicht und äußerst robust.
Einige konische Pflanzer sind mit einem langen Stiel ausgestattet, sodass man sich beim Arbeiten nicht bücken muss. Der Stiel aus Holz, Metall oder Verbundmaterialien muss mindestens 80 cm lang sein und mit einem Griff oder einer Stütze abschließen. Die Anwendung funktioniert im Wesentlichen genauso wie bei kleinen konischen Handpflanzern.

1. Pflanzer mit Holz-T-Griff / 2. Abgewinkelter Ganzstahlpflanzer / 3. Pflanzer mit langem Holzstiel und Stütze / 4. Traditioneller Zwiebelpflanzer
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Setzholz, Pflanzkelle: Welches Werkzeug wofür?Klassische Setzhölzer und Pflanzkellen
Sie ähneln kleinen Schaufeln. Setzhölzer sind gerade, während Pflanzkellen, manchmal auch „Löffelspaten“ genannt, gebogen sind, um einen leichten Hebeleffekt zu ermöglichen. So lässt sich eine kleine Pflanze aus der Erde heben und an anderer Stelle einpflanzen. Auch bei ihnen gibt es Modelle, die vollständig aus Metall bestehen und ein poliertes Schaufelblatt haben, sowie Varianten mit Holzstiel. Diese kleinen Werkzeuge dienen nicht nur dazu, Löcher zu bohren oder kleine Pflanzen umzusetzen, sie können auch zum Verteilen oder Mischen von Substrat und Dünger sowie zum Aufbrechen der Erdkruste verwendet werden …
Einige Setzhölzer haben spezielle „Köpfe“: etwa die außergewöhnliche Pflanzkelle mit einem Kopf aus drei scharfen, geschliffenen Zinken in „Tulpenform“, die sich besonders für schwere, lehmige Böden eignet. Oder die graduierte Pflanzkelle, die speziell zum Pikieren und Pflanzen von Zwiebeln entwickelt wurde. Manche Pflanzkellen haben einen etwa 30 cm langen Stiel, um an schwer zugänglichen Stellen im Garten zu arbeiten, oder sogar einen sehr langen Stiel, mit dem sich im Stehen arbeiten lässt.

1. Pflanzkelle in traditioneller Tulpenform / 2. Schmale, graduierte Pflanzkelle / 3. Pflanzkelle mit langem Stiel / 4. Pflanzkelle mit sehr langem Stiel
Zwiebel-Setzhölzer
Auch wenn sich kleine Zwiebeln leicht mit einem konischen Pflanzholz oder einem einfachen Pflanzspaten setzen lassen, ist der „echte“ Zwiebelpflanzer das ideale Werkzeug. Der Zwiebelpflanzer besitzt einen „Korb“, der in den Boden eindringt. Beim Herausziehen bleibt ein kleiner Erdballen im Korb hängen und das Pflanzloch ist fertig. Nun müssen Sie nur noch Ihre Zier- oder Gemüsezwiebeln in das Loch setzen (persönlich pflanze ich auch Kartoffeln mit diesem Werkzeug).
Der Zwiebelpflanzer kann einen festen Korb (die einfachste Variante!), einen skalierten oder einen beweglichen Korb haben. Das Nonplusultra ist ein Zwiebelpflanzer mit skaliertem, beweglichem Korb aus poliertem Metall, an dem die Erde nicht haften bleibt. Die Zentimeterskala ermöglicht eine präzise Pflanztiefe für jede Zwiebelart. Der bewegliche Korb wird über den Griff betätigt und gibt die entnommene Erde direkt zurück ins Loch. Sie müssen sie nur noch leicht andrücken und können mit dem nächsten Loch weitermachen. Der einzige Nachteil beweglicher Zwiebelpflanzer ist, dass sie weniger langlebig sind als einfachere Modelle ohne beweglichen Korb. Es gibt auch Zwiebelpflanzer mit langem Stiel, damit Sie sich nicht bücken müssen.
→ Alles über Zwiebelpflanzer erfahren Sie in den Artikeln „Zwiebeln pflanzen: Welche Werkzeuge wählen?“ und „Wozu dient ein Zwiebelpflanzer?“.
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Wie pflanzt man Frühlingszwiebeln?Sehr spezielle Setzhölzer
Einige Setzhölzer wurden für ganz spezielle Arbeiten entwickelt. Dazu gehören die nachfolgend vorgestellten Setzhölzer:
Das Lauch-Setzholz
Wie der Name bereits sagt, dient dieses Setzholz vor allem zum Pflanzen von Lauch. Das Lauch-Setzholz ist eine Art breite Grabegabel mit 5 Zinken und einem großen Griff. Dieses Werkzeug ist eigentlich nur unverzichtbar, wenn Sie eine Leidenschaft für Lauch haben und 3 ha davon pflanzen möchten. Der Stiel eines einfachen alten Küchenholzlöffels eignet sich ebenso gut, um die passenden Löcher zu machen. Allerdings lassen sich mit diesem Setzholz auch gerade Saatfurchen ziehen und verdichtete Böden lockern (ähnlich wie mit einer Grabegabel).
Kartoffel-Setzholz
Es handelt sich um eine Art Zwiebel-Setzholz mit langem Stiel, dessen „Korb“ jedoch größer ist, damit eine zu pflanzende Kartoffelknolle hindurchpasst. Sie können dieses Setzholz aber auch für Ihre Zwiebeln, Gemüsepflanzen oder kleinen Stauden verwenden.
Setzholz für Blumentöpfe
Es sieht dem Kartoffel-Setzholz zum Verwechseln ähnlich, doch der „Korb“ ist deutlich größer. Das damit gegrabene Loch eignet sich zum Pflanzen von Pflanzen mit einem Wurzelballen von 11 bis 15 cm Durchmesser.

