Spargel fürs Beet: Tipps zur Sortenwahl
Kaufratgeber nach verschiedenen Kriterien
Inhaltsverzeichnis
Spargel (Asparagus officinalis) ist das Frühlingsgemüse schlechthin. Bis zur ersten Ernte vergehen mindestens 3 Jahre. Unser Ratgeber hilft bei der Sortenwahl.
Warum Spargel pflanzen?
Spargel im eigenen Garten anzubauen, ist eine der lohnendsten Investitionen für Gartenliebhaber. Anders als die meisten einjährigen Gemüse ist das Spargelbeet eine perennierende Kultur: Einmal angelegt, kann es 15 bis 20 Jahre lang jedes Jahr Erträge liefern. Damit ist es eine stabile und nachhaltige Nahrungsquelle. Allerdings braucht es etwas Geduld … denn die erste Ernte ist erst nach 3 Jahren möglich.
Geschmacklich liegen Spargel aus dem Handel und Spargel aus dem eigenen Garten Welten auseinander. Sobald er gestochen ist, beginnt Spargel, seinen natürlichen Zucker zu verlieren, der sich in Stärke umwandelt. Wenn Sie ihn wenige Minuten vor der Zubereitung ernten, genießen Sie eine zarte Textur, einen unvergleichlichen Biss und einen Geschmack, den kein Supermarkt bieten kann. Nicht zu vergessen die Wirtschaftlichkeit! Ein Kilo Spargel aus dem Handel hat seinen Preis, wodurch sich der Anbau schnell lohnt.

Spargel ist reich an Ballaststoffen, Vitaminen (A, B9, C, K) und Mineralstoffen
Außerdem ist Spargel ein großer Gewinn für die Gesundheit: Er ist reich an Ballaststoffen, Vitaminen (A, B9, C, K) und Mineralstoffen und besitzt anerkannte harntreibende und entgiftende Eigenschaften. Für Menschen mit empfindlichen Nieren ist Spargel jedoch nicht immer empfehlenswert.
Auch die dekorative Wirkung sollte nicht unterschätzt werden. Nach der Ernte im Juni verwandeln sich die Stängel in prächtige, luftige „Federbüsche“, die über einen Meter hoch werden und dem Gemüsegarten Leichtigkeit und Struktur verleihen.
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Spargel: Pflanzen, Pflege, ErnteFünf Kriterien für die Spargelwahl
Vor dem Kauf Ihrer Spargelkrallen sollten Sie die Unterschiede zwischen den angebotenen Sorten kennen. Fünf Kriterien sind für die Auswahl besonders wichtig.
Die Farbe des Spargels
Für Gärtner ist dies logischerweise das erste Auswahlkriterium. Anders als oft angenommen, gehören weißer und grüner Spargel nicht unbedingt zu verschiedenen Arten, sondern entstehen durch unterschiedliche Anbaumethoden. Allerdings eignen sich manche Sorten besser für die eine oder andere Kulturform.
- Weißer Spargel: Er wächst vollständig unter der Erde und bleibt vor Licht geschützt. Für den Anbau wird eine Erdauflage über der Reihe mit den Spargelkrallen angelegt. Weißer Spargel wird für seine besondere Zartheit und seinen feinen Geschmack geschätzt. Sorten wie ‘Lorella’ oder ‘Emma’ eignen sich hervorragend dafür. Die Königin unter den weißen Spargelsorten ist jedoch sicherlich der ‘Spargel d’Argenteuil’ mit seinem besonders feinen Geschmack.
- Grüner Spargel: Er wächst oberirdisch und verdankt seine Farbe der Photosynthese. Er ist vitaminreicher und schmeckt kräftiger. Sein großer Vorteil: Er muss nicht angehäufelt werden, was die Arbeit im Garten deutlich erleichtert. Der bekannte ‚Mary Washington‘ gilt als Referenz für den Anbau von grünem Spargel.
- Violetter Spargel: Sorten wie ‘Rosalie’ oder die passend benannte ‘Jacq ma Pourpre’ bilden tiefviolette Triebe. Sie sind oft süßer und können häufig roh in feinen Streifen verzehrt werden.

Spargel gibt es je nach Anbaumethode in drei Farben
Der Erntezeitpunkt
Nicht alle Spargelsorten treiben gleichzeitig aus. Mit unterschiedlich frühen Sorten können Sie die Ernte über mehrere Monate verteilen, meist von April bis Juni.
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Frühe Sorten: Sie ermöglichen den Saisonstart bereits bei den ersten wärmeren Tagen im März oder April. Die grün oder gegebenenfalls weiß angebaute Spargelsorte ‚Lima‘ ist beispielsweise für ihren frühen Saisonstart bekannt und liefert die ersten Aromen des Frühlings. Auch ‘Voltaire’ ist für ihre frühe Reife bekannt.
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Späte Sorten: Sie übernehmen im Mai und Juni. Die späteste Sorte ist sicherlich ‚Backlim‘, ein hervorragendes Beispiel für eine Sorte am Saisonende, die auch bei steigenden Temperaturen schöne, hochwertige Triebe hervorbringt.
Ertrag und Stärke der Triebe
Je nach Bedarf ist der Ertrag pro Spargelkralle ein wichtiges Auswahlkriterium. Einige F1-Hybriden zeichnen sich durch außergewöhnliche Wuchskraft aus.
Wer besonders dicke, fleischige Spargelstangen bevorzugt, wählt eine Sorte wie den Spargel ‚Argenteuil‘, der für seine dicken, zarten und schmackhaften Triebe bekannt ist. Auch die Sorte ‘Rambo’ ist hinsichtlich Stärke und Ertrag eine gute Wahl. Sie bildet zahlreiche dicke Triebe.
Für einen hohen Ertrag wird die Sorte ‘Lima verte’ empfohlen. Sie bildet gerade, dunkelgrüne Triebe mit eng anliegenden Schuppen – ein Zeichen für gute Qualität und Lagerfähigkeit.
Moderne Hybriden wie ‚Gijnlim‚ sind äußerst ertragreich und bilden bereits in den ersten Erntejahren zahlreiche Triebe pro Pflanze.
Krankheitsresistenz
Spargel kann für bestimmte Pilzkrankheiten wie Rost, Fusarium oder Stemphylium anfällig sein. Dieses Kriterium ist entscheidend, denn eine etablierte Krankheit kann 15 Jahre Arbeit zunichtemachen. Alte Sorten wie ‚Mary Washington‘ wurden ursprünglich wegen ihrer natürlichen Rostresistenz ausgewählt.

Die Sorte ‘Mary Washington’ ist ein leicht zu kultivierender, winterharter, kräftiger und krankheitsresistenter Spargel
Die Bodenart
Spargel mag keine „nassen Füße“. Einige Sorten sind jedoch gegenüber der Bodenbeschaffenheit toleranter als andere.
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Sandige Böden: Das Paradies für Spargel. Hier gedeihen alle Sorten.
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Schwere oder lehmige Böden: Ist Ihr Boden etwas verdichteter, sollten Sie grünen Spargel bevorzugen, der nicht angehäufelt werden muss. Das Anhäufeln in Lehm ist sehr schwierig und kann die Triebe ersticken. ‚Mary Washington‘ passt sich an eine größere Bandbreite von Böden an, sofern eine gute Drainage gewährleistet ist. Sie gilt als besonders „einfache“ Sorte. Winterhart, kräftig und widerstandsfähig ist sie ideal für Anfänger. Sie bildet grüne Triebe mit leicht violett gefärbten Spitzen und eignet sich perfekt für den Anbau ohne Anhäufeln.
Spargel richtig pflanzen
Die richtige Spargelsorte auszuwählen, ist wichtig. Die Pflanzung der Spargelkrallen ist der nächste Schritt.
Wann pflanzen?
Spargelkrallen sind meist von Februar bis April erhältlich. Dann ist der ideale Zeitpunkt, sie in die Erde zu setzen – sobald sich der Boden erwärmt, aber bevor sich die Knospen der Krallen zu stark entwickeln.
Wie pflanzen?
Da Ihr Spargel 20 Jahre am selben Platz bleibt, ist die Bodenvorbereitung der wichtigste Schritt.
- Das Beet muss vollkommen unkrautfrei sein, da das Unkrautjäten nach dem Pflanzen der Krallen schwieriger wird. Entfernen Sie außerdem alle Steine.
- Spargel ist sehr nährstoffbedürftig. Arbeiten Sie im Herbst vor der Pflanzung reichlich gut verrotteten Kompost oder Mist ein.
- Wenn Ihr Boden Wasser speichert, pflanzen Sie den Spargel auf erhöhten Hügelbeeten, um ein Verfaulen der Wurzeln zu verhindern.
Nach der Bodenvorbereitung folgt die Pflanzung. Heben Sie zum Pflanzen der Krallen etwa 20–25 cm tiefe Gräben aus. Formen Sie am Grabenboden einen kleinen Erdwall und breiten Sie die Wurzeln der Kralle rundherum wie eine Spinne aus. Bedecken Sie sie mit einigen Zentimetern Erde und füllen Sie den Graben im ersten Sommer nach und nach auf, während die Triebe wachsen.

Die Pflanzung von Spargelkrallen
Wie pflegen?
Die jährliche Pflege beschränkt sich auf eine Düngung im Frühjahr, sorgfältiges manuelles Unkrautjäten und den Rückschnitt des Laubs, sobald es im Herbst vergilbt ist, meist nach den ersten Frösten.
Wann ernten?
Das Schwierigste beim Spargel ist das Warten. Im Pflanzjahr wird nichts geerntet. Lassen Sie das Laub wachsen, damit die Kralle Reserven bildet. Im zweiten Jahr können Sie eventuell ein oder zwei Turionen pro Pflanze zum Probieren ernten, besser ist es jedoch, noch zu warten. Im dritten Jahr findet dann die erste richtige Ernte statt, die allerdings nur etwa 3 bis 4 Wochen dauern sollte. In den folgenden Jahren können Sie 6 bis 8 Wochen lang vollständig ernten.
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