Was an eine Westwand pflanzen?
Auswahl geeigneter Sträucher, Kletterpflanzen, Stauden
Inhaltsverzeichnis
Westwände lassen sich mit Stauden, Sträuchern, Kletterpflanzen und Gräsern attraktiv begrünen. Sie bieten Pflanzen Wärme ohne Spätfrostgefahr.

Frauenmantel, Storchschnabel, Iris und Rosen vor einer Steinmauer
Pflanzen an der Westwand: Standortbedingungen
Westwände erhalten den ganzen Nachmittag bis zum Abend Sonne. Sie sind etwas weniger sonnig als Pflanzen am Fuß einer Südwand und ermöglichen ebenfalls das Pflanzen etwas frostempfindlicher Gewächse, die nördlich der Loire anderswo im Garten leiden würden.
Für eine Westwand kommen fast dieselben Pflanzen wie für eine Südwand infrage. Allerdings dürfen die gewählten Pflanzen etwas sonnenverträglicher sein, da die Strahlung an diesem Standort weniger brennend ist. Außerdem sollten sie etwas mehr Schatten vertragen, da sie morgens darauf verzichten müssen. Pflanzen, die im Tagesverlauf allmähliche Sonne mögen, gibt es viele – auch an einem schwierigen Standort am Mauerfuß.
Ihre Region ist bei der Auswahl bestimmter Gewächse entscheidend, da manche regelmäßig Westwinden ausgesetzt sind. Diese vertragen sich nicht mit den empfindlichsten Blüten und dem zartesten Laub.
Die Größe der Pflanzen ist zu berücksichtigen, besonders bei der Pflanzung am Mauerfuß des Hauses, da der Platz dort begrenzt ist und oft an einen Weg vor dem Gebäude oder an die Rasenfläche grenzt. An anderen Stellen im Garten können Sie breite Beete entlang der Mauern anlegen, die sich für die Gestaltung von Mixed Borders eignen.
Schließlich ist der Boden am Mauerfuß, besonders bei einem Haus, meist arm oder schwierig. Für künftige Pflanzungen müssen Sie ihn verbessern.
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Mit mäßig wachsenden Sträuchern lässt sich am westlich ausgerichteten Mauerfuß eine schöne Auswahl pflanzen – solange sie die Sicht nicht versperren und das Schließen der Fensterläden nicht behindern. Sogenannte Zwergsträucher eignen sich oft ideal für den Vordergrund an der Hausmauer. Etwas höhere oder üppigere Sträucher können sie ergänzen, solange sie nicht vor den Fenstern des Hauses stehen. An Grundstücksmauern ist die Auswahl größer.
Einige Sträucher mit überhängender Wuchsform wirken an einer Mauer besonders schön und verleihen alten Häusern romantischen Charme: eine ganz in Weiß blühende Blumenspiere, ein prächtiger Buddleia alternifolia an einer großen Mauer mit seinen malvenfarbenen Blütengirlanden und andere mehr.
Kompakte Abelia kommen in den meisten Regionen infrage. Mit ihrer anmutigen Blüte und ihrem immergrünen Laub erfreuen sie viele Monate lang. Auch herbstblühende Kamelien (Camelia sasanqua) finden hier die richtige Mischung aus Sonne und Frostschutz – ebenso wie mehrere im Winter oder Frühjahr blühende Sträucher, etwa Zaubernuss und Scheinhasel.
Hydrangea paniculata und Hydrangea quercifolia: Bei ausreichender Bewässerung wachsen sie am westlichen Mauerfuß sehr gut. Durch eine Mulchschicht bleibt der Boden dort etwas kühler. Die meisten entwickeln sich sowohl in der Höhe als auch in der Breite mäßig und eignen sich damit perfekt zur Begrünung dieses Standorts. In Gruppen gepflanzt, sind sie während der Blüte spektakulär.
Denken Sie auch an robuste Sträucher wie Rote Glanzmispel und Lorbeerschneeball. Sie mögen ebenfalls einen westlichen Standort und kommen mit dem Platz am Mauerfuß gut zurecht.
Garrya elliptica, dieser in unseren Gärten seltene, immergrüne amerikanische Strauch, schmückt eine Ziegelmauer auf eindrucksvolle Weise. Seine hängenden, weißen Blütenstände kommen dort zwischen Januar und März besonders schön zur Geltung. Er wird 2 bis 3 m hoch und breitet sich aus.
Weigelie, Schöner Sternchenstrauch, Orangenblume und Klebsame – alle windverträglichen Sträucher können am westlichen Mauerfuß in der Erde lange gedeihen.
Wie Sie sehen, fehlt es nicht an geeigneten Sträuchern – diese Liste ist natürlich nicht vollständig!

