Welche Cordyline für Ihre Region?
Cordyline nach Winterhärte auswählen
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Die Cordyline mit schlankem, farbenfrohem Laub bringt Exotik und Modernität in den Garten. Je nach Sorte wenig bis mäßig winterhart, bevorzugt sie durchlässigen Boden und einen geschützten Standort; winterliche Nässe verträgt sie nicht. Die Sortenwahl und Kulturform richten sich nach dem Klima. Erfahren Sie, welche Cordyline zu Ihrem Klima passt und wie sie dauerhaft gesund wächst.
→ Lesen Sie unser Pflanzenfamilien-Merkblatt zur Cordyline: pflanzen, kultivieren, pflegen.
Sie leben im weiteren Mittelmeerraum
Wenn Sie in einer Region des erweiterten Mittelmeerraums leben, zu der die Côte d’Azur und die korsische Küste gehören und die sich von Toulon bis Perpignan erstreckt, profitieren Sie von milden Wintern und heißen Sommern mit Temperaturen, die nur selten um den Gefrierpunkt oder knapp darunter liegen. Dies entspricht den USDA-Winterhärtezonen 10a, 10b und 9a, also Mindesttemperaturen von -3,9 °C bis +4,4 °C. Dieses Klima ist von Jahr zu Jahr stabil: Der Sommer ist trocken, während der Winter trotz weniger Regentage niederschlagsreich ist.
Unter diesen Bedingungen können Sie alle Cordylinen problemlos im Garten kultivieren. Pflanzen Sie die prächtigen Cordylinen mit buntem, panaschiertem oder purpurfarbenem Laub ruhig ins Freiland. Denken Sie zum Beispiel an:
- ‚Pink Champagne‘ mit leuchtend graugrünem, cremeweiß berandetem Laub, das an der Basis rosa getönt ist
- ‚Black Knight‘ mit langen, feinen, schmalen Blättern in glänzendem Dunkelpurpur
- ‚Mint Chocolate‘ mit zugespitzten Blättern und einer sehr originellen Panaschierung aus Minzgrün und Schokoladenbraun.
- ‚Ti Tawhiti‘, im Alter 1 m hoch und breit, sehr kompakt und mit breitem grünem Laub
- ‚Electric Flash‘ mit braunpurpurfarbenem, gelbcreme und hell olivgrün berandetem und gestreiftem Laub
- ‚Pink passion‘, sehr farbenprächtig, mit violettem, leuchtend rosa gerandetem Laub.
- ‚Fantasy‘ mit hellgrünem, weiß, creme und gelb panaschiertem Laub.
Diese farbenprächtigen und panaschierten Cordylinen sind frostempfindlich und nur bis etwa -4 bis -5 °C winterhart – passend zu Ihrem milden Klima.
Vorsicht: Sie reagieren empfindlich auf direkte Sonne, die ihre Blätter verbrennen kann. Pflanzen Sie sie im Mittelmeerraum daher in den Halbschatten und schützen Sie sie im Sommer während der heißesten Stunden zwischen 12 und 17 Uhr vor der Sonne.
Schützen Sie sie außerdem vor kalten Nordwinden, auch wenn sie am Meer gut gedeihen und Gischt sowie Wind vertragen.
Dank ihrer Herkunft aus dem Süden widersteht die Cordyline nach dem Anwachsen Trockenheit und großer Sommerhitze gut: Auch dafür ist Ihr Klima bestens geeignet. Gießen Sie im Sommer ein- bis zweimal pro Woche, nicht häufiger und nur bei längerer Trockenheit, damit der Wurzelbereich frisch bleibt.
Im Winter benötigt sie einen gut drainierten Boden, da sie Staunässe und überschüssiges Wasser nicht verträgt. Vermeiden Sie schwere, wassergesättigte Böden, die ebenso schädlich sind wie Frost. Wählen Sie lieber einen Standort auf einem trockenen Hang oder auf einer Felsmauer.
Natürlich können Sie auch winterhärtere Sorten wählen oder Ihre Cordylinen im Topf kultivieren. Wenn möglich, bevorzugen Sie jedoch das Freiland: Es ist für die Pflanze vorteilhafter und nachhaltiger und macht weniger Pflege erforderlich.

