Westlicher Erdbeerbaum: ideale Sorte wählen?
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Westlicher Erdbeerbaum: Immergrünes Laub, zarte Maiglöckchenblüten und essbare Beeren. Sortenwahl für Garten, Terrasse und Topfkultur.
Je nach ausgewachsener Größe
Der Arbutus unedo, die bekannteste und in unseren Gärten am häufigsten kultivierte Art des Westlichen Erdbeerbaums, bildet einen Strauch mit attraktiver, etwas verwundener und leicht krummer Wuchsform, der bei ausgewachsener Größe 5 m hoch und 3 m breit wird.
Mehrere Sorten des Westlichen Erdbeerbaums aus Arbutus unedo sind kompaktere Sträucher, 2 bis 2,5 m hoch und etwa 1,5 m breit (siehe Kapitel Verwendung).
Der Zyprische Erdbeerbaum, lateinisch Arbutus andrachne, bildet einen deutlich größeren Strauch, eher einen kleinen Baum, der im Alter 8 bis 9 m hoch und 4 m breit wird.

Arbutus unedo bildet einen mittelgroßen Strauch mit attraktiver, etwas verwundener Wuchsform und sehr farbenreichem Fruchtbehang
Je nach Rinde
Erdbeerbäume besitzen oft eine dekorative Rinde. Beim Arbutus unedo wird die braune Rinde mit der Zeit schuppig und blättert ab.
Arbutus andrachne, der Zyprische Erdbeerbaum, besitzt eine bemerkenswerte Rinde: Sie ist glatt, glänzend und schimmert in wechselnden Farbtönen zwischen Orangerot und Pistaziengrün. Ihr Aussehen verändert sich ständig: Sie blättert in großen Platten ab und gibt unter dem Einfluss der Luftfeuchtigkeit noch leuchtendere Farbtöne frei.
Beim Kultivar ‚Marina‘ ist die Rinde wunderschön zimtfarben. Sie blättert in großen Platten ab und enthüllt eine neue, glatte Oberfläche in leuchtendem Mahagonibraun. Später löst sich auch diese Schicht ab und gibt eine Rinde mit pistaziengrünen bis olivgrünen Nuancen frei, die sich allmählich in ein warmes Braunorange verwandelt. Der Arbutus ‚Marina‘ wurde zufällig in einem Garten in San Francisco entdeckt und soll Arbutus andrachnoides als Elternteil haben, von dem er seine prächtige Rinde geerbt hat. Arbutus x andrachnoides ist aus der Kreuzung von Arbutus andrachne und der Art unedo hervorgegangen.

Die Rinde des Zyprischen Erdbeerbaums links und des Erdbeerbaums ‚Marina‘
Je nach Blütezeit
Arbutus unedo und Kultivare: Blüte ab September bis Januar, Früchte reifen zeitgleich. Zyprischer Erdbeerbaum (Arbutus andrachne): Blüte März–Mai.
Nach Blütenfarbe
Die niedlichen kleinen Glockenblüten des Westlichen Erdbeerbaums erinnern an Maiglöckchen und sind weiß bis gelblich-cremeweiß, manchmal rosafarben.
Allerdings zeichnen sich einige Kultivare durch eine farbenprächtigere Blüte aus. Der mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnete Kultivar ‚Rubra‚ trägt leuchtend rosa bis kräftig rosafarbene, ins Rote spielende Glockenblüten. ‚Roselily‘ bildet blassrosa Blüten. Pink Giant ‚Nevez‘ blüht in einem ähnlichen, fast durchscheinenden Rosa. Auch ‚Marina‘ schmückt sich mit eher rosafarbenen Blüten.

‚Rubra‘ links und ‚Nevez‘
Je nach Wachstum und Fruchtbildung
Erdbeerbaum ‚Pink Giant‘: schnelleres Wachstum, frühere Früchte. ‚Marina‘: ebenso, mit besonders großen Früchten. Arbutus unedo: erst nach 5 Jahren ab Aussaat.
Je nach Boden
Arbutus gedeiht in durchlässigem Boden, an Sonne bis Halbschatten, windgeschützt. Arbutus unedo mag sauren Boden, A. andrachne auch Kalk. Winterhart bis -12 °C.
Je nach Winterhärte
Wie im vorherigen Absatz erwähnt, ist die Winterhärte des Westlichen Erdbeerbaums auf etwa -12 °C begrenzt. An einem gut geschützten Standort und unter idealen Kulturbedingungen verträgt er Frost bis -15 °C.
Der Kultivar ‚Marina‘ ist etwas weniger frosthart. Er stammt vermutlich aus der Hybridisierung von Arbutus andrachnoides und A. canariensis.
Der Arbutus × andrachnoides gilt in gut durchlässigem Boden als frosthart bis maximal -10 °C. Seine jungen Triebe können bereits bei -6 bis -7 °C Frostschäden erleiden.
Je nach Verwendung
Der Westliche Erdbeerbaum ist ein ausgepflanzter Strauch von etwa 5 m Höhe und 3 m Breite. Kompakte Arten und Sorten gedeihen jedoch auch im Topf. Wählen Sie dafür Arbutus unedo ‚Compacta‘, ‚Roselily‘ oder ‚Rubra‘ (bis 2,50 m) sowie ‚Atlantic‘ (bis 2 m).
In Regionen mit kalten Wintern eignen sich kompakte Sorten am besten für die Topfkultur.
Arbutus andrachne wird ausschließlich ausgepflanzt, da er mit 8 bis 9 m Höhe und 4 m Breite größer wird als andere Arten. Er eignet sich als Solitär.
Alle anderen Westlichen Erdbeerbäume sind schöne Solitärgehölze, eignen sich aber auch für eine freiwachsende Hecke. Im Beet mit Stauden und Sträuchern setzen sie einen interessanten Blickfang.
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