Unkrautfreier Weg: Wie geht das?
Ökologische Lösungen
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Kies, gepflasterte oder mit Platten belegte Wege, Terrassen … Wir möchten all diese Flächen frei von „Unkraut“ halten. Doch wie lässt sich ohne Chemie wirksam jäten? Gibt es ein ebenso wirksames wie für Pflanzen und Tiere ungefährliches „Mittel“, das den Trieb von Unkraut begrenzt? Gleich vorweg: Am einfachsten, wirksamsten und umweltfreundlichsten ist eindeutig das manuelle Jäten. Sehen wir uns aber auch die anderen Möglichkeiten an.
→ Welche umweltfreundlichen und wirksamen Möglichkeiten gibt es, einen Weg unkrautfrei zu halten? In unserem Ratgeber geben wir einen Überblick.

Wie lässt sich ein Kiesweg auf natürliche Weise unkrautfrei halten?
Ärmel hochkrempeln!
Das ist die beste Lösung! Unkrautjäten von Hand ist zwar aufwendiger, aber auch am effektivsten.
Zum Unkrautjäten „von Hand“ genügt ein Messer (oder Unkrautstecher), um die Wurzeln von „Unkräutern“ oder Beikräutern herauszuziehen: Stechen Sie die Klinge tief neben den Wurzeln in den Boden, drehen Sie sie um eine Vierteldrehung – und schon lässt sich die gesamte Pflanze entfernen. So bleibt kein noch so kleines Wurzelstück zurück, aus dem sie erneut austreiben könnte.
Jäten Sie regelmäßig! Junge Triebe lassen sich leichter entfernen als große Unkräuter. Gut zu wissen: Anders als beim Jäten in gewachsenem Boden (Gemüsebeet, Rasen, Beet …), das nach Regen leichter fällt, lassen sich unerwünschte Kräuter in Kies oder auf befestigten Wegen bei trockenem Wetter leichter herausziehen.
Unkrautjäten von Hand ist vielleicht langwierig und mühsam, aber vor allem die kostengünstigste und umweltfreundlichste Methode gegen Unkräuter.

Eine langwierige, wiederholte Arbeit … aber mit überzeugenden Ergebnissen
Lesen Sie auch
10 gute Gründe, Unkraut wachsen zu lassenThermische Unkrautvernichter
Thermisches Unkrautjäten zerstört Pflanzenzellen durch Hitze. Es wirkt nur auf kleinen Flächen und bei jungem Unkraut. Anleitung beachten.
Kochendes Wasser
Wie beim thermischen Unkrautvernichter kann auch kochendes Wasser Pflanzen durch einen Temperaturschock schädigen. Wirksam ist die Methode jedoch erst ab mindestens 70 °C.
Die Nachteile: Verwenden Sie nur Kochwasser, etwa von Nudeln oder Kartoffeln, statt eigens Wasser zu erhitzen. Außerdem birgt der Transport kochenden Wassers Verbrennungsgefahr – und Sie können immer nur wenige Pflanzen behandeln. Kurz gesagt: nicht die beste Idee, auch wenn es gelegentlich gegen etwas Unkraut hilft.

Nutzen Sie Kochwasser (ungesalzen) ruhig gelegentlich zum Unkrautjäten im Garten
Lesen Sie auch
Pflegeleichter Garten: Tipps, Tricks und geeignete PflanzenNatron
Natron ist tödlich für Pflanzen. Es ist ein äußerst wirksames natürliches Unkrautvernichtungsmittel. Deshalb sollte es nicht bedenkenlos verwendet werden.
Streuen Sie höchstens 20 g Natron pro m² auf die zu behandelnde Fläche. Tun Sie dies ein- bis zweimal jährlich (im Frühjahr und/oder Herbst) und kurz vor einem leichten Regen. Das Regenwasser löst das Natron und trägt es zu den Wurzeln der Pflanzen. Nach dem Ausbringen des Pulvers würde starker Regen das Natron auslaugen, sodass es wirkungslos bleibt.
Sie können auch eine kleine Mischung herstellen, indem Sie 70 g Natron in einem Liter heißem Wasser auflösen (darin löst es sich leichter). Lassen Sie die Mischung abkühlen und sprühen Sie sie anschließend auf die oberirdischen Pflanzenteile, die entfernt werden sollen.
Da Natron für die Vegetation schädlich ist, verwenden Sie es niemals im Garten! Nur an wenigen, genau abgegrenzten Stellen darf etwas Natron ausgebracht werden – und stets sparsam: auf der Terrasse, an Mauern, auf Pflastersteinen, auf Kieswegen …
Hinweis: Verwechseln Sie Natron nicht mit Ätznatron, einem ätzenden Produkt. Lesen Sie die Etiketten aufmerksam!

Auch gegen Unkraut einen Versuch wert: Natron
Der Essig
Weißer Essig ist, verdünnt oder unverdünnt, ein Kontaktherbizid, das heißt, er verbrennt die oberirdischen Pflanzenteile, ohne in das Gewebe einzudringen.
Weißer Essig (nichts anderes als verdünnte Essigsäure) muss, um wirksam zu sein, frühmorgens und nur auf junges Unkraut aufgebracht werden. Ältere Pflanzen erholen sich nach dem Kontakt mit Essig nämlich innerhalb weniger Wochen.
Verdünnen Sie ein Volumen Essig mit der gleichen Menge Wasser (50%ige Verdünnung). Sie können etwas Schmierseife hinzufügen, damit der Essig besser am Laub haftet und durch Regen weniger ausgelaugt wird. Sprühen Sie die Mischung auf das wenige junge Unkraut, das zwischen Platten oder Pflastersteinen wächst.
Essig sollte bevorzugt auf Terrassen, Platten, Pflastersteinen, Kies … eingesetzt werden, aber niemals im Garten oder in der Natur!

Weißer Essig ist ein weiterer Helfer für Gartenfreunde … bei jungem Unkraut und ausschließlich auf mineralischen Flächen
Muss man wirklich darauf beharren?
„Unkräuter“ sind für die Tierwelt im Garten oft nützlich. Manche sind sogar sehr hübsch. Andere dienen als Bioindikatoren und/oder verbessern den Boden, auf dem sie wachsen. Muss man sie deshalb wirklich alle ausrotten? Ganz klar: nein. Gegen Pflanzen, die alle nötigen Fähigkeiten besitzen, um sich immer wieder fortzupflanzen, kann man ohnehin nicht gewinnen.
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