Welche Gräser für kleine Gärten?
Auswahl kleiner Gräser mit kompakter Wuchsform für kleine Flächen
Inhaltsverzeichnis
Kleiner Garten? Kein Fluch! Entdecken Sie Gräser mit besonderem Laub und dekorativer Blüte: langlebig, immergrün, pflegeleicht – kleine Gärten. Wuchs prüfen.
Warum Gräser ideal für kleine Gärten sind?
Mit ihrem üppigen, im Jahresverlauf oft wechselnden Laub, das von vielfältigen Farben durchzogen und teils panaschiert oder hell berandet ist, haben Ziergräser auch in kleinen Gärten in der Stadt oder auf dem Land ihren Platz. Mit ihrer Blüte im Spätsommer oder Herbst, wenn sich die meisten anderen Stauden bereits verabschieden, beleben Ziergräser die weniger attraktiven Jahreszeiten. Im Winter setzen ihre von Raureif umhüllten Ähren poetische Akzente und mildern die Kälte. Im Herbst und Winter verleihen sie dem Garten außerdem Tiefe und Struktur.
Durch ihre Leichtigkeit, Eleganz und dekorative Wirkung passen diese Ziergräser hervorragend in kleine Gärten. Beim kleinsten Windhauch geraten sie in zarte Bewegung.

Ziergräser passen hervorragend in kleine Gärten (hier Pennisetum alopecuroides)
Hinzu kommt, dass sich die meisten Ziergräser an schwierige Kulturbedingungen anpassen, etwa an trockene, nährstoffarme Böden, pralle Sonne oder tiefen Schatten. Dabei benötigen sie nur wenig Pflege.
Schließlich kann Ihnen nur die große Auswahl an Arten und Sorten von Ziergräsern die Entscheidung erschweren. Sie finden jedoch garantiert das oder die perfekten Ziergräser, um Ihren kleinen Garten zu schmücken und zu beleben.
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In einem kleinen Garten mit begrenztem Platz sollten Sie Gräser mit kompakter, dichter Wuchsform, schmaler Silhouette und begrenzter Höhe auswählen. Ihr Wachstum sollte also gering bleiben. Dennoch finden Sie leicht Arten und Sorten mit zarten Blüten oder dekorativ strukturiertem und/oder gefärbtem Laub.
Unter diesen Gräsern eignen sich alle niedrigen Ziergräser für die Pflanzung in einem kleinen Garten. Unter ihnen kommt man an den verschiedenen Arten von Seggen, Schwingel (Festuca) und Pennisetum kaum vorbei, die wir Ihnen uneingeschränkt empfehlen. Für etwas Abwechslung stellen wir Ihnen jedoch weniger verbreitete Gräser als die genannten vor, die für kleine Gärten besonders interessant sind. Entdecken Sie unsere Auswahl von 12 idealen Gräsern für kleine Gärten.
Bouteloua gracilis
Bouteloua gracilis ist ein hübsches, kleines Gras mit sehr dichter Wuchsform und kompakten Maßen. Es wird 30 cm breit und höchstens 40 cm hoch. Trotzdem zieht es alle Blicke auf sich. Das krautige Gras bildet dichte Horste aus feinen, langen und relativ rauen Blättern, die im Frühjahr grün mit graublauen Reflexen, im Sommer goldfarben und im Herbst purpur-braun sind. Darüber hinaus zeichnet es sich durch ungewöhnliche Blütenstände aus, die zwischen Juli und September erscheinen. Die ährenartigen Blütenstände erinnern an Kämme und wachsen fast waagerecht. Im Laufe der Monate wechseln sie ihre Farbe von rötlichem Rosa zu Strohgelb. Sie bleiben im Winter erhalten.
Das sehr luftverschmutzungs- und salztolerante Gras wird an einem sonnigen Standort in trockenen, gut durchlässigen Boden gepflanzt.

Bouteloua gracilis
Briza media
Briza media, auch Zittergras genannt, ist ein bezauberndes, leicht wirkendes kleines Gras, das beim leisesten Lufthauch schwingt. Besonders auffällig sind die hübschen herzförmigen Ährchen, die sich im Wind wiegen und aufmerksamen Gärtnern sanfte Klänge schenken. Die Ährchen wechseln von Purpurgrün zu Strohgelb. Das Gras bildet einen dichten Horst von 45 cm Breite und 55 cm Höhe. Sein Laub ist blaugrün und von Borsten gesäumt. Es wird in normalen, gut durchlässigen Böden gepflanzt, die trocken, steinig oder sogar kalkhaltig sein dürfen. Sonne bis Halbschatten wird vertragen.
Die Sorte ‘Zitterzebra’ hat grün-weiß gerandetes Laub, während die Sorte ‘Limouzi’ vor allem durch ihre deutlich größeren Ährchen auffällt.