Garrya eliptica, Hydrangea paniculata ‚Phantom‘ und Weigelia florida
Auch bei den kleineren Sträuchern, die ein Beet am Mauerfuß ergänzen können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten: von Lavendel und Sonnenröschen über Salbei bis hin zu Rosmarin. Die von der Mauer abgegebene Wärme ermöglicht es, etwas frostempfindlichere Pflanzen zu setzen, die hier gut geschützt sind – etwa Goldmargerite, Natternkopf, Gold-und-Silber-Chrysantheme, Strauchveronika (Hebe), Japanische Wollmispel und andere.

Japanische Wollmispel, Strauchveronika, Madeira-Natternkopf, Gold-und-Silber-Chrysantheme und Keulenlilie
Und natürlich finden alle Buschrosen und Strauchrosen an einem voll westlich ausgerichteten, ausreichend sonnigen Standort ideale Bedingungen.
Kletterpflanzen
Je nach Mauerhöhe und je nachdem, ob es sich um die Hauswand, die niedrigere Wand eines Nebengebäudes oder eine Gartenmauer handelt, wählt man mehr oder weniger stark deckende Kletterpflanzen mit mäßigem Wuchs. Achten Sie auf eine Kletterhilfe und gut durchlässigen Boden.
Der Blauregen
An einer Westwand entwickelt sich der Blauregen zu einer prächtigen Kletterpflanze, die vor abruptem Frost und Tauwetter geschützt ist, was bei manchen Wintern die jungen Knospen schädigt. Sie können ihn bedenkenlos an einer Wand pflanzen, ob an der Hauswand oder an einer höheren oder niedrigeren Gartenmauer. Wählen Sie einfach eine Sorte mit passender Wuchsstärke und vor allem eine geeignete Befestigung.
Die Waldreben
Zwar lassen sich Waldreben auch an einer nach Süden ausgerichteten Wand pflanzen, ideal stehen sie jedoch an einem Weststandort, besonders am Fuß der Mauer. Davor können Sie eine Staude pflanzen, die für den gewünschten Schatten an ihrem Fuß sorgt.
Das Geißblatt
Viele fürchten einen vollsonnigen Südstandort, doch in allen Regionen außer in südlichen Gärten wächst das Geißblatt am Fuß einer Westwand harmonisch. Wählen Sie je nach Bedarf eine immergrüne oder sommergrüne Sorte, um eine Mauer vollständig zu verdecken oder nicht, und achten Sie auf die Wuchsbreite im Verhältnis zur Mauerfläche. Geißblatt passt hervorragend zu romantischen, ländlichen Gärten und verströmt am Abend einen herrlichen Duft.
Der Hopfen
Auch der Hopfen eignet sich gut für einen Weststandort am Fuß einer hohen Mauer, etwa einer Hausgiebelwand, da er große Flächen mit seiner leuchtenden Blüte schnell bedecken kann. Wählen Sie kompakte Sorten wie ‚Prima Donna‘.
Der Chinesische Strahlengriffel mit seinen schönen, runden Blättern ist ebenfalls eine gute Wahl: Als Spalier erzogen, verwandelt er eine hässliche Mauer oder begrünt eine ausreichend hohe Gartenmauer. Wählen Sie auch hier eine kompakte Sorte wie ‚Monty‘.
Die Hardenbergia violacea, eine schöne Kletterpflanze mit violetten Blüten im Winter und zeitigen Frühjahr, verschönert in milden, vor kalten Saisonwinden geschützten Regionen Mauern bis zu 3 m Höhe. Ein Weststandort schützt sie zwar vor den gefürchteten Frösten, dennoch sollte ihr Fuß in den ersten Jahren und auch später gut gemulcht werden, da sie einen frischen, kalkfreien Boden bevorzugt.
Die Kletterrosen
Vollkommen winterhart und wie viele sommergrüne Waldreben sind Kletterrosen natürlich eine besonders reizvolle Wahl, vor allem an alten Steinmauern. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt: Duftrosen schaffen eine romantische Atmosphäre oder schmücken Hauseingänge. Pastellfarbene Rosen in Weiß, Rosa oder Lachs passen ebenso wie leuchtende Sorten in Gelb, Orange bis Scharlachrot – je nach gewünschter Stimmung in diesem Gartenteil.
Außerdem: zahlreiche Jasminarten wegen ihres Dufts, Passionsblumen oder Akebia longeracemosa.