Wenig winterharte, panaschierte Cordylinen: ‚Mint Chocolate‘, ‚Fantasy‘ und ‚Electric Flash‘
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Cordyline: Pflanzen, Kultivieren, PflegenSie wohnen an der Atlantikküste
Die Westküste von der bretonischen Spitze bis zum Südwesten des Baskenlandes profitiert dank des maritimen Einflusses und des Golfstroms von einem Mikroklima. Dieses Küstengebiet entspricht den USDA-Winterhärtezonen 9 und 8b und weist ganzjährig milde Temperaturen, kühlere Sommer und eine höhere Luftfeuchtigkeit auf. Die Gärten an der Atlantikküste eignen sich ideal für die Auspflanzung vieler Keulenlilien, da starke Fröste selten sind und sich der von ihnen geschätzte frische Boden leichter gewährleisten lässt.
Wählen Sie für die Auspflanzung die winterhärtesten Keulenlilien, etwa grünblättrige Sorten wie:
- die Cordyline australis, die grünblättrige Typusart, winterhart bis -10 °C.
- ‚Emerald Star Arctic Jungle‘ mit smaragdgrünem Laub, bis -8 °C.
Gute Nachricht: Die neuesten Kultivare sind zugleich farbenfroh oder panaschiert und winterhärter. Die folgenden Sorten vertragen -8 bis -10 °C und sind ebenso farbenprächtig wie die im vorherigen Kapitel vorgestellten Sorten:
- ‚Charlie Boy‘ mit violettem und leuchtend rosafarbenem Laub, ein bis -10 °C winterhartes Kultivar, das für seine Toleranz gegenüber feuchter Kälte geschätzt wird.
- ‚Purpurea‚ mit purpurrotem, üppigem Laub, winterhart bis -9 °C.
- ‚Electric Pink‚, leuchtend rosa berandet, winterhart bis -8 °C.
- ‚Design a Line‘ mit schmalem, bronzepurpurrotem Laub, bis -8 °C.
- ‚Peko‚ mit grünem Laub, an der Basis rotrosa getönt und in der Mitte gelb gestreift, bis -8 °C.
- ‚Super Star‘, sehr dunkel purpur-braun, bis -8 °C.
Hier sind außerdem einige farbenfrohe Sorten, deren Winterhärte -7 °C nicht überschreitet:
- ‚Torbay Dazzler‘ mit gelb-grün gestreiften Blättern
- ‚Can Can‘ in Rosa und Grün
- ‚Southern Splendour‘ mit schmalen, grauvioletten, rosa gerandeten Blättern
- ‚Cherry Sensation‘, rosa bis kirschrot, bronzefarben und olivgrün gestreift
- ‚Electric Star‘, apricot, creme, grün und purpur-schokoladenbraun panaschiert
- ‚Renegade‘ in sehr dunklem Purpur
- ‚Magic Star‘, grün und creme panaschiert, mit roter Mitte
- ‚Paso Doble‘ mit purpurroten, rosa berandeten und gestreiften Blättern

Farbenfrohe Sorten, winterhart bis -8 bis -10 °C: ‚Peko‘, ‚Purpurea‘ und ‚Electric Pink‘
Sie wohnen überall sonst
Andernfalls pflanzen Sie die Cordylie am besten in einen Topf. So können Sie sie im Winter in ein Gewächshaus oder einen wenig beheizten Wintergarten holen. Das schützt sie auch am besten vor zu viel winterlicher Nässe, die ihr im Freiland in Verbindung mit selbst mäßigem Frost schaden könnte.
Bedenken Sie, dass eine Topfpflanze im Winter frostempfindlicher ist: Die angegebene Winterhärte gilt immer für ausgepflanzte Exemplare. Ziehen Sie von der angegebenen Winterhärte etwa 2 °C ab, um die Widerstandsfähigkeit Ihrer Cordylie im Kübel einzuschätzen. Voraussetzung ist, dass sie unter passenden Bedingungen an einem geeigneten Standort steht, beispielsweise vor Nordwinden geschützt.
Außerdem beziehen sich die Angaben zur Winterhärte bei Cordylien auf kurze Frostperioden mit nur vorübergehend sinkenden Temperaturen.

Die Cordylie bildet im Topf prächtige Exemplare. Hier ‚Charlie Boy‘ und ‚Design a Line Burgundy‘
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Cordyline kombinierenTipps für mehr Winterhärte
Wenn gelegentlich Fröste möglich sind, die etwas über das hinausgehen, was Ihre Cordylinen noch vertragen, bringen Sie am Fuß eine Mulchschicht aus und schützen Sie die Pflanzen mit Wintervlies.
- Mulchen ist ein entscheidender Schritt. Indem Sie den Boden mit einer Mischung aus trockenem Laub und Häckselgut bedecken, verringern Sie die Auswirkungen der Kälte auf Substrat und Wurzeln. Führen Sie diese Maßnahme im mittleren Herbst vor den ersten Frösten durch.
- Verwenden Sie Wintervlies, um die Blattrosette zu umhüllen. Das Vlies kann die Temperatur um 1 bis 2 Grad erhöhen, was in strengen Wintern entscheidend ist. Wenn Sie kein Vlies haben, eignet sich auch Jutegewebe. Diese durchlässigen Materialien können mehrere Wochen an Ort und Stelle bleiben. Entfernen Sie sie, sobald die Temperaturen wieder steigen, und bringen Sie sie erneut an, wenn kalte Nächte angekündigt sind.
Und speziell für Pflanzen im Topf:
- Wickeln Sie den Topf mit Luftpolsterfolie, Jutegewebe oder einem anderen isolierenden Material ein. Dieser Schutz wirkt wie eine Barriere gegen die Kälte und schützt die Wurzeln besser.
- Stellen Sie den Topf auf einige Bretter oder Ziegel, um ihn vom kalten oder gefrorenen Boden zu isolieren. So verhindern Sie, dass die Wurzeln direkt sehr niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind.
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