Briza media
Ophiopogon
Der Ophiopogon ist zwar kein echtes Gras, sondern eine Staude mit grasähnlichem Aussehen, die oft Schlangenbart genannt wird. Es gibt zahlreiche Arten und Sorten, die nie mehr als 30 cm breit und 20 bis 25 cm hoch werden. Alle bilden dichte, kompakte Bodendecker mit immergrünem Laub und sind daher das ganze Jahr über dekorativ. Diese Gräser haben grünes bis fast schwarzes Laub und blühen im Hochsommer mit kleinen Glöckchen.
Für Liebhaber sehr dunklen Laubs sind Ophiopogon planiscapus ‘Nigrescens’ und ‘Black Dragon’ im kleinen Garten unverzichtbar.

Der Ophiopogon ‘Nigrescens’
Koeleria glauca
Koeleria glauca ist ein 30 cm breites und 35 cm hohes Gras mit blaugrünem Laub, das ein hübsches, rundes und dichtes Polster bildet. Dank seines immergrünen Laubs ist es das ganze Jahr über präsent. Im Juni und Juli erscheinen Blütenstiele mit feinen, luftigen Rispen aus silbrig-grünen Ähren, die beim Verblühen in Rehbraun übergehen.
Der sehr winterharte Schillergras bevorzugt leichte, gut durchlässige und eher nährstoffarme Böden. Besonders gut gedeiht es auf kalkhaltigem Boden in voller Sonne.
Anthoxanthum odoratum
Anthoxanthum odoratum ist ein in unseren Wiesen recht häufiges Gras. Trotzdem verdient es mit seinem Horst aus feinen, aufrechten Blättern und geraden, grünen Blütenähren einen Platz im Garten. Zudem verströmt dieses Gras, wie sein lateinischer Name vermuten lässt, einen angenehmen Heugeruch. Das auch Gewöhnliches Ruchgras oder Duftendes Mariengras genannte Gras bleibt im Winter erhalten und trägt dann Strohgelb. Es wird bis zu 40 cm breit und 20 cm hoch.
Dieses Gras gedeiht besonders gut auf saurem Boden, verträgt aber keinen Kalk. Es benötigt einen eher nährstoffarmen, gut durchlässigen, leichten Boden und volle Sonne.

Das Anthoxanthum odoratum
Elymus magellanis
Das Elymus magellanicus, auch Magellan-Gras genannt, ist ein Gras mit einzigartigem stahl- bis leuchtend blauem Laub, das das ganze Jahr über erhalten bleibt. Es besitzt wohl das intensivste blaue Laub aller Gräser. Im Alter wird es 40 cm breit und 60 cm hoch. Seine Blätter sind steif, linear, flach und schmal. Im Sommer erscheinen Ähren, die ebenso blau wie die Blätter sind.
Dieses Gras muss unbedingt in trockenen, sehr gut durchlässigen Boden und in volle Sonne gepflanzt werden. Ohne diese Bedingungen verkümmert es leicht.

Das Elymus magellanis
Eriophorum angustifolium
Das Eriophorum angustifolium ist ein sehr außergewöhnliches Gras mit einer höheren als breiten Silhouette. Es wird 40 cm breit und 60 cm hoch und passt damit auch in einen kleinen Garten. Das Gras hat sehr schmale Blätter und fällt vor allem durch seine Blütenstände auf, die an Wattebäusche erinnern. Die ungewöhnlichen, reinweißen Blüten wirken, als seien sie vom Wind zerzaust.
Das Schmalblättrige Wollgras wird an feuchten Standorten, an Bach-, Teich- oder Tümpelufern gepflanzt.

Das Eriophorum angustifolium
Hakonechloa
Das Hakonechloa, auch Japangras genannt, wird von den meisten Sorten nicht breiter als 40 cm. Sein dichtes, bogig überhängendes, lineares Laub fällt herab und bildet aufeinanderfolgende Wellen. Im Herbst färbt sich das Laub je nach Sorte goldgelb, braun oder orange. Das an Bambus erinnernde Laub kann auch andere Farbtöne zeigen: ‘Aureola’ hat grün-gold-weiß gestreiftes Laub, ‘Nicolas’ grüne, orange und bronzegelb gerandete Blätter, ‘Sunflare’ gelbe, grün und purpur gefleckte Blätter.
Das Hakonechloa bevorzugt kühle, halbschattige Standorte und perfekt durchlässigen Boden.
Helictotrichon sempervirens
Helictotrichon sempervirens ist ein prächtiges Gras, das einen 40 cm breiten und 50 cm hohen, struppigen Horst bildet. Besonders auffällig ist das sehr spitze, steife Laub in attraktivem Silberblau. Im Sommer ragen aus dem Horst ebenso steife Ähren in sanftem Blond hervor.
Dieses Gras gedeiht an einem sonnigen Standort in normalem, porösem und trockenem Boden. Der auch Wiesenhafer genannte, immergrüne Schwingel ist das ganze Jahr über dekorativ.
Imperata cylindrica ‘Red Baron’
Das Imperata cylindrica ‘Red Baron’ zieht mit seinem aufrechten, steifen Laub alle Blicke auf sich. Ab dem Sommer färbt es sich blutrot bis bordeauxrot, während die Basis grün bleibt. Im Winter werden die Blätter braun. Das Gras bildet einen sehr dichten, 20 bis 30 cm breiten Horst mit einer Wuchsbreite von etwa 50 cm. Dank seines langsamen Wachstums breitet es sich nie stark aus. Die Blüte ist hingegen unbedeutend.
Dieses Gras wird an einem sonnigen Standort in Boden gepflanzt, der frisch bleibt.