Kletterrose, sommer- oder frühjahrsblühende Waldreben, Blauregen und Hardenberia violacea
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Hier können wirklich alle Pflanzen für Halbschatten oder sogar Sonne gedeihen: Frauenmantel, Storchschnabel, Stockrosen und ihre Kreuzungen, die Halbstrauchigen Stockrosen, für einen englischen Garten, oder dekorativere Pflanzen für einen moderneren Garten: mittelgroße Gräser, Kleopatranadel, Honigstrauch usw. Für einen exotisch inspirierten Garten können Sie außerdem einige Taglilien, Akanthus und Wolfsmilch pflanzen.
Iris, Liebesblumen, Päonien und Herbst-Salbei gedeihen hier ebenfalls prächtig. Eine Strauch-Pfingstrose findet an diesem geschützten Standort in den ersten Jahren wertvolle Unterstützung beim Anwachsen. Aronstab eignet sich für die Pflanzung am Fuß einer Mauer, wenn Sie den Boden zuvor gut lockern und für ausreichende Drainage sowie sommerliche Feuchtigkeit sorgen.
Der Tropaeolum tuberosum, die Knollige Kapuzinerkresse, ist ideal am Fuß einer kleinen Gartenmauer und schmückt den Garten im Herbst mit ihren orangefarbenen Trompetenblüten, wenn die Blütezeit allmählich nachlässt.

Aronstab gedeiht hier zwischen Hausmauer und gepflastertem Weg
Weitere Pflanzen: Gräser, Zwiebeln …
Pflanzen Sie Frühlingszwiebeln in großer Zahl! An einer westlich ausgerichteten Steinmauer versprühen botanische Zwiebelpflanzen besonderen Charme: Tulpen, Narzissen, Knoblauch und der Stern der Peru. Tatsächlich schätzen viele Zwiebelpflanzen, darunter auch Sommerzwiebeln, die Wärme eines Weststandorts.
In kleiner oder mittlerer Wuchsform verbinden Gräser die verschiedenen Stauden und Sträucher am Fuß einer westlich ausgerichteten Mauer und verleihen ihnen Leichtigkeit: Federborstengras, kleine Chinaschilf-Sorten, Federgras oder kleine Hirse-Sorten sind dafür ideal.
Zu meidende Pflanzen und was Sie nicht tun sollten
Pflanzen an Hauswänden: Wurzelsystem, Wuchsform und Endgröße beachten. Invasive Bambusse, ausgebreitete Sträucher und schwere Kletterpflanzen meiden.
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