Weißdorn kombinieren?
Unsere Tipps zum Kombinieren dieser schönen dornigen Pflanzen im Garten!
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Weißdorne, diese kleinen, sommergrünen Feldbäume mit dornigen Zweigen, zeigen im Mai eine prächtige Blüte, gefolgt im September von bei Vögeln sehr beliebten Beeren. Der Wild-Weißdorn wächst häufig an Wegen oder in Hecken, ob als Weißdorn mit weißen Blüten: Crataegus monogyna, oder als rosafarbener Weißdorn wie Crataegus laevigata ‘Paul’s Scarlet’.
Der Weißdorn ist seit jeher für seine medizinischen Eigenschaften bekannt. Ein Tee aus getrockneten Blüten und Blättern wirkt entspannend und kann bei Stress helfen.
Weißdorne sind pflegeleicht und daher für alle Gartenfreunde geeignet, ob Anfänger oder erfahrene Gärtner, und finden in vielen Gartensituationen ihren Platz.

Crataegus monogyna und laevigata in Blüte
In einer naturnahen Hecke
Naturnahe Hecken liegen im Trend: Sie bieten Insekten, Vögeln und Kleinsäugern Nahrung und Unterschlupf. Diese Hecken verleihen dem Garten einen idyllischen Charakter, fördern die Biodiversität und können auch als Windschutz dienen. Ein weiterer Vorteil: Der natürliche Wuchs der verwendeten Pflanzen verringert den Pflegeaufwand und erspart dem Gärtner mühsame Rückschnitte!
Blühende Weißdorne ziehen bestäubende Insekten an, ihre essbaren Beeren erfreuen zahlreiche Vögel. Sie lassen sich mit anderen heimischen Sträuchern kombinieren, etwa:
- Hartriegel (Cornus mas, Cornus sanguinea …),
- Flieder (Syringa vulgaris),
- Felsenbirne (Amelanchier canadensis, Amelanchier lamarckii …),
- Schneeball (Viburnum lantana),
- Hainbuche (Carpinus betulus),
- Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana), purpurlaubig oder gedreht,
- Holunder (Sambucus nigra),
- Echter Lorbeerstrauch (Laurus nobilis).

Crataegus monogyna, Cornus mas, Amelanchier canadensis, Syringa vulgaris und Laurus nobilis
Crataegus monogyna und Crataegus coccinea (Scharlach-Weißdorn) vertragen lange sommerliche Trockenperioden sehr gut und sind besonders widerstandsfähig gegenüber schwierigen Bedingungen. Daher können sie in mediterranerem Klima und auf trockenerem Boden mit folgenden Pflanzen in eine frei wachsende Hecke gesetzt werden:
- Ölweide (Elaeagnus ebbingei),
- Lorbeer-Schneeball (Viburnum tinus),
- Chinesische Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica ‚Violacea‘),
- Westlicher Erdbeerbaum (Arbutus unedo),
- Brasilianische Guave (Feijoa sellowiana),
- Sanddorn (Hippophae rhamnoides),
- Granatapfelbaum (Punica granatum).

Crataegus, Lagerstroemia indica, Arbutus unedo und Punica granatum
Bei der Gestaltung solcher Hecken empfiehlt es sich, Pflanzensequenzen auszuwählen und zu wiederholen, besonders bei langen Hecken. Es geht nicht darum, alle verfügbaren Pflanzen aus dem Katalog auszuwählen und in einer Reihe zu pflanzen, sondern einige Arten mit harmonischer Blüte zu kombinieren und passende Blätter zu wählen, die diese Blüten hervorheben. Immergrüne Pflanzen – etwa ein Drittel der Heckenpflanzen – geben der Hecke Struktur und erhalten ihre winterliche Attraktivität.
Crataegus laevigata erreicht in der Hecke eine Höhe von 2 bis 6 Metern und zeigt im Frühjahr eine schöne, leuchtend weiße Blüte. Der Scharlach-Weißdorn (Crataegus coccinea) entwickelt eine leuchtend gelbe bis orangefarbene Herbstfarbe. Seine kleinen, auffälligen und attraktiven Früchte sind leuchtend scharlachrot.
Mit seiner reichen, Vitamin-C-haltigen Fruchtbildung, aus der sich Marmeladen, Gelees und Kompotte zubereiten lassen, passt der Fiederblatt-Weißdorn (Crataegus pinnatifida ‚Big ball‘) hervorragend in eine essbare Wildhecke.
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Eine dornige Hecke schützt die Privatsphäre im Garten und hält Eindringlinge fern – ob auf zwei oder vier Beinen! Ihre dichte Vegetation und die Dornen schützen den Garten oder einen Teil davon. Traditionell findet man darin Feuerdorn und Berberitze; auch Weißdorn lässt sich damit kombinieren:
- mit der Gewöhnlichen Stechpalme (Ilex aquifolium),
- mit der Stein-Eiche (Quercus ilex),
- mit der Bitterorange (Poncirus trifoliata),
- mit der Schlehe (Prunus spinosa),
- mit dem Osagedorn (Maclura pomifera).

Ilex aquifolium, Quercus ilex, Poncirus trifoliata, Prunus spinosa, Maclura pomifera
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Beet strukturieren und gliedern
Der Weißdorn kann als kleinwüchsiger Baum betrachtet werden, da er selten höher als 8 bis 10 Meter wird. Durch das fortlaufende Entfernen der Seitentriebe während des Wachstums lässt er sich als kleiner Hochstamm erziehen. So kann er im Hintergrund eines Beets gepflanzt werden und eignet sich perfekt für kleine Gärten! Der Vorteil des Weißdorns: Er ist sehr widerstandsfähig, winterhart und anspruchslos. Er kann daher unter zahlreichen Bedingungen gepflanzt werden: auf kalkhaltigem oder lehmigem Boden, in Sonne oder Halbschatten, im städtischen Umfeld, im ländlichen Raum und sogar in bewaldeten Bereichen, da er Wurzelkonkurrenz gut verträgt.
Crataegus prunifolia – Pflaumenblättriger Weißdorn – ist ein kleiner Baum mit aufrecht wachsenden Hauptästen, deren Herbstfärbung leuchtend orange-rot ausfällt. Für ein üppig blühendes, pflegeleichtes Beet können zwei oder drei Exemplare mit Abstand über einer flächigen Pflanzung aus anspruchslosen Zwiebelblumen und Stauden wie Allium, weißen Baldrianen (Centranthus ruber ‘Albus’) und Nepeta ‘Six Hills Giant’ gepflanzt werden. Für eine besonders gestaltete, strukturierte Wirkung kann der vordere Beetbereich mit Kugeln aus Buchsbaum oder Myrsine africana akzentuiert werden, ergänzt durch einen kle leavesblättrigen Liguster (Ligustrum delavayanum) als kugelförmigen Halbstamm.
Mit seiner gefüllten Blüte in einem leuchtenden, kräftigen Rosa im Mai und Juni kann Crataegus laevigata ‚Rosea Flore Pleno‘ ein Beet entlang eines geradlinigen, gepflasterten oder mit Kies bedeckten Weges strukturieren. Begleitet wird es von Historischen Rosen (Rosa ‘Cuisse de Nymphe’), Silbrigem Beifuß (Artemisia ludivisiana ‘Silver Queen’), Glockenblumen (Campanula persicifolia), Storchschnabel (Geranium sanguineum und himalayense ‚Derrick Cook‘) sowie Echtem Lavendel (Lavandula angustifolia ‚Munstead‘).

Blütenfolge: Crataegus laevigata ‚Flore Pleno‘, Rose ‚Cuisse de Nymphe‘, Artemisia ludovisiana ‚Silver Queen‘, Campanula persicifolia, Geranium sanguineum und G. himalayense ‚Derrick Cook‘ sowie Lavandula angustifolia ‚Munstead‘
Als mehrstämmige Gehölze erzogen, finden Crataegus lavallei ‚Carrierei‘ mit weißer Blüte oder Crataegus laevigata ‚Paul’s Scarlet‘ mit dunkelrosa Blüte ihren Platz in einem naturnahen Gartenbeet. Zu ihren Füßen werden Gräser in Gruppen gepflanzt (Pennisetum alopecuroides ‚Japonicum‘).
Als geschnittene Hecke
Häufig wird der Eingrifflige Weißdorn (Crataegus monogyna) als geschnittene Hecke verwendet. Er lässt sich beispielsweise zweireihig zusammen mit der Hainbuche (Carpinus betulus) pflanzen. Das kleine, gelappte Laub des Weißdorns und die größeren, ovalen Blätter der Hainbuche ergänzen sich harmonisch. Die Frühjahrsblüte des Weißdorns wirkt besonders schön! Der Rückschnitt erfolgt nach der Blüte, damit die Blüte im Folgejahr nicht beeinträchtigt wird – zulasten des Fruchtansatzes.

Weißdorn und Hainbuche bilden schöne geschnittene Hecken
In herbstlicher Inszenierung
Im Herbst zeigen sich Weißdorne in leuchtenden Farben, die durch ihre roten Früchte betont werden, die bis weit in den Winter hinein bleiben. Eine gute Gelegenheit, sie mit anderen Pflanzen zu einer schönen Spätherbst-Komposition zu kombinieren.
Crataegus lavallei ‚Carrierei‘ ist ein großer Strauch oder kleiner Baum von 5 bis 7 m Höhe mit rundlicher Wuchsform und dicht stehenden Zweigen. Im Herbst trägt er zahlreiche leuchtend orangerote Früchte, die einen Teil des Winters über bleiben. Vögel schätzen diesen reich gedeckten Tisch sehr. Er lässt sich kombinieren mit:
- der Zaubernuss – Hamamelis mollis ‚Pallida‘, die den Garten zunächst im Herbst mit ihrem goldgelben Laub erhellt und anschließend mitten im Winter eine unvergleichliche, gelb-orangefarbene, duftende Blüte bietet,
- dem Geflügelten Spindelstrauch – Euonymus alatus –, einem kleinen, 2 m hohen Strauch mit kugeliger Wuchsform, dessen sommergrünes Laub sich purpurrot färbt,
- und der Herbst-Fetthenne – Sedum spectabile ‚Septemberglut‘ –, die im Vordergrund mit der Fülle ihrer Stängel und zartgrünen, fleischigen Blättern für Kontraste sorgt. Von Spätsommer bis zum Frost trägt sie schöne, flache Blütenstände in kräftigem Rosa. Diese sehr leicht zu kultivierende Staude verschönert die Beete im Herbst.

Crataegus lavallei ‚Carrierei‘, Sedum spectabile ‚Septemberglut‘, Euonymus alatus und Herbstlaub der Hamamelis mollis ‚Pallida‘
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