Das Imperata ‘Red Baron’
Gräser im kleinen Garten pflanzen und pflegen?
Natürlich sollten Sie Ziergräser passend zu Ihrem Bodentyp auswählen. Einige eignen sich für sauren Boden, andere für kalkhaltigen Boden. Auch der Standort muss ihren Bedürfnissen entsprechen: Sonne, Halbschatten, Schatten sowie feuchter oder trockener Boden. Ziergräser sind jedoch meist recht tolerant und passen sich auch schwierigen Kulturbedingungen an. Die Pflanzung ist dennoch unkompliziert.
Die Pflanzung
- Stellen Sie den Wurzelballen in einen Eimer mit Wasser, damit er sich vollsaugt und leichter aus dem Topf nehmen lässt.
- Heben Sie ein Pflanzloch aus, das doppelt so groß wie der Wurzelballen ist.
- Entfernen Sie Steine und Unkraut aus dem Pflanzloch und seiner Umgebung.
- Geben Sie etwas Kompost auf den Grund des Pflanzlochs, um den Boden anzureichern.
- Mischen Sie außerdem etwas Kompost oder, falls nicht vorhanden, Blumenerde unter den Aushub.
- Nehmen Sie das Ziergras aus dem Topf und setzen Sie es ins Pflanzloch. Der Hals sollte auf Höhe der Bodenoberfläche liegen.
- Füllen Sie das Pflanzloch mit dem Aushub.
- Drücken Sie den Boden leicht an, um Luftblasen zu entfernen, und gießen Sie reichlich.
Die Pflege
Ziergräser sind pflegeleichte Pflanzen. In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollten Sie sie regelmäßig gießen, damit sie gut anwachsen. Arten, die frischen Boden bevorzugen, müssen bei großer Hitze oder Trockenheit ebenfalls gegossen werden. Eine Düngung ist meist nicht nötig.
Wichtig ist dagegen, das Laub regelmäßig zu reinigen. Entfernen Sie abgestorbene oder beschädigte Blätter, meist im Spätwinter, damit neue Triebe austreiben können. Arten mit sommergrünem Laub können im Spätwinter zurückgeschnitten werden. Bei immergrünen Sorten bürsten Sie einfach den Horst aus, um abgestorbene Blätter zu entfernen.
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Ziergräser mit ihrem leichten, luftigen Wuchs sind echte Trümpfe für kleine Gärten. Ihre Eleganz und Anpassungsfähigkeit machen sie zu idealen Begleitpflanzen für harmonische, dynamische Pflanzungen.
Um ihre Vorzüge auf begrenztem Raum hervorzuheben, kombinieren Sie sie mit Stauden in kontrastreichen Blütenfarben. Die Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) bringt mit ihren rosa, weißen oder blauen Blütenähren lebendige Farbakzente. Fetthennen ergänzen die Pflanzung mit fleischigen Rosetten und sternförmigen Blüten durch Struktur und interessante Texturen.
Für einen wilderen Look integrieren Sie sommerblühende Stauden wie Kokardenblumen, Prachtkerzen, Sterndolden, Wolfsmilch oder klein bleibende Sonnenhut-Sorten. Ihre warmen Farben und üppigen Formen bilden einen schönen Kontrast zu den gefiederten Ähren der Ziergräser. Im Herbst kommen Ziergräser neben niedrigen Astern oder Chrysanthemen besonders gut zur Geltung.
Vergessen Sie nicht die frühjahrsblühenden Zwiebelpflanzen wie Tulpen oder Narzissen, die zu Saisonbeginn für eine frische Note sorgen. Für einen modernen Garten wählen Sie Kombinationen aus Ziergräsern und immergrünen Pflanzen wie Funkien oder Purpurglöckchen.
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