1. Lauch-Setzholz / 2. Kartoffel-Setzholz / 3. Setzholz für Blumentöpfe
Universelle Setzhölzer
Im entgegengesetzten Fall zu den speziellen Setzhölzern gibt es auch multifunktionale Setzhölzer. Dazu gehört das Setzholz ‚Rock n‘ Root‘. Als Unkrautstecher, Setzholz und Pflanzkelle zugleich ist dieses Werkzeug für alle Gärtner unverzichtbar. Es besteht aus einem sehr kurzen Stiel aus naturbelassener Esche, an dem ein gebogenes, an den Kanten geschärftes Schneidblatt befestigt ist. Das scharfe Messerblatt dringt problemlos in den Boden ein, selbst in schwere, lehmige und stark verdichtete Erde, und löst Unkraut. Dieses Setzholz eignet sich auch, um die Bodenoberfläche zu schaben und aufzulockern sowie kleine Pflanzen oder Zwiebeln zu setzen. Der Setzholz-Unkrautstecher ist ideal zum Graben auf engem Raum: Er gelangt zwischen die Steine im Steingarten oder zwischen benachbarte Pflanzen und ermöglicht präzises Arbeiten. Dank des kurzen Stiels lässt er sich auch im Gemüsebeet oder in Blumenkästen verwenden.
In dieselbe Richtung geht die erstaunliche Pflanzkelle ‚Spork‘, mit der sich ebenfalls pflanzen und umpflanzen, der Boden auflockern und Unkraut jäten lässt. Als Mini-Gabel und Mini-Spaten zugleich verfügt diese Pflanzkelle über einen stabilen Kopf mit drei scharfen Zinken. Dadurch ist auch sie in schweren, lehmigen Böden äußerst effizient.
Setzholz oder Pflanzkelle kaufen: Darauf achten
- Hochwertige Materialien und eine robuste Verarbeitung: Darauf sollten Sie zuerst achten! Ein Stiel aus Eschenholz, Stahl oder Verbundwerkstoff. Ein robuster „Kopf“ aus verzinktem oder borbehandeltem Stahl. Geschärfte Kanten, wenn sie erforderlich sind. Und stabile Befestigungspunkte. Sind all diese Merkmale vorhanden, halten Sie ein hochwertiges Werkzeug in den Händen.
- Vergessen Sie auch die Ergonomie nicht! Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Werkzeug zu Ihrer Körpergröße und Statur passt und nicht zu schwer ist, um es über längere Zeit ermüdungsfrei zu handhaben. Außerdem sollte bei der Konstruktion alles dafür getan worden sein, dass es möglichst ergonomisch ist. Nichts ist frustrierender, als ein Werkzeug im Schuppen liegen zu lassen, weil man es nicht benutzen kann, ohne sich einen Muskel zu zerren oder auf den Fuß zu fallen.
- Vorsicht vor Gadget-Werkzeugen! Oft ist das Einfachste die beste Lösung. In jedem Fall sollten Sie wenn möglich bewährte Werkzeuge bevorzugen. Das hindert Sie natürlich nicht daran, „Neuheiten“ auszuprobieren. Man weiß ja nie: Vielleicht ist das gesuchte Setzholz dabei, nach dem Sie Ihr ganzes Leben lang gesucht haben und das Ihre Art zu gärtnern völlig verändert.
- Das Preis-Leistungs-Verhältnis: Sie müssen kein sehr teures Werkzeug kaufen, wenn Sie es nur zweimal in der Saison verwenden oder nur leichte Arbeiten damit erledigen möchten, zum Beispiel Substrat mischen. Umgekehrt gilt: Wenn Sie sich jeden Tag im Garten auf Ihr Setzholz verlassen, sollten Sie ein besonders hochwertiges Werkzeug in Betracht ziehen. Natürlich entscheiden Sie selbst nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Grundsätzlich sollten Sie jedoch Werkzeuge meiden, die zu günstig sind, um ehrlich zu sein